Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, merkt Medienwissenschaftler Ralf Lankau zum Condorcet-Blog-Eintrag über Digital-Washing und postdigitale Schulen von Philippe Wampfler (18. Oktober 2020) an. In seiner Replik widerspricht er Wampflers Forderungen, die Schulen ohne lange Diskussionen zu praktischen Laboren der Digitalität umzugestalten.
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29. Oktober 2020
13. August 2020
Verdreifachung der Anzeigen wegen Pornografie
Im Kanton Zürich wurden 2019 so viele Jugendliche wie noch nie wegen Pornografie und Gewaltdarstellungen verzeigt. Insbesondere die Weiterverbreitung von pornografischem Material hat deutlich zugenommen: 278 Jugendliche seien im vergangenen Jahr im Kanton Zürich wegen Pornografie verzeigt worden, teilte die Oberjugendanwaltschaft am Dienstag mit. Dies sind 230 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Wie sich Social-Media-Experte Philipp Wampfler das Verhalten erklärt – und wie man dies verhindern könnte.
Nur noch krasse Videos fallen auf, 20 Minuten, 12.8. von Céline Krapf
20. November 2019
"Bis zur Oberstufe sind Kinder mit sozialen Medien überfordert"
Philippe
Wampfler, Sie haben drei Kinder. Wie kann man sich den Umgang mit neuen Medien
im Hause eines Experten vorstellen?
Nicht anders als in vielen anderen Familien auch. Unsere Kinder, sieben, neun und zehn Jahre alt, wissen, was man alles mit dem Handy machen kann. Sie spielen gern am Computer. Aber sie haben keine eigenen Geräte, sondern können unsere nach bestimmten Regeln benutzen.
Nicht anders als in vielen anderen Familien auch. Unsere Kinder, sieben, neun und zehn Jahre alt, wissen, was man alles mit dem Handy machen kann. Sie spielen gern am Computer. Aber sie haben keine eigenen Geräte, sondern können unsere nach bestimmten Regeln benutzen.
Wie
sehen diese Regeln aus?
Es gibt Vorgaben wie beispielsweise eine Einheit von einer halben Stunde. Mehr ist nicht gut für Kinder. Aber das sind keine starren Regeln, weil es darauf ankommt, was sie am Bildschirm machen. Manchmal braucht es mehr als eine halbe Stunde, damit sie sich mit etwas intensiver beschäftigen können.
Es gibt Vorgaben wie beispielsweise eine Einheit von einer halben Stunde. Mehr ist nicht gut für Kinder. Aber das sind keine starren Regeln, weil es darauf ankommt, was sie am Bildschirm machen. Manchmal braucht es mehr als eine halbe Stunde, damit sie sich mit etwas intensiver beschäftigen können.
Gibt
es Altersempfehlungen für die Mediennutzung?
Einfach gesagt: Vor dem Schuleintritt sollte immer ein Erwachsener danebensitzen, wenn Kinder Medien nutzen, und bis zur fünften Klasse sollten sie keine eigenen Geräte bekommen, egal ob Handy, Spielkonsole oder Fernseher. Bis zur Oberstufe sind Kinder mit den sozialen Medien wie Instagram oder Snapchat überfordert.
Einfach gesagt: Vor dem Schuleintritt sollte immer ein Erwachsener danebensitzen, wenn Kinder Medien nutzen, und bis zur fünften Klasse sollten sie keine eigenen Geräte bekommen, egal ob Handy, Spielkonsole oder Fernseher. Bis zur Oberstufe sind Kinder mit den sozialen Medien wie Instagram oder Snapchat überfordert.
Warum?
Weil sie kognitiv noch nicht in der Lage sind, zu erfassen, was nur sie sehen, was öffentlich ist, wem sie vertrauen können.
Weil sie kognitiv noch nicht in der Lage sind, zu erfassen, was nur sie sehen, was öffentlich ist, wem sie vertrauen können.
Wampfler: Schule und Elternhaus müssen sich ergänzen", Bild: Philippe Wampfler
"Bis zur 5. Klasse sollten Kinder keine eigenen Geräte haben, Basler Zeitung, 18.11. von Markus Schmid
20. Juli 2019
Zemp geht
Der
prägnante Schnauz. Der akkurate Haarschnitt. Die imposante Körpergrösse. Und
ja, auch das sorgfältig eingesteckte Pochettli. Beat W. Zemp ist
eine auffällige Erscheinung–jenerTyp Mensch,der in jedem Raum
unweigerlich die Blicke auf sich zieht, ohne sie zu suchen. Auch jetzt, da er auf die
Minute pünktlich die Bar des Berner Hotels Schweizerhof betritt und
zielsicher auf den für den Gesprächstermin reservierten Tisch zusteuert.
Der oberste Lehrer geht, Basler Zeitung, 16.7. von Raphaela Birrer
30. Dezember 2018
Vision Schule der Zukunft
Was muss
die Schule noch unterrichten in einer digitalisierten Welt, wo uns intelligente
Maschinen die Arbeit abnehmen? Wir haben zwölf Persönlichkeiten gefragt. Das
Resultat: Eine Vision für die Schule der Zukunft.
Schule der Zukunft: Diese sechs Kompetenzen sollten Kinder erwerben. NZZaS, 30.12. von Michael Furger und Anja Burri
3. Dezember 2017
Digitalisierung ersetzt das Schulzimmer nicht
Beat Rüedi war über 30
Jahre als Musiklehrer auf Stufe Gymnasium und Sekundarschule tätig. Als
SN-Leser hat er das Thema «Tablets im Unterricht» – angelehnt an das
bevorstehende Pilotprojekt in Hallau – in der Facebook-Gruppe «Deine Plattform»
vorgeschlagen. In einer offenen Abstimmung wurde das Thema von Leserinnen und
Lesern als Recherche-Auftrag bestimmt. Rüedi kritisiert das Projekt: «Die Klasse
wird mit einer fertigen Technologie konfrontiert, mit der sie sich
ausschliesslich auseinandersetzen soll.» So bringe man die Schüler um die
Möglichkeit, eigene Wege und Prozesse zu entwickeln.
Ihm fehlt zudem die fehlende Transparenz des Projekts und der
dazugehörigen Website. Daraus sei nicht ersichtlich, ob das Projekt
beispielsweise durch die Pädagogische Hochschule Schaffhausen begleitet werde.
«Mir fehlt insbesondere das selbstorganisierte Lernen. Hier wird einfach der
klassische Unterricht digitalisiert und alle Schüler machen das Gleiche zur
gleichen Zeit», urteilt Rüedi.
"Die Zeit der Pilotprojekte ist abgelaufen", Schaffhauser Nachrichten, 2.12. von Janosch Tröhler
11. Oktober 2017
Mobbing erreicht neue Dimensionen
Eine 13-jährige Schülerin aus Spreitenbach beging Suizid – mutmasslich,
weil sie in den sozialen Medien gemobbt wurde. «Eine neue Dimension in der
Schweiz», sagt Social-Media- Experte Philippe Wampfler. Und er erklärt, welche
Rolle die Schule übernehmen müsste.
"Der Satz 'Ich bringe dich um' fällt täglich fast in jedem Schweizer Schulhaus", Aargauer Zeitung, 11.10. von Mario Fuchs
20. August 2017
Schweizer Pässe auswendig lernen ist sinnlos
Es ist höchste Zeit für die digitale Revolution in
den Schulen. Sie macht das Lernen leichter, sinnvoller und vor allem lustiger.
Doch die Widerstände sind gross.
Hightech macht Schule, Beobachter, 17.8. von Susanne Loacker
19. November 2016
Handyverbote bewirken wenig
Was immer Jugendliche mit ihren Smartphones tun: Es missfällt vielen
Erwachsenen. Warum unterhalten sich die Kinder nicht? Blenden sie die Realität
bewusst aus? Eine Epidemie scheint diese Mediennutzung zu sein, eine Sucht.
Gerade die Schule wird dann immer wieder in die Pflicht genommen:
Dort müsste man etwas dagegen tun.
Und die Schulen tun etwas: Auf der Volksschulstufe gilt oft das
Handyverbot. Als wären Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz, die viel beschworenen
Ideale der Schule, durch die «Natelisierung» der Schüler gefährdet.
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| Philippe Wampfler fordert ein Obligatorium für digitale Medien, Bild: Tages Anzeiger
Kinder, bringt eure Handys, Tages Anzeiger, 18.11. von Philippe Wampfler
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16. Juli 2016
"Finanzierung von Tablets problemlos"
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