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15. April 2020

Genderforscherin kritisiert Basler Förderprogramm


Von der Begabungsförderung profitieren in Basel-Stadt alle Kinder.So zumindest lautet die Theorie,denn gemäss dem Basler Erziehungsdepartement beginne diese schon im täglichen Unterricht.Schliesslich verfüge jedes Kind über Stärken. Für besondereTalente aber halten die Volksschulen zusätzliche Angebote bereit. Auf Primarstufe heisst das Projekt «Pull-Out»: Hochbegabte Kinder besuchen seit 2015 während der Unterrichtszeit ein externes Angebot, das ihre gesteigerten Lernbedürfnisse abdeckt. Nun zeigt sich: Jungs sind bei der Begabtenförderung in diesem frühen Alter inzwischen klar im Vorteil. War das Geschlechterverhältnis im Startjahr noch ausgeglichen, kamen im laufenden Schuljahr doppelt so vieleSchüler in den Genuss von zusätzlicher Förderung als Schülerinnen. Nur gerade 24 Mädchen durften den gesonderten Unterricht besuchen, 73 Kinder waren es insgesamt. Die Zahlen aus dem Vorjahr präsentieren sich ähnlich. Dies geht aus der Antwort der Regierung auf eine schriftliche Anfrage von SP-Grossrat Kaspar Sutter hervor.
Die Buben ins Töpfchen..., BZ Basel, 11.4. von Benjamin Rosch und Leif Simonsen

7. Juni 2019

Nachholbedarf bei der Begabtenförderung


Im Petersschulhaus in Basel gibt es ein sogenanntes «Pullout-Zimmer». Es ist ein kleines Zimmer für eine besondere Klasse. Fünf besonders begabte Kinder im Alter von neun und zehn Jahren können hier einen Vormittag lang in ihrem Tempo auf ihrem Niveau an einem eigenen Thema arbeiten.
Jedes fünfte Schulkind ist unterfordert, SRF, 6.6. von Irène Dietschi

3. März 2019

Ateliers für Hochbegabte


Langeweile statt Motivation, Frust in der Schule statt Lust am Lernen: So geht es einem Teil der Kinder, die im Vergleich zu gleichaltrigen Gspändli in ihren kognitiven Fähigkeiten deutlich über dem Durchschnitt liegen. Während es in der Volksschule zahlreiche Angebote zur Förderung von Kindern mit schulischen Defiziten gibt, sind die Möglichkeiten für besonders clevere Kinder in der Regel bisher eher bescheiden. Zwar gibt es im Kanton Luzern mehrere Schulen, die zusätzliche, spezielle Förderprogramme für Hochbegabte anbieten, doch das sind Ausnahmen.
Im neuen Schuljahr starten in Luzern und Sursee Ateliers für Hochbegabte, Luzerner Zeitung, 2.3. von Susanne Balli

5. Februar 2019

Junglehrer zum Thema Begabtenförderung unterstützen


Der Lehrerverband fordert in einem Positionspapier vom 24.  November 2018 mehr «Förderung von Begabtenpotenzialen». Jede Lehrperson in der Schule weiss heute, dass differenzierter Unterricht in hoch heterogenen Klassen nach Lehrplan  21 gefordert wäre, in der Praxis jedoch ungleich schwieriger zu realisieren ist. Deshalb benötigen Lehrpersonen heute auch eine bessere Grundausbildung an Pädagogischen Hochschulen. Um Missverständnissen vorzubeugen, muss ich vorausschicken: Begabte oder teilbegabte Schülerinnen gibt es. Dass die Schule und die Klassenlehrperson deswegen neue Prioritäten und Ressourcen bereitstellen müssen, bezweifle ich und halte ich für bildungspolitisch wenig realistisch. 
Begabtenförderung ist zu haben, Aargauer Zeitung, 29.1. von Martin Straumann

An die Talente der Schüler glauben


Die Lehrer denken um – oder sie versuchen es zumindest. Begabte Schülerinnen und Schüler sollen künftig besser gefördert werden. Das fordert der Lehrerverband in einem neuen Positionspapier. Die Idee ist richtig. Zu lange setzten die Schulen ihren Fokus auf Defizite. Die lobenswerte Praxis, schwachen Schülern zu helfen, ist mancherorts aus dem Ruder gelaufen. Mittlerweile werden Defizite erkannt, wo keine sind. Die Zahlen sind erdrückend: Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm kommt zum Schluss, dass sechs von zehn Kindern vor der Einschulung eine Form der Therapie hinter sich haben. Ob die tatsächlich nötig ist, bleibt offen. 
Fördern ja - aber die Richtigen, Aargauer Zeitung, 14.1. von Yannick Nock

Lehrerverband fordert mehr Begabtenförderung


Statt bloss auf Defizite zu achten, sollen Schulen künftig mehr Talente entdecken

Fast in jeder Klasse sitzen Schüler, die zu deutlich mehr fähig wären, als sie tagtäglich zeigen. Bloss erkennt niemand ihr Talent. Zu diesem Schluss kommt der Schweizer Lehrerverband. 
Jedes fünfte Kind wird in der Schule zu wenig gefördert, Aargauer Zeitung, 14.1. von Yannick Nock

2. Dezember 2018

Beschleunigte Optimierungskultur


Machten sich Eltern früher nicht allzu viele Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder, steht heute Perfektionierung auf dem Programm. Optimierung hat das Schicksal abgelöst, Mittelmass wird kaum mehr toleriert. Wer einem solchen Erziehungsideal huldigt, tut seinen Kindern keinen Gefallen.
Das Beste ist nicht immer gut genug - verschonen wir die Kinder vom Optimierungswahn, NZZ, 1.12. von Margrit Stamm

9. August 2018

Nivellierung nach unten

Da hat das luzernische Bildungswesen doch tatsächlich entdeckt, dass es in der Schule auch Begabte und «Hochbegabte» gibt. Glückliche Fügung! Hierzulande wird «Integration» im Bildungswesen seit jeher als Nivellierung verstanden. Und diese Nivellierung orientiert sich seit jeher nach unten, in Richtung der «bildungsfernen» Schichten. Da wird Handlungsbedarf geortet, die anderen dürfen sich derweil langweilen und ihre Ressourcen verschenken. Die Idee, Hausaufgabenabzuschaffen, ist ein neuer Ausdruck dieser Nivellierung nach unten: Es darf doch nicht sein, dass Kinder von Eltern, die sich zu Hause mit Schule und Bildung befassen, ihren Kindern bessere Startchancen mitgeben. Wo kämen wir da hin? Für die Begabten und «Hochbegabten» (suggeriert die Steigerungsform etwa «Elite» und damit etwas Negatives?) soll jetzt dank der Zufallsentdeckung etwas getan werden. Man weiss nur noch nicht, was und genau wann – frühestens ab 2019/20 –, denn man hat noch zu wenig Fakten.
Luzerner Zeitung, 29.7. Leserbrief von Peter Fischer 

22. Oktober 2017

Thurgau will Hochbegabte fördern

Ende der 90er-Jahre galt der Thurgau mit seinem Fördertag-Konzept noch als Pionier der Hochbegabtenförderung in der Schweiz. Später zog sich der Kanton aus diesem Bereich weitgehend zurück und überliess den Schulgemeinden das Feld. Diese hatten vor Ort Konzepte zu erarbeiten, die neben sonderpädagogischen Massnahmen auch solche im Sektor der Begabtenförderung umfassten.
Ein Tummelplatz für helle Köpfe, St. Galler Tagblatt, 21.10. von Christian Kamm

3. Juli 2017

Projektarbeiten der Begabtenförderung

Am Angebot für die Begabtenförderung haben sich während eines Jahres elf Schülerinnen und Schüler beteiligt. Ihre Arbeiten präsentierten sie im Musiksaal der Bezirksschule vor  grossem Publikum.
"Sie müssen einen besonderen Effort leisten, um auch den normalen Schulstoff bewältigen zu können, Aargauer Zeitung, 30.6. von Walter Christen

28. Mai 2017

Thurgau startet Projekt zur Begabtenförderung

Bis jetzt gibt es im Thurgau kein kantonales Konzept für die Begabtenförderung. Das soll jetzt ändern: Besonders kluge Kinder sollen künftig mit speziellen Ateliers unterstützt werden. Dafür gibt es sogar eine Dispens vom Regelunterricht.

Begabte dürfen die Schule schwänzen, Thurgauer Zeitung, 27.5. von Larissa Flammer

16. April 2017

"Wer immer nur 6-er schreibt, wird schnell zum Aussenseiter"

Der Bildungsexperte des Schweizer Lehrerverbands, Jürg Brühlmann, über die Schwierigkeit, ein Wunderkind zu erkennen, und Eltern, die meinen, ihr Nachwuchs sei hochbegabt – selbst wenn es nicht stimmt.
"Manche Kinder verstecken ihre Begabung", Schweiz am Wochenende, 15.4. von Yannick Nock

Ungenügende Förderung Hochbegabter

Wie fördern unsere Schulen Hochbegabte? Viel zu wenig, sagt das berühmteste Wunderkind der Schweiz. Dabei geht Mathe-Genie Maximilian (13) schon nächstes Jahr an die Uni. Ein Besuch bei einem, der das System ändern will. 
Ein Wunderkind wird erwachsen, Schweiz am Wochenende, 15.4. von Yannick Nock

23. September 2015

Weniger Geld für Begabte (und für deren Förderer)

Seit anfangs August haben die Berner Schulen weniger Geld für begabte Kinder. Fachpersonen für Begabtenförderung kritsieren diesen Entscheid.













Förderung durch des Lernen von Chinesisch im Appenzellerland, Bild: Keystone
Das "Stiefkind" Begabtenförderung, Bund, 23.9. von Meret Hasler

31. Dezember 2013

Mehr Tanz, weniger Schule

Das Konzept der Begabtenförderung in den Bereichen Sport und Musik ist mittlerweile weit verbreitet. Im Thurgau gibt es neu auch eine spezielle Förderung für Tanztalente an der Volksschule. Diese absolvieren ein Programm von zwölf Lektionen pro Woche.




Fünf Schülerinnen profitieren von der neuen Begabtenförderung Tanz, Bild: Severin Schwendener

Hauptaufgabe: Talente erkennen, St. Galler Tagblatt, 30.12. von Severin Schwendener

25. Juni 2013

Begabtenförderung gehörte auch in die Schule

Während wir unter Integration vor allem den Einbezug von schulisch schwachen Kindern verstehen, gehört eigentlich auch die Begabtenförderung dazu. Doch oft reichen die Ressourcen bekanntlich nicht einmal für ersteres. Deshalb geschieht die Förderung von besonders begabten Schüler meistens ausserhalb der Schule. Der Sonderpädagoge Peter Lienhard plädiert für mehr Ressourcen im Klassenzimmer.


Peter Lienhard, hat die integrative Förderung in den vergangenen Jahren die Begabtenförderung verändert?
Nein, in den meisten Gemeinden nicht. Der Druck, sich als Heilpädagogin oder als Heilpädagoge in der integrativen Förderung vor allem den Schwächeren zu widmen, hat meistens Abstriche bei der Begabtenförderung im Klassenzimmer zur Folge. Entsprechend führen viele Gemeinden ihre separaten Programme zur Förderung der schulisch Starken weiter.
Wo liegen denn die Schwächen solcher Pull-out-Programme?
Vorab: Diese Angebote haben auch ihr Gutes, denn sie holen die Schüler und Schülerinnen bei ihren Stärken ab. Wenn dies im übrigen Unterricht aber kaum aufgenommen wird, bleibt die Wirkung des Programms begrenzt. Zudem sind es mehrheitlich Buben aus der Mittelschicht, die davon profitieren. Knaben benehmen sich schnell auffällig, wenn der Unterricht sie nicht mehr genügend fordert. Mädchen hingegen halten sich in derselben Situation zurück; sie wollen nicht ausgestellt werden und in der Klasse bleiben.
Wie geeignet sind die Kriterien, die für die Zuweisung zu solchen Angeboten angewandt werden?
Oftmals kommt dem IQ als Entscheidungsgrundlage eine viel zu wichtige Rolle zu; damit allein lässt sich der Förderbedarf eines Kindes noch nicht bestimmen. Zudem ist die Zuweisung zur Begabtenförderung sehr von der Wachsamkeit der Lehrpersonen und der Eltern abhängig; erkennen sie die individuellen Stärken der Kinder nicht, werden diese auch nicht gezielt gefördert.
Für die Begabtenförderung im Klassenzimmer reichen aber, wie erwähnt, die Ressourcen oft nicht aus.
Während die Ressourcen für die integrative Förderung vom Kanton Zürich vorgegeben sind, sind die Gemeinden frei, zusätzlich Geld für die Begabtenförderung einzusetzen. Würde dieses dazu verwendet, das Pensum der Heilpädagogin im Schulzimmer zu erhöhen, könnte die Begabtenförderung auch vermehrt in den Unterricht oder in klassenübergreifende Projekte einfliessen.
Wie gestaltet sich die Begabungs- und Begabtenförderung idealerweise?

Wir sollten die Stärken aller Kinder fördern. Kernpunkt ist die Entwicklung des Unterrichts im Klassenzimmer. Noch immer kommt es vor, dass kaum auf individuelle Unterschiede beim Lernstand Rücksicht genommen wird: Alle arbeiten zur selben Zeit auf dieselbe Weise am selben Thema. Deshalb befürworte ich den altersdurchmischten Unterricht; so entsteht die Idee, dass alle gleich weit sein sollten, gar nicht erst.
Interview: Ümit Yoker, NZZ, 24.6.
Herr Pasulke und seine Fans, NZZ, 24.6. von Ümit Yoker