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3. September 2020

Thurgau hat ab nächstem Schuljahr neue Zeugnisse

Im Kanton Thurgau wurde in einem Schulversuch und einem breit angelegten Dialog mit Lehrpersonen, Ausbildnern, Wirtschaftsvertretern und Fachdidaktikern ein neues Beurteilungsreglement erarbeitet. Ziel war es, im Reglement alle wichtigen Vorgaben zu bündeln und das Thurgauer Volksschulzeugnis verständlich, gut lesbar, aussagekräftig und einheitlich aufzubauen.


Die Beurteilungskriterien wurden angepasst, Screenshot Toponline

Beitrag von TeleTop auf Toponline.ch, 2.9.

28. März 2020

Urs Moser warnt vor zu hohen Erwartungen


Herr Moser, im Interview mit der NZZ hat die oberste Zürcher Schulleiterin, Sarah Knüsel, in Aussicht gestellt, dass alle Schüler wegen der Corona-Krise das Jahr wiederholen müssen. Was halten Sie von dieser Einschätzung?

Ich sehe das nicht so pessimistisch. Auch wenn die Schulschliessung bis zu den Sommerferien andauern würde, wäre das nicht die absolute Katastrophe. Die Schule findet ja trotzdem statt – einfach mit neuen Unterrichtsformen. Es ist nicht so, dass die Kinder nichts lernen. Finanziell und organisatorisch wäre es zudem unmöglich, einen ganzen Jahrgang nochmals zu unterrichten. Das ist keine praktikable Lösung.

«Eltern sollen nicht die Lehrperson spielen», NZZ, 28.3. von Linda Kaponen

20. Januar 2020

Dynamisches Selbstbild


Kinder werden als Entdecker und Entdeckerinnen geboren, sie wollen lernen, immer und überall. Demnach sollten sich lauter hoch motivierte, lernfreudige Geister in einer Schulklasse oder um den Familientisch tummeln, das suggeriert zumindest diese Erkenntnis.
"Noten bilden nicht ab, was noch möglich ist", Berner Oberländer, 18.1. von Susanna Valentin

15. November 2019

Keine Ungleichbehandlung bei lohnrelevanten MAG


Bei der vom Landrat beschlossenen Einführung von lohnrelevanten Mitarbeitergesprächen (MAG) soll es kein Sonderzügli für Lehrpersonen geben: Das Parlament hat mit 37 zu 42 Stimmen eine Motion von Grünen-Fraktionschef Klaus Kirchmayr abgelehnt, wonach das MAG nur dort eingeführt wird, wo nicht mehr als zehn Mitarbeitende auf einen Vorgesetzten treffen. Bei mehr als zehn Personen sei es fast nicht möglich, ein MAG ohne zusätzliche Ressourcen seriös abzuhandeln, sagte Kirchmayr. Der Vorstoss war allgemein formuliert – es sollte keine «Lex Lehrer» geben. Balz Stückelberger (FDP) taxierte das Vorgehen dennoch als «Buebetrickli»: «Es geht um die MAG für Lehrpersonen, man erwähnt dies aber nicht. Das ist unehrlich.» Auch die Regierung lehnte den Vorstoss ab: Dieser führte zu einer Zweiklassengesellschaft. Wolle man vermeiden, dass die vom MAG ausgenommenen Angestellten auf einen Lohnanstieg verzichten müssen, so wären zwei getrennte Lohnsysteme nötig. «Eine solche Ungleichbehandlung wollen wir nicht», sagte Bildungsdirektorin Monica Gschwind. In Bearbeitung sei aber ein massgeschneidertes MAG für die Schulen.
Quelle: BZ Basel, 15.11.

7. November 2019

Soll man introvertierte Kinder ändern?


«Annouk* ist sehr gewissenhaft»,lobte die Kindergärtnerin im Elterngespräch. Sie könne sich erstaunlich lange in die gestellten Aufgaben vertiefen,halte sich an die Regeln und spiele rücksichtsvoll mit ihren Gspänli. Bloss:«In einer grösseren Gruppe hat sie ein Problem. Sie streckt nie auf,macht kaum mit. Es wäre gut,wenn sie sich mehr melden würde.» Schon sehr früh zeigten Annouk und ihr jüngerer Bruder Lars eine Vorliebe für ruhigeTätigkeiten. Liebten es zu malen, zu zeichnen, stundenlang Puzzles zu machen.«In einer grösseren Gruppe ist beiden oft sichtbar unwohl», sagt Jasmin, die Mutter der beiden.
Introvertiert? Na und! BZ Basle, 7.11. von Veronica Bonilla Gurzeler

28. Oktober 2019

Beurteilung der MINT-Fächer wird schwieriger


In den Augen der Weininger Oberstufenlehrpersonen Ursina Lüthi-Buchli und Lukas Rechsteiner ist es höchste Zeit, dass die Studienbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik eine höhere Priorität erhalten.
So kommt die neue Gewichtung der MINT-Fächer bei Lehrpersonen an, Limmattaler Zeitung, 27.10. von Lydia Lippunger

27. Oktober 2019

Nervige Schüler


Die älteren Semester unter uns mögen sich vielleicht noch an die Serie «Parker Lewis – Der Coole von der Schule» erinnern. Mann, war der Parker cool! Wir haben sie alle erlebt, die Coolen in den Schulen. Sie haben uns beeindruckt, ehrfürchtig haben wir sie bewundert, bestaunt und beneidet – manchmal waren wir vielleicht selbst ein bisschen cool. Manchmal auch überhaupt nicht. Und manchmal waren die Coolen auch nicht wirklich cool, und wir haben das erst später herausgefunden.
Es folgt eine komplett subjektive Liste von Schüler-Typen, die mir während meiner Karriere als Lehrer während 30 Jahren begegnet sind. Und ich schwöre: Aktuell habe ich keine Schüler, die nerven!

21. September 2019

Bald neue Mitarbeiterbeurteilung in Zürich?


Zürcher Lehrpersonen sollen ein jährliches Mitarbeitergespräch erhalten, wie Angestellte in der Privatwirtschaft. Der Kantonsrat hat eine entsprechende Motion von EVP, SPund GLP überwiesen. Ob eine Lehrerin oder ein Lehrer den Job gut macht, wird heute mithilfe zweier Massnahmen ermittelt: Es gibt eine jährliche Zielvereinbarung mit der Schulleitung und alle vier Jahre eine lohnwirksame Mitarbeiterbeurteilung, bei der auch dieSchulpflege involviert ist. Um die lohnwirksame Mitarbeiterbeurteilung werde ein Riesen-Tamtam gemacht, sagte der als Sekundarschullehrer tätige Christoph Ziegler (GLP, Elgg). Doch die Übung tauge nicht viel als Führungsinstrument. Es sei längst überfällig, dass sie durch ein «normales» Mitarbeitergespräch ersetzt werde.
Quelle: Zürichsee Zeitung, 17.9.

2. September 2019

Gemeinde schafft Noten ab


Ab diesem Schuljahr erhalten Kinder und Jugendliche in Waldkirch und Bernhardzell nicht mehr eine «6», wenn sie bei einer Prüfung besonders gut abgeschnitten haben. Stattdessen bekommen sie ein «Lernziel sehr gut erreicht». Der Schulrat hat entschieden, das Benotungssystem für alle Fächer und Stufen anzupassen. Statt mit einer Zahl werden Schüler mit Worten beurteilt. Konkret wird angegeben, in welcher Qualität die Lernziele erreicht wurden: sehr gut, gut, genügend, nicht genügend, schwach oder sehr schwach. Schulratspräsidentin Susanne Roth sagt: «Die Aussagekraft der neuen Beurteilung ist grösser und der Lernweg der Schülerinnen und Schüler kann besser aufgezeigt werden.»
"Lernziel sehr gut erreicht" - In den Schulen von Waldkirch gibt es keine Noten mehr, St. Galler Tagblatt, 2.9. von Michel Burtscher

1. September 2019

Geplantes lohnwirksames Beurteilungssystem ist unseriös


Das Mitarbeitergespräch ist längst Alltag in den Schulen. Auch die Bewertung von Lehrpersonen ist möglich und wird auch gemacht. Diese Bewertung aber lohnrelevant zu gestalten, ist unter den gegebenen Voraussetzungen schlicht unseriös. An Primar-, Sekundar- und Musikschulen ist es keine Seltenheit, dass eine einzelne Schulleitung für 30 bis 60 Lehrpersonen verantwortlich ist. Für diese Art der Beurteilung gilt allgemein in der Praxis eine Führungsspanne von circa 10 Mitarbeitenden bei einem 100%-Pensum der Führungskraft. Um mit jeder Lehrperson ein derart gestaltetes Mitarbeitergespräch durchzuführen, dass die lohnrelevanten Aspekte nachvollziehbar und gerecht dargelegt werden können, wäre also eine massive Ressourcenerhöhung der Schulleitungen notwendig.Diese ist aber nicht vorgesehen. 
Basler Zeitung online, 31.8. von David Schönhaus

Willkürliches Baselbieter Beurteilungssystem


Wenn das seitens der Finanzdirektion angestrebte Qualifikationssystem für Lehrkräfte tatsächlich ein «praxisorientiertes Instrumentarium» wäre, würden es nicht sämtliche Schulleitungen aller Schulstufen einstimmig ablehnen.Und wenn gemäss Regierung von vornherein 90 bis 95 Prozent der Lehrpersonen ohne Begründung und ohne Definition guter Lehrtätigkeit als gut bewertet werden sollen, basiert die Beurteilung nicht auf Objektivität, sondern auf Willkür, weshalb die Schulleitungen zu Recht eine drastische Verschlechterung des Schulklimas voraussehen. Ein solch eklatanter Mangel an Sachlichkeit verweist augenblicklich auf die tatsächlichen Beweggründe des Unterfangens: a) das über weiteren Lohnabbau fortgesetzte neoliberale Spardiktat, weswegen auch die notwendigen Ressourcen verweigert werden, und b) Argwohn gegenüber der Lehrerschaft. Doch mangelnde Arbeitsqualität gibt es überall: in Metzgereien, bei Bundesanwälten, bei Abgastests, in Aufsichtsbehörden, ja sogar in Regierungen. Man begegnet diesem Problem bestimmt nicht mit Willkür und der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. 
Basler Zeitung, 31.8. Leserbrief von Felix Hoffmann

26. August 2019

Baselbieter Schulleiter opponieren gegen geplantes lohnwirksames Beurteilungssystem


Regierungsrat und Landrat des Kantons Basel-Landschaft haben im Frühjahr 2019 entschieden, dass alle Lehrpersonen durch die Schulleitungen lohnwirksam zu qualifizieren sind. Diese Umstellung auf das neue Lohnsystem soll per 2021 erfolgen – gegen den Widerstand sämtlicher betroffener Schulleitungen aller Schulstufen.
Die Schulleitungen des Kantons BL wehren sich gegen die Lohnrevision, Medienmitteilung Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Basel-Landschaft, 26.8.

11. August 2019

Bubenfeindliche Schule


Tausende Kinder betreten am Montag eine neue Welt: In mehreren Kantonen findet der erste Schultag statt. Wie gut die Buben und Mädchen in der Schule abschneiden werden, liegt allerdings nicht nur an ihrem Engagement, Können oder ihrer Intelligenz. Nein, auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Der Schulerfolg ist weiblich. 
Wie bubenfeindlich ist die Schule? Schweiz am Wochenende, 10.8. von Yannick Nock

11. Juli 2019

Faire Bewertung von soft skills?


Soft Skills sind unheimlich schwierig zu bewerten: Sie hängen unter anderem ab vom Alter, der Situation, der Klasse, dem Unterrichtsfach und der Lehrperson. Trotzdem werden an vielen Schulen die Lehrpersonen dazu angehalten, alljährlich unzählige Kreuzchen zu setzen, sogar fachspezifisch. Bei einem Vollpensum auf der Sekundarstufe (9 Kurse, 4 Klassen, vergleichsweise wenige 10 Kriterien, Bewertung in jedem Fach) ergibt das mehr als 8100 Entscheidungen! Wenn jeder Schüler nur «einfach» beurteilt wird (also fachunabhängig), verbleiben noch immer mehr als 900 Entscheidungen.

10. Juli 2019

Umstrittene Thurgauer Zeugnisse


Die Aufgabe des Regierungsrats wird nicht einfach. Er muss in einem Jahr entscheiden, wie die Volksschulzeugnisse im Thurgau künftig entstehen und aussehen werden. Eine Umfrage zeigte jedoch im Januar, dass sogar Lehrpersonen und Schulleitungen unterschiedliche Wünsche haben. 
Thurgauer Lehrer finden Kompetenzprofile im Zeugnis wenig hilfreich - Eltern und Lehrbetriebe dagegen schon, Thurgauer Zeitung, 3.7. von Larissa Flammer

3. April 2019

Nur noch ein Zeugnis für St. Galler Primarschüler


Die Primarschülerinnen und Primarschüler im Kanton St. Gallen erhalten auch in Zukunft Zeugnisnoten – allerdings in grösseren Abständen als bisher. Ab dem Schuljahr 2020/21 wird ein neues Beurteilungskonzept angewendet – es ist Teil des neuen Lehrplans Volksschule, den der Kanton phasenweise einführt.
Nur noch ein Zeugnis pro Jahr: Kanton St. Gallen ändert die Beurteilung der Primarschüler, St. Galler Tagblatt, 3.4. von Adrian Vögele

9. März 2019

Vom Anpassungssyndrom zum Mainstream-Gehorsam?

Warum zögern viele Menschen, ihre Meinung zu sagen, wenn diese sich im Gegensatz zum Mainstream befindet? Warum schweigen wir im Freundes- und Kollegenkreis, wenn wir anderer Meinung sind? Neben vielen anderen Anregungen liefert Allan Guggenbühl in seinem Buch «Für mein Kind nur das Beste» auch interessante Denkanstösse zu dieser Frage, indem er den Begriff des Anpassungssyndroms aus der Stressforschung auf die heutige Erziehungswirklichkeit überträgt und damit Aspekte der Erziehung zur freien Meinungsäusserung erklärt.

Buchbesprechung "Für mein Kind nur das Beste" (Allan Guggenbühl), Zeit-Fragen,  29. 3., von Marita Koch

4. Februar 2019

Stellwerktest dient zum Lehrervergleich


Neu werden mit dem Leistungstest Stellwerk nicht nur die Schüler verglichen, sondern auch die Klassen. Wenn diese zu stark vom kantonalen Schnitt abweichen, muss die Schulleitung handeln. Dieses Vorgehen erntet bei den Lehrern Kritik. 
Lehrer sorgen sich um Ranking, Luzerner Zeitung, 4.2. von Roseline Troxler

1. Februar 2019

Experiment ohne Noten


Kein Mensch kann durch Noten erfasst werden. Und auch konkrete Leistungen spiegeln sich naturgemäß in einer Ziffer nur bedingt wider. Schulnoten sind eine Krücke – die aber notwendig ist, um zu bewerten und zu gewichten. Sie sind deshalb stets auch ideologischer Zankapfel gewesen, wie der schwarz-grüne Koalitionsvertrag in Hessen wieder einmal zeigt. Die Grünen sehen in der Abschaffung von Noten einen zivilisatorischen Fortschritt, die Union fürchtete einst den Untergang des Abendlandes. Doch das war einmal. Die Koalition will nun vermehrt Schulen die Möglichkeit geben, auf Noten zu verzichten. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil die CDU nicht zuletzt wegen der verkorksten sozialdemokratischen Bildungspolitik überhaupt in Hessen an die Macht kam.
Note in Not, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.1. von Reinhard Müller

"Selbsttätiges Lernen ist Betrug"


Die kritische Haltung gegenüber der reformierten Schule lässt nicht nach. Dies beweist ein voller Saal anlässlich eines Podiums mit anschliessender angeregter Diskussion zum Thema «Selbsttätiges Lernen, Lernateliers» in Zürich. Dabei wurde die Schule aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: Eltern, Psychologie und Gesundheit.
Nicole Fuchs, Allan Guggenbühl und Hannes Geiges referierten in Zürich, Bild: uk
Selbsttätiges Lernen, Lernateliers, Starke Volksschule Zürich, Podiumsgespräch, 30.1. von Urs Kalberer