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3. Mai 2021

Die Herkunft entscheidet

Es muss nicht jeder und jede ans Gymnasium, manche wären in einer Lehre besser aufgehoben, die Berufsbildung braucht leistungsstarke Jugendliche: Diese Argumente sind richtig. Doch sie gelten vor allem für junge Menschen mit praxisorientierten Begabungen, die sich weniger für akademische Inhalte begeistern können oder die Matura nur mit Ach und Krach hinkriegen.

Schickt endlich die Richtigen ans Gymnasium, NZZ, 3.5. von Margrit Stamm

4. Dezember 2019

Stern plädiert für Physik ab der 3. Primar


Auf einer IQ-Weltkarte fallen die Chinesen mit sehr hohen Werten auf.Sind sie intelligenter als die Europäer? 
Es gibt keine Belege für ethnische Unterschiede in den biologischen Grundlagen der Intelligenz. Menschen aus dem ostasiatischen Raum haben kein anderes Gehirn als wir und können Informationen auch nicht per se effizienter verarbeiten. In manchen Intelligenztests schneiden Chinesen jedoch sehr gut ab, insbesondere
in solchen zur Visualisierung von Information. Das kann auf die sehr ausgiebige Übung der Chinesen mit ihrem Symbolschriftsystem zu tun haben.
"Bereits in der Primarschule mit Physik beginnen", Basler Zeitung, 4.12. von Barbara Reye

1. September 2019

Welche Lerntechniken funktionieren - welche nicht?

Wenn im Gymnasium die Probezeit startet oder in der Schule die Prüfung naht, beginnt der Ausnahmezustand. Viele Schüler fragen sich: «Wie kriege ich den Stoff nur in meinen Kopf rein?» Diese Frage treibt auch die Erwachsenen um, wenn sie zum Beispiel eine Fremdsprache lernen wollen. Die richtigen Strategien können das Leiden beim Lernen lindern. Es ist wie im Sport, wo man bessere Leistungen erzielt, wenn man weiss, wie der Körper funktioniert. Genauso lässt sich auch das Lernen optimieren, wenn man weiss, wie wir Dinge behalten und wann Lernprozesse erfolgreich sind. Elsbeth Stern, Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung an der ETH Zürich, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Lernen und erläutert, welche Techniken tatsächlich funktionieren – und welche nicht.
So lernt man besser büffeln, Sonntagszeitung, 1.9. von Nadja Pastega

31. August 2019

Digitale Medien als Chance nutzen


In seinem Kommentar «DieVisionen der ‹Bildungsrevolutionäre› sind intellektuell unbedarft» (NZZ 27. 8. 19) blickt Konrad Paul Liessmann mit einiger Skepsis auf Reformprozesse, die derzeit als Folge der Digitalisierung an den Schulen umgesetzt werden. Selber seit Jahren im Lehrberuf tätig und an Schulreformen, die uns nicht immer zielführend erscheinen, gewöhnt, sind wir grundsätzlich dankbar für diese kritischen Worte. Liessmann schiesst aber über das Ziel hinaus, wenn er im Zusammenhang mit dem Einbezug der neuen Medien in den Unterricht von einer «Verachtung des Wissens» und von der «Infantilisierung» der Schülerinnen und Schüler spricht.
Neue Medien als Chance für einen zeitgemässen Schulunterricht, NZZ, 31.8. von Stefan Hofer-Krucker Valderrama und Rémy Kauffmann

13. August 2019

Geschlechtergetrennte Klassen


Gestern war in vielen Kantonen der erste Schultag – für Tausende kleine Mädchen und Jungen wurde es ernst. Im Klassenzimmer dürften sich erstere deutlich wohler fühlen als letztere: Denn für viele Jungs ist der klassische Unterricht, mit Stillsitzen und Zuhören, nichts. Entsprechend sind Mädchen in der Schule tendenziell auch erfolgreicher unterwegs. Doch das muss nicht sein, sagen Bildungsexperten jetzt. Geschlechtergetrennte Klassen würden den Jungs helfen. Quasi Schule wie zu Grossmutters Zeiten.
Allan Guggenbühl: "Der heutige Lehrplan fokussiert auf Anforderungen, die vor allem den Mädchen zugutekommen", Screenshot SRF
Braucht es reine Buben-Klassen? SRF 10vor10, 12.8.

14. Februar 2019

Stern: "30 Prozent gehören nicht ins Gymnasium"

In diesen Wochen fällt für viele Kinder der Entscheid, ob sie ins Gymnasium kommen oder nicht. Kürzlich hat der Schweizer Wissenschaftsrat mit einer Studie aufgeschreckt, dass das Schweizer Schulsystem unsozial sei und Chancengerechtigkeit eine Utopie bleibe. Was ist davon zu halten? Darüber sprechen wir mit Elsbeth Stern. Die 61-jährige renommierte Psychologin hat seit 2006 den Lehrstuhl für empirische Lehr- und Lernforschung an der ETH Zürich inne und leitet das Institut für Verhaltensforschung.
"Wir brauchen die Schlauen", Weltwoche, 14.2. von Katharina Fontana

5. August 2018

Stark in Mathe, schwach im Lesen

Die Schweiz rühmt sich gerne ihres einzigartigen Bildungssystems. Es ist durchlässig und bietet eine breite Palette an Bildungswegen: So setzt das Studium an der Uni oder ETH nicht mehr zwingend einen Gymi-Abschluss voraus, sondern kann auch über eine Lehre mit Berufsmatur begonnen werden.

Viersprachig, aber im Lesen nur Durchschnitt, Blick, 3.8. von Romina Brunner

17. Mai 2018

Überfördert und überfordert

Besonders fleissig und gute Noten – ein solches Kind ist der Traum mancher Eltern. Ist es zudem überdurchschnittlich intelligent, dann hat es beste Aussichten auf eine besonders erfolgreiche Bildungslaufbahn. Doch in vielen Fällen sind solche Kinder nicht hochbegabt, sondern Überleister. Überleister sind junge Menschen, die mehr leisten, als man von ihnen aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten erwartet.
Überfördert und überfordert, NZZ, 17.5. von Margrit Stamm

13. Mai 2018

Musik stört beim Auswendiglernen

In ein paar Tagen Französisch parlieren und dazu erst noch Musik hören? Mais non!
Erfolgreiches Lernen besteht vor allem aus zwei Zutaten: Wiederholung und Fleiss. 
Immer und immer wieder, Tages-Anzeiger 5.5. vonTina Huber

Sieben Lernthesen im Check

Gibt es visuelle und auditive Lerntypen? Bringt «Bulimie-Lernen» etwas? Und fördern Schlafpausen das Memorieren? Wir haben verbreitetes Lernwissen getestet. ETH-Lernforscherin Elsbeth Stern erklärt.

1. Es gibt verschiedene Lerntypen. Stimmt nicht
«Ich bin beim Lernen eher der visuelle Typ», sagen manche – es ist eine weitverbreitete Vorstellung, dass jeder Mensch seine eigene Art hat, wie er am besten lernt. «Stimmt nicht!», sagt Lernforscherin Elsbeth Stern, «Lerntypen sind der grösste Mythos, den es gibt.» Die Theorie der verschiedenen Lerntypen habe «die Aussagekraft von Astrologie».

Wenn Menschen unterschiedlich gut lernten, liege das vor allem an Unterschieden in der Intelligenz. «Aber man hört eben lieber, dass man die Differenzialrechnung nicht beherrscht, weil man einem anderen Lerntyp entspricht. Das ist auch für die Eltern leichter zu akzeptieren – und wohl der Grund, warum sich dieser Unsinn so lange hält.»
Sieben Lernthesen im Check,Tages-Anzeiger, 5.5. von Tina Huber

Schüler sollen an ihre Grenzen stossen

Das sagt Lernforscherin Elsbeth Stern über Didaktik:
Schulen setzen zunehmend auf selbstverantwortetes Lernen statt auf Frontalunterricht. Der richtige Weg?
Ich habe nichts gegen Frontalunterricht. Es kommt nicht drauf an, ob der Lehrer doziert oder die Schüler in Gruppenarbeit lernen. Entscheidend ist, dass die Schüler an ihre Grenzen stossen.
«Nichts gegen Frontalunterricht» Tages-Anzeiger, 5.5. von Tina Huber

7. Mai 2018

Selbstlerneuphorie geht zulasten schwächerer Schüler

Die Digitalisierung der Schulen wird von übertriebenen Hoffnungen begleitet. Sie ersetzt weder gute Lehrer noch gute Schüler.
Smartphone-Pädagogik, Süddeutsche Zeitung, 6.5. von Michael Felten

26. März 2018

Neue Methode hilft Mädchen beim Physikunterricht

Physikunterricht, der mehr ans Vorwissen von Schülerinnen und Schülern anknüpft, führt zu besseren Leistungen. Insbesondere überdurchschnittlich intelligente Mädchen profitieren davon, wie Forschung der ETH Zürich zeigt.
Gezieltes Scheitern verbessert Physikverständnis, Swissinfo.ch, 26.3.

20. März 2018

Medienkompetenz allein genügt nicht

Man nennt sie Digital Natives, digitale Ureinwohner. Gemeint sind die Kinder und Jugendlichen von heute, die – anders als ihre Eltern – mit den neuen Medien und ihren allumfassenden Möglichkeiten aufwachsen. Doch während das Smartphone die junge Generation ständig im Alltag begleitet, ist ihr Unterricht noch weitgehend computerfrei. 
Das mag daran liegen, dass noch keine Technologie in der Vergangenheit eine so rasante Entwicklung hingelegt hat wie die Informatik, die Mühlen der Schulbehörden jedoch langsam mahlen. Da müssen Kommissionen tagen, Konzepte entwickelt und Lehrpläne geschrieben werden, die dann wiederum von Eltern-, Schüler-, Lehrervertretern und Hochschulen geprüft und umgeändert werden.
Die digitale Welt erreicht die Schule, Schweizer Familie, 19.3.

11. Dezember 2017

Fachliche Lehramtsausbildung besser an der Universität

Seit einiger Zeit ist die jahrzehntelang ansteigende Welle der Neopädagogik am Abflachen. Das finnische Wallfahrtsziel der strenggläubigen Reformisten ist zum schnöden … Reformfall geworden. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, auch sie durchreformiert und in den Klassierungen vom Besenwagen bedrängt, suchen nach Auswegen. Frankreich, nach einem Vierteljahrhundert verheerender Versuche am (immer weniger) lebenden Schulkörper hat nun einen Schwenk hin zur Vernunft vollzogen.
Bildung: Zurück zur Realität, Basellandschaftliche Zeitung, 11.12. von André Vanoncini

26. November 2017

Lehrpersonen an der Universität ausbilden

In welche Richtung soll sich das Schulsystem entwickeln? Im Rahmen unseres 50-Jahr-Jubiläums sind wir dieser Frage in einem Gespräch mit ETH-Professorin Elsbeth Stern nachgegangen. Die Psychologin zeigt mit pointierten Aussagen auf, wo sie Verbesserungspotenzial ortet.
"Lehrpersonen sollten sehr intelligent sein", Klett Rundgang 04/2017 von Yvonne Bugmann
www.klett.ch/files/rundgang/Rundgang_04-2017.pdf

26. Oktober 2017

Frühe Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundlagen

Primarschülerinnen und -schüler profitieren von einem auf Kinder zugeschnittenen Physikunterricht. Achtjährige verstehen nach diesem Unterricht physikalische Inhalte besser als Zwölfjährige ohne diese Schulung.

Das zeigen erste Ergebnisse einer Studie zum Unterricht in den Fächern Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), die die ETH Zürich (ETHZ) in der Deutschschweiz durchgeführt hat. Darüber berichtete das Magazin der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF).
MINT-Studie: Kindgerechter Unterricht weckt Verständnis für Physik, barfi.ch, 26.10.
Wie man das Verständnis für Naturwissenschaften weckt, NZZ, 25.10.

29. Juli 2017

Stern für flexiblen Schuleintritt

Die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern rät von der Verschulung kleiner Kinder ab.
"Die Schweiz ist ein Ort der Seligen", NZZ, 29.7. von Michael Schoenenberger

6. Juni 2017

Ein Ding richtig können ist mehr als Halbheiten im Hundertfachen

Die Papierberge wachsen, die Lehrpläne und Schulbücher werden dicker, die Ziel- und Fächerfülle nimmt zu – doch wie steht es um das Wissen und Können der Schülerinnen und Schüler?
Vieles geschieht - weniges wirkt, journal21.ch, 6.6. von Carl Bossard

19. März 2017

Zahl der neuen Privatschulen steigt

Der Rat war kurz und machte aus der Mutter Angela Joerg eine Schulleiterin. «Gründen Sie doch eine eigene Schule, das ist einfacher.» Joerg, unzufrieden mit dem offiziellen Bildungswesen, hatte eigentlich nur vorgehabt, sich mit anderen Eltern zu vernetzen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten.
Stattdessen eröffnete Joerg mit Mitsteitern Dandelion, zu Deutsch Löwenzahn. Eine Privatschule in Zürich – mit dem Motto «Vom Leben lernen». Konzept: Die Schüler entscheiden, ob, was und wie sie lernen wollen. Den Unterrichtsplan denken sich nicht Pädagogen aus, sondern die Kinder selbst.
Altersdurchmischte Freilernschule, Bild: Joseph Khaskhouri
Die Besserwisser, Sonntagszeitung, 19.3. von Denise Jeitziner