Die Lehrpläne müssten homogener, die Anforderungen
vergleichbarer, die Prüfungen gerechter werden. Das fordert der
Bildungswissenschafter Peter Bonati in einer neuen Publikation. Er hat die
Gymnasien und ihre Lehrpläne eingehend untersucht und die Situation an 144 der
149 anerkannten Schweizer Gymnasien, die sich an der Studie beteiligt haben,
ausgewertet. Damit bringt er Licht in ein schwarzes Loch der Schweizer
Bildungslandschaft. So ausgiebig die Politik und teilweise das Stimmvolk über
den Lehrplan 21 für die Volksschule debattiert und gestritten haben, so
unbekannt, kaum erforscht und wenig diskutiert waren bisher die Lehrpläne der
Gymnasien.
Durcheinander an den Gymnasien, NZZ, 2.10.