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29. Oktober 2020

Sprechverbote sind keine Lösung

Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, merkt Medienwissenschaftler Ralf Lankau zum Condorcet-Blog-Eintrag über Digital-Washing und postdigitale Schulen von Philippe Wampfler (18. Oktober 2020) an. In seiner Replik widerspricht er Wampflers Forderungen, die Schulen ohne lange Diskussionen zu praktischen Laboren der Digitalität umzugestalten.

Digital-Apostel in Vogel-Strauß-Manier oder: Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, Condorcet.ch, 27.10. von Ralf Lankau

13. August 2020

Verdreifachung der Anzeigen wegen Pornografie

Im Kanton Zürich wurden 2019 so viele Jugendliche wie noch nie wegen Pornografie und Gewaltdarstellungen verzeigt. Insbesondere die Weiterverbreitung von pornografischem Material hat deutlich zugenommen: 278 Jugendliche seien im vergangenen Jahr im Kanton Zürich wegen Pornografie verzeigt worden, teilte die Oberjugendanwaltschaft am Dienstag mit. Dies sind 230 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Wie sich Social-Media-Experte Philipp Wampfler das Verhalten erklärt – und wie man dies verhindern könnte.

Nur noch krasse Videos fallen auf, 20 Minuten, 12.8. von Céline Krapf

20. November 2019

"Bis zur Oberstufe sind Kinder mit sozialen Medien überfordert"


Philippe Wampfler, Sie haben drei Kinder. Wie kann man sich den Umgang mit neuen Medien im Hause eines Experten vorstellen?
Nicht anders als in vielen anderen Familien auch. Unsere Kinder, sieben, neun und zehn Jahre alt, wissen, was man alles mit dem Handy machen kann. Sie spielen gern am Computer. Aber sie haben keine eigenen Geräte, sondern können unsere nach bestimmten Regeln benutzen.

Wie sehen diese Regeln aus?
Es gibt Vorgaben wie beispielsweise eine Einheit von einer halben Stunde. Mehr ist nicht gut für Kinder. Aber das sind keine starren Regeln, weil es darauf ankommt, was sie am Bildschirm machen. Manchmal braucht es mehr als eine halbe Stunde, damit sie sich mit etwas intensiver beschäftigen können.

Gibt es Altersempfehlungen für die Mediennutzung?
Einfach gesagt: Vor dem Schuleintritt sollte immer ein Erwachsener danebensitzen, wenn Kinder Medien nutzen, und bis zur fünften Klasse sollten sie keine eigenen Geräte bekommen, egal ob Handy, Spielkonsole oder Fernseher. Bis zur Oberstufe sind Kinder mit den sozialen Medien wie Instagram oder Snapchat überfordert.

Warum?
Weil sie kognitiv noch nicht in der Lage sind, zu erfassen, was nur sie sehen, was öffentlich ist, wem sie vertrauen können.
Wampfler: Schule und Elternhaus müssen sich ergänzen", Bild: Philippe Wampfler

"Bis zur 5. Klasse sollten Kinder keine eigenen Geräte haben, Basler Zeitung, 18.11. von Markus Schmid

20. Juli 2019

Zemp geht


Der prägnante Schnauz. Der akkurate Haarschnitt. Die imposante Körpergrösse. Und ja, auch das sorgfältig eingesteckte Pochettli. Beat W. Zemp ist eine auffällige Erscheinung–jenerTyp Mensch,der in jedem Raum unweigerlich die Blicke auf sich zieht, ohne sie zu suchen. Auch jetzt, da er auf die Minute pünktlich die Bar des Berner Hotels Schweizerhof betritt und zielsicher auf den für den Gesprächstermin reservierten Tisch zusteuert. 
Der oberste Lehrer geht, Basler Zeitung, 16.7. von Raphaela Birrer

30. Dezember 2018

Vision Schule der Zukunft


Was muss die Schule noch unterrichten in einer digitalisierten Welt, wo uns intelligente Maschinen die Arbeit abnehmen? Wir haben zwölf Persönlichkeiten gefragt. Das Resultat: Eine Vision für die Schule der Zukunft.
Schule der Zukunft: Diese sechs Kompetenzen sollten Kinder erwerben. NZZaS, 30.12. von Michael Furger und Anja Burri

3. Dezember 2017

Digitalisierung ersetzt das Schulzimmer nicht

Beat Rüedi war über 30 Jahre als Musiklehrer auf Stufe Gymnasium und Sekundarschule tätig. Als SN-Leser hat er das Thema «Tablets im Unterricht» – angelehnt an das bevorstehende Pilotprojekt in Hallau – in der Facebook-Gruppe «Deine Plattform» vorgeschlagen. In einer offenen Abstimmung wurde das Thema von Leserinnen und Lesern als Recherche-Auftrag bestimmt. Rüedi kritisiert das Projekt: «Die Klasse wird mit einer fertigen Technologie konfrontiert, mit der sie sich ausschliesslich auseinandersetzen soll.» So bringe man die Schüler um die Möglichkeit, eigene Wege und Prozesse zu entwickeln.
Ihm fehlt zudem die fehlende Transparenz des Projekts und der dazugehörigen Website. Daraus sei nicht ersichtlich, ob das Projekt beispielsweise durch die Pädagogische Hochschule Schaffhausen begleitet werde. «Mir fehlt insbesondere das selbstorganisierte Lernen. Hier wird einfach der klassische Unterricht digitalisiert und alle Schüler machen das Gleiche zur gleichen Zeit», urteilt Rüedi.
"Die Zeit der Pilotprojekte ist abgelaufen", Schaffhauser Nachrichten, 2.12. von Janosch Tröhler

11. Oktober 2017

Mobbing erreicht neue Dimensionen

Eine 13-jährige Schülerin aus Spreitenbach beging Suizid – mutmasslich, weil sie in den sozialen Medien gemobbt wurde. «Eine neue Dimension in der Schweiz», sagt Social-Media- Experte Philippe Wampfler. Und er erklärt, welche Rolle die Schule übernehmen müsste.
"Der Satz 'Ich bringe dich um' fällt täglich fast in jedem Schweizer Schulhaus", Aargauer Zeitung, 11.10. von Mario Fuchs

20. August 2017

Schweizer Pässe auswendig lernen ist sinnlos

Es ist höchste Zeit für die digitale Revolution in den Schulen. Sie macht das Lernen leichter, sinnvoller und vor allem lustiger. Doch die Widerstände sind gross.

Hightech macht Schule, Beobachter, 17.8. von Susanne Loacker

19. November 2016

Handyverbote bewirken wenig

Was immer Jugendliche mit ihren Smartphones tun: Es missfällt vielen Erwachsenen. Warum unterhalten sich die Kinder nicht? Blenden sie die Realität bewusst aus? Eine Epidemie scheint diese Mediennutzung zu sein, eine Sucht. Gerade die Schule wird dann immer wieder in die Pflicht genommen: Dort müsste man etwas dagegen tun.
Und die Schulen tun etwas: Auf der Volksschulstufe gilt oft das Handyverbot. Als wären Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz, die viel beschworenen Ideale der Schule, durch die «Natelisierung» der Schüler gefährdet.
Philippe Wampfler fordert ein Obligatorium für digitale Medien, Bild: Tages Anzeiger
Kinder, bringt eure Handys, Tages Anzeiger, 18.11. von Philippe Wampfler

16. Juli 2016

"Finanzierung von Tablets problemlos"

Sollten Schulen auf Tablets setzen? Wer soll die bezahlen? Lehrer und Medienexperte Philippe Wampfler über Nutzen und Gefahren.
Tablet: Mehr Lern- oder Spielgerät? Bild Tages Anzeiger
"An der Wandtafel geben sich alle Mühe", Tages Anzeiger, 13.7. von Philippe Zweifel