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30. April 2021

Kantonsumfrage Kindergartenbesuch

In 17 Kantonen müssen alle Kinder den Kindergarten während zwei Jahren (erstes und zweites Kindergartenjahr / Schuljahre 1-2) besuchen. In 8 Kantonen müssen alle Kinder den Kindergarten während mindestens einem Jahr (zweites Kindergartenjahr / Schuljahr 2) besuchen.

Kindergarten-Obligatorium: effektiver Besuch, EDK

9. Dezember 2020

Abklärungen und Therapien im frühen Alter

Kürzlich erzählte mir wieder mal eine Mutter, die Schule habe ihr empfohlen, ihren sechsjährigen Sohn psychologisch abklären zu lassen. Sie wisse ja, ihr Bub sei verträumt und seine Frustrationstoleranz gering. Aber sie habe einfach Mühe damit, dass Eigenheiten, die doch durchaus zu diesem Alter gehörten, so stark problematisiert würden.

"Mit dem Kind stimmt etwas nicht", Tages Anzeiger, 5.12. von Sabine Sommer

Eine Frage der Betrachtung

Das Abklären, Diagnostizieren und Therapieren hat über die letzten Jahre tatsächlich stetig zugenommen, und die Ursachen dafür sind vielschichtig. Ob man diese Tatsache so sehen möchte, dass mit einem Kind etwas nicht stimmt, oder aber, ob man es in seiner Gesamtheit möglichst gut verstehen will, ist eine Frage der Betrachtung. In der schulpsychologischen Arbeit verstehen wir unsere Aufgabe nicht darin, nach Defiziten eines Kindes zu suchen, sondern die Bezugspersonen zu beraten, wie sie mit seinen Bedürfnissen umgehen können, um es in seiner individuellen Entwicklung zu unterstützen. Erfreulicherweise haben die meisten Eltern und Lehrpersonen diese Sichtweise und nehmen sich Zeit für den interdisziplinären Austausch wie auch für die Reflexion ihrer eigenen Rolle. Mit dieser Haltung entsteht bei einem Kind während des Untersuchungsprozesses auch nicht der Eindruck, dass mit ihm etwas nicht stimmt, sondern es darf sich als Gegenüber erleben, an dem man interessiert ist und deshalb mehr erfahren möchte.

Leserbrief Tages Anzeiger, 9.12. von Bigna Bernet


Teurer Aufwand

Hier wurde eine Situation geschildert, die in vielenKindergärten anzutreffen ist. Als Senior Pro Senectute in drei Abteilungen habe ich genau jene Probleme, welche die Autorin nennt, schon mehrmals erlebt. Ein Kind stört laufend, schlägt andere, flippt oft aus und macht der Kindergärtnerin das Leben schwer. Letztere möchte dies natürlich nicht als Dauerzustand akzeptieren und befürwortet eine Abklärung durch den schulpsychologischen Dienst, doch den Eltern scheint dies übertrieben. Ich habe für beide Seiten Verständnis. Man muss aber schon sehen, dass eine Kindergärtnerin nebst einem solchen störenden Kind oft noch mehr als 20 andere Kleine zu betreuen hat. Im Fall von Frau Sommer hat man dann offenbar mit dem Beizug einer «Klassenassistentin» eine Lösung gefunden - allerdings eine sehr kostspielige. Es ist schon ein fragwürdiges Schulsystem, wenn eine zusätzliche Person eigens dafür angestellt werden muss, um ein einzelnes Kind zu betreuen. Leider wurden an Schulen und Kindergärten die Kleinklassen abgeschafft. Aber Lehrerinnen und Lehrer haben durchaus recht, wenn sie sich trotz diesem Fehlentscheid in ihren normalen Abteilungen nun nicht alles gefallen lassen.

Leserbrief Tages Anzeiger, 9.12. von Hans-Peter Köhli



19. Oktober 2020

Als man im Kindergarten noch spielte

Sändele, Liedchen singen, mit Holzklötzchen bauen, spielen – all das machte ich in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkrieges im Kindergarten beim Erasmusplatz bei Fräulein Tanner. Sogar spielen durften wir nach Lust und Laune. So lieb war unser Fräulein.

Das einfühlsame Fräulein Pototzka, Online Reports, 19.10. von Peter Achten

6. Oktober 2020

Mehr Chancengerechtigkeit durch Deutschkurse mit dreijährigen Kindern

Fremdsprachige Kinder sollen beim Eintritt in den Kindergarten bereits mit der deutschen Sprache vertraut sein. Mit diesem Ziel haben sechs Leimentaler Gemeinden im August ein dreijähriges Pilotprojekt gestartet. Kleinkinder werden schon ein Jahr vor dem Kindergarten in Deutsch unterstützt dabei sollen die Kinder in die Sprache in alltäglichen Situationen erlernen. 

Ausländerkinder sollen bereits in der KITA Deutsch lernen, Basler Zeitung, 6.10. von Lisa Groelly

25. August 2020

Mehr Lohn für Luzerner KG- und Primarlehrkräfte

Auf den 1. August 2021 werden die Lehrpersonen für Kindergarten und Primarschule eine Lohnklasse höher eingereiht. Damit wird die aus Spargründen immer wieder verschobene Massnahme aus der letzten Arbeitsplatzbewertung nun umgesetzt. Die Lohnstufen werden zudem so korrigiert, dass sie mit dem durchschnittlichen Verlauf der anderen Lehrpersonenkategorien übereinstimmen. Da die Höhereinreihung für Lehrpersonen mit Kleingruppenunterricht sowie für Musik und Bewegung aufgrund der Arbeitsplatzbewertung nicht gerechtfertigt ist, wird ihre Unterrichtsverpflichtung zum Ausgleich um eine Lektion erhöht.

Quelle: Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern, 25.8.

5. August 2020

Verhaltensauffällige Kindergärtler

Jahr für Jahr gibt es im Thurgau mehr Kinder mit Sonderschulstatus. 2019 waren es rund 880 Schülerinnen und Schüler, was 2,9 Prozent entspricht. «Einen besonderen Anstieg beobachten wir bei den Kindergärtlern mit Verhaltensauffälligkeiten», sagte Beat Brüllmann, Chef des kantonalen Amts für Volksschule, am Mittwoch am Medientermin zum Schuljahresbeginn. Brüllmann sprach von Kindern, die auf ihre Kindergärtnerin losgehen, sie beissen oder kratzen.

Davon weiss auch Heinz Leuenberger, Präsident des Verbands Thurgauer Schulgemeinden. Er ergänzte:

«Das Alter für den Kindergarteneintritt wurde heruntergesetzt. Die Kinder sind daher auch unselbständiger.»

Die Kindergärtnerinnen müssten zum Beispiel helfen, Schuhe anzuziehen. Brüllmann sprach von der schwierigen Aufgabe, die Kinder für den Schuleintritt zu sozialisieren.

Über die Gründe für die Verhaltensauffälligkeiten kann Brüllmann nur spekulieren: Vielleicht habe es damit zu tun, dass viele Kinder die Sprache nicht können oder dass sie zu Hause nicht richtig betreut werden. Das Amt arbeitet an Massnahmen, welche die Situation verbessern sollen.

Rund 23 Prozent aller Kinder mit Sonderschulstatus werden in Regelklassen unterrichtet, die übrigen separat in eigenen Klassen.

Dass es mehr Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten gibt, hat auch damit zu tun, dass es insgesamt mehr Schüler gibt. Am Montag treten im Thurgau rund 2900 Mädchen und Knaben neu in den Kindergarten ein. Insgesamt erwarten die Volksschulen rund 30'400 Kinder und Jugendliche zum Start ins neue Schuljahr. Das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu heute wird es bis 2028 gemäss Prognosen einen weiteren Anstieg von 14 Prozent geben.

Schulische Heilpädagogen sind weiter gesucht

Mit einem Lehrermangel sehen sich die Thurgauer Schulgemeinden aktuell nicht konfrontiert. «Praktisch alle Stellen konnten besetzt werden», sagte Leuenberger. Er wies aber darauf hin, dass viele Lehrpersonen bald in Pension gehen. Engpässe könnte es eventuell bei Kindergartenlehrern und Schulleitungen geben. «Vor allem, wenn kleine Pensen zu vergeben sind», präzisierte Brüllmann. «Wir beobachten die Situation.»

Schwierig zu besetzen sind auch die Stellen für Schulische Heilpädagoginnen. Dieses Thema wird das Amt für Volksschule in nächster Zeit schwerpunktmässig anschauen und gegebenenfalls den Einsatzbereich dieser Fachpersonen überarbeiten.

Leuenberger berichtete weiter von einer gestiegenen Nachfrage nach Logopädie für Kinder vor dem Kindergarteneintritt. Das stelle die Schulgemeinden vor eine Herausforderung, sodass es zum Teil Wartelisten für einen ersten Termin gebe.

Trotz «Chaosphase» gutes Corona-Zwischenzeugnis

Die Coronakrise haben die Thurgauer Schulen bisher erfolgreich gemeistert, bilanzierten Brüllmann und Leuenberger. Auch wenn der Amtschef die Übergangsphase von der Schulschliessung bis zum Start des Fernunterrichts als Chaosphase bezeichnete. Die Schulen hätten etwas völlig Neues auf die Beine stellen müssen.

 

Dank des Einsatzes der Lehrer, die zum Teil auch bei Schülern zu Hause vorbeigegangen seien, hätten aber alle auch während des Lockdowns erreicht werden können. Leuenberger berichtete, dass die Schulen die Arbeit der kantonalen Task-Force geschätzt haben.

Sek Müllheim setzt Lehrplan für Schule mit Lernlandschaft um

Die Lehrer der Sek Müllheim, wo der Medientermin stattfand, arbeiten bereits an der Zeit nach Corona. Schulleiter Walter Strasser erklärte, wie an seiner Schule vor allem in Lernlandschaften gearbeitet werde.

Mit finanzieller Unterstützung des Kantons bereitet die Schule nun für das übernächste Schuljahr den Unterricht so vor, dass die Inhalte des neuen Lehrplans und die Stundentafel zum Arbeiten in der Lernlandschaft passt. Vor allem junge Lehrer direkt nach der Ausbildung haben grosses Interesse an dieser Art von Schule, sagte Strasser.

 


20. Juli 2020

Immer weniger Kinder können bei Schulstart Deutsch

Die Anzahl der Kinder, die bei der Einschulung kein Deutsch können, steigt weiter. Vor dem nächsten Schulstart im Au­gust äussert sich die Präsiden­tin des Dachverbandes der Schweizer Lehrer (LCH), Dag­mar Rösler, besorgt: «Sicher spüren wir einen Anstieg, da die ausländische Bevölkerung ansteigt. Und das spüren wir natürlich auch in der Schule, sie ist ein Spiegelbild der Gesellschaft.»

"Viele Kinder sind im Deutsch überfordert", 20 Minuten, 17.7. von Silvana Guaniroli

17. April 2020

Graubünden bildet Basisstufenlehrkräfte aus


Per Anfang Januar 2020 ist das neue Anerkennungsreglement der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren in Kraft getreten. Um an der Pädagogischen Hochschule Graubünden weiterhin national anerkannte Ausbildungen anbieten zu können, ist deshalb eine teilweise Anpassung der Studiengänge erforderlich. Wie die Bündner Regierung mitteilte, wird die Hochschule ab dem Studienjahr 2021/22 einen Studiengang für die Kindergartenstufe anbieten, welcher aber auch die ersten zwei Klassen der Primarstufe umfasst. Ein zweiter Studiengang umfasst die Primarstufe, also die erste bis sechste Klasse.
Quelle: Pädagogische Hochschule passt Ausbildungsgänge an, Südostschweiz, 17.4.


16. Februar 2020

SVP fordert frühe Deutschkurse


Andreas Wirth sagt es deutsch und deutlich: «Ein Drittel aller Kinder in Frauenfeld können zu wenig gut Deutsch, wenn sie in den Kindergarten kommen.» Wirth ist Schulpräsident in Frauenfeld und sitzt für die SVP im Kantonsrat. Er hat am Positionspapier Bildung der SVP Thurgau (siehe Kasten) mitgearbeitet. Dieses stellte die Partei in Weinfelden vor. Es bildet den Köcher für bildungspolitische Vorstösse.
Deutsch als Passepartout, St. Galler Tagblatt, 14.2. von Sebastian Keller

18. Dezember 2019

Notbremse in Baselland: Eltern wählen Einschultermin selbst


Baselbieter Eltern sollen künftig selbst über den Termin der Einschulung ihres Kindes entscheiden können. Nach dem Ja des Landrats zu einer entsprechenden Motion ist die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) derzeit daran, die Verordnung zu überarbeiten. Gestern hat eine Anhörung der BKSD mit Vertretern der Gemeinden und der Lehrerschaft stattgefunden.
Eltern sollen Einschultermin selber wählen können, BZ Basel, 18.12. von Hans-Martin Jermann

9. Dezember 2019

Mundart im Kindergarten schadet nicht

«Kanton Aargau verbietet Hochdeutsch im Kindergarten»–so titelten Zeitungen 2014. Von «Mundartzwang» war die Rede, weil die Aargauer eine Volksinitiative angenommen hatten, welche vorschreibt, dass die Kindergartenlehrpersonen Mundartsprechen sollen. Seit dem Inkrafttreten der Regelung im Schuljahr2016/17sind im Aargau nun nur noch kurze Unterrichtssequenzen wie Vorlesen oder Singen auf Hochdeutsch erlaubt. Vor der Abstimmung wurde damals im Aargau heftig debattiert–die Mundart ist ein emotionales Thema. Nun, fünf Jahre später, gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass zumindest die Aufregung um Nutzen oder Schaden umsonst war: Ein länderübergreifendes Forschungsprojekt aus dem Bodenseeraum untersuchte die Frage, ob Lehrpersonen im Kindsgi Standarddeutsch oder Dialekt sprechen sollen. 
Mundart im Kindsgi schadet nicht, BZ Basel, 9.12. von Sabine Kuster und Urs Oskar Keller

18. Oktober 2019

Kindergarten für viele Eltern zu früh


Kindergartenkinder sind in den letzten Jahren immer jünger geworden, die jüngsten sind nun kaum vier Jahre alt. Für viele Eltern ist das zu früh, sie wollen den Eintritt um ein Jahr verzögern und stellen vermehrt Gesuche um Verschiebung.
Immer mehr Zürcher Eltern verschieben den Kindergarteneintritt, SRF Regional, 18.10.

4. Oktober 2019

Kindergarten wird verschult


In Zukunft sollen die Kinder mit fünf, wenn sie nach dem August geboren sind mit viereinhalb Jahren, obligatorisch eingeschult werden. Seit der gewonnenen Abstimmung gegen den Beitritt zum Harmoskonkordat weiss man, wie wichtig es den Eltern in unserem Kanton ist, über die Einschulung ihrer kleinen Kinder selber entscheiden zu können. Darum wurde die Freiwilligkeit des Kindergartens im Schulgesetz verankert! Freiwilligkeit und Eigenständigkeit des Kindergartens sind aber nicht mit dem Zyklensystem des Lehrplan 21 vereinbar. Das war immer schon klar. 
Südostschweiz, 3.10. Leserbrief von Marlies Klesse (Komitee Gute Schule Graubünden)

2. Oktober 2019

Kindergarten nicht noch weiter verschulen


Gingen Sie, werte Leserin, werter Leser, noch in die «Gvätterlischuel» oder schon in den «Chindsgi»? Abgesehen von einer ungefähren Generationenzuschreibung des Sprechenden offenbaren diese Mundartausdrücke für den Kindergarten auch dessen gesellschaftlichen Stellenwert. «Erwachsene, die sich spielend zu Kindern herablassen», erläutert das Schweizerische Idiotikon den Ausdruck «gvätterle». Das Zürichdeutsche Wörterbuch ergänzt: «etwas ohne Ernst betreiben». Beim verniedlichenden «Chindsgi» schwingt ebenfalls wenig Achtung vor dieser Institution mit. Nicht viel besser ergeht es den dort tätigen Frauen – die Unterrichtenden sind zu 98 Prozent weiblich –, die in den Köpfen vieler ein bisschen Bauklötze stapeln, Papierstreifen kleistern oder mit Fingerpuppen eine nette Geschichte erzählen.
Der Kindergarten darf ruhig wieder mehr zur "Gvätterlischuel" werden, NZZ, 2.10. von Lena Schenkel

27. September 2019

Eltern sollen über Schuleintritt entscheiden


Gerade mal vierjährig sind die Jüngsten, wenn sie in den Kindergarten kommen. Mit der Harmonisierung des Schweizer Bildungssystems Harmos wurde der Stichtag vom 30. April auf den 31. Juli verschoben: Entscheidende Monate, sagen viele Lehrer. In diesem Alter entwickeln sich die Kinder schnell. Entsprechend hat die Zahl derjenigen Kinder zugenommen, die nicht kindergarten- beziehungsweise schulreif sind. 
Eltern sollen über Schuleintritt entscheiden, BZ Basel, 27.9. von Leif Simonsen

26. September 2019

Mehr Lohn für Zürcher Kindergärtnerinnen


Zürcher Kindergärtnerinnen und Kindergärtner sollen künftig den gleich hohen Lohn erhalten wie Lehrpersonen auf der unteren Primarschul-Stufe. Das will die Zürcher Kantonsregierung. Der tiefere Lohn von Kindergärtnerinnen ist in verschiedenen Kantonen ein Thema. Nur neu ausgebildete Lehrkräfte sollen von der Änderung profitieren.
Zürcher Kindergärtnerinnen sollen mehr Lohn erhalten, SRF Regional, 26.9.

25. September 2019

Bald Basisstufenlehrkräfte in Graubünden


Die Lehrergewerkschaft (LEGR) beschloss an ihrer Jahrestagung für das Kindergartenobligatorium zu kämpfen. Dabei geht es den Lehrern um die Gleichstellung und Anerkennung des Kindergartens mit der Primarstufe. Grund dafür ist der 1. Zyklus des Lehrplans 21. Da werden die Grundkompetenzen des Kindergartens bis Ende der zweiten Primarklasse erworben und überprüft.
Kindergartenobligatorium - Verlorene Kindheit oder gesellschaftlicher Mehrwert, Südostschweiz, 25.9. Leserbrief von Beatrice Conrad-Stucky

24. September 2019

Fremdsprachige Kinder im Kindergarten


«Guete Morge Frau Inaebnit.» Amira* begrüsst die Kindergärtnerin in breitem Berndeutsch und schüttelt ihr die Hand. Hört man nur diesen Satz, ist man überzeugt, dass die Fünfjährige perfekt Schweizerdeutsch spricht. Doch das täuscht. Amira verstand kaum ein Wort, als sie vor einem Jahr in den Kindergarten kam. Seither hat sie grosse Fortschritte gemacht, trotzdem wechselt sie manchmal noch mitten im Satz ins Arabische.
"Wiederhole bitte": Wenn im Kindergarten nur eines von vier Kindern fliessend Deutsch spricht, NZZ, 24.9. von Larissa Rhyn