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18. November 2019

Schule als Wohnzimmer und Werkraum


Mit dem Lehrplan 21 werden die Kompetenzen des Unterrichts in unzählige Ziele und Inhalte aufgesplittert. Medienbildung findet zwar in allen Fächern und Bereichen statt, ist aber oft nirgends so richtig präsent. Auch «connected», das neue Lehrmittel des Zürcher Lehrmittelverlags vermittelt viel Medienwissen und spricht Kinder mit seinen Zeichnungen eines kleinen Roboters an. Die Frage stellt sich nur, wie intensiv und ausführlich solche zusätzlichen Lehrmittel dann im Unterricht eingesetzt werden. Wenn der Deutschunterricht zum Beispiel an sich schon stark überfrachtet ist, so werden Lehrpersonen häufig auf die weiter ergänzenden Medieninhalte verzichten, weil sie vor der Fülle des Stoffes kapitulieren. Doch reicht es, wenn ein neues Fach einfach durch weitere Inhalte repräsentiert wird?
So soll ein Schulzimmer aussehen, Bild: Infosperber (cc).
Digitaler Werkunterricht in den Schulen, Infosperber, 14.11. von Heinz Moser

25. August 2019

Haben textiles und technisches Gestalten eine Zukunft?


Vo de Näschi und de Hobli zum textilen und technischen Gestalten
Handwerkliches Arbeiten mit Textilien hat in Thurgauer Schulen eine 170-jährige Tradition. Werken mit Karton, Holz und Metall wird seit rund 100 Jahren unterrichtet.
Die Ausführung mancher Arbeiten hat sich über diese Zeitspanne kaum verändert – die erzieherischen Zielsetzungen des Unterrichtes hingegen schon.
Unterricht in Handarbeit und Werken galt jahrzehntelang als Vorbereitung auf die Tätigkeit als Hausfrau oder auf einen handwerklichen Beruf. Er sollte Tugenden wie Fleiss, Sparsamkeit und Sauberkeit fördern.
Neue Materialien, neue Techniken und veränderte gesellschaftliche Bedürfnisse haben seither den Stellenwert des handwerklichen Produzierens verändert. Ist es heute noch sinnvoll im Unterricht traditionelle handwerkliche Fertigkeiten zu vermitteln? Machen industrielle Fertigung und Roboter das Handwerk überflüssig? Der aktuell eingeführte Lehrplan Volksschule Thurgau (Lehrplan 21) jedenfalls hat das Handwerk erneut aufgenommen.
Die Ausstellung findet sich im Schulmuseum Amriswil. Nähere Infos: www.schulmuseum.ch
Bild: Schulmuseum Amriswil



22. Mai 2019

Verkümmerung der musisch-ästhetischen Bildung

Wer die andauernden Forderungen nach Bildungsreformen verfolgt, erkennt schnell wiederkehrende Muster. Die zentrale Forderung ist die ökonomiekonforme Verkürzung des Unterrichts auf Wirtschafts- und Technikfächer und damit auf vermeintlich berufsbezogene Kompetenzen. Von einer umfassenden Bildung, bei der die rationale und die ästhetische Seite im jungen Menschen geschult wird, ist dabei kaum noch die Rede.
Andreotti: Wirtschafts- und Technikfächer sind auf dem Vormarsch. Bild: BZ Nordwestschweiz
Was Bildung wirklich ist, Basellandschaftliche Zeitung, 22.5. von Mario Andreotti

3. März 2019

Ganzkörperzebra


Er tut es jedes Jahr. Er tut es, weil die Umstände es erfordern. Immer am Schmutzigen Donnerstag steigt er nach dem Mittagessen in den Keller und holt das mottendicht verpackte Kostüm aus dem Fasnachtsschrank. Er zieht es an, schaut in den Spiegel und betrachtet das Ganzkörperzebra. Seine Frau schweigt, weil sie aus jahrelanger Erfahrung weiss, dass jetzt jedes Wort falsch wäre. Er stöhnt und tut trotzdem, was er jedes Jahr am Schmutzigen Donnerstag tut: Er schleicht aus dem Haus, hofft, dass ihn die Nachbarn nicht sehen, fährt dann als Zebra zum Schulhaus, wo er schon von der Guggenmusik und vielen verkleideten Kindern erwartet wird.
Das aufrechte Ganzkörperzebra, Aargauer Zeitung, 27.2. von Jörg Meier

19. Oktober 2018

Idealisierung des Werkens


In der Primarschule wird seit diesem Sommer «Medien und Informatik» unterrichtet – in Lektionen, die vormals für musische Fächer reserviert waren. Wir beobachten die Entwicklung mit gemischten Gefühlen: Mal lassen wir uns begeistern, dann wieder sehen wir in der Informatik ein notwendiges Übel, das wir am liebsten delegieren würden an die Interessierten. Gründe für Computer im Unterricht gibt es wahrlich genug. Wir leben nun mal in modernen Zeiten. Trotzdem bleibt auf einer diffusen, emotionalen Ebene ein Unbehagen. Woher kommt es?
Ist Informatik das neue Basteln? Tages Anzeiger, Mamablog, 18.10. von Andreas Pfister

2. Juli 2016

Das Ende der Hände

Es fehlend Lernende in handwerklichen Berufen – auch in der Gebäudetechnikbranche. Die Ursachen hauptsächlich bei den Verbänden zu suchen ist jedoch zu einfach. suissetec investiert seit Jahren sehr viel Engagement und Geld in die Information und die Verbesserung des in Berufsimages. Die erwähnten Karriereleitern stehen auch in unserer Branche zur Verfügung. Im Artikel von vergangenem Mittwoch zur Thematik fehlt ein entscheidender Punkt. Es ist neben all den genannten Punkten auch entscheidend, was in der Volksschule passiert.
Das Ende der Hände? - Fehlende Lernende, Südostschweiz, 1.7. Leserbrief von Viktor Scharegg

26. April 2014

Unterrichtsqualität im textilen Gestalten und Hauswirtschaft sichern

Die Unterrichtsqualität im Textilen Werken und Hauswirtschaft ist in Zukunft nicht mehr gesichert. Die Zeit an den PH reicht nicht für eine seriöse Fachausbildung, weil die Gymnasien diese Themen nicht unterrichten. Viele Fachlehrpersonen im Bereich textiles Gestalten werden in den nächsten Jahren pensioniert. Die LCH fordert Massnahmen zur Sicherung einer qualitativ und quantitativ ausreichenden Grundausbildung.
Positionspapier LCH, 6.7.2013

2. März 2014

Qualitätssicherung Werken und Gestalten

Die Qualität des Unterrichts in den Bereichen Werken und Gestalten sowie Hauswirtschaft an der Thurgauer Volksschule soll sichergestellt werden. Eine Expertengruppe macht zuhanden des Erziehungsdepartements 14 Empfehlungen, die auch eine grobe Kostenschätzung beinhalten.

Kritik an der Qualifikation der an den PH ausgebildeten Lehrpersonen, Bild: Schulen Frauenfeld

Projekt zur Sicherstellung der Qualität des Unterrichts in den Bereichen Werken und Gestalten sowie Hauswirtschaft an der Thurgauer Volksschule, Amt für Mittel- und Hochschulen Thurgau, März 2013

16. Juni 2013

SVP will Fremdsprachen erst ab Oberstufe

Die SVP verlangt, dass die Volksschule leistungsorientierter wird. Die Berufs- und Lebenstauglichkeit müsse im Mittelpunkt der Ausbildung stehen und nicht akademische Abschlüsse, heisst es in einem Positionspapier, das die SVP-Delegierten an einem Sonderparteitag in Würenlos (AG) verabschiedet haben. Laut dem Papier soll die Leistungsbereitschaft der Schüler insbesondere durch Noten erhöht werden. Darüber hinaus sollen Volksschüler künftig eine Abschlussprüfung absolvieren. Weiter will die Partei, dass das Schulfach Werken gestärkt wird. Französisch- und Englisch-Unterricht hingegen sei erst auf der Oberstufe zu erteilen.
Quelle: sda