Normalerweise fegen 370 Schülerinnen und Schüler
vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse durch das Schulhaus Tscharnergut.
Jetzt, an diesem windigen Vormittag des Corona-Frühlings, ist es still wie in
einem Kloster beim Morgengebet. Die Schule ist geschlossen, die Kinder lernen
seit dem Lockdown Mitte März zu Hause. Eigentlich. Doch in einem der
Gruppenräume der 3./4. Klasse rauchen drei Köpfe. Zum Beispiel derjenige von
A., der an seinem Pult sitzt und ausdauernd die
schriftliche Multiplikation übt. Nicht ohne jedoch für den Fotografen
seine Frisur jederzeit in Form zu halten.
Erster Sieg gegen den Wochenplan, Berner Zeitung, 5.5. von Jürg Steiner