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2. Februar 2020

Gymnasien scheuen Transparenz


In vielen Kantonen läuft in diesen Tagen die Anmeldefrist fürs Gymnasium ab. Die künftigen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten müssen sich entscheiden, welche Mittelschule sie besuchen wollen. Gewählt wird nach Erreichbarkeit, Fächerangebot, Schulklima oder -grösse. Auch die Qualität ist ein Thema. Die Vermutung: Nicht alle Schulen bereiten ihre Maturanden gleich gut auf ein Studium vor.

4. Februar 2019

Gesunden Menschenverstand walten lassen


Für die Luzerner Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Sekundarschule ist der Stellwerktest einmal im Jahr Pflicht. Der Test, der am Computer absolviert wird, ermöglicht den Schülern eine individuelle Standortbestimmung in verschiedenen Fächern und zeigt ihnen persönliche Stärken und Schwächen auf. So lautet zumindest das Ziel des Lehrmittelverlags St.Gallen, der den Test aufbereitet. 
Schulvergleich demotiviert, Luzerner Zeitung, 4.2. von Roseline Troxler

Stellwerktest dient zum Lehrervergleich


Neu werden mit dem Leistungstest Stellwerk nicht nur die Schüler verglichen, sondern auch die Klassen. Wenn diese zu stark vom kantonalen Schnitt abweichen, muss die Schulleitung handeln. Dieses Vorgehen erntet bei den Lehrern Kritik. 
Lehrer sorgen sich um Ranking, Luzerner Zeitung, 4.2. von Roseline Troxler

7. Januar 2018

Planvolle Steuerung des Unterrichts mit Hilfe des Schweizer Schulpreises

Dank dieses Grossraumbüros mit isolierten Einzelboxen und einer Lehrerin, die dazwischen herumspaziert, wurde die dazugehörige Schule eine der sechs Preisträgerinnen des Schweizer Schulpreises 2017. Als «moderne Käfighaltung von Kindern»charakterisiert Carl Bossard mit Recht solche «Lernlandschaften», in denen jeder Schüler irgendetwas macht, aber niemand sich darum kümmert, dass auch jeder etwas lernt. Die Bildlegende dazu: «Unterricht. Selbstgesteuert? Alters- und niveaudurchmischt? Ateliers statt Klassenzimmer? Das ist Unterricht an der Sekundarschule Sandgruben.» Ob man dem «Unterricht» sagen kann, ist allerdings fraglich. 
«Schweizer Schulpreis» – Kein Ranking der Schulen? Jo chasch dänkä! 7.1. von Marianne Wüthrich

14. November 2012

Wohin führt der Kurs der EDK?

Die EDK beruhigt besorgte Gemüter, die angesichts der Einführung der nationalen Bildungsstandards und des Lehrplans 21 eine Testwelle befürchten. 
Es werde keine "Testitis" und keine Rankings geben, versichert deren Präsidentin, Isabelle Chassot. So ganz glauben mag man ihr nicht. Schliesslich verkündete die EDK kürzlich, man werde bei PISA nur noch reduziert mitmachen und auf Kantonsvergleiche verzichten. In Zukunft werde voll auf die Erhebung von Daten im Zusammenhang mit den Bildungsstandards gesetzt. Was will die EDK genau? In einem Leserbrief kommt zum Ausdruck, dass über die Ziele der EDK keine Klarheit herrscht.

Sie wolle keine «Testitis» und keine Rankings, versichert uns die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) (NZZ 9. 11. 12). Regelmässig werden zwei Ziele verkündet, welche mit der Einführung einer «Testkultur» (was für ein scheussliches Wort) an unseren Schulen erreicht werden sollen, nämlich einerseits die Überwachung (Monitoring) des Bildungssystems und andererseits die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Tests, die im Rahmen von Stichprobenerhebungen schweizweit eingesetzt werden, um zu überprüfen, «ob die in den Bildungsstandards definierten Grundkompetenzen . . . erlangt werden», lassen sich auf aggregierter Ebene statistisch auswerten. Ihre Messqualität kann vergleichsweise gering sein; jedenfalls eignen sie sich nicht, um «auch der individuellen Standortbestimmung von Schülern» zu dienen. Letzteres kann nur mittels Tests erreicht werden, die eine hohe Qualität aufweisen, eine langwierige Entwicklungsarbeit voraussetzen und ein breites Spektrum an Leistungen (und nicht nur «Grundkompetenzen») abzudecken vermögen.
Entweder werden die von der EDK in Aussicht gestellten Tests für das System-Monitoring entwickelt, dann lassen sie sich nicht für Individualdiagnosen nutzen (jedenfalls nicht in einem ethisch vertretbaren Sinn). Oder sie lassen sich für Individualdiagnosen nutzen, dann ist nicht zu sehen, wie man vermeiden will, dass sie (angesichts der enormen Entwicklungskosten) nicht auch für Schul- und Lehrer-Rankings eingesetzt werden. Selbst wenn sich die EDK gegen Letzteres ausspricht, wird es auf kantonaler oder eidgenössischer Ebene genügend Stimmen geben, die genau dies fordern werden, falls die Tests einmal verfügbar sein sollten.
Es ist bedauerlich, dass die EDK einmal mehr die Chance verpasst, über ihre bildungspolitischen Ziele offen, klar und glaubwürdig zu informieren. Dass die Lehrerinnen und Lehrer einer Reformpolitik, die unsere Schulen ins Ungewisse führt, zunehmend skeptischer gegenüberstehen, kann ihnen niemand übelnehmen.
Walter Herzog, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern
Quelle: NZZ, 14.11.

9. November 2012

Keine Kantonsvergleiche mit PISA mehr

Die EDK teilt mit, dass sie weiterhin an den PISA-Erhebungen teilnehmen wird. Allerdings wird sich die Schweiz dabei auf eine nationale Stichprobe beschränken. Vergleiche innerhalb der Schweiz werden künftig die nationalen Bildungsstandards ermöglichen. Dabei soll aber gemäss der Präsidentin Isabelle Chassot gelten: "Keine Testitis und keine Rankings".


Quelle: NZZ, 9.11. von Michael Schoenenberger

21. Dezember 2011

PISA 2009 im Kanton Bern

Die Zahlen des Kantonsvergleichs zu PISA liegen nun auch für den Kanton Bern vor. Im Vergleich zum Jahr 2000 blieben die Leistungen in allen drei Fächern mehrheitlich stabil. Auffallend ist, dass Mädchen deutlich mehr und besser lesen als Knaben und der soziale Hintergrund die Lesekompetenzen stark beeinflusst.
PISA 2009 im Kanton Bern, Erziehungsdirektion Kanton Bern, 5.12.

20. Juli 2011

Schulvergleiche verführen zu Betrug

Das Thema „Schulrankings“ und „Vergleichstests“ geistert immer wieder durch mein Blog. In der Wirtschaft kennen wir neben dem Grundlohn auch Zuschüsse – sogenannte Boni – die gute Arbeit belohnen sollen. Damit will man die Leute zu besseren Leistungen motivieren. Auf die Schule übertragen heisst dies: Je besser die Schulkinder in Tests abschneiden, desto besser muss die Leistung der Lehrpersonen sein. Es ist zu befürchten, dass Vergleichslisten von verschiedenen Schulen in den Händen von Politikern zu Geldverteiltabellen mutieren. Dass diese vereinfachte Sicht gerade in der Schule nicht funktioniert, ist schon mehrfach erläutert worden (siehe auch den Post „LCH ist gegen sinnlosen Wettbewerb"). Aktuell ist ein Fall aus den USA, wo Lehrer bewusst Testresultate geschönt haben, um mehr staatliche Subventionen zu bekommen.