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3. Mai 2021

Die Herkunft entscheidet

Es muss nicht jeder und jede ans Gymnasium, manche wären in einer Lehre besser aufgehoben, die Berufsbildung braucht leistungsstarke Jugendliche: Diese Argumente sind richtig. Doch sie gelten vor allem für junge Menschen mit praxisorientierten Begabungen, die sich weniger für akademische Inhalte begeistern können oder die Matura nur mit Ach und Krach hinkriegen.

Schickt endlich die Richtigen ans Gymnasium, NZZ, 3.5. von Margrit Stamm

13. März 2021

Nicht das Geschlecht, sondern die soziale Stellung entscheidet über den Schulerfolg

Die Geschichte wiederholt sich, aber ist sie auch wahr?

Seit Jahren berichten Medien über die Buben als «Bildungsverlierer». Buben könnten nicht mehr Buben sein, lautet der Vorwurf, bubenfeindlich und ungerecht sei die Schule. «Schlaue Mädchen, dumme Jungen», titelte der «Spiegel» schon 2004. «Buben sind die Dummen», stand 2009 im «Beobachter». Das Schweizer Fernsehen fragte 2019: «Braucht es reine Buben-Klassen?»

Auch «Das Magazin» ging dem nach, 2008 in einem Interview mit Remo Largo. Der Kinderarzt sagte: «Der gute Schüler von heute ist ein Mädchen. Das liegt aber nicht an seiner Kompetenz, sondern an seinem Verhalten.»

Werden Buben in der Schule benachteiligt? Tages Anzeiger Magazin, 13.3. von Christoph Gertsch

6. März 2021

Abschaffung der Gymi-Aufnahmeprüfung wird in Zürich zum Dauerbrenner

Am Montag und Dienstag lösen wieder Tausende von Schülerinnen und Schülern in Zürich Prüfungsaufgaben in Deutsch, Mathematik sowie mitunter in Französisch oder Englisch. Die eine Hälfte will nach der sechsten Primarklasse ans Langgymnasium, die andere nach der zweiten oder dritten Sekundarklasse ans Kurzgymnasium, die Fach- oder die Handelsmittelschule.Wenn es nach dem Willen eines linken Politikers geht, soll zumindest Letzteres bald der Vergangenheit angehören. Peter Haberstich, Mitglied der kantonalen SP-Bildungskommission, fordert eine Abschaffung der Aufnahmeprüfung für Zürcher Maturitätsschulen für Sekundarschüler. Eine Forderung, die so oder ähnlich immer wieder einmal aufgebracht wird.

Warum es den "gerechten" Übertritt ins Gymnasium nicht geben kann, NZZ, 6.3. von Lena Schenkel und Nils Pfändler

4. Januar 2021

An digitalisiertem Unterricht führt kein Weg mehr vorbei

März 2020, die Schülerinnen und Schüler des Deutschlehrers Stefan Hofer trudeln langsam ein vor ihren Bildschirmen: Fernunterricht an einem Dienstagmorgen im Shutdown, an der Kantonsschule Enge in Zürich genauso wie an allen übrigen Schulen im Land. Die Klasse kämpft mit technischen Problemen. Kommunikationsplattformen wie Teams und Zoom sind damals noch Neuland.

Mehr Miteinander, mehr vernetztes Denken: Hat die Corona-Pandemie unsere Schulen für immer verändert? NZZ, 3.1. von Robin Schwarzenbach

17. September 2020

"Die Gesellschaft braucht ein neues Verständnis von Autorität"

Autorität gilt als «böses» Wort. Wer selbst autoritär erzogen worden ist, will alles dafür tun, um nicht ein Abbild der strengen Eltern oder des angsteinflössenden Paukerlehrers zu werden. Autorität wird deshalb mit Drill, Angst und schwarzer Pädagogik gleichgesetzt.

Autorität - nur etwas für Konservative? St. Galler Tagblatt, 7.9. von Margrit Stamm

6. September 2020

Immer weniger freies Spiel

Kita, Schule, Musikunterricht, Fussballtraining. Die Tage unserer Kinder sind immer stärker durchgetaktet. Da bleibt wenig Zeit, um unbeschwert, frei und vor allem unüberwacht von den Eltern zu spielen. Eine höchst bedenkliche Entwicklung, findet die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm.

22. August 2020

Politiker fordern Samstagsunterricht

Hunderte Schülerinnen und Schüler in der Quarantäne, eine Kantonsschule in Olten, die besonders hart getroffen wurde, und viele Unsicherheiten: Der Schulstart nach den Ferien steht im Zeichen von Corona. Politiker bringen nun neue Ideen ins Spiel, etwa: Unterricht am Mittwochnachmittag und Samstag, um Rückstände aufzuholen.


 Margrit Stamm: Schwache Schüler leiden unter dem Fernunterricht, Bild: pd

Schulen im Coronamodus: Kehrt der Unterricht am Samstag zurück? Aargauer Zeitung, 21.8. von Dominic Wirth

21. August 2020

Digitale Schule: Segen oder Frust

Der Lockdown hat es gezeigt: Die Digitalisierung der Schulen schreitet voran. Doch auch der Widerstand wächst: Der Klassenraum würde zum Büro und die Schule sei das neue Mekka der Überwachungspädagogik, so die Gegnerinnen und Gegner. Zündstoff pur. 


Alain Pichard: Lernen ist ein sozialer Prozess. Bild: Screenshot SRF

Digitale Schule - Segen oder Fluch? SRF Kulturplatz, 19.8.

17. August 2020

Kulturkampf an Schulen

Ab Mitte März war es mit der Schule, wie wir sie kennen, vorbei: Schülerinnen und Schüler waren während Wochen weitgehend auf sich allein gestellt.

Sie mussten sich von einem Tag auf den andern mit neuen Formen des Lernens vertraut machen. Mit neuen Tools Aufträge bearbeiten.

Genauso ging es vielen Lehrerinnen und Lehrern. Bis anhin klappte Unterricht gut ohne viel Technik, nun war man plötzlich auf sie angewiesen. Eine Auseinandersetzung mit digitalen Lernformen war unumgänglich.

Was haben die Schulen und die Schülerinnen aus der Corona-Zeit gelernt? Was nehmen sie mit ins neue Schuljahr?

"Die Schulen haben sich fünf Jahre Entwicklung gespart", SRF, 16.8. von Richard Herold

Erfahrungen mit dem Fernunterricht: Mehr Freiheit, mehr Freizeit, mehr Frust, SRF Kultur, 16.8. 

25. Mai 2020

Stamm zieht positive Bilanz des Fernunterrichts

In den letzten acht Wochen hat Margrit Stamm genau beobachtet, was sich zwischen der Schule und den Familien abgespielt hat. Und immer wieder hat die Professorin für pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Fribourg dies auch kritisch in ihrem Blog, oder über Twitter, kommentiert. Anfangs April schrieb sie zum Beispiel:

Eltern sollen jetzt nicht Ersatzlehrer spielen, sondern Unterstützer sein. Das Verhältnis von Kindern zu ihren Eltern ist viel emotionaler und abhängiger als das zu ihren Lehrern.

Margrit Stamm: "Eltern sahen erstmals, wie ihr Kind arbeitet", SRF, 20.5. von Sabine Meyer

23. März 2020

"Verheerend für Kinder aus bildungsfernen Familien"


SonntagsBlick: Seit einer Woche müssen die Kinder nun zu Hause bleiben. Manche Eltern erzählen mir, dass ihre Kinder schon jetzt total überdreht sind
Margrit Stamm:
 Kinder sind wie Seismografen! Sie spüren oft viel schneller als die Eltern selbst, dass diese angespannt sind und sich Sorgen machen. Hinzu kommt: Genauso wie die Eltern sind auch die Kinder aus ihrem Alltag herausgerissen worden. Dass sie überdreht sind, ist völlig normal.
"Verzicht auf Schule kann verheerend sein", Blick, 21.3. von Dana Liechti

11. Februar 2020

Immer mehr Kinder mit einer Diagnose

Alles wollen wir sein – nur nicht normal. Das gilt auch für den Nachwuchs. Klärt die Psychologin die Eltern auf, ihr Kind sei nicht so speziell, sondern normal, sind viele enttäuscht. Verständlich, denn die Pädagogik plädiert für die Einzigartigkeit jedes Kindes. Inzwischen gibt es allerdings mehr therapierte als gesunde Kinder.
Was ist normal? In der Öffentlichkeit ist die Definition kein Problem. «So ein Kind wie dieses ist doch nicht normal», gilt als selbstverständliches Deutungsmuster des gesunden Menschenverstandes, wie man Kinder voneinander unterscheiden kann. Dies führt allerdings zu einer Zweiteilung in «normale» und «abweichende», in Kinder ohne und mit Therapie. Weil es in der zweiten Gruppe so viele sind, ist die Abweichung von der Norm zur Regel geworden.
Das ist doch nicht normal, BZ Basel, 10.2. von Margrit Stamm

2. Februar 2020

"Das heutige Mutterbild ist sehr traditionell"


Margrit Stamm weiss, wie Eltern in der Schweiz ticken. Sie ist eine der bekanntesten Stimmen, wenn es um Erziehungsfragen geht, und veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Thema. Im Sommer erscheint ihr neues Werk, das sie soeben fertig geschrieben hat. Es handelt von heutigen Vollblutmüttern, die sich und ihre Familien ans Limit bringen.
Stamm:"Mütter werden glorifiziert", Bild: Sebastian Magnani
"Kinder werden zu Königen erzogen", Sonntagszeitung, 2.2. von Nadja Pastega

1. Dezember 2019

Lob des Spiels


Kinder lernen spielend. Aber wir lassen sie nicht. Schon gar nicht, wenn das Wetter draussen garstig ist. Eine Erklärung, wieso es nötig ist, Kinder wieder häufiger frei spielen zu lassen.
Statt am Computer zu arbeiten, besser nach draussen gehen und Fussball spielen, Bild: CH Media
Kinder sollen wieder spielen: Schluss mit Förderkursen, Oltner Tagblatt, 1.12. von Sabine Kuster

7. November 2019

"Kinderpsychiatrische Dienste auf Monate hinaus ausgebucht"


Schülerinnen und Schüler von gutsituierten Eltern haben in der Schule Vorteile – unabhängig von ihren Fähigkeiten. Die Erziehungs- und Bildungsforscherin Margrit Stamm plädiert für die gezielte Frühförderung: «Bei Kindern, die kein oder kaum Deutsch können, müssen wir viel rascher aktiv werden.»
Stamm: Deutsche Sprache ist das Tor zur Bildung. Bild: Annick Ramp
"Push-Eltern beeinflussen die Lehrpersonen. Wir müssen ihr Mitspracherecht beschneiden", NZZ, 7.11. von Daniel Gerny und Erich Aschwanden

25. Oktober 2019

IQ und Noten sind nicht das Mass aller Dinge


Kennen Sie Ihren Intelligenzquotienten? Oder den Ihrer Kinder? Wenn nicht, sollten Sie dies vielleicht nachholen. Denn nur so können Sie abschätzen, ob Sie oder Ihr Nachwuchs zu den 70 Prozent der Bevölkerung gehören, die in der Nähe des Mittelwertes liegen (100 Punkte), zu den 15 Prozent der überdurchschnittlich Begabten oder sogar zu den 2 Prozent Hochbegabten mit einem IQ von 130 und mehr. Wenn dies zutrifft, sind Sie vielleicht ein bisschen stolz.
Margrit Stamm ist Prof. em. für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Fribourg. Bild: www.margritstamm.ch  
Lebenskompetenz schlägt Intelligenz, BZ Basel, 23.10. von Margrit Stamm

19. August 2019

Stamm fordert neue Methoden gegen Schwänzer


Kinder, Jugendliche und sogar junge Erwachsene lassen immer öfter mal Lektionen ausfallen oder schwänzen sogar ganze Tage. Das Problem wurde lange unterschätzt, findet Expertin und Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm. Dass Schüler fürs Blaumachen gebüsst werden, hält sie für fragwürdig.
"Diese Schüler haben das Gefühl, dass sie keiner vermisst", Blick, 19.8. von Andrea Cattani

Schwänzen ist Symptom


Für die meisten Schüler geht in diesen Tagen der Ernst des Lebens wieder los. Nach über einem Monat Sommerferien beginnt an den Schulen und Ausbildungszentren des Landes der Unterricht wieder. Schulbank statt Strandtuch, Prüfungsstress statt Party – viele Schüler tun sich damit schwer. Und das nicht nur nach den Ferien. Die immer beliebtere Lösung dafür: Schwänzen.
Trotz Bussen fehlen immer mehr Schüler unentschuldigt im Unterricht, Blick, 19.8. von Andrea Cattani

11. August 2019

Bubenfeindliche Schule


Tausende Kinder betreten am Montag eine neue Welt: In mehreren Kantonen findet der erste Schultag statt. Wie gut die Buben und Mädchen in der Schule abschneiden werden, liegt allerdings nicht nur an ihrem Engagement, Können oder ihrer Intelligenz. Nein, auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Der Schulerfolg ist weiblich. 
Wie bubenfeindlich ist die Schule? Schweiz am Wochenende, 10.8. von Yannick Nock

9. August 2019

Kindern mehr Verantwortung übertragen


Helikopter-, Drohnen-, Problem-, Kampf- oder Nörgeleltern. Die Liste ist lang, wenn es um die Beschreibung des Ehrgeizes von Mamas und Papas geht, welche gegen Noten, Hausaufgaben, Selektionsentscheide oder Schulhauszuteilungen kämpfen. Oft agieren sie nicht allein, sondern nehmen Kinderärztin oder Anwalt gleich mit zum Elterngespräch. Das Hauptproblem ist ihre Sorge, das Kind könnte scheitern oder unglücklich werden. Und das wäre für viele ein persönlicher Misserfolg.
Zu viel elterlicher Ehrgeiz, BZ Basel, 9.8. von Margrit Stamm