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7. März 2021

Von Südkorea lernen

Roland Reichenbach ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich. Er findet, wer grundsätzlich Mühe mit dem Auswendiglernen habe, solle lieber nicht als Lehrperson tätig sein. Auch zu anderen Themen äussert sich Reichenbach erfrischend undiplomatisch. Ein Text zum Aufhängen im Lehrerzimmer.

Roland Reichenbach entlarvt "pädagogische Phraseologie und Sloganistik", Bild: savoir-suisse.ch 
"Warum sollte man die Namen der Hauptstädte nicht auswendig lernen?", NZZ, 6.3. von Alain Pichard

6. Januar 2020

PISA-Wunderkind Finnland


Vor zwanzig Jahren katapultierte die erste Pisa-Studie Finnland als Klassenprimus ins internationale Rampenlicht. Man fragte sich, was dieses kleine Volk im Norden bei seinem Bildungswesen besser mache als andere. Die Antworten fallen überraschend einfach aus. 
Das finnische Bildungssystem - ein Wunder? NZZ, 6.1. von Rudolf Hermann

8. Dezember 2019

Pisa-Teilnahme abbrechen


Da waren sie wieder, die Kulturpessimisten und Bildungsnostalgiker, die schon immer gewusst haben, was falsch läuft in der Schule: zu viele Reformen, zu viel Integration und Kuschelpädagogik, zu wenig Drill.
Die neusten Resultate der Pisa-Studie bewiesen es diese Woche schliesslich schwarz auf weiss: Die Schweizer Jugendlichen können schlecht lesen, und in der Mathematik und den Naturwissenschaften waren die Zahlen auch schon besser. Das einst stolze Schweizer Bildungswesen sei nur noch Mittelmass - heisst es in den Medien. Eine Schmach, ein Alarmsignal, der Lehrerverband sieht Handlungsbedarf.
Die Pisa-Resultate sind nicht das Problem. Der Test ist es. NZZaS, 8.12. von Michael Furger

30. Mai 2019

Cramer hat Recht: Nur keine Panik


Wenn es um Bildung geht, ist mit uns Schweizern nicht zu spassen. Die wichtigste Ressource unseres Wohlstands ist unantastbar, Millionenbeträge für die Universitäten und Hochschulen werden selbst von Bürgerlichen durchgewinkt («Bildung!»), selbst kleinste Einsparungen auf Volksschulebene zerschellen am Widerstand der Linken («Bildungsabbau!»). Umso mehr sind wir in der Region erschreckt worden über die Ergebnisse des ersten nationalen Bildungsvergleichs unter Sekundarschülern. Basels Schulen bekamen ein «katastrophales» Zeugnis, wie die NZZ schrieb, nur unwesentlich besser schnitt Baselland ab. Die Reaktion der beiden Hauptverantwortlichen hätte unterschiedlicher nicht sein können. Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) berief eine Medienkonferenz mit Schul- und Lehrervertretern ein und signalisierte Kampfbereitschaft. Ein «Bündel an Massnahmen» müsse nun erarbeitet werden, man orientiere sich an den Besten. Fatalistischer ging ihr Basler Amtskollege Conradin Cramer (LDP) mit der Botschaft um. Nicht mal eine Medienmitteilung verschickte er, um das schlechte städtische Abschneiden in Mathe, Deutsch und Französisch zu erklären. Auf Anfrage liess er lediglich verlauten, dass das Ergebnis unschön sei. Grund zur Panik bestehe nicht.
Unnötige Panik, Basellandschaftliche Zeitung, 27.5. von Leif Simonsen

14. März 2019

Skandalöse Augenwischerei

Die Sendung "Kulturplatz" von Fernsehen SRF leistet sich eine in ihrer Einseitigkeit wohl einmalige Propagandasendung zur Digitalisierung an unseren Schulen. Angesichts der ungebremsten Aufrüstung an digitalen Geräten vom Bergdorf bis in die Grossstadt soll offenbar Stimmung gemacht werden für noch mehr Geld und Investitionen. Kritische Fragen werden nicht gestellt - mit einer Ausnahme. Die Moderatorin Eva Wannenmacher fragt: "Kann man auch belegen, dass man mit digitalen Lehrmitteln besser lernen kann?" Rahel Tschopp von der PH Zürich antwortet: "Ich weiss nicht, ob diese Frage die zentrale ist, sondern die Frage, die für mich zentraler ist, lautet: Alles, was in Zukunft automatisiert werden kann, wird auch automatisiert werden. Damit stellt sich die Frage, was unsere Kinder heute können müssen ..." - Der Frage wurde ausgewichen, der Journalistin fällt es nicht ein, an diesem Punkt nachzuhaken. Beiträge aus Niederhasli (!), aus einem Weiterbildungskurs für Lehrer an der PHZH, aus den USA, Finnland und Singapore erwecken aneinandergereiht das Bild einer skandalösen Augenwischerei. (uk)
Rahel Tschopp ist Leiterin des Zentrums "Medienbildung und Informatik" der PHZH, Bild: Screenshot SRF
Die Schule - Aufbruch ins digitale Zeitalter, SRF Kulturplatz, 13.3.


29. Oktober 2018

Roboter im Schulzimmer


In Zeiten von Digitalisierung und Lehrermangel testet Finnland ein Modell, das Schule machen könnte.

Taugen Roboter als Lehrer? www.moneytoday.ch, 29.10.

27. März 2017

Ende des Bildungswunders

Viele Jahre lang galt Finnland als Vorbild: Gute Schulen, super Schüler. Nun bröckelt der Mythos.


 Finnland, Ende des Bildungswunders, Zeit, 23.3. von Thomas Kerstan