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20. März 2012

Fremdsprachen in Graubünden: Initiative angekündigt

Nach dem gestrigen Entscheid des Grossen Rates bei den Frühfremdsprachen in Deutschbünden alles beim Alten zu lassen, kündigt ein Primarlehrer eine Volksinitiative an. Er möchte erreichen, dass künftig in Deutschbünden nur noch eine Fremdsprache an der Primarschule gelehrt wird. Diese Fremdsprache solle Englisch sein.
Grosser Rat für zwei Frühfremdsprachen, Südostschweiz, 20.3. von Denise Alig
Volk soll über Fremdsprachen entscheiden, Regionaljournal DRS, 20.3.

10. Oktober 2011

Abstimmung über Mundart im Kindergarten auch in Luzern

Nach den Erfolgen der Mundartinitiativen in Zürich und Basel-Stadt folgt nun mit Luzern der dritte Kanton, der erfolgreich eine Initiative startete. Grund für den Unmut ist die Bestimmung, dass die Kindergärtnerinnen hauptsächlich Hochdeutsch zu sprechen haben. Damit will man auf die schwachen Leseleistungen bei Schulaustritt (PISA) reagieren.
Volk entscheidet über Mundart im Chindsgi, Neue Luzerner Zeitung, 9.10. von Guido Felder.

25. Mai 2011

Christian Schmids Kommentar

Nach der Abstimmung zur Mundart-Initiative in Zürich und Basel-Stadt ist mir ein Kommentar besonders aufgefallen. Er stammt von Christian Schmid, dem Mundart-Spezialisten von Radio DRS. Schmid nimmt darin Stellung zu den ungerechtfertigten Vorwürfen der Gegner, die während und nach der Abstimmung publik gemacht wurden. Ein Mundart-Sprecher ist nicht a priori ein Depp! Das Niveau der Diskussion um Sprachen in der Schweiz kann erbärmlich tief liegen!


Kommentar von Christian Schmid

14. April 2011

Mundart im Kindergarten

Die Deutschschweiz lebt im Hochdeutsch-Wahn

Wir wissen, dass Hochdeutsch im Kindergarten keine bessere Sprachkompetenz bringt. Wir wissen, dass Hochdeutsch im Kindergarten Gift ist für die Integration. Und wir wissen, dass der Mix von Mundart und Hochdeutsch die Kinder verwirrt und überfordert. Trotzdem soll nicht an diesem naiven Sprachenbastelset gerüttelt werden dürfen. Was ist das für ein eitler Wahn, der uns glauben lässt, unser Dialekt sei minderwertig? Wieso soll ausgerechnet unseren Jüngsten die eigene Sprache verboten werden? Und welches Problem soll damit denn ernsthaft gelöst werden? Hochdeutsch im Kindergarten hat nichts zu tun mit Sprachförderung oder mit besseren Berufschancen für unsere Jugend. Wir sind der Bildungsbürokratie mit solchen Argumenten keinen blinden Gehorsam schuldig. Der Kindergarten darf nicht zum Experimentierfeld für fragwürdige Sprachenkonzepte verkommen. Deshalb ein Ja zur Initiative „Dialekt im Kindergarten“.

Mehr dazu auf http://www.mundart-kindergarten.ch und http://www.igdialekt.ch

Ein interessantes Gespräch ist hier zu finden: SonntagsBlick Standpunkte. Ausgestrahlt im Schweizer Fernsehen im November 2010. Gesprächsteilnehmer: Peter von Matt, Raphael Berthele, Christian Schmid und Gabriella Fink.
http://www.blick.ch/sonntagsblick/standpunkte/suedere-bisle-schneugge-wie-viel-mundart-braucht-die-schweiz-161114