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7. Dezember 2020

«Scrabble», «Ligretto», «Chicken out», «Halma» und «Die fiesen Sieben» – was ist das?

Vor kurzem fragte ich in meiner Klasse, was man eigentlich in seiner Freizeit nach Schulschluss alles tun könne, wozu es keinen Bildschirm brauche. Es wurde zuerst einmal ruhig. Hätte ich meine Schülerinnen und Schüler nach ihnen bekannten Computerspielen oder Social-Media-Plattformen gefragt, wäre ich sofort mit einer Fülle von Antworten eingedeckt gewesen. «Hinausgehen und Fussball spielen», warf schliesslich ein Bub ein, «oder halt das Zimmer aufräumen». Dann meldete sich ein Mädchen und erzählte, dass sie der Mutter beim Kochen und Putzen helfe. Ein Junge pflichtete ihr bei, er koche auch gerne mit dem Vater zusammen und zeichne oft. Ein anderer berichtete vom gemeinsamen Bauen mit Legosteinen mit dem jüngeren Bruder. Ein Mädchen erzählte begeistert von «Scrabble», «Ligretto», «Chicken out», «Halma» und «Die fiesen Sieben», das sie zu Hause spielen würden. In den Gesichtern der anderen Kinder war offensichtlicher Erklärungsbedarf zu erkennen. Das Mädchen erklärte ihnen die verschiedenen Spiele. Ein Junge hatte mittlerweile eine versteinerte, leicht beleidigte Miene aufgesetzt, und man sah ihm an, dass ihn meine Frage störte. Ich kannte seine Freizeitgestaltung und wusste, dass er sehr viel, ja, zu viel Zeit mit Computergames verbrachte. Mit der Zeit kamen doch einige Ideen zusammen, wie man die Freizeit spannend und bildschirmfrei gestalten könnte. Mir fiel jedoch auf, wie wenig Raum das gemeinsame Spielen leider in vielen Familien noch einnahm.

«Scrabble», «Ligretto», «Chicken out», «Halma» und «Die fiesen Sieben» – was ist das? Zeit-Fragen Nr. 27, 1. Dezember 2020, von Eliane Perret

6. September 2020

Immer weniger freies Spiel

Kita, Schule, Musikunterricht, Fussballtraining. Die Tage unserer Kinder sind immer stärker durchgetaktet. Da bleibt wenig Zeit, um unbeschwert, frei und vor allem unüberwacht von den Eltern zu spielen. Eine höchst bedenkliche Entwicklung, findet die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm.

9. August 2020

Corona-Spielset

 Das Bild geht am Wochenende auf den sozialen Medien viral: Eine Spielset für Kinder ab drei Jahren, das die Kinder den Corona-Alltag nachspielen lässt. 

Bemerkenswert sind die Details - das Kind trägt die Hausfinken, unter dem Tisch weint ein Baby, auf dem Bildschirm läuft gerade eine Video-Konferenz und um dies alles durchzustehen, braucht man dringend genügend Alkohol. 
Doch Moment mal: Fisher-Price wird sich kaum auf einen teuren Rechtsstreit einlassen - das Bild ist gefälscht, zeigt aber exemplarisch, in welcher Zeit wir leben. Wer weiss, vielleicht taucht es in zukünftigen Geschichtslehrmitteln auf verbunden mit dem Auftrag: Erkläre dieses Bild. 

30. Juli 2020

Spiel zu Energieproduktion und -verbrauch

Im Online-Spiel PowerPlanner (der Firma ABB) müssen die Schülerinnen und Schüler durch den Bau/Kombination verschiedener Kraftwerke den (grafisch) vorgegebenen Energiebedarf decken.
Baue Kraftwerke und versorge deine Region mit Energie, Bild: ABB

1. Dezember 2019

Lob des Spiels


Kinder lernen spielend. Aber wir lassen sie nicht. Schon gar nicht, wenn das Wetter draussen garstig ist. Eine Erklärung, wieso es nötig ist, Kinder wieder häufiger frei spielen zu lassen.
Statt am Computer zu arbeiten, besser nach draussen gehen und Fussball spielen, Bild: CH Media
Kinder sollen wieder spielen: Schluss mit Förderkursen, Oltner Tagblatt, 1.12. von Sabine Kuster

7. Mai 2018

Keine Tiger-Mom

Ich bin keine Tiger-Mom. Zwar zitiere ich oft Amy Chuas Buch «Die Mutter des Erfolgs»: «Ist’s beim nächsten Mal nicht perfekt, verbrenn’ ich deine Stofftiere.» Aber natürlich nicht im Ernst, sondern als Running Gag. Bis jetzt erledigen unsere Kinder zumindest die Hausaufgaben, wenn nicht immer topkonzentriert und makellos, so doch meist ohne Drill und Drohungen. Das ist eine ganze Menge, finde ich.
Wieviel Drill braucht ein Kind, Tages Anzeiger, Mamablog, 7.5. von Mirjam Oertli

1. Mai 2018

Warnung vor verschulten Kindergärten

Es kann die Nerven strapazieren. Anstatt endlich ins Bett zu gehen, machen die Kinder noch ein Rollenspiel, eine Runde Versteckis, spielen Verkäuferlis, bauen Legotürme, setzen Puzzles zusammen. Doch eigentlich besteht für Eltern aller Grund zur Freude, wenn sich ihr Nachwuchs in solche Aktivitäten vertieft. «Spielen ist keine Zeitverschwendung, sondern fundamental für die Entwicklung», sagte der britische Erziehungswissenschaftler David Whitebread im Januar während einer Veranstaltung zum Lehrplan 21 an der Universität Luzern. 

Je früher, desto besser? 
Whitebread, Spezialist für Entwicklungspsychologie an der Universität Cambridge, kritisiert die Tendenz, Kinder immer früher einzuschulen. Seine Hauptbotschaft: Die Losung «Je früher, desto besser» ist falsch. Es bringe nichts, wenn man Windelnträgern Lesen und Rechnen beibringe. Erst ab 6 oder 7 Jahren seien Kinder in der Lage, etwas Abstraktes zu lernen. «Davor brauchen sie für eine günstige Entwicklung vielmehr konkrete Erfahrungen, die sie im freien Spiel sammeln können.» Bei solchen Tätigkeiten seien sie motiviert, setzten ihre eigene Agenda, anstatt jener von Erwachsenen zu folgen, und stellten sich selber immer anspruchsvollere Aufgaben. Ein zu früher Beginn mit dem formalen Unterricht, bei dem die Kinder andächtig in den Schulbänken sitzen, betrachtet Whitebread als kontraproduktiv. «Dies kann zu einer Erfahrung des schulischen Versagens und zur Abkoppelung vom Bildungsprozess führen», sagt er.
Warnung vor verschulten Kindergärten, Luzerner Zeitung, 7.4. von Kari Kälin

17. April 2018

Verschulter Kindergarten

Anna* zeichnet in ihr Tagebuch – einen Sorgenfresser, «hier, schau mal». Dann schreibt die Siebenjährige die Buchstaben des Tierchens sorgfältig daneben. Die vierjährige Leni* sitzt daneben und schaut Anna zu. Sie ist bereits fertig mit Zeichnen. Die Tagebucheinträge gehören zum Morgenritual, hier, in der Basisstufenklasse E 1 an der Primarschule Buchsee in Köniz. Anna und Leni sind zwei von 240 Kindern, die eine der zwölf Basisstufenklassen an der Primarschule Buchsee besuchen.
Damit liegt Köniz im Trend. Denn allein in der grössten Berner Agglomerationsgemeinde ist die Zahl der Basisstufenklassen seit der Einführung vor fünf Jahren um über die Hälfte angestiegen. Die Entwicklung ist überall im Kanton zu beobachten, im urbanen Raum ebenso wie auf dem Land. Die Zahl der Basisstufenklassen im Kanton Bern ist seit ihrer Einführung 2013 auf das Dreifache angestiegen.
Zuerst die Arbeit, dann das Spielen, Bund, 17.4. von Mireille Guggenbühler

5. Dezember 2017

"In 30 Jahren braucht man keine Qualifikationen"

Der Musiker und Autor André Stern erklärt, warum der Mensch nur spielerisch lernt und warum er seine Kinder nicht zur Schule schickt.

Warum schicken Sie Ihre Kinder nicht in die Schule, Herr Stern? Tageswoche, 3.12. von Jeremias Schulthess

6. August 2017

Die Spinner sind da!

Schulbesuche sind immer wieder lehrreich und erweitern den Horizont. Die Erfahrungen und Überraschungen beschränken sich keineswegs auf das schulische Kerngeschäft. Beim letzten Mal, kurz vor den Sommer­ferien, beobachtete ich mit wachsendem Interesse einige Knaben, die sich im Französischunterricht hochkonzentriert mit einem kleinen Spielzeug beschäftigten. Sie balancierten das unbekannte Wesen, eine Mischung aus Propeller und Ninja-Wurfstern, auf dem Finger, auf dem Kopf und sogar auf der Nase. Die Konjugation der Verben être und avoir und das Sprachbad im Lehrmittel Milles Feuilles gerieten dabei völlig in den Hintergrund.
Bereits gibt es Nachfolger des Fidget Spinners. Bild: Keystone
Hilfe! Die Spinner sind im Anmarsch. Basler Zeitung, 3.8. von Roland Stark

22. Oktober 2016

Verschulung des Kindergartens

Die meisten Kinderzimmer seien übersät mit Spielsachen, sagt Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm. Diese Reizüberflutung behindere Kreativität und Spiellust.
Margrit Stamm in ihrem Büro in Bern. Bild: Annick Ramp
"Kinder sollen sich auch langweilen", NZZaS, 16.10. von René Donzé

28. Februar 2015

Verschulung der Kindergärten

Der Wettbewerb verlagert sich in den Kindergarten: Kinder dürfen immer weniger spielen. Müssen immer früher schulisch lernen. Das sagt Carl Bossard, der Gründungsrektor der PH Zug. Der gesellschaftliche Trend sei dramatisch. Der Druck der Eltern nimmt zu. Aber ohne freies Spielen verbaut man den Kindern den Weg zu selbständigem Denken. Bossard sagt im Interview, weshalb Gesellschaft und Wissenschaft in völlig verschiedene Richtungen gehen.




Bossard: Frühförderhysterie bringt den Kindern gar nichts. Bild: zvg

Die leise Verschulung der Kindergärten, Zentral +, 22.2.

23. Februar 2015

Spielzeugwaffen harmloser als ihr Ruf

Spielzeugwaffen faszinieren Kinder. Bei Erwachsenen sind sie umstritten. Es gibt aber einen Trend zur Enttabuisierung. Dieser wird getrieben von psychologischen Erkenntnissen und der Beliebtheit einer neuen Generation von Spielzeugwaffen.





Vor allem Buben haben ihren Spass mit Spielzeugwaffen, Bild: Mike Schroeder

Spielzeugwaffen sind harmloser als ihr Ruf, NZZ, 23.2. von Christin Severin


31. März 2014

Das grosse Sprachenquiz

Es gibt etwa 6000-7000 Sprachen auf der Welt. Sogar sprachbegabte Leute kratzen da nur ein wenig an der Oberfläche. Das Spiel bietet eine Auswahl von ca. 80 Sprachen an, die es gilt auseinanderzuhalten. Spannende Sache!





Testen Sie Ihr Sprachwissen


The Great Language Game

20. Juli 2013

X-Y-Spiel

Das X-Y-Spiel ist ein kurzweiliges gruppendynamisches Spiel (Dilemma-Spiel), das in allen Schulformen und Schulstufen ab der Sekundarstufe I durchgeführt werden kann. 
Möglichst viel Geld durch kluge Entscheide gewinnen, Bild: http://bit.ly/12Dste6

Das X-Y-Spiel. Link zur Verfügung gestellt von www.lehrerfreund.de