Posts mit dem Label Largo Remo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Largo Remo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

13. März 2021

Nicht das Geschlecht, sondern die soziale Stellung entscheidet über den Schulerfolg

Die Geschichte wiederholt sich, aber ist sie auch wahr?

Seit Jahren berichten Medien über die Buben als «Bildungsverlierer». Buben könnten nicht mehr Buben sein, lautet der Vorwurf, bubenfeindlich und ungerecht sei die Schule. «Schlaue Mädchen, dumme Jungen», titelte der «Spiegel» schon 2004. «Buben sind die Dummen», stand 2009 im «Beobachter». Das Schweizer Fernsehen fragte 2019: «Braucht es reine Buben-Klassen?»

Auch «Das Magazin» ging dem nach, 2008 in einem Interview mit Remo Largo. Der Kinderarzt sagte: «Der gute Schüler von heute ist ein Mädchen. Das liegt aber nicht an seiner Kompetenz, sondern an seinem Verhalten.»

Werden Buben in der Schule benachteiligt? Tages Anzeiger Magazin, 13.3. von Christoph Gertsch

12. November 2020

Remo Largo ist tot

Der Schweizer Kinderarzt und Buchautor Remo H. Largo ist am Mittwoch im Alter von 76 Jahren verstorben. Dies geht aus einer Mitteilung seiner Familie hervor. Largo machte sich ab den 90er-Jahren als Autor von Erziehungsratgebern einen Namen, insbesondere sein Werk «Babyjahre» machte ihn berühmt.


Remo Largo verstarb am 11. November, Bild: Andrea Zahler

Remo Largo ist tot, Tages Anzeiger, 12.11.

Würdigung von Remo Largo durch Alain Pichard, condorcet.ch

Zum Tode von Remo Largo: Gelobt und konsequent ignoriert, Georg Geiger, condorcet.ch

18. Mai 2020

Largo: Jedes Kind kann resilient sein

Um die Hochs und Tiefs im Leben gesund zu überstehen, brauchen wir Widerstandskraft. Der Kinderarzt Remo Largo hat sich mit der Resilienz-Forschung auseinandergesetzt und weiss, wie Kinder resilienter werden.

Remo Largo: "Jedes Kind kann resilient sein", NZZ-Podcast, 18.5. von Rebekka Haefeli und Anja Knabenhans


4. Februar 2020

Largo: Verplante Kinder


Sie beobachten schon seit Jahrzehnten Kinder. Wie sehen Sie die heutigen?
Viele tun mir leid.
"Viele Eltern geraten in Förderwut", Basler Zeitung, 3.2. von Susanne Kübler

23. Januar 2020

St. Galler Primarschule schafft Hausaufgaben ab


Für die einen sind sie ein notwendiges Übel, für die anderen ein Reizthema: die Hausaufgaben. Kinder aus den Primarschulhäusern Feldli und Schoren müssen sich seit den Sommerferien nicht mehr damit herumschlagen. Dort wurden die Hausaufgaben von der ersten bis zur sechsten Klasse für ein halbes Jahr abgeschafft.
"Unsere ersten Erfahrungen sind sehr positiv": Diese St. Galler Primarschule hat die Hausaufgaben abgeschafft, St. Galler Tagblatt, 23.1. von Christina Weder

19. August 2019

Schule versucht Probleme zu lösen, die sie selber hervorbringt

Jetzt hängt alle Hoffnung am Phänomen Schule. Sie erscheint als letztes Refugium für das Reproduzieren von Kultur, als letzte kulturelle Projektionsleinwand. Eine Art Rettungsboot für alle. Das verleiht ihr in den hitzigen Debatten über sie den Nimbus einer Institution, die eigentlich nicht zur Diskussion stehen darf. An ihr herumkritteln: klar. Sie Reformen unterziehen: bitteschön. Sie digitalisieren: wenn‘s sein muss. Aber sie selbst steht nicht zur Disposition.
Nicht das Kind ist krank, sondern die Schule, in der es steckt, Infosperber, 19.8. von Christoph Schmitt

25. Februar 2019

Neuer Schulblog in Planung


Der ehemalige Bieler GLP-Stadtrat Alain Pichard war ein früher Kritiker der Schulreform. Dabei betonte er immer, dass er kein Lehrplangegner, sondern ein Lehrplankritiker sei. Nicht der Lehrplan 21 an sich sei das Problem, sondern dieser sei Teil einer Entwicklung, die ihm und anderen Lehrern Sorge bereite, weil sich die Volksschule ihrer Meinung nach in die falsche Richtung entwickle.
Der Blog der Schulreformgegner, Bieler Tagblatt, 25.2. von Deborah Balmer

10. Februar 2019

Reformkritiker gründen Blog


Der Kampf gegen den Lehrplan 21 ist für sie längst verloren. In mehreren Kantonen wurde darüber abgestimmt, allenorts sind die Gegner unterlegen. Auch die Harmonisierung der Schulen wurde per Volksentscheid gutgeheissen. Und doch geben die Gegner der Schulreformen nicht auf: «Wir wollen die Kritik bündeln», sagt Alain Pichard. Der Lehrer aus Orpund bei Biel war ein früher Kritiker der Schulreformen.
Gegner der Schulreformen formieren sich, NZZaS, 10.2. von René Donzé

24. Oktober 2018

Largo hält nicht viel vom heutigen Schulsystem


Rund ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler leidet unter dem Druck der Leistungsgesellschaft und entwickelt körperliche und psychische Symptome. Burn-outs gibt es mittlerweile bereits in der Primarschule. Remo Largo, der wohl bekannteste Kinderarzt der Schweiz, kämpft seit Jahrzehnten dafür, dass den Kindern nicht ihre gesamte Freiheit und Individualität geraubt wird. Seine Bücher (z. B. «Kinderjahre», «Schülerjahre») sind Standardwerke, in denen der Entwicklungsspezialist Verständnis für die enorm unterschiedliche Entwicklung jedes einzelnen Kindes wecken will.
"Die Kinder werden zu überangepassten Wesen", Basler Zeitung, 24.10. von Dina Sambar

20. September 2018

Leistungsdruck macht Schüler krank


Heutige Schüler haben es nicht leicht. Die Schule fordert in hohem Masse und die Freizeit ist reglementierter als früher. Selbst beim Fussball oder in der Musikschule sind Leistung und Disziplin gefragt. Wo bleibt da der Spass, die Entspannung? Der Schulpsychologe Basil Eckert wünscht sich mehr Gelassenheit für Kinder und im Umgang mit ihnen. 
"Schüler brauchen ein Wohlfühlklima", Basellandschaftliche Zeitung, 19.1. von Susanne Holz

19. August 2018

Largo: Fremdbestimmung hat zugenommen

Es fing bei Managern an, heute haben wir Kinder mit Burn-out. Eine Folge des Leistungsdrucks an den Schulen?
Remo Largo: Dass Kinder in der Schule leistungsmässig unter Druck gesetzt werden, gehört zum Wesen einer Leistungsgesellschaft. Auch die Schule steht unter Druck, aus Wirtschaft und Politik kommen ständig neue Forderungen, was sie alles leisten soll. Es gibt noch einen anderen Punkt, den ich gravierender finde, über den aber kaum gesprochen wird: Viele Eltern haben Existenzängste, spätestens seit der Finanzkrise 2008.
Interview mit Remo Largo "Der Druck hat zugenommen", Sonntagszeitung, 19.8. von Fabienne Riklin und Nadja Pastega

13. April 2018

Largo: "Wir müssen mutiger sein und nicht die ausgetrampelten Wege gehen"

Kinderarzt und Autor Remo Largo und Liedermacher Linard Bardill sprachen gestern Abend im Stadttheater über Bildung, Schule und Lernerfolge. Ernsthaft. Tiefgründig. Humorvoll. Diverse persönliche Erfahrungen inbegriffen. Und fast ohne zu politisieren oder über das heutige Schulsystem zu schimpfen.

Remo Largo zusammen mit Linard Bardill, Bild: GRHeute

12. April 2018

Largo rechnet mit dem Fremdsprachenunterricht ab

Remo Largo, der 74-jährige Entwicklungsforscher und Autor von Bestsellern wie «Babyjahre» und «Das passende Leben»,wird am Donnerstag in Chur über das Wesen des Kindes und die Ansprüche der Gesellschaft sprechen. Dies tut er im Rahmen der Veranstaltung «Wer bestimmt den Lernerfolg? Kind. Schule. Gesellschaft» des Vereins Kulturkanton Graubünden. Im folgenden Interview äussert sich Largo zur Initiative «Nur eine Fremdsprache in der Primarschule». Diese wurde dem Stimmvolk kürzlich von der Bündner Regierung ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung empfohlen. Käme es zu einer Annahme, würde in den romanischund italienischsprachigen Regionen nur noch Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Englisch stünde in Deutschbünden auf dem Stundenplan. 
"Schickt die Kinder lieber in ein Ferienlager im Misox", Südostschweiz, 10.4. von Madleina Barandun

5. Februar 2018

Staat soll Chancen ausgleichen

Sie gehen nie in den Wald, bekommen keine Geschichten erzählt: Rund jedes dritte Kind werde von den Eltern zu wenig gefördert, sagt Bernhard Hauser, Dozent an der PH St. Gallen. Für die Chancengleichheit müsse der Staat bei der Erziehung eingreifen.
Hauser: "Die Schule kann nicht alles ausbaden, was Eltern im Vorschulalter versäumt haben". Bild: Benjamin Manser.
Unterschiedlich weit entwickelte Kinder: "Die Schule allein schafft das nicht". St. Galler Tagblatt, 4.2. von Janina Gehrig

7. November 2017

Neoliberalismus treibt den Vermessungswahn voran

An der letzten Gesamtkonferenz der Basler Lehrkräfte habe ich zusammen mit Margrit Goop eine Resolution zur Abschaffung der teuren, förderdiagnostisch unbrauchbaren Checks in der Volksschule eingebracht, die mit grossem Mehr angenommen wurde. Schon am Tag darauf machte Conradin Cramer klar, dass er nicht beabsichtige, hier etwas zu ändern. Umso erfreulicher ist es, dass sich nun endlich an der Basis Widerstand gegen diese unsinnige Taxiererei regt.
Vermessungswahn an den Schulen, Basler Zeitung, 7.11. Leserbrief von Georg Geiger

25. Oktober 2017

Remo Largo zum Basler Schulsystem

In Basel-Stadt erhalten Kindergarten-Kinder Lernberichte mit Beurteilungen nach Fachbereichen. Die Lehrpersonen bewerten Kriterien wie: «– verfügt über einen differenzierten Wortschatz», oder: «– kann kulturelle und religiöse Grunderfahrungen erleben, reflektieren und mit gestalten». Was halten Sie davon, Herr Largo?
Das macht mich nicht nur sprachlos, sondern auch traurig. Dahinter steckt ein Leistungsdenken, das leider nun auch den Kindergarten erfasst hat. Es setzt die Eltern und Kinder gewaltig unter Druck, was offenbar beabsichtigt ist. Wir alle, nicht nur die Verantwortlichen im Bildungssystem, müssen uns wirklich fragen: Was haben wir für ein Menschenbild? Was ist die Aufgabe des Bildungssystems? Das Kind ist doch keine Knetmasse, die wir nach unserem Gutdünken formen können. Eine sehr wichtige Frage wäre beispielsweise: Bekommt ein Kind die notwendige Geborgenheit und Zuwendung? Denn nur dann kann es gut lernen. Viele Fragen sollten wir nicht an die Kinder, sondern an uns Erwachsene stellen!
"Das Kind ist doch keine Knetmasse" - Remo Largo zum Basler Schulsystem, Tageswoche, 24.10. von Jeremias Schulthess

21. August 2017

Unkritisches Schwärmen

Eine Breitseite unreflektierter Polemik gegen das Herkömmliche, ein paar Schlagwörter aus der pädagogischen Mottenkiste, etwas rührende Sozialromantik und eine Prise neoliberaler Bluff, das Ganze garniert mit Zitaten von notorischen Schulbesserwissern (Schmitt, Zemp, Precht, Largo, etc.), und fertig ist die profunde Sauce zum neuen Schuljahr.
Replik auf: Hightech macht Schule, Beobachter 18.8. von Susanne Loacker 

20. August 2017

Schweizer Pässe auswendig lernen ist sinnlos

Es ist höchste Zeit für die digitale Revolution in den Schulen. Sie macht das Lernen leichter, sinnvoller und vor allem lustiger. Doch die Widerstände sind gross.

Hightech macht Schule, Beobachter, 17.8. von Susanne Loacker

28. Mai 2017

Schüler als Versager

Remo Largo über die perfekte Schule, die Fehler der 68er-Bewegung und Alternativen zur Leistungsgesellschaft.
Gesellschaft radikal überdenken: Remo Largo. Bild: Daniel Ammann
"Wir haben jetzt schon Kinder mit Burn-out", Sonntagszeitung, 28.5. von Matthias Meili

21. Mai 2017

Bildungspolitik als Planwirtschaft

Der Kinderarzt Remo Largo hat sein Lebenswerk mit einem Buch abgeschlossen, in dem er die Menschheit auffordert, wieder nach ihren Grundbedürfnissen zu leben. Was er vorschlägt, klingt nach Kommunismus.
"Immer mehr Menschen sind unglücklich", NZZ, 20.5. von Peer Teuwsen