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3. Februar 2019

Aus der Lernfabrik


Große Klassen und eine neue Kultur des Lernens industrialisieren den Lehrerberuf. Fließbandarbeit am Schreibtisch bestimmt den Berufsalltag vieler Kolleginnen und Kollegen.
Arbeiter einer Bildungsindustrie, Frankfurter Rundschau, 13.1. von Nils B. Schulz

23. November 2017

Gesteuerte Form der Verwahrlosung

Christoph Türcke über die Ökonomisierung des Bildungsbetriebs, Lehrer, die zu Lernbegleitern mutieren, neue autoritäre Strukturen in der Schule und alte Effizienzfantasien, die in ihr Gegenteil kippen.
Philosoph Christoph Türcke: "Man braucht die Schulen eigentlich nicht mehr", Standard, 21.11. von Lisa Nimmervoll

1. Februar 2017

Abgründe neuer Lernkultur

In frühkapitalistischer Zeit hatten die Beschäftigten Lebensmittel und Heizmaterial gefälligst selbst in die Fabrik mitzunehmen, wie sie auch selbst fürs Alter vorzusorgen und Ärzte zu bezahlen hatten. Erst lange gewerkschaftliche Kämpfe nahmen die Betriebe nach und nach für angemessene Ausstattung des Arbeitsplatzes, für Beteiligung an Alters- und Krankenversorgung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie Fortbildung in die Pflicht.
All diese Verantwortlichkeiten stehen wieder zur Disposition, seit es jene kleinen Universalmaschinen gibt, die heutzutage nahezu jeder in der Akten- oder Hosentasche mit sich führen kann. Sie lassen sich in einem Firmengebäude genauso bedienen wie in einer Privatwohnung. Wohn- und Arbeitsraum, Freizeit und Arbeitszeit gehen wieder ineinander über. Warum soll man für Arbeiten, die feste kollektive Arbeitsräume gar nicht mehr erfordern, feste Jobs vergeben? Warum nicht jeden Computerbesitzer als Selbständigen erachten, den man als Lieferanten von Arbeitsleistungen bezahlt, statt ihn dauerhaft einzustellen? Der hübsch selbst für seine Infrastruktur und Versicherungen aufkommt, dafür aber auch seine Arbeits- und Freizeit völlig frei und selbständig organisieren darf – wenn er seine Leistungen nur vertragsgemäss erbringt. 
Lernen ohne Lehrer, Zeit-Fragen, 31.1. von Christoph Türcke

29. April 2016

Mehrdimensionale Bildung durch neue Lernkulturen

Derzeit stösst der bildungspolitisch interessierte Leser öfters auf Buchpublikationen mit Titeln, welche die Bildungskatastrophe an die Wand malen - so wie «Lehrerdämmerung» von Christoph Türcke oder auch «Theorie der Unbildung» von Konrad Paul Liessmann dies tun. Beide Autoren gehen darin von einem vermeintlich gesicherten Wissen über die Rolle der Lehrenden in den Prozessen der Bildung aus, und beide sehen die Heranwachsenden durch die «neue Lernkultur in den Schulen» bedroht.













"Beschwörungen" - Rolf Arnold kritisiert das Bildungsverständnis von Türcke und Liessmann, Bild: Zeitschrift für Evaluation www.zfev.de
Es dämmert - nach vorn, NZZ, 19.4. Gastkommentar von Rolf Arnold