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15. April 2021

Passepartout-Lehrmittel im Sturzflug

In den beiden Basel können Lehreinnen und Lehrer seit diesem Schuljahr aus einer Liste mit Lehrmitteln für Französisch und Englisch auswählen. Nun zeigen Zahlen aus dem Kanton Baselland, dass auf der Sekundarstufe die bisherigen umstrittenen Lehrmittel kaum mehr bestellt werden.Von rund 180 Lehrpersonen, die neue Lehrmittel bestellt haben, haben sich noch zwei für "Clin d'oeil" entschieden und elf für "New World". Eine ähnliche Entwicklung ist in Basel-Stadt zu beobachten. 

Lehrer wenden sich ab von Mille feuilles und Co. SRF Regional, 14.4. von Benedikt Erni

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31. März 2021

Luzern setzt neu auf "Open World"

Der Luzerner Regierungsrat hat im November 2020 beschlossen, dass das Englischlehrmittel Open World vom Verlag Klett und Balmer das bisherige New Inspiration (Macmillan) ablöst. Die Schulen können bereits im kommenden Schuljahr einen Wechsel vornehmen. Im Schuljahr 2022/23 wird Open World für alle 1. Sekundarklassen obligatorisch. Ein entsprechender Einführungskurs ist bereits im Angebot.

Quelle: Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern

21. März 2021

Passepartout-Lehrmittel bereits im ersten Jahr mehrheitlich ersetzt

Die neu eingeführte «geleitete Lehrmittelfreiheit» zeigt Wirkung:  Die Mehrheit der Französisch- und Englischlehrpersonen haben die Passepartout-Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» bereits im ersten Jahr nach Einführung der Lehrmittelfreiheit ersetzt.



Passepartout-Lehrmittel bereits im ersten Jahr mehrheitlich ersetzt, Starke Schule beider Basel, 18.3. von Alina Isler

31. August 2020

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt

Die grosse Mehrheit der Schüler/-innen erreichen mit den Passepartout-Lehrmitteln «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» die Lernziele nicht: Die beiden Basler Halbkantone haben bei den gesamtschweizerischen Tests am Ende der Primarschule im Fach Französisch am schlechtesten abgeschnitten. Die Fremdsprachenlehrpersonen machen dafür die untaugliche Passepartout-Ideologie verantwortlich. Während der Kanton Basel-Landschaft reagiert und eine «geleitete» Lehrmittelfreiheit realisiert hat, bewegt sich der Stadtkanton nur wenig.

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 31.8.

13. April 2020

Starke Schule hält trotz Einlenken von Cramer an Initiative fest

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) nimmt diegestrige Medienmitteilung des Basler Erziehungsdirektors Conradin Cramer positiv zur Kenntnis. Dass sich das Erziehungsdepartement (ED) in der Lehrmittelfrage bewegen will, ist begrüssenswert. Neu sollen nicht nur in Mathematik, sondern auch in den Fächern Deutsch und Französisch weitere Lehrmittel in die kantonale Lehrmittelliste aufgenommen werden, mit welchen die Lehrpersonen vor allem das heftig umstrittene „Mille feuilles“ ersetzen können.
Die Bildungsagenda von Regierungsrat Cramer ist unklar, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 7.4.

12. März 2020

Wenn der Amtschef zum Chefideologen mutiert


In deutlichen Worten rechnen erfahrene Englisch­Experten der Sekundarschule mit dem Amt für Volksschule (AVS) und dem Bildungsrat ab – in einem Brief an einen breiten Empfängerkreis im Bildungswesen. Das AVS wolle einen praxisfernen und rückwärtsgewandten Lehrplan durchsetzen und missachte den Volkswillen, als die Baselbieter an der Urne «Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen» sagten. Dies kommt im fünfseitigen Schreiben der Englisch­Lehrplan Entwickler zum Ausdruck. 
Der Sololauf des Chef-Ideologen, Basler Zeitung, 11.3. von Daniel Wahl

10. März 2020

Auch in Bern Alternative zu Passepartout-Lehrmittel


Heute werden alle Dritt- bis Sechstklässler mit dem Lehrmittel «Mille feuilles» unterrichtet. Ab der siebten Klasse folgt «Clin d'oeil». Auf die beiden Lehrmittel haben sich sechs Kantone, darunter Bern, einst im Rahmen des Projekts Passepartout verständigt.
Lehrmittel "Mille feuilles" soll Konkurrenz erhalten, Bund, 10.3. 

26. Februar 2020

Solothurn unzufrieden mit Französisch-Lehrmitteln


Kritik: Die beiden Lehrmittel «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» sind bereits seit Jahren umstritten. So wird etwa kritisiert, dass der Aufbau der Bücher zu wenig strukturiert sei. Die Universität Freiburg hat die Bücher auch untersucht. Das Ergebnis: Schülerinnen und Schüler erreichen mit den beiden Lehrmitteln die Lehrziele bei Weitem nicht. Die Solothurner Regierung kritisiert nun auch, dass der zuständige Verlag spät auf die Kritik reagiert habe.
Fällt Obligatorium bei Französisch-Büchern, SRF Regional, 25.2.

24. Februar 2020

Berner Motion zur Erweiterung der obligatorischen Fremdsprachenlehrmittel


Ich verlangte als Grossrätin, dass der Regierungsrat die für mich untauglichen Lehrmittel «Mille Feuilles» und «Clin d`Oeil» vorerst mit Versuchsklassen testen müsse. Doch davon wollte Regierungsrat Pulver nichts wissen. Und so wurden denn für diese Lehrmittel Jahr für Jahr ca. 14 Mio. CHF und für Zusatzausbildungen für Lehrpersonen ca. 4 Mio. CHF «verpulvert». Kritische Stimmen betreffend die fragwürdige Didaktik des sogenannten «Sprachbades» wurden ignoriert. Mein Argument, dass das Bad gross sei wie ein See und die Kinder als Nichtschwimmer/-innen ohne Schwimmhilfen (Rechtschreibung, Grammatik oder Wörtlilernen) verloren seien, wurde negiert. 
Das Frühfranzösischlehrmittel ist untauglich! Sabina Geissbühler-Strupler, 23.2.

Studien zur Wirksamkeit von Passepartout

In den letzten drei Jahren sind zum Thema Passepartout-Fremdsprachenprojekt vier aussagekräftige Studien durchgeführt und publiziert worden. Die Resultate zeigen ein deutliches Bild: Die Schüler/-innen, die mit der Mehrsprachigkeitsdidaktik à la Passepartout unterrichtet werden, haben in sämtlichen Kompetenzbereichen schlecht abgeschnitten.

Studien belegen die Untauglichkeit von Passepartout, Starke Schule beider Basel, 22.2. von Saskia Olsson

22. Februar 2020

Die Spuren von Trump im Basler ED


Der amerikanische Präsident hat gemäss einem Faktencheck der „Washington Post“ die Zahl der falschen oder irreführenden Aussagen seit seinem Amtsantritt massiv gesteigert. Von 1999 im Jahre 2017, 5689 2018 auf 15’413 bis zum 10.12.2019.

Seine Beraterin Kellyanne Conway hat dafür den Begriff „alternative Fakten“ geprägt, Donald Trump selbst spricht von „übertriebenen Übertreibungen“. (exaggerated hyperbole)

In der Literatur ist das Phänomen der verzerrten Erfassung von unbequemen Wahrheiten ein beliebtes Sujet. Marcel Proust stellt fest, dass die Wirklichkeit nicht in die Welt des Glaubens dringe, Aldous Huxley schreibt, Tatsachen schaffe man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriere, und Mark Twain erklärt, man müsse die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen könne. Der US-Senator Patrick Moynihan schliesslich verteidigt das Recht auf eine eigene Meinung: Aber keiner habe das Recht auf seine eigenen Fakten.
Réveille-toi, Conradin. Vite! Basler Zeitung, 21.2. von Roland Stark

6. Februar 2020

Volksbegehren setzt Erziehungschef unter Druck


Die Folgen der ungenügenden Passepartout­Lehrmittel–«Mille feuilles», «Clin d’œil» und «New World»–können nach den verheerenden Resultaten und den Ergebnissen von vier unterschiedlichen Studien nicht mehr geleugnet werden: Die Schüler von Basel­Stadt sind die schlechtesten der Schweiz. 60 Prozent von ihnen haben nach wie vor den Französisch­Koller. Obwohl bei der Einführung der Passepartout­Lehrmittel grossmundig das Gegenteil versprochen wurde, und nachdem alleine in die Entwicklung dieser Lehrmittel rund 50 Millionen Franken investiert wurden.
Angriff auf die Passepartout-Ideologie in Basel, Basler Zeitung, 6.2. von Daniel Wahl

9. Januar 2020

Wallis will Mille feuilles behalten


Das Baselbieter Stimmvolk hatte letztes Jahr entschieden, das umstrittene Lehrmittel für Französisch "Mille feuilles" aus den Schulen zu verbannen. Zweimal wöchentliches Sprachbaden, anstelle des Auswendiglernens von Grammatik und Vokabular trügen keine Früchte, so die Argumente. Jede Schule entscheidet nun selber, welche Lehrmittel für den Französischunterricht genutzt werden. Ebenfalls für Unmut sorgt die Thematik im Kanton Bern. Der Verein Bern bilingue kritisierte erst kürzlich, dass Schüler die Lernziele nicht erreichten und sie vom Französischsprechen weit entfernt seien. Der Verein fordert eine Lösung. Der Kanton Bern prüft dieses Lernmittel nun genauer. 
Wallis: Mille feuilles bleibt in den Schulzimmern, radio rottu oberwallis, 9.1.

8. Januar 2020

"Niederschmetternde" Bilanz der Passepartout-Lehrmittel


Seit rund acht Jahren lernen Schülerinnen und Schüler aus sechs Schweizer Kantonen mit den Lehrmitteln «Mille Feuilles» und «Clin d’œil» Französisch – doch die Resultate sind niederschmetternd: Viele Kinder verstehen auch nach Jahren kaum Französisch und sprechen es noch weniger. Im November riss den Baselbieter Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern deshalb der Geduldsfaden: Mit einer überdeutlichen Mehrheit von fast 85 Prozent sprachen sie sich dafür aus, dass das umstrittene Lehrmittel nicht mehr obligatorisch sein soll. Die Baselbieter Schulen sollen sich künftig auch für andere Lehrbücher entscheiden können. Die wuchtige Annahme der Volksinitiative wirkte wie ein Brandbeschleuniger: Inzwischen droht «Mille Feuilles» auch in anderen Kantonen das Aus.
Dem Französischlehrmittel "Mille feuilles" droht das Aus, NZZ, 8.1. von Daniel Gerny

Bericht zu Mille feuilles und Clin d'oeil


Welche Erkenntnisse liegen aktuell zum schulischen Französischunterricht mit den Lehrwerken Mille feuilles und Clin d’oeil in der Passepartout-Region vor? Das Institut für Mehrsprachigkeit Freiburg hat im Auftrag von BERNbilingue Ergebnisse aus den einschlägigen wissenschaftlichen Studien systematisch zusammengetragen. Ein wichtiger Befund betrifft die Erreichung der Lernziele am Ende der Primarschule: Die von der EDK festgelegten sog. Grundkompetenzen werden im Hör- und Leseverstehen von einer Mehrheit der Schülerinnen und Schüler erreicht (87% resp. 62%). Die höher angesetzten Lernziele des Passepartout-Lehrplans werden hingegen von deutlich weniger Schüler/innen erreicht (Hören 57%, Lesen 33%). Beim Sprechen erreicht in beiden Fällen nur eine Minderheit die Lernziele (Grundkompetenzen 42.5%; höhere Passepartout-Lernziele 11%). Die Einschätzung des Lehrwerks Mille feuilles durch Lehrpersonen und Schüler/innen fällt gemischt aus.
Der vollständige Bericht ist hier greifbar:
Kompetenzen in Französisch als Fremdsprache in den Passepartout-Kantonen, Institut für Mehrsprachigkeit, 18.12.2019 von Elisabeth Peyer

Tiefes Malaise beim Französischunterricht

Es war 2004, da sorgte Zürich für Schlagzeilen: Der Kanton führte Frühenglisch ein; die Landessprache Französisch lernten Zürcher Schüler fortan später. Die Romandie war düpiert.

Französischunterricht: Das 50-Mio.-Prestigeprojekt droht zu scheitern, Aargauer Zeitung, 8.1.

7. Januar 2020

BERNbilingue fordert Abbruch der Passepartout-Nachbesserungen


Seit ihrer Einführung im Jahr 2011 ebbt die Kritik an den Lehrmittel Mille feuilles und Clin d’oeil nicht ab. Im Auftrag von BERNbilingue hat das Institut für Mehrsprachigkeit Freiburg vier Studien und neun Berichte ausfindig gemacht und analysiert. Der Befund bestätigt leider die Befürchtungen.
Neuer Anlauf nötig für Französisch als Fremdsprache in den Passepartout-Kantonen, Bieler Tagblatt, 7.1.

18. Dezember 2019

Kontroverse zu Französisch-Lehrmitteln

Während die Berner Erziehungsdirektorin Christine Häsler sagt, es gebe "auf dem Markt aktuell kein alternatives Lehrmittel für Französisch ab der dritten Klasse", widerspricht die "Starke Schule beider Basel" dieser Darstellung. Es gebe sehr wohl eines, nur sei dieses aufgrund fragwürdiger Abklärungen ausgebootet worden. 

Die Passepartout-Befürworter wehren sich für die Beibehaltung ihres Lehrmittels mit dem Hinweis auf die ehrplan-Kompatibilität  (fehlender Bezug zur Westschweiz). 
Will die Kritik an "Mille feuilles" ernst nehmen: Christine Häsler. Bild: Kanton Bern
Urs Kalberer, 18.12.