Posts mit dem Label Felten Michael werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Felten Michael werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

3. März 2019

Plädoyer für gründlichen Unterricht


Seit zehn Jahren liegt John Hatties Studie „Visible Learning“ vor. Die Ergebnisse sind eindeutig: Gründlicher Unterricht ist zielführender als pädagogische Experimente. Zeit, daraus Konsequenzen zu ziehen, meint Pädagoge Michael Felten.
Die Bildungsvisionen halten der Wirklichkeit nicht stand, Deutschlandfunk, 19.2. von Michael Felten

28. Oktober 2018

Hasardeure in der Lehrerweiterbildung


Wie Lehrer unterrichten, das weiß man im Groben. Aber wie sie sich fortbilden, wie sie ihre Kenntnisse auffrischen – fachlich, pädagogisch, organisatorisch –, das entzieht sich dem öffentlichen Blick weitgehend. Schaut man dennoch hin, stößt man auf allerlei Nutzloses wie Skurriles. Grundschullehrerin Jana etwa-nimmt an einem mehrtägigen Lehrgang teil, Thema «Kommunikation in Konfliktsituationen». Kürzlich hatte sie doch einen schwierigen Mobbingfall in der 4. Klasse, und im Kollegium brodelt es ja ohnehin dauernd. Weich beginnt der Fortbildungstag mit fernöstlichen Sphärenklängen, dann wird die Zeit mit Kennenlernspielchen vertrödelt; später debattiert man das Thema zwar in Kleingruppen an, werden im Plenum typische Konfliktthemen gesammelt, Vermutungen über Lösungsstrategien angestellt, einige Fälle im Rollenspiel in Szene gesetzt und diskutiert. Aber alles bleibt im Vagen, es gibt keinerlei Input von Experten – am Schluss allerdings lange Evaluationsbögen. 
Zwischen Spreu und Weizen trennen FAZ 18.10. von Michael Felten

7. Mai 2018

Selbstlerneuphorie geht zulasten schwächerer Schüler

Die Digitalisierung der Schulen wird von übertriebenen Hoffnungen begleitet. Sie ersetzt weder gute Lehrer noch gute Schüler.
Smartphone-Pädagogik, Süddeutsche Zeitung, 6.5. von Michael Felten

24. Januar 2018

Offene Debatte über Inklusion ist dringend

Der Autor des Buchs "Die Inklusionsfalle" über die Probleme der "real existierenden Inklusion" in den Schulen, die mit zu wenigen Ressourcen zu viele und zu hohe Erwartungen erfüllen soll – und nicht kann.
Michael Felten beschäftigt sich kritisch mit den Entwicklungen im Bildungssystem, Bild: Michael Euler-Ott
Michael Felten: "Sonderschule ist für viele Kinder ein wichtiger Entwicklungsraum", Standard, 23.1. von Lisa Nimmervoll

20. Dezember 2015

Moderne Didaktik schadet Chancengerechtigkeit

Der folgende Text stammt aus dem Jahr 2012. Noch immer huldigt man in der Schweiz den pädagogischen Heilslehren unserer "Reformer" in der Aus- und Weiterbildung. Die in der letzten Zeit abgetretenen Direktoren unserer PH haben der Entwicklung tatenlos zugeschaut oder sie verdeckt gefördert. Das, neben ihrem Kuschen in der Fremdsprachenfrage, wird ihr Vermächtnis bleiben. Besonders der verteufelte Frontalunterricht ist zu rehabilitieren. (uk)











Der klassische Frontalunterricht liefert gute Resultate, Bild: DAPD
Frontalunterricht macht klug, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2012 von Inge Kloepfer

18. Oktober 2014

Verkannte Vorzüge des lehrergeleiteten Lernens

In Deutschlands Klassenzimmern herrscht eine eigentümliche Doppelmoral. Die meisten Lehrer unterrichten ihre Schüler zwar im Klassenverband, halten dies aber für ziemlich rückständig – und agieren entsprechend verunsichert. Fachzeitschriften und Amtsblätter schwärmen nämlich von Gruppenarbeit und plädieren für viel mehr eigenverantwortliches Lernen der Schüler, zum Beispiel vom Lernen nach Wochenplan. Reformeuphorisch gesinnten Kreisen ist diese Doppelmoral verständlicherweise ein Dorn im Auge. So hat das grün-rote Kultusministerium in Stuttgart gleich zu Beginn seiner Amtszeit die pädagogische Freiheit der Lehrer erheblich eingeschränkt – und den Praktikern gesetzlich eine Individualisierungsquote vorgeschrieben. Die seit einiger Zeit in Nordrhein-Westfalen tätige Schulinspektion verordnete manchem Kollegium eine Nachschulung mit einer einigermaßen skurrilen Begründung: Es erziele zwar hervorragende Leistungsergebnisse, verwende aber im Unterricht falsche Methoden, vor allem zu viel Unterricht im Klassenverband.





Michael Felten arbeitet als Gymnasiallehrer, Schulentwicklungsberater und pädagogischer Publizist, Bild: stimmt.de

Lob der Klasse, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.10.


10. Oktober 2014

Wie viel Einfluss haben Lehrer?

Jedes Schuljahr wieder: die gleichen Fehler, die gleiche Unlust. Aber sich einzelnen Schüler zu widmen, kann dem pädagogischen Fatalismus entgegenwirken. Der deutsche Gymnasiallehrer Michael Felten macht sich Gedanken zur Wirkung der Lehrer. Man beachte dabei auch die Leserkommentare.



Unterricht in Niedersachsen, Bild: Julian Stratenschulte

Wie viel Einfluss haben Lehrer wirklich? Die Zeit, 8.10. von Michael Felten