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12. Januar 2021

Zürich setzt auf Noten statt Symbole

Eine Mehrheit des Zürcher Kantonsrates hält nicht viel von Krönchen, Raketen und Worten als Leistungsbewertung in der Volksschule. Der Rat hat am Montag eine Parlamentarische Initiative (PI) vorläufig unterstützt, die nur noch Noten zulassen will.

Zürcher Lehrer sollen Noten statt Krönchen verteilen, sda, 11.1.

16. Dezember 2020

Thurgauer wollen weg von Durchschnittsnoten

Die Lehrerschaft muss sich neu orientieren: Im Rahmen des Lehrplans Volksschule Thurgau wird die Notengebung der Schülerinnen und Schüler neu definiert: Es ist nicht mehr nur der Durchschnitt der Prüfungen, der in einem Fach die Zeugnisnote gibt, sondern es kommen viele weitere Kriterien dazu. Als Einführung in das Thema der neuen Beurteilungsform führten die Schulen Frauenfeld die diesjährige Klaustagung durch.

Chlaustagung zur neuen Notengebung, Untersee-Nachrichten, 14.12. von Thomas Birri

17. Mai 2018

Überfördert und überfordert

Besonders fleissig und gute Noten – ein solches Kind ist der Traum mancher Eltern. Ist es zudem überdurchschnittlich intelligent, dann hat es beste Aussichten auf eine besonders erfolgreiche Bildungslaufbahn. Doch in vielen Fällen sind solche Kinder nicht hochbegabt, sondern Überleister. Überleister sind junge Menschen, die mehr leisten, als man von ihnen aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten erwartet.
Überfördert und überfordert, NZZ, 17.5. von Margrit Stamm

22. Januar 2018

Urs Moser zu Farben statt Noten

Farben statt Noten: Ist das sinnvoll?
Die Farben machen die Rückmeldung freundlicher. Zusätzliche Wortrückmeldungen präzisieren die Beurteilung. Das eigentliche Problem wird damit kaum gelöst: Die Bewertung zeigt den Leistungsvergleich innerhalb einer Klasse, sagt aber wenig über den Lernerfolg des einzelnen Kindes aus.
"Das eigentliche Problem wird kaum gelöst", Migrosmagazin, 18.1. von Claudia Weiss

Kosmetik mit Noten

Manchmal wissen die Schulkinder der 3. und 4. Klasse im Schulhaus Rotmonten-Gerhalde in St. Gallen in der Prüfung die ­Namen der Dinosaurier nicht mehr. Oder sie machen Fehler, wenn sie Rechnungen lösen müssen. Dann erhalten sie im Gegensatz zu anderen Schülern ihre Probe dennoch nicht mit einer Note drei zurück. Sondern mit einem Kreuz im braunen Feld und der Wortmeldung: «Das klappt noch nicht. Da brauche ich noch Unterstützung.» Das grüne Feld bedeutet «Das gelingt mir teilweise», das orangefarbene «Das kann ich schon gut» und das gelbe «Das beherrsche ich».
Farben statt Ziffern kommen bei den Kindern gut an. Bild: Stephan Bösch
Eine Schule mit Farben statt Noten, Migrosmagazin, 18.1. von Claudia Weiss

19. Januar 2018

Hoher Beurteilungsaufwand für Schwyzer Fremdsprachenlehrer

Der Lehrplan 21 definiert sechs Bereiche, in denen die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen erwerben. Der Erziehungsrat legt fest, dass die folgenden fünf Bereiche zu je 20% gewichtet werden. Die Bereiche sind „Sprechen“, „Schreiben“, „Lesen“, „Hören“ und „Sprache im Fokus“. Der Bereich „Kulturen im Fokus“ wird in die Bereiche integriert.
Grafik: AVS Kanton Schwyz
Quelle: AVS Kanton Schwyz, 19.1.

16. November 2017

Solothurn schwankt bei Noten für Erstklässler

Zensuren gleich von Anfang an? Der Kanton hat die Noten für Schulstarter zuerst abgeschafft und dann wieder eingeführt. Nun könnte es erneut zu einer Wende kommen.
Zuerst abgeschafft, dann wieder eingeführt: Wie sinnvoll sind Schulnoten für Erstklässler? Solothurner Zeitung, 16.11. von Sven Altermatt

13. November 2017

Kleingeistiges Konkurrenzdenken der staatlichen Volksschule

Katja Christ stellt in ihrem Gastbeitrag «Wodie wahren Probleme liegen – unterforderte Kinder nützen unserem Schulsystemnichts» zu Recht infrage, ob bei umfassenden Vergleichsprüfungen wie den Pisa-Tests oder den multiplen (und schrecklich teuren) «Checks» wirklich das gemessen wird, was in der Schule wesentlich ist. Sie hat auch vollkommen recht, wenn sie es fragwürdig findet, Methoden aus der Betriebswirtschaft auf das Bildungswesen und die Schulen anzuwenden, wie es von der Bildungsbürokratie immer mehr gemacht wird. Sie hat nochmals recht, wenn sie den Leistungswahn bei den Jüngsten skandalös findet und feststellt, dass die flächendeckenden Vergleichstests und der Ausbau der Bildungsbürokratie Ressourcen abziehen, die man dringend für die wirklichen Bedürfnisse in den Schulen brauchte. Tolle Erkenntnisse einer Politikerin!
Wider den Leistungswahn, Basler Zeitung, 13.11. von Bernhard Bonjour

29. Oktober 2017

Debatte über Leistungsmessung

Die Primarlehrer im Schulhaus Gotthelf in Basel-Stadt probten kürzlich den Aufstand. Sie entschieden, für Erstklässler keine Lernberichte mehr auszustellen. Es sei unnötig, bereits in der ersten Klasse durch solche Bewertungen Druck aufzubauen. Doch die Lehrer verstiessen gegen das kantonale Gesetz, das sie zur schriftlichen Beurteilung der Schüler verpflichtet. Das Erziehungsdepartement wies deshalb die aufmüpfigen Pädagogen in die Schranken.
Vermessung der Kindergärtner, NZZaS, 29.10. von Anja Burri

27. März 2017

Noten nach Geschlecht

Eine neue Studie zeigt, wie das Geschlecht die Benotung beeinflusst. Zürich Schülerinnen, die eine Physikaufgabe gleich beantworten wie ihre männlichen Klassenkameraden, erhalten regelmässig eine schlechtere Note. Das zeigt eine Studie der ETH-Forscherin Sarah Hofer. Hofer bat Physiklehrer, in einem Online-Test eine Prüfungsantwort zu benoten. Sie legte den 780 Teilnehmern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich eine Mechanik-Frage und die jeweils gleich formulierte - nur teilweise korrekte - fiktive Schülerantwort vor. Die eine Hälfte ging davon aus, dass sie die Antwort einer Schülerin zu benoten hätten, die andere Hälfte die eines Schülers.
Mädchen erhalten schlechte Physiknoten, Buben werdem beim Aufsatz benachteiligt, Sonntagszeitung, 26.3. von Simon Widmer

22. September 2016

Stadt St. Gallen verzichtet auf halbe Noten

Als die Erst- und Zweitklässler vor den Sommerferien ihr Zeugnis entgegennahmen, fanden sie darin zum ersten Mal nur noch ganze Noten, die abbilden sollen, wie gut sie die geforderten Kompetenzen erfüllen. Viereinhalber etwa, deren sich Lehrerinnen und Lehrer gerne bedienen, um das Mittelmass zu bezeichnen, fanden sich keine darin. Statt sechs Noten genügten aber auch nur vier, meint Florian Sauer, Abteilungsleiter Schulen der Stadt St. Gallen: die Noten 3, 4, 5 und 6.
St. Galler Lehrer müssen ohne Viereinhalber auskommen, Tages Anzeiger, 21.9. von Janine Hosp

18. August 2016

"Beim SOL kann niemand schlüüfe"

Irgendetwas hat gefehlt. Un­vermittelt stehen Jugendliche auf dem Pausenplatz, schwatzen und albern herum. Nach 20 Minuten sind sie ebenso plötzlich wieder weg. «Einen Gong gibt es hier nicht», erklärt Schulleiter ­Gregory Turkawka. Ein Detail, scheinbar belanglos – und doch richtungs­weisend. Im Sekundarschulhaus Seehalde im zürcherischen Niederhasli regeln die Schülerinnen und Schüler vieles in eigener Verantwortung.
Schulleiter Turkawka: "Das ist kein Experiment! Wir bilden exakt den Lehrplan ab." Bild: Hanna Jaray
Sind Noten überflüssig? Beobachter, 5.8. von Birthe Homann und Daniel Benz

17. August 2016

"Eigentlich müsste man gemäss Lehrplan 21 ja keine Noten geben, aber so weit sind wir noch nicht"

Kinder vergleichen ihre Zensuren sofort untereinander, sagt die Pädagogin Tina Hascher. Sie plädiert deshalb für einen gelasseneren Umgang mit Noten.
"Schlechte Noten lähmen", Beobacher, 5.8. von Birthe Homann

Mit Anwalt ans Gymi

Die Eltern eines jungen Zürcher Schülers beschwerten sich vor dem Verwaltungsgericht über die schlechte Benotung seines Deutschaufsatzes an der Gymnasialprüfung und bekamen recht. Der Fall wird rege diskutiert. Die Tendenz, sich in schulischen Fragen zur Wehr zu setzen und einen Anwalt einzuschalten, nehme seit einigen Jahren zu, meint Rechtsanwältin Margrit Weber-Scherrer. Sie berät und vertritt Schüler, Eltern und Studenten aller Bildungswege und bearbeitet schulische Themen, und kennt auch die Behördenseite. Das habe vor allem damit zu tun, dass Betroffene heutzutage wissen, wie man eine Bewertung anficht.
Die Zahl der Rekurse ist in Zürich konstant geblieben, Bild: Felix Kaestle
Lehrer im Visier der Anwälte, Tages Anzeiger, 5.8. von Vanessa Simon

4. Juli 2016

Österreich will Leistungsbeurteilung verbessern

Neue Kompetenzraster sollen sicherstellen, dass Noten in der Sekundarstufe auch über Klassen und Schulen hinweg vergleichbar werden.
Schulnoten sollen sich nicht mehr nach Klassenschnitt richten, Standard, 4.7.

10. Mai 2016

Bündner bleiben bei bisheriger Benotung

Der St. Galler Erziehungsrat hat anfangs Mai ein neues Beurteilungskonzept für die Volksschule in die Vernehmlassung gegeben. Darin wird für die Zeugnisse der Volksschule die Abschaffung der Noten 1 und 2 vorgeschlagen.

Dies ist in Graubünden kein Thema, wie Bildungsdirektor Martin Jäger auf Anfrage von Radio Südostschweiz sagte. «Der Grosse Rat hat dies im Jahr 2012 abgelehnt», so Jäger. Entsprechend sei dies im neuen Schulgesetzt fixiert worden.
Für Bündner Schüler gibts den Nagel weiterhin, Südostschweiz, 9.5.

"Leistungsbewertung beinhaltet mehr als den Notendurchschnitt"

Die Entscheidung des St. Galler Erziehungsrats, die Noten 1 und 2 abzuschaffen, stösst bisher auf wenig Gegenliebe. Eine differenzierte Beurteilung ungenügender Schülerleistungen müsse möglich bleiben, heisst es bei den Kritikern.











Werden Lernziele nicht erreicht, sollen Schülerleistungen künftig nicht mehr differenziert beurteilt werden. Bild: Benjamin Manser
Ungenügend bleibt ungenügend, St. Galler Tagblatt, 10.5. von Roman Hertler

Umstrittene Notenreform

St. Gallen will die Noten 1 und 2 abschaffen. Skeptiker sagen, es sei der falsche Zeitpunkt, um über das Notensystem zu diskutieren. Es sei genau der richtige Zeitpunkt für inhaltliche Diskussionen, sagt hingegen Bildungsdirektor Stefan Kölliker.
Kölliker äussert sich zur Notendebatte, St. Galler Tagblatt, 10.5.

16. Juli 2014

Kompetenzorientierung führt zu Beurteilungsdilemma

Noch ist der Lehrplan 21 nicht eingeführt, genauer - er ist noch nicht einmal bekannt. Dennoch zeigen sich bereits jetzt weitere Schlaglöcher auf dem Weg seiner Einführung. Ein bisher vernachlässigtes Thema ist dabei die Beurteilung. Wie soll man Kompetenzen gerecht beurteilen und sie als Selektionsmittel für den Übertritt in die Sekundarstufe I verwenden? Dies zeigt sich exemplarisch am Lehrmittel 'Mille feuilles', wo die Beurteilung nach Kompetenzen erprobt wird. Eltern und Lehrer sorgen sich um die Aussagekraft dieser Beurteilungen. (uk)




"Eine Selektion ist nie nur förderorientiert", Bild: Manu Friederich

Französisch zeigt, wie schwierig die Beurteilung mit dem Lehrplan 21 wird, Bund, 16.7. von Mireille Guggenbühler

27. April 2014

Lehrer fordern neues Beurteilungssystem

Der LCH drängt im Hinblick auf den neuen Lehrplan 21 auf Änderungen bei der Beurteilung der Schüler. "Der Lehrplan 21 ohne neues Beurteilungssystem ist nicht möglich", sagt Jürg Brühlmann, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des LCH. 




Unklar ist, wann eine Kompetenz als erreicht eingestuft werden kann. Bild: Keystone

Lehrer unzufrieden mit heutigem Beurteilungssystem, Südostschweiz, 27.4.