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15. April 2021

Passepartout-Lehrmittel im Sturzflug

In den beiden Basel können Lehreinnen und Lehrer seit diesem Schuljahr aus einer Liste mit Lehrmitteln für Französisch und Englisch auswählen. Nun zeigen Zahlen aus dem Kanton Baselland, dass auf der Sekundarstufe die bisherigen umstrittenen Lehrmittel kaum mehr bestellt werden.Von rund 180 Lehrpersonen, die neue Lehrmittel bestellt haben, haben sich noch zwei für "Clin d'oeil" entschieden und elf für "New World". Eine ähnliche Entwicklung ist in Basel-Stadt zu beobachten. 

Lehrer wenden sich ab von Mille feuilles und Co. SRF Regional, 14.4. von Benedikt Erni

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13. April 2021

KV wird fachlich ausgehöhlt

Der radikale Umbau der KV-Ausbildung mit dem Projekt «Kaufleute 2022» könnte ein chwerer Schlag für die bisher weltweit erfolgreiche Schweizer Berufsausbildung werden, wenn die sogenannte «Kompetenzorientierung» mit dem «selbstgesteuerten Lernen» (SOL), wie wir sie  vom umstrittenen Lehrplan 21 kennen, auch in anderen Berufen «Schule machen» sollte.

KV-Reform 2022 - Berufsausbildung wird fachlich ausgehöhlt, 12.4. von Peter Aebersold

Ohne Grundlagen- und Fachwissen in die Zukunft?

Der radikale Umbau der KV-Ausbildung mit dem Projekt «Kaufleute 2022» ist Teil der Vision «Berufsbildung 2030» der vom Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI 2016 gestartet wurde, um sämtliche Berufe der bisher weltweit erfolgreichen Schweizer Berufsausbildung total auf eine «Schmalspurausbildung» umzubauen. Die EDK-Präsidentin Silvia Steiner befürchtete bereits 2018, dass das heutige Berufsbild KV in zehn Jahren nicht mehr existieren werde.

Ohne Grundlagen- und Fachwissen in die Zukunft? 12.4. von Peter Aebersold

31. März 2021

Luzern setzt neu auf "Open World"

Der Luzerner Regierungsrat hat im November 2020 beschlossen, dass das Englischlehrmittel Open World vom Verlag Klett und Balmer das bisherige New Inspiration (Macmillan) ablöst. Die Schulen können bereits im kommenden Schuljahr einen Wechsel vornehmen. Im Schuljahr 2022/23 wird Open World für alle 1. Sekundarklassen obligatorisch. Ein entsprechender Einführungskurs ist bereits im Angebot.

Quelle: Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern

21. März 2021

Passepartout-Lehrmittel bereits im ersten Jahr mehrheitlich ersetzt

Die neu eingeführte «geleitete Lehrmittelfreiheit» zeigt Wirkung:  Die Mehrheit der Französisch- und Englischlehrpersonen haben die Passepartout-Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» bereits im ersten Jahr nach Einführung der Lehrmittelfreiheit ersetzt.



Passepartout-Lehrmittel bereits im ersten Jahr mehrheitlich ersetzt, Starke Schule beider Basel, 18.3. von Alina Isler

25. Januar 2021

Lehrplan auf Hauptfächer reduzieren

In der Politik hat sich letzte Woche etwas getan. Endlich, ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie, gibt es einen überparteilichen Konsens darüber, dass es wohl gut wäre, in den Altersheimen, an den Flughäfen, in den Schulen und sogar bei den Grenzgängern viel mehr Tests zu verlangen, um herauszufinden, wie die Ansteckungsketten verlaufen. Klar, man wird auch mit den zusätzlichen Tests nicht alle Virenträger finden, aber wenigstens viele.

Jetzt sollten endlich auch mal die Lehrer kreativ denken, Sonntagszeitung, 24.1. von Arthur Rutishauser

21. Januar 2021

Geld für französische Beamtenschule

Der Bundesrat will die Finanzhilfen für die Französische Schule Bern (ECLF) in unverändertem Umfang weiterführen. Der Bund trägt einen Viertel der Betriebskosten mit dem Ziel, dass Kinder von Angestellten der Bundesverwaltung sowie von Organisationen im Interesse des Bundes die obligatorische Schule in französischer Sprache besuchen können. 

Bund will Beiträge an Französische Schule Bern weiterführen, Berner Zeitung, 20.1. 

5. Januar 2021

Rösler: Soziale Ungerechtigkeit ging noch weiter auseinander

Dagmar Rösler, die oberste Lehrerin der Schweiz, spricht sich vehement gegen eine erneute Schulschliessung aus und erklärt, warum der Lehrerberuf karrieretechnisch noch immer in eine Sackgasse führt.

«Der Druck auf die Schulen ist gross», Coopzeitung, 5.1. von Andreas Eugster und Andreas W. Schmid

29. Oktober 2020

Der Kanton Uri erhöht die Lektionsanzahl für den Französischunterricht

Der Erziehungsrat des Kantons Uri arbeitet seit geraumer Zeit daran, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Französisch zu verbessern. Im Juni 2019 hat der Erziehungsrat dazu Massnahmen vorgelegt, die nun in Kraft treten. Zwei betreffen die Stundentafel, und zwar wie folgt:

  • Erhöhung der Wochenlektionen für Französisch in der 2. Oberstufe von vier auf fünf (unter Aufnahme einer zusätzlichen Lektion in die Stundentafel) per 1. August 2021
  • Einführung eines Französisch-Obligatoriums für alle A-Schülerinnen und -Schüler in der 3. Oberstufe per 1. August 2021

Die erforderlichen Anpassungen in der Stundentafel hat der Erziehungsrat am 23. September 2020 beschlossen. Die neue Stundentafel gilt ab 1. August 2021.

Uri erhöht die Lektionsanzahl für den Französischunterricht, zebis.ch, 22.10.

20. September 2020

Der grösste und teuerste Witz der Schulgeschichte

Ein Vater schildert eindrücklich seine Erfahrungen mit dem Frühfremdsprachenunterricht seines Sohnes.

Diesen Sommer ist unser Sohn an die Sek P übergetreten. Innerhalb weniger Wochen wurde ihm schmerzlich und in aller Deutlichkeit bewusst, dass er in 4 langen Jahren Französischunterricht mit dem Lehrmittel «Mille feuilles» an der Primarschule von dieser Sprache rein gar nichts mitbekommen hatte. Die Realität hat ihn eingeholt.

Sein Vater hatte ihm zwar immer wieder einmal angedeutet, dass es um seine Französischfähigkeiten – trotz durchgehender Zeugnisnote 6 in allen 4 Jahren! – eher trübe bestellt sei. Aber so richtig nachvollziehen kann er es erst jetzt, wo er zum ersten Mal so etwas wie einen strukturierten Französischunterricht erlebt. Und wo von ihm erwartet wird, dass er gewisse sprachliche Strukturen mündlich und schriftlich anwenden kann.

Frühfranzösisch ist und bleibt der grösste und teuerste Witz der Schweizer Schulgeschichte, condorcet.ch, 20.9.

25. August 2020

Neues Italienisch-Lehrmittel für Uri

«Hello» und «Buongiorno» heisst es heute an den Urner Primarschulen. «Bonjour» lernen sie erst auf der Oberstufe. Seit 1994 wird im Kanton Uri auf der Primarschulstufe Italienisch unterrichtet. Zuerst war der Unterricht in der 5. und 6. Klasse obligatorisch. Seit der Einführung von Frühenglisch ab der 3. Klasse auf das Schuljahr 2005/2006 kann Italienisch freiwillig als so genanntes Wahlpflichtfach in der 5. und 6. Klasse besucht werden. Der Unterricht in Französisch beginnt in Uri in der Oberstufe.

Urner Schüler lernen mit neuem Italienisch-Lehrmittel, Luzerner Zeitung, 24.8. von Markus Zwyssig

9. August 2020

Chronik des Grauens

Frühfremdsprachen verbunden mit der Mehrsprachigkeitsdidaktik haben an unseren Schulen verheerende Auswirkungen. Diese werden aber erst sichtbar, wenn die verantwortlichen Politiker und Interessenvertreter aus dem öffentlichen Rampenlicht getreten sind. Dazu ist auch dem Condorcet-Blog eine erhellende Zusammenstellung ersichtlich.

Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik - eine Chronik des Grauens, www.condorcet.ch  5.8.

31. Juli 2020

Beyond Age Effects in Instructional L2 Learning

Gemäss Raphael Berthele von der Uni Fribourg handelt es sich bei der Untersuchung von Simone Pfenninger und David Singleton um eine «ausgeglichene und einfühlsame Studie», die sich mit einem Thema befasst, das uns alle interessiert. Pfenninger und Singleton präsentieren dabei neue Daten und analysieren diese sorgsam. Die Autoren untersuchen die Auswirkungen sowohl interner als auch externer Faktoren unter Anwendung modernster statistischer Modelle.

Verlag: Multilingual Matters, 2017
Buchbesprechung Simone Pfenninger und David Singleton, 31.7. von Urs Kalberer

27. Juli 2020

Klares Votum gegen Rumantsch Grischun


Der im Vorfeld viel zitierte Kampf um die letzte Bastion von Rumantsch Grischun als Schulsprache ging deutlicher aus, als im Vorfeld erwartet wurde. Mit 213:141 Stimmen unterstützte die Gemeindeversammlung von Surses am Freitagabend eine Volksinitiative für die Rückkehr zum Surmiran als Schulsprache. Sowohl der Gemeindevorstand wie auch der Schulrat hatten sich im Vorfeld gegen die Initiative ausgesprochen.
Eine klare Antwort und neue Fragen, Südostschweiz, 27.7. von Olivier Berger

13. April 2020

Starke Schule hält trotz Einlenken von Cramer an Initiative fest

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) nimmt diegestrige Medienmitteilung des Basler Erziehungsdirektors Conradin Cramer positiv zur Kenntnis. Dass sich das Erziehungsdepartement (ED) in der Lehrmittelfrage bewegen will, ist begrüssenswert. Neu sollen nicht nur in Mathematik, sondern auch in den Fächern Deutsch und Französisch weitere Lehrmittel in die kantonale Lehrmittelliste aufgenommen werden, mit welchen die Lehrpersonen vor allem das heftig umstrittene „Mille feuilles“ ersetzen können.
Die Bildungsagenda von Regierungsrat Cramer ist unklar, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 7.4.

Basel führt Lehrmittelfreiheit auch für Fremdsprachen ein


Im Kanton Basel-Stadt haben die Lehrpersonen bald mehr Spielraum bei der Wahl der Lehrmittel. Ab dem Schuljahr 2020/21 wird die Lehrmittelfreiheit nicht nur für Mathematik, sondern ebenso für Französisch und Englisch eingeführt.
Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt auch für Französisch und Englisch, sda, 6.4.

12. März 2020

Wenn der Amtschef zum Chefideologen mutiert


In deutlichen Worten rechnen erfahrene Englisch­Experten der Sekundarschule mit dem Amt für Volksschule (AVS) und dem Bildungsrat ab – in einem Brief an einen breiten Empfängerkreis im Bildungswesen. Das AVS wolle einen praxisfernen und rückwärtsgewandten Lehrplan durchsetzen und missachte den Volkswillen, als die Baselbieter an der Urne «Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen» sagten. Dies kommt im fünfseitigen Schreiben der Englisch­Lehrplan Entwickler zum Ausdruck. 
Der Sololauf des Chef-Ideologen, Basler Zeitung, 11.3. von Daniel Wahl

Französisch auf dem Abstellgleis?


In der Lehre könnte künftig nur noch eine Fremdsprache obligatorisch sein. Politiker sehen die zweite Landessprache in Gefahr.
Umbau beim KV: Nur noch eine obligatorische Fremdsprache - ist Französisch bald passé? Aargauer Zeitung, 11.3. von Maja Briner

10. März 2020

Auch in Bern Alternative zu Passepartout-Lehrmittel


Heute werden alle Dritt- bis Sechstklässler mit dem Lehrmittel «Mille feuilles» unterrichtet. Ab der siebten Klasse folgt «Clin d'oeil». Auf die beiden Lehrmittel haben sich sechs Kantone, darunter Bern, einst im Rahmen des Projekts Passepartout verständigt.
Lehrmittel "Mille feuilles" soll Konkurrenz erhalten, Bund, 10.3.