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19. Februar 2021

Drohende Bildungskatastrophe

Seit mehreren Monaten hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Die ergriffenen Massnahmen wirken nicht immer wie erhofft und ziehen Kollateralschäden nach sich, die nicht unbeachtet bleiben dürfen. Denn bei aller Dringlichkeit, die Gesundheit der Menschen zu schützen: Gesundheit umfasst neben der körperlichen Unversehrtheit auch eine psychische und soziale Komponente, und alle drei hängen voneinander ab. Gleiches gilt im übertragenen Sinn für Systeme wie die Familie, die Wirtschaft oder die Schulen. Blickt man auf die zuletzt Genannten, so mehren sich die Hinweise, dass eine Bildungskatastrophe droht.

Der schulische Corona-Stotterbetrieb erzeugt viel Leerlauf und soziale Ungerechtigkeit. Die Hinweise auf eine Bildungskatastrophe mehren sich, NZZ, 19.2. von Klaus Zierer

22. Januar 2021

Fehlende Digitalstrategie

Wenn es in dieser Pandemie einen Konsens gab, dann diesen: Schulschliessungen müssen um jeden Preis vermieden werden. Am Mittwoch bekräftigte der Bundesrat diese Haltung, nachdem die kantonalen Erziehungsdirektoren und die Corona-Task-Force dringend von einer zweiten Schulschliessung abgeraten hatten. Vom Tisch ist die Massnahme aber nicht. Der Kanton Aargau schickt per 25. Januar alle Mittel- und Berufsschüler in den Fernunterricht. Breiten sich die neuen Virusvarianten weiter aus, könnte in Sekundar-, Gymnasial- und Berufsschulen landesweit Fernunterricht verordnet werden. Die Primarschüler und Kindergärtler soll es nur im äussersten Notfall treffen. Denn seit der nationalen Schliessung der Schulen im Frühling gilt das Credo, dass die negativen Folgen für Kinder auf dieser Stufe am stärksten sind.


"Jugendliche weinen mittlerweile gleich viel wie Kinder im Vorschulalter", NZZ, 22.1. von Andri Rostetter

6. September 2020

Kostenlose digitale Infrastruktur

Für die Dietiker SP-Kantonsrätin Rosmarie Joss besteht an der Volksschule im Kanton Zürich noch einiger Handlungsbedarf, was die Ausrüstung von Schülerinnen und Schülern für digitales Lernen betrifft. Zusammen mit ihrer Kantonsratskollegin Carmen Marty Fässler (SP, Adliswil) fordert sie den Regierungsrat deshalb auf, eine Vorlage für eine Gesetzesänderung im Volksschulgesetz bezüglich Unentgeltlichkeit der Lehrmittel und Schulmaterialien vorzulegen.

Ausrüstung für digitales Lernen soll gratis werden, Limmattaler Zeitung, 4.9. 

23. August 2020

Das Fach "Medien und Informatik" als Tummelplatz unterschiedlicher Auffassungen

Nur mit Notebooks ist es nicht getan: Digitale Phänomene der heutigen Zeit sollen verstanden und mitgestaltet werden. Das ist der Zweck des Faches "Medien und Informatik". Doch wie kann dies gelingen? Einfach mehr Weiterbildung für die Lehrer?

Macht das Fach "Medien und Informatik" fit für die Digitalisierung? SRF, 22.8. von Reto Widmer

6. Juni 2020

Hoher Anteil von digitalem Unterricht ist unverantwortlich

Unsere Staatskasse wird zurzeit mit der Rettung ganzer Wirtschaftszweige arg strapaziert. Das wird auch die Bildung zu spüren bekommen, wenn die nächsten Investitionen anstehen. Werden wir finanzielle Mittel primär für teure Digitalisierungsprojekte einsetzen, oder wären nicht gezielte Anstrengungen zur Verbesserung des Präsenzunterrichts lohnenswerter?

Schule braucht keine Digitalisierung um jeden Preis, Tages Anzeiger, 6.6. von Hanspeter Amstutz

10. Mai 2020

Digitales Schmierentheater

Die digitale Fernbeschulung ist ein gewaltiger Reinfall. Wer ist an allem schuld? Die faulen Lehrer mit ihren Berührungsängsten und ihrem Unvermögen, digitale Plattformen zu bedienen. So zumindest sehen es viele Kommentatoren und bedienen damit die üblichen Ressentiments gegen Lehrkräfte. Wer Lehrer-Bashing betreibt, kann stets mit Beifall rechnen, ohne sich die Mühe machen zu müssen, einen Sachverhalt wirklich zu durchdringen. Nach eigener Erfahrung als Vater fernbeschulter Kinder und Erziehungswissenschaftler an der Universität muss ich entschieden widersprechen:

Sechs Thesen zum Fernunterricht

These 1: Hurra, hurra, die Schulen öffnen

Es ist die Zeit für Geständnisse. Von Primarschülern etwa. Sie rufen der Lehrperson vom Balkon zu: «Ich hätte es ja nie gedacht, aber ich gebe zu, ich freue mich, wiede rin die Schule zu dürfen.» Natürlich sehnen sich die Kinder aller Stufen nach ihren Gspänli, nach analoger Kommunikation von Mensch zu Mensch. Luna Lanz, Klassensprecherin der Oberstufenschule Orpund bei Biel, beschreibt es in einem Blogbeitrag auf www.condorcet.ch so: «Endlich wieder an meinem Pult zu sitzen, wieder Sport in der Schule zu haben, endlich die Chemieexperimente durchzuführen und die wechselnden Launen meines Klassenlehrers zu ertragen. Ja, das alles vermisste ich in der Coronaphase sehr.»

 Hurra, endlich wieder Schule!, Schweiz am Wochenende, 9.5. von Kari Kälin

4. Mai 2020

Lernen bleibt auch mit digitalen Hilfsmitteln anstrengend


Wer in diesen Tagen mit jungen Menschen digital unterwegs ist, wer Fernunterricht praktiziert und mit Lernenden in virtuellen Räumen kommuniziert, der staunt über die technischen Zaubereien. Die digitale Vielfalt fasziniert. Beim Zoom-Meeting Arbeitsaufträge erteilen, die Teilnehmer in Gruppen schicken, mit ihnen chatten, ihnen Bilder zeigen und die Folien erklären und darüber diskutieren – das alles kann man und vieles mehr. Verführerisch leicht kommt es daher. Doch wirkt das alles auch? Und was bewirkt der Unterricht aus dem Homeoffice? Das beschäftigte den Autor dieser Zeilen nach jeder Digitalsequenz.
Dialogisches vor Digitalem, Journal21.ch, 4.5. von Carl Bossard

21. April 2020

Lernen erfordert positive Beziehungen


Homeoffice heisst die neue Betriebsform, auch in den Schulen. Unterricht erhält einen digitalen Schub. Die Euphorie ist gross; vergessen geht, dass Bildung auch Beziehungsgeschehen ist. Zeit für eine pädagogische Reflexion.

10. April 2020

PISA-Schleicher:"Schweizer Lehrer haben Nachholbedarf"

Die Kinder in der Schweiz erhalten momentan Fernunterricht. Nicht alle waren gleich gut vorbereitet. Wie steht die Schweiz im digitalen Fernunterricht im Vergleich zu den andern OECD-Ländern da? Das Gespräch mit Bildungswissenschafter Andreas Schleicher.
Technologisch steht die Schweiz gut da, findet Andreas Schleicher, Bild: SRF

7. April 2020

Längst fälliger Fortschritt


Plötzlich ist die Schule digital. Lehrerinnen chatten mit ihren Schülern, Kinder lernen mit webbasierten Tools, Lehrer laden ihre Lektion als Video ins Netz, und Unterrichtsmaterialien stehen auf Online-Plattformen für die Klasse bereit. Seit wegen des Coronavirus der Fernunterricht eingeführt wurde, spriessen Ideen für den digitalen Unterricht wie Pop-up-Werbung auf zweifelhaften Websites. Die Ausnahmesituation hat der Digitalisierung des Schulbetriebs den Schub verliehen, auf den das Bildungswesen jahrzehntelang gewartet hat.
Die Coronakrise verleiht der Digitalisierung der Schulen einen längst fälligen Schub, NZZ, 7.4. von Nils Pfändler

6. April 2020

Digitales Lernen bleibt ein Notstopfen

Krisenzeiten sind Zeiten, in denen interessierte Kreise gerne versuchen, aus der Not Profit zu schlagen. Dieser Profit kann materieller oder ideologischer Natur sein. Im Falle der Corona-Krise gerieren sich die bekannten Befürworter der „Digitalisierung von Bildung“ als solche ideologischen und materiellen Krisengewinnler. Nun scheint endlich bewiesen, wie dringlich die Umstellung von Schule und Hochschule auf digital gestütztes Lehren und Lernen sei. Und seitens der Politik entblödet man sich nicht, dies auch noch zu forcieren.

29. März 2020

Ersatz des Klassenunterrichts nur als Notbehelf


Wie in der Tagespresse zu lesen war, preist das WEF die Zwangspause für die Schüler als Chance für eine «längst fällige Modernisierung im Bildungsbereich». Dazu ist zu sagen, dass viele Nicht-Pädagogen nicht wissen, was es braucht, damit Kinder und Jugendliche wirklich lernen können. Sicher funktionieren die heute hoch entwickelten Systeme technisch gut, aber der entscheidende Faktor, damit Kinder beim Lernen vorankommen, ist die persönliche Vertrauensbeziehung zur Lehrerin oder zum Lehrer. Zahlreiche Lehrkräfte im ganzen Land arbeiten zurzeit daran, wie sie nicht nur den digitalen Kontakt, sondern den persönlichen Draht zu jedem ihrer Schüler aufrechterhalten können. Den «klassischen Frontalunterricht», den das WEF erwähnt, gibt es schon längst nicht mehr. Wohl aber wird sich gerade in der heutigen Lage zeigen, dass der Klassenunterricht dringend wieder aufgewertet werden muss: Als Ort, in dem der Lernstoff durch die Lehrerin und die Schüler gemeinsam entwickelt und erarbeitet wird, damit diese das Gelernte dann in Einzel- oder Gruppenarbeit üben und vertiefen können. Zum Glück können heute Videokonferenzen und Ähnliches als vorübergehender Ersatz für den Klassenunterricht eingesetzt werden, bis die Jugend sich wieder in ihren Klassenzimmern zusammenfinden wird.
Der Zürcher Bote, 27.3. Leserbrief von Marianne Wüthrich

28. März 2020

Das abstürzende Klassenzimmer


Deutsche Schulen sollen im Eiltempo digitalisiert werden. Ob das wirklich eine gute Idee ist? Der Blick in die USA zeigt, dass die Schulen dort deutlich weiter- und recht ernüchtert sind.

Das abstürzende Klassenzimmer, Technology Review, April 2020, von Nike Heinen und Natalie Wexler 

2. März 2020

Was bringt der Computer in der Schule?

Der Umgang mit dem Computer wird in der digitalen Welt wichtiger. Auch Berufsschulen und Gymnasien sind gefordert. In immer mehr Schulen bringen Schüler den eigenen Laptop in den Unterricht. Wie sinnvoll ist das? Reportage aus Freiburg und Fragen an den Medienpädagogen Dominik Petko. 
Bring your own device - Unterricht mit dem eigenen Computer, Echo der Zeit, 2.3.

26. Februar 2020

Problematischer Handygebrauch hat auch Auswirkungen aufs Gehirn


Der Prozess beginnt schleichend. Die Kinder und Teenager werden stiller und verbringen lieber die Zeit im Zimmer mit ihrem Smartphone, dem Tablet oder dem Laptop, statt etwas draussen zu unternehmen. Wenn die Eltern dann den Handykonsum zur Diskussion stellen und das Handy wegnehmen wollen, kommt es zu Streit, Wutausbrüchen bis hin zur Gewaltandrohung oder Essensverweigerung. 
Süchtig nach der virtuellen Welt, Basler Zeitung, 25.2. von Micha Hauswirth

Chancen und Risiken der Digitalisierung


Ab wann sind Kinder bereit für die digitalen Medien? Darf das Handy als Babysitter gebraucht werden und wie sieht der Medienkonsum der Zukunft aus? Medienkompetenz-Experte Michael In Albon liefert Antworten und Tipps.
«Eltern sehen bei den Inhalten oft zu wenig hin», Walliser Bote, 19.2. von Melanie Biaggi

16. Februar 2020

Erosion des Bildungswesens


Wir sind stolz auf das Bildungssystem in unserem Land. Dass die Ausbildungsqualität aber stetig und massiv erodiert, merken viele Bildungspolitiker und -funktionäre nicht. Sie reden unangenehmen Befunde schön und vertuschen, was nicht in ihr doch so «modernes» Konzept passt. Nachstehend die vier wesentlichsten Erosionszonen.
Die Bildungs-Missstände werden schöngeredet, Schweizerzeit, 17.1. von Gerhard Steiner

4. Februar 2020

PH Graubünden wird ausgezeichnet


Die Pädagogische Hochschule Graubünden (PHGR) erhält heute an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich einen Preis für «aussergewöhnliche Leistungen im Unterrichten der MINT-Fächer», wie Juraj Hromkovic, Professor für Informationstechnologie und Ausbildung an der ETH, erklärt. Den Preis vergibt die Hochschule jährlich und in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Dies im Rahmen des heutigen Schweizerischen Tages für den Informatikunterricht. In der Laudatio, welche die ETH dieser Zeitung bereits gestern übermittelte, spricht Hromkovic sowohl von PHGR-Rektor Gian-Paolo Curcio als auch von der Pädagogischen Hochschule Graubünden als Ganzes nur in den höchsten Tönen. Er lobt das langjährige Engagement der Hochschule für die Entwicklung des Informatikunterrichts und die bereits seit mehreren Jahren erfolgreich von der PHGR durchgeführten MINT-Camps. Der Preis ist gemäss Hromkovic eigentlich ein Doppelpreis: für die Institution Pädagogische Hochschule Graubünden, aber auch für das langjährige Engagement von Rektor Curcio. 
Pädagogische Hochschule wird geehrt, Südostschweiz, 5.2.