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30. April 2020

Volksschule ohne Demokratie?


Warum braucht die Demokratie die Volksschule und die Volksschule die Demokratie? Welche Folgen hat es, wenn die Volksschule als Unternehmen den Investor aus dem Aufsichtsrat verdrängt? Ein Blick zurück zeigt, wo wir heute stehen. Der Mensch kann die Zukunft nur so denken, wie er die Vergangenheit verstanden hat.
Volksschule ohne Demokratie? 30.4., von Peter Aebersold

28. Oktober 2018

Wir brauchen verbindliche Texte im Deutschunterricht


Als ich 1975 an einem hessischen Gymnasium zum ersten Mal vor einer Klasse stand, um die Schüler in deutscher Literatur zu unterrichten, war ich mit den Folgen der drei Jahre zuvor erlassenen „Hessischen Rahmenrichtlinien Deutsch“ konfrontiert. Literaturunterricht sollte nicht mehr die Interpretation der „schönen“ klassischen Literatur sein, sondern der „Umgang mit Texten“. Diesem Textbegriff war alles eins: ein Gedicht von Rilke, eine Stellenanzeige und ein Zeitungsartikel. Die „hohe“ Literatur sollte vom Sockel geholt werden, um die Benachteiligung der Schüler zu beseitigen, denen es nicht vergönnt ist, im Elternhaus mit Büchern und intellektuellen Gesprächen aufzuwachsen. Statt dem Kind aus der Unterschicht den Umgang mit Literatur wenigstens in der Schule zu ermöglichen, wurde die Literatur gleich ganz eliminiert. Aus der „Ungleichheit“ weniger wurde Ungleichheit für alle. Welch fataler Irrtum, der bis heute nachwirkt.
Unterforderung ist das Übel der Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10. von Rainer Werner

10. April 2018

"Alphatier-Gehabe" der migrantischen Unterschicht

Die Probleme der deutschen Schule ähneln denen in der Schweiz: Die Schule als Korrekturanstalt einer Wohlstandsgesellschaft, wo die verschiedensten Ansprüche aufeinandertreffen. Der Lehrplan sammelt diese gemäss ihrem politischen Einfluss. Dabei wird die desolate Situation in den Klassenzimmern ausgeblendet. Die Lehrpläne als Wunschkatalog kontrastieren mit der realen Schulsituation, wo überforderte Lehrer sich mit Alphatieren reiben.

 Maybritt Illner und ihre Gäste, Bild: ZDF
Machtlosigkeit der Lehrer gegen das "Alphatier-Gehabe". TV-Kritik "Maybritt Illner", Frankfurter Allgemeinde Zeitung, 6.4. von Frank Lübberding

2. April 2018

Lehrplan für Sonderschüler

Im Bereich der Sonderschulbildung stösst der Lehrplan 21 an seine Grenzen. Mehrere Kantone arbeiten deshalb an einem separaten Projekt. Statt auf «Kompetenzen» setzt dieses auf «Befähigungen».
Neuer Lehrplan für Kinder mit Behinderungen, Luzerner Zeitung, 1.4. von Ismail Osman

20. März 2018

Wann schwappt die Harmonisierungswelle auf die Gymnasien über?

Peter Bonati ist einer der besten Kenner der Schweizer Gymnasiums-Szene. Der ehemalige Lehrer für Deutsch und Philosophie an der Alten Kantonsschule Aarau war während 20 Jahren Direktor und Dozent am Höheren Lehramt der Universität Bern. Zudem hat er den schweizerischen Rahmenlehrplan «Berufsmaturität» erarbeitet und in diversen Kantonen die Einführung kompetenzorientierter Gymnasiums-Lehrpläne begleitet.
Vergleichbarkeit versus Lehrfreiheit, Basellandschaftliche Zeitung, 20.3. von Hans Fahrländer

24. Januar 2018

Das "Drei-Stufen-System" Humboldts

Übrigen… ist «Bildung» eines der im täglichen Diskurs am meisten auftauchenden Wörter. Es gibt einen «Bildungsboom», «Bildungskanon», «Bildungsforschung», «Bildungsplanung» usw. Politiker, Hochschulprofessoren, Lehrer, Ökonomen, Kirchenleute, Unternehmer: Alle sprechen von «Bildung». Die meisten von ihnen verstehen aber unter «Bildung» eine zielgerichtete «Aus-bildung» zumeist sehr enger Kompetenz, die in möglichst kurzer Zeit zu einer - notabene gut bezahlten - Tätigkeit in Wirtschaft, Handel, Industrie, Gewerbe, Bank, Büro und leider immer weniger in einem Handwerk befähigt. 
Übrigens, Walliser Bote, 19.1. Kolumne von Alois Grichting

2. Oktober 2017

Lehrplan 21 unverbindlich bezüglich Gymnasiumübertritt

Ist die Qualität der Matur so gut, wie die Gymnasien es glauben? Oder muss die Ausbildung grundlegend überarbeitet werden? Eine Studie von Peter Bonati liefert eine Reihe von Anregungen.
Zu wenig Harmonie unter den Gymnasien, NZZ, 2.10. von Jörg Krummenacher

Licht ins schwarze Loch der gymnasialen Lehrpläne

Die Lehrpläne müssten homogener, die Anforderungen vergleichbarer, die Prüfungen gerechter werden. Das fordert der Bildungswissenschafter Peter Bonati in einer neuen Publikation. Er hat die Gymnasien und ihre Lehrpläne eingehend untersucht und die Situation an 144 der 149 anerkannten Schweizer Gymnasien, die sich an der Studie beteiligt haben, ausgewertet. Damit bringt er Licht in ein schwarzes Loch der Schweizer Bildungslandschaft. So ausgiebig die Politik und teilweise das Stimmvolk über den Lehrplan 21 für die Volksschule debattiert und gestritten haben, so unbekannt, kaum erforscht und wenig diskutiert waren bisher die Lehrpläne der Gymnasien.
Durcheinander an den Gymnasien, NZZ, 2.10.

23. Januar 2017

Instrumentelle Vernunft reicht nicht

Der Gastkommentator Toni Stadler bewundert die vom Konfuzianismusgeprägten Bildungssysteme Ostasiens, die davon ausgehen, «dass das Universum,die Welt und der Mensch rational verstanden werden können». Einverstanden, doch zum rationalen Verstehen von Mensch und Welt gehört auch die Kenntnis der Grenzen des rational Verstehbaren. Jenseits dieser Grenzen beginnt das Reich der «Sinngebung», das Reich der Bewältigung der endlichen Existenz durch Phantasie und Chaos, durch Kunst, Kultur, Religion. Und diese «Sinngebung» ist in den Kategorien von Ranking und Ratio wohl kaum formulierbar. «Fleiss, Disziplin und Leistung», wie Stadler sie einfordert, mögen zwar wichtig sein, um in unserer Gesellschaft Karriere zu machen, doch für die Anforderungen eines gelungenen Lebens reichen sie nicht aus.
Gegen die Ökonomisierung von Bildung, NZZ, 23.1. Leserbrief von Willi Bühler

19. Januar 2017

Gesellschaftliche Erwartungen bestimmen die Schule

Turnen aus militärischen Gründen, Werken wegen Wirtschaftskrisen und das Lernen von Fremdsprachen aus ökonomischen Überlegungen heraus: Eine Studie zeigt, dass die Gestaltung der Schule der letzten 150 Jahre ein Abbild gesellschaftlicher Erwartungen darstellt.
Schulinhalte widerspiegeln gesellschaftliche Erwartungen, Aargauer Zeitung, 19.1.

16. März 2015

Bündner Regierung gegen Referendum bei Lehrplänen

Im Kanton Graubünden soll das Stimmvolk auch in Zukunft nicht über Lehrpläne für die Volksschulen abstimmen. Die Regierung lehnt einen entsprechenden Fraktionsvorstoss der grossrätlichen SVP-Fraktion ab.
Bündner Regierung gegen Referendum bei Lehrplänen, sda, 16.3.

26. September 2014

Analphabetismus als geheimes Bildungsziel

Wenn etwas schwerfällt, bieten die Didaktiker Erleichterungen an. Doch wo alle Schwierigkeiten umgangen werden, herrscht die Praxis der Unbildung. Verlernen wir die Rechtschreibung?




Schwere Küche, leichte Sprache - gratiniert ohne Bildungsballaststoffe, Bild: Ralf Gosch

Analphabetismus als geheimes Bildungsziel, Frankfurter Allgemeine, 24.9. von Konrad Paul Liessmann

4. September 2014

Albert Einstein über die gute Schule

Was denkt Albert Einstein über die Schule? Dieser zeitlos gültige Text stammt aus dem Jahr 1936 - Einstein wurde gebeten aus Anlass der 300-Jahrfeier der University of the State of New York zu sprechen. 
Der Text stammt von der neuen, sehr ansprechenden Webseite der Bildungsdirektion Zug. 




Einstein: Die Schule ist Dienerin des Lebens. Bild: Bundesarchiv

Allgemeines über die Schule, Albert Einstein, 15.10.1936

5. August 2014

Wozu dient Geschichte?

Die Forderung, dass die politische Bildung in der Schule zu fördern sei, bringt das Fach Geschichte plötzlich ins Scheinwerferlicht. Welche Erfahrungen haben unsere welschen Kollegen mit ihrem neuen Lehrplan (Plan d'études romand PER) im Fach Geschichte gemacht?




Geschichtsunterricht: Wissen wird durch Arbeitsmethoden ersetzt.

Wozu dient es, Geschichte zu lernen? Zeit-Fragen, 25.2. von Stevan Milijevic

19. Juni 2014

Jassen gegen Rechenschwäche

In der Diskussion des Bildungsberichtes brachte der Thurgauer Grosse Rat verschiedene Ideen ins Spiel. Unter anderem sollen schwache Schüler eine Lektion Jassen pro Woche erhalten. 

Jassen fördert nach SVP-Kantonsrat Walter Knöpfli Kopfrechnen, Kommunikation und Brauchtum, Bild: Reto Martin

 Kantonsrat fordert Jassen als Schulfach, Thurgauer Zeitung, 19.6. von Thomas Wunderlin



10. September 2013

Nationalhymne kein Pflichtstoff

An Berns Schulen wird die Nationalhymne kein Pflichtstoff. Der Lehrplan soll bloss die Lernziele, nicht aber die Lerninhalte vorschreiben. Dies sei dann Sache der Lehrer. 




Landeshymne wird nicht zum Pflichtstoff, Bild: zvg

Landeshymne wird kein Pflichtstoff an der Schule, Berner Zeitung, 10.9.

27. Mai 2013

Uri krempelt 9. Schuljahr um

Das 9. Schuljahr soll in Uri einen Leistungstest in verschiedenen Fachbereichen und eine mehrmonatige Projektarbeit beinhalten.




Urner Schüler binden ihre Projektarbeit, Bild: SRF

Kanton Uri gestaltet 9. Schuljahr um, SRF Regional, 27.5.

11. März 2013

Lehrer kämpfen für Musik

Im Zuge von Harmos soll an den Sekundarschulen in den beiden Basel weniger Musik unterrichtet werden. Dagegen wehren sich die Lehrkräfte.




Eine Arbeitsgruppe soll nach Lösungen suchen, Bild: Keystone

Lehrer fürchten Abbau des Musikunterrichts, SRF Regional, 11.3.