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10. Mai 2020

Homeschooling ist nicht lääss


Eine These: Zu den grossen Verliererinnen der Coronapandemie werden die Befürworterinnen von Homeschooling gehören. Warum? Weil nach fast zwei Monaten Unterricht zu Hause keine Mutter und kein Vater mehr sagen wird: «Wow, Homeschooling, so lääss! Das machen wir jetzt immer so!» 

Ich jedenfalls habe mich in den vergangenen Tagen oft still schreien gehört: «Öffnet die Schulen! Jetzt!»

Am Anfang wars ja noch lustig. Homeschooling, das klang nach einem kleinen Familienabenteuer: Alle immer zu Hause und keine Schule mehr! Sogleich blühten auch die Homeschooling-Mütter im Land auf. Endlich waren sie nicht mehr die skeptisch beäugte Minderheit, sondern gefragte Expertinnen! Kaum hatte der Bundesrat die Schliessung der Schulen verkündet, stellten erste Homeschoolerinnen ihre Tipps online.

Öffnet die Schulen! Jetzt! – Weshalb Homeschooling eben doch nicht so lääss ist, Aargauer Zeitung, 8.5. von Roger Berhalter

19. September 2019

Volksschule braucht Raum für Alternativen


Es ist der Albtraum für Eltern: Kaum ist die Tochter, der Sohn in der Primarschule, fangen die Probleme an. Das Kind wird von Klassenkameraden geplagt, es ist unglücklich, will morgens nicht zur Schule, hat undefinierbare Bauchschmerzen. Die Eltern wenden sich an den Lehrer; Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen werden eingeschaltet. Die Situation wird nicht besser, die Familie ist nervlich am Ende. Was tun? Das Kind in eine andere Klasse schicken? Eine Privatschule suchen? Oder es fortan selber unterrichten?
Kinder gehören nicht dem Staat, Weltwoche, 18.9. von Katharina Fontana

17. September 2019

Homeschooling immer beliebter


Sind Eltern die besseren Lehrer? Die Frage gewinnt an Brisanz angesichts der Tatsache, dass die Anzahl der zu Hause unterrichteten Kinder markant zunimmt. Innerhalb von fünf Jahren hat sich deren Zahl in der Schweiz verdreifacht. Im Schuljahr 2018/19 waren es rund 2100 Kinder, die meisten im Kanton Bern (583), danach folgen die Kantone Waadt (gut 500), Aargau (288) und Zürich (240). Im laufenden Schuljahr gibt es noch mehr «Homeschooler» (allein in Bern plus 82), national dürften es mit Blick auf die – allerdings lückenhafte – Datenlage etwa 2500 sein.
Aus Misstrauen vor dem Staat: Immer mehr Eltern unterrichten ihre Kinder privat, NZZ, 16.9. von Jörg Krummenacher

Kein Recht auf Homeschooling


Eine Basler Mutter wollte, dass ihr Sohn für ein Jahr zu Hause unterrichtet wird. Doch die Behörden lehnten ihr Anliegen ab. Das Bundesgericht stützt diesen Entscheid und hält fest: Auch sehr restriktive kantonale Regelungen zum Homeschooling sind zulässig.
Homeschooling, also häuslicher Privatunterricht, erfreut sich hierzulande steigender Beliebtheit. Doch die Regeln sind von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich, ein generelles Recht auf Homeschooling besteht nicht. Dies hält auch das Bundesgericht in seinem neusten Entscheid zum Thema einmal mehr fest.
Die Verfassung gewährt kein Recht auf Homeschooling, NZZ, 16.9. von Kathrin Alder

9. Juni 2019

Viele Vorurteile zum Home-Schooling


Elias Villiger und sein älterer Bruder haben es allen gezeigt. Die beiden jungen Aargauer waren bei den Abschlussprüfungen nach der neunten Klasse die Jahrgangsbesten. Und das war erst der Anfang. Scheinbar mühelos erarbeiteten sie sich weitgehend selbstorganisiert den Stoff für die Hochschulreife, um ein paar Jahre später auch bei der eidgenössischen Maturaprüfung zu brillieren. Die beiden Brüder belegten schweizweit die Plätze 1 und 3.
Nach einem Studienaufenthalt in den USA steht Elias Villiger heute im vierten Jahr seines Medizinstudiums an der Universität Zürich. Sein ein Jahr älterer Bruder war ebenfalls in Amerika und hat danach in Zürich einen Master in Mathematik erworben. Zurzeit absolviert er eine Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule. Ihre Berufsziele haben die beiden klar vor Augen: Elias Villiger will Hausarzt werden, sein Bruder möchte auf Gymnasialstufe Mathematik unterrichten.
Elias Villiger ging bei seinen Eltern zu Hause in die Schule - und wurde zum besten Maturanden seines Jahrgangs, NZZ, 6.6. von Claudia Wirz

5. Juni 2019

Sparen dank Homeschooling


Im Bildungsbereich ist viel in Bewegung: Zwar ist die Volksschule nach wie vor die Norm und die meisten Kinder besuchen eine öffentliche Institution. Doch Homeschooling – der Privatunterricht zu Hause – erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Der Unterricht daheim gewinnt im Kanton Luzern an Beliebtheit, Luzerner Zeitung, 4.6. von Ernesto Piazza

14. April 2019

Homeschooling: Eltern gehen vor Bundesgericht


Weil ihr hochbegabtes Kind, nachdem es eine Klasse übersprungen hat, in der Schule gemobbt wird, wollen es die Eltern selbst unterrichten. Doch das ist in Basel nur mit entsprechender Bewilligung möglich – und eine solche wurde den Eltern verwehrt.
Homeschooling nur möglich mit Bewilligung - Basler Eltern gehen bis vor Bundesgericht, BZ Basel, 13.4. von Samuel Hufschmid

22. März 2019

Pro und contra Homeschooling


Es gibt mehr Gründe gegen Homeschooling als dafür. Daheim unterrichtete Kinder haben weniger Privatsphäre, keinen Schulweg, keine Pausenplatz-Flirts. Sie werden einseitiger geprägt, viele erfahren erst spät, dass es auch andere interessante Erwachsenenmeinungen gibt als die der Eltern. Und: Sie lernen weniger selbstverständlich Kinder aus anderen Vermögens-, Kultur- und Glaubenskreisen kennen als ihre Altersgenossen in der Volksschule, auch wenn der Wohnort ebenfalls segregierend wirken kann. In den USA wollen viele Homeschool-Eltern, dass ihre Kinder unter eigenen Leuten bleiben: unter Patrioten, Vegetariern, Christen, Scheibenweltlern. Solche Tribalisierung setzt der Gesellschaft zu.
Soll Homeschooling erlaubt bleiben? Basler Zeitung, 22.3. von David Hesse und Beat Metzler

18. März 2019

Starke Zunahme des Homeschoolings


Vier Kinder stehen aufgereiht auf der Treppe vor einem kleinen Lebensmittelladen in Emmenbrücke (LU). Sie strecken artig auf, sie rechnen fleissig mit, sie helfen einander. 10 Franken haben sie zu viert zur Verfügung, damit dürfen sie ein Dessert kaufen. Schoggi? Guetsli? Kuchen? Die Kinder müssen Preise vergleichen und sich einigen. Die Frau, die ihnen diese Aufgabe stellt, ist ihre Mutter. Es ist der einzige Moment im Verlauf des ganzen Vormittags, in dem sie wie eine Lehrerin wirkt.
Weg von der Volksschule, Basler Zeitung, 18.3. von Raphaela Birrer und Markus Häfliger

18. Februar 2019

Bern: Homeschooling immer beliebter


Im laufenden Schuljahr bleiben im Kanton Bern 576 schulpflichtige Kinder daheim. Den Unterrichtsstoff erhalten sie von den Eltern vermittelt. Das ist Rekord. Zwar sind 576 Schulkinder im Vergleich zur Gesamtzahl von fast 110000 Schulkindern und Kindergärtlern wenig. Und doch ist die Zunahme beim Homeschooling frappant: Innert zehn Jahren hat sich die Zahl mehr als verdreifacht.
Immer mehr Berner Eltern unterrichten Kinder daheim, Bund, 18.2. von Mireille Guggenbühler und Christoph Aebischer

28. Dezember 2018

Homeschooling ist keine echte Lösung


Das momentane Bedürfnis nach Homeschooling ist kein Zufall. Die Volksschule hat sich in den letzten 20 Jahren regelrecht deklassiert. Im Bestreben, alle möglichen Zeiterscheinungen aufzugreifen, haben die Verantwortlichen das Ansehen der Institution nicht verbessert, sondern zunehmend beschädigt und Unzufriedenheit gesät. Weder die Individualisierung in Grossraumbüros noch die Integration der Begabungsschwächsten und Auffälligen noch die forcierte Digitalisierung noch die Degradierung der Lehrpersonen zu blossen Lernbegleitern noch die Einengung des Lehrplans auf «Kompetenzen» vermag viele Eltern im Praxisalltag zu überzeugen.
Homeschooling ist keine echte Lösung, Basler Zeitung, 28.12. Leserbrief von Felix Schmutz

24. Dezember 2018

"Bin gegen Homeschooling"


Dieter Baur, Leiter der Basler Volksschule, bricht eine Lanze für die Schulpflicht
«Ich bin gegen Homeschooling», Basler Zeitung, 18.12. von Dina Sambar 

Petition fordert Ausbau des Homeschooling


Ende Oktober lancierte die Elternlobby Schweiz die Petition «Bildung zu Hause». Diese fordert, dass Bildung ausserhalb des Schulsystems unter Aufsicht ermöglicht werden soll. In Basel wird Homeschooling nur in Ausnahmefällen bewilligt, etwa wenn ein Kind wegen einer chronischen Erkrankung nicht regelmässig zur Schule kann oder eine Familie vor dem Umzug ins Ausland steht. Wird ein Kind ohne Bewilligung trotzdem zu Hause unterrichtet, fällt eine Busse von 1000 Franken pro Elternteil und Kind an. Anträge für Homeschooling sind selten. 2018 gab es deren drei.
Quelle: Basler Zeitung, 18.12.

"Offensichtliche Überforderungen werden nicht wahrgenommen"


Noch nie war das Thema Homeschooling so aktuell wie heute («Spielend lernen ohne Schule»; BaZ 18. 12. 18). Und dies kommt nicht von ungefähr – denn in ähnlichem Ausmass gibt auch die grundsätzliche Frage «Wie zeitgemäss und zukunftsfähig ist die heutige Schule überhaupt ?» immer häufiger Anlass zur Diskussion – sowohl in der Politik, Wirtschaft wie auch in den Medien. Als Lehrer und Lehrerberater haben wir seit mehr als 40 Jahren direkten Einblick in den Schulalltag und konnten die Schulentwicklung in vier Jahrzehnten unmittelbar beobachten und miterleben. Immer deutlicher zeichnete sich ab, dass die technische und gesellschaftliche Entwicklung in diesen Jahren das herkömmliche Schulsystem, die Lehrpersonen und insbesondere die Unterrichtsformen komplett überfordern – auf Kosten der Kinder und deren anfänglicher Lern- und Lebensfreude.
Schulsystem ist überfordert, Basler Zeitung, 24.12. von Verena Bräm und Jonas Ulmer

24. November 2018

Strengere Anforderungen an Homeschooling


Im Kanton Aargau werden die Spielregeln für privat geschulte Kinder und Jugendliche präzisiert und verschärft. Eltern müssen nachweisen, dass der Anspruch ihrer Kinder auf genügenden Grundschulunterricht erfüllt wird. 246 Kinder und Jugendliche werden im Aargau privat unterrichtet.
Homeschooling: Aargauer Regierung verschärft die Spielregeln, Aargauer Zeitung, 24.11.

16. Februar 2018

Viel zu wenige Urner Schüler erreichen Lernziele im Französisch

Umsetzung des Lehrplans 21, Privatschulen, Homeschooling, Schulleitungen, mangelnde Qualität des Französischunterrichts: Der Urner Erziehungsrat will 2018 schwierige Aufgaben lösen.
Erziehungsrat hat grosse Ziele, Luzerner Zeitung, 16.2. von Bruno Arnold

23. Januar 2018

Homeschooling im Aufwind

Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder nicht zur Schule schicken, sondern zuhause selbst unterrichten. Und nehmen dafür einiges auf sich.

Homeschooling boomt trotz manchen Vorbehalten, Tageswoche, 20.1. von Jeremias Schulthess

12. Januar 2018

Freilerner wollen Anerkennung

Manchmal, wenn Michael Miedaner nach einem langen Unterrichtstag im Bett liegt, fragt er sich, ob es wirklich eine gute Entscheidung war, die eigenen Kinder nicht zur Schule zu schicken. Er und seine Frau Martina haben sich zu diesem ungewöhnlichen Schritt entschieden und weil das in Basel nicht möglich ist, sind sie ins grenznahe Elsass gezogen – Frankreich kennt keine Schulpflicht.
Diese zwei Lehrer schicken ihre Kinder nicht zur Schule, Tageswoche, 8.1. von Jeremias Schulthess

20. August 2017

Uri gegen Homeschooling

Der Urner Erziehungsrat hält wenig davon, Schüler zu Hause unterrichten zu lassen. Er empfiehlt, dass die Kinder wenn immer möglich in die Schule gehen. Gegen Privatschulen hat das Gremium hingegen nichts.
Rat stellt sich gegen Unterricht zu Hause, Luzerner Zeitung, 18.8. von Matthias Stadler

17. August 2017

Lieber Privatschule als Homeschooling

Urner Kinder sollen nur in Ausnahmefällen zu Hause unterrichtet werden dürfen. Das sogenannte Homeschooling sei potenziell mit einer starken Gefährdung der Chancengleichheit und mit weiteren Problemen bei der Förderung verbunden, schreibt der Erziehungsrat.
Uri will lieber Privatschule als Schulunterricht zu Hause, Luzerner Zeitung, 16.8.