Gegenwärtig wird wieder häufiger über den Sinn von Hausaufgaben gestritten. Bedauerlich ist, dass oft ohne Bezug auf die wissenschaftliche Forschung diskutiert wird. Eine neuseeländische Gruppe hat in einer umfassenden Studie eine kaum bestrittene Auswertung und Interpretation über die Wirksamkeit von Hausaufgaben vorgelegt. Ausgegangen sind die Forscher von 138 Kriterien guten Unterrichts und haben diese in eine Rangliste gebracht. Die Hausaufgaben liegen im Rang 88 der Kriterien, d. h. Hausaufgaben sind – wenn auch nicht besonders stark – lernwirksam. Dieser Rang stellt einen Mittelwert dar, der infolge der verschiedenen Untersuchungsansätze auf lernwirksamen, weniger lernwirksamen und unwirksamen Ergebnissen beruht, was zur schlechten Rangierung beiträgt. Trotzdem liegt ein Ergebnis vor, das die Lernwirksamkeit bestätigt. Bedeutsam für den Schulalltag ist, welche Faktoren dafür wichtig sind. Folgende seien hier erwähnt: Hausaufgaben müssen vielgestaltig und dürfen nicht nur Routineaufgaben sein; sie sollen schwergewichtig auf dem Unterricht aufbauen und vor allem Grundfertigkeiten und Grundfähigkeiten stärken; der jeweilige Sinn muss begründet werden; sie sollen nie benotet werden; sie müssen so lange kontrolliert werden, bis eine Selbstverantwortung der Schüler wahrgenommen wird; das Wochenende soll frei von Hausaufgaben sein; sie sollen zeitlich nicht überfordern (Faustregel: pro Schuljahr 10 Minuten).
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18. Februar 2021
26. August 2019
Baselbieter Schulleiter opponieren gegen geplantes lohnwirksames Beurteilungssystem
Regierungsrat
und Landrat des Kantons Basel-Landschaft haben im Frühjahr 2019 entschieden,
dass alle Lehrpersonen durch die Schulleitungen lohnwirksam zu qualifizieren
sind. Diese Umstellung auf das neue Lohnsystem soll per 2021 erfolgen – gegen
den Widerstand sämtlicher betroffener Schulleitungen aller Schulstufen.
Die Schulleitungen des Kantons BL wehren sich gegen die Lohnrevision, Medienmitteilung Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Basel-Landschaft, 26.8.
16. Dezember 2018
Informatik in der Volksschule: Primat der Pädagogik
Euphorie und Verunsicherung charakterisieren auch für die Schule das Spannungsfeld
der Informatik. Einerseits glauben viele Leute, die Informatik schaffe bessere
Voraussetzungen für das Lernen als der traditionelle Unterricht mit lehrenden Lehrpersonen –
eine Aussage, die wissenschaftlich widerlegt ist. Anderseits wird befürchtet, die Informatik
bedrohe vor allem auf unteren Schulstufen die Förderung der Grundfertigkeiten und der
kulturellen Werte. Wegzudenken ist die Informatik auf allen Schulstufen nicht mehr. Ihr
Einsatz muss sich aber an drei Voraussetzungen orientieren. Die Lehrpläne und der Unterricht
dürfen erstens nicht technologiegeleitet ausgerichtet werden, sondern sie müssen primär
pädagogisch orientiert sein. Zweitens ist bei allen Massnahmen zu überprüfen, welchen
pädagogischen Mehrwert der Einsatz der Informatik bringt. Und drittens muss überlegt
werden, auf welcher Schulstufe welcher Einsatz der Informatik zu sinnvollen Verbesserungen
der Schule führt.
Die Pädagogik muss an erster Stelle stehen, St. Galler Tagblatt, 5.12. von Rolf Dubs
Die Pädagogik muss an erster Stelle stehen, St. Galler Tagblatt, 5.12. von Rolf Dubs
1. Oktober 2018
Schreiben nach Gehör verschlechtert die Rechtschreibung
An
Schulen tobt ein Glaubensstreit: Wie sollen Kinder Rechtschreibung lernen? Eine
neue Studie zerpflückt eine verbreitete Methode – und stellt den Unterricht vor
grosse Probleme.
Die Anxt vor Fehlern, Südostschweiz, 29.9. von Yannick Nock
12. August 2018
70 Prozent arbeiten Teilzeit
Am
Montag beginnt in mehreren Kantonen das neue Schuljahr. Tausende Kinder werden
erstmals im Klassenzimmer sitzen und erwartungsfroh auf ihren Lehrer oder ihre
Lehrerin blicken. Was sie nicht wissen: Die Schulen stehen an einem Wendepunkt.
Die neue Generation wird unter anderen Bedingungen unterrichtet als ihre
älteren Geschwister. Grund dafür sind die steigenden Schülerzahlen. Sie werden
historische Höchstwerte erreichen. Die Folge: Die durchschnittliche
Klassengrösse von 19 Kindern steigt. Darin sind sich Bund, Lehrer und Experten
einig.
Schulen in der Teilzeitfalle, Schweiz am Wochenende, 11.8. von Yannick Nock
24. November 2016
Alt ist schlecht - neu ist gut
Der
Lehrplan 21 sei nichts weniger als ein Paradigmenwechsel, sagen die einen. Die
anderen wiegeln ab: Es ändere sich nichts. Was gilt nun? Eine Aussensicht.
Humboldt oder McKinsey? Journal 21, 24.11. von Carl Bossard
20. August 2016
Es braucht guten Frontalunterricht
Immer öfter orientieren
einzelne Schulbehörden und Schulen die Eltern, dass sie die Schüler mit
selbstgesteuertem Lernen zu einer grösseren Selbständigkeit führen und damit
besser auf das lebenslange Lernen vorbereiten wollen. Gelingen kann dies ihrer
Meinung nach nur, wenn die Lehrpersonen ihre Aufgabe neu verstehen: Aus
«Belehrenden» sollen «Lernberater» oder «Lerncoaches» werden. Dies macht auch
Veränderungen im Umfeld der Schule nötig. Die Schulhäuser sind mit mehr
Gruppenräumen und Arbeitsecken auszugestalten, moderne Medien müssen bereitgestellt
werden und auf das
selbständige Lernen ausgerichtete Lehrmittel entwickelt werden. All dies führt
vielerorts zu Kontroversen bei Eltern wie auch Lehrpersonen. Was ist davon zu
halten?
Vielgestaltigkeit ist gefragt, NZZ, 19.8. von Rolf Dubs
1. Juni 2016
Notenstreit als Nebenkriegsschauplatz
Das vom Erziehungsrat des Kantons St. Gallen zur
Konsultation vorgelegte Beurteilungskonzept «Fördern oder Fordern» polarisiert
in der Öffentlichkeit. Wenig erfreulich ist dabei, dass meistens nur über die
Notenskala 6–1 oder 6–3 debattiert wird und alle weiteren Massnahmen, welche im
Beurteilungskonzept vorgeschlagen sind, kaum oder gar nicht angesprochen
werden. Viele von ihnen sind positiv zu werten, auch wenn sie für gute
Lehrpersonen über weite Teile selbstverständlich sind.
Kontroverse um die Notenskala, St. Galler Tagblatt, 31.5. von Rolf Dubs
8. Mai 2016
Lehrplan 21 bringt neue Notenskala
Künftig soll die Notenskala in St. Gallen nur
noch von 3 bis 6 reichen. Andere Kantone könnten nachziehen.
Bald keine Noten unter 3 mehr, Bild: Keystone
Neuer Lehrplan: Die Noten 1 und 2 sollen fallen, Schweiz am Sonntag, 8.5. von Yannick Nock
17. April 2016
Chancengerechtigkeit bleibt auf der Stecke
Die Chancengerechtigkeit bleibt an der Volksschule nach wie vor eine Illusion. Während jedes zweite Kind aus reichem Haus die Gymiprüfung schafft, sind es bei Eltern aus Portugal oder Mazedonien nur jedes 50. Kind.
Chancengleichheit in der Schule? Fehlanzeige! Beobachter, 15.4. von Susanne Loacker
Chancengleichheit in der Schule? Fehlanzeige! Beobachter, 15.4. von Susanne Loacker
3. Februar 2015
Dubs kritisiert 'Top down' - Konzept des Lehrplans 21
Rolf Dubs konstatiert, dass der Lehrplan 21 ein von oben nach unten dirigiertes Projekt sei. Deshalb fehle ihm die notwendige Abstützung bei der Basis der Lehrkräfte.
Rolf Dubs verfolgt auch mit 80 Jahren das Bildungssystem noch genau, Bild: Benjamin Manser
"Manches ist nicht richtig ausgereift", Thurgauer Zeitung, 2.2. von Rolf App
Rolf Dubs verfolgt auch mit 80 Jahren das Bildungssystem noch genau, Bild: Benjamin Manser
"Manches ist nicht richtig ausgereift", Thurgauer Zeitung, 2.2. von Rolf App
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