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4. Dezember 2019

Basel hat Angst vor PISA


Jeder vierte 15-jährige Schüler versteht nicht, was er liest. Weder die Grundidee noch den Zweck einesTextes von mittlerer Länge. Das zeigt eine internationale Studie, bei der rund 600000 15-Jährige aus 79 Ländern, darunter 6000 Lernende aus über 200 Schweizer Schulen, geprüft wurden. Die Schweiz liegt dabei nur an 27. Stelle, nach China, Singapur oder Macau. Am Dienstag wurden die Resultate publik. Die Kantone müssen jetzt ausrechnen, wo sie durchschnittlich liegen. Das kann bis zu ein Jahr dauern. 
Basel verschliesst Augen vor Realität, Basler Zeitung, 4.12. von Franziska Laur

18. Oktober 2019

Flächendeckende Abschaffung des Lehrmittelobligatoriums gefordert


Dass an der Urne über den Einsatz von Lehrmitteln entschieden wird, ist selbst für schweizerische Verhältnisse aussergewöhnlich. Im November werden die Stimmberechtigten im Baselbiet über das umstrittene Französischlehrbuch «Mille feuilles» befinden. Seit Jahren kritisieren Eltern und Lehrpersonen, dass Schülerinnen und Schüler in sechs Deutschschweizer Kantonen kaum mehr richtig Französisch lernten. Basel-Stadt, Baselland, Bern, Freiburg, Solothurn und das Wallis, in denen Französisch die erste Fremdsprache ist, setzen das Lehrmittel «Mille feuilles» seit 2011 ein.
Barlez wu Fransai? Ein umstrittenes Französischbuch löst einen politischen Sturm aus, NZZ, 18.10. von Daniel Gerny und Erich Aschwanden

3. Oktober 2019

Verheerende Evaluation nicht publiziert


Mille feuille ist ein französischer Kuchen aus geschichtetem Blätterteig mit Füllungen aus Konfitüre, Rahm oder Creme – eine Köstlichkeit.Weniger köstlich ist das gleichnamige Lehrmittel für Schüler in verschiedenen Kantonen, darunter die beiden Basel. Viele Schüler, Lehrer und Eltern sind seit Jahren unglücklich mit «Millefeuilles». Die Bildungsverwaltungen hielten jedoch die Kritiker der Lehrmittel mit dem Versprechen hin, die Erfolgsquote erst auswerten zu wollen. 
Schlechte Ergebnisse scheuen das Licht, Basler Zeitung, 3.10. von Franzska Laur

29. September 2019

Schlechte Französischkenntnisse werden vertuscht

Seit Ende Mai liegt eine Evaluation über Frühfranzösisch vor. Die Behörden publizierten sie aber nie. Weil die Resultate nicht sehr positiv ausfielen?

Die geheime Frühfranzösisch-Studie, Basler Zeitung, 28.9. von Stefan von Bergen. 

17. September 2019

Ergebnisbezogene Evaluation des Französischunterrichts in der 6. Klasse


Durchgeführt von Juni 2015 bis März 2019 am Institut für Mehrsprachigkeit der Universität und der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Auftrag der Passepartout-Kantone.
  
Schlussbericht zum Projekt "Ergebnisbezogene Evaluation des Französischunterrichts in der 6. Klasse (HarmoS 8) in den sechs Passepartout-Kantonen'. Institut für Mehrsprachigkeit Universität Freiburg, 15. April 2019 von Eva Wiedenkeller, Peter Lenz Wissenschaftliche Supervision: Prof. Dr. Thomas Studer
  


19. Juni 2019

Freiburg stellt Senioren vor die Tür


Wie wäre es, wenn Schüler von Lehrern unterrichtet würden, zusätzlich aber noch von einem rüstigen Senior betreut? Die Pro Senectute Freiburg hat im Jahr 2009 genau das in mehreren Gemeinden ausprobiert und bemerkt: In den Schulen entsteht eine Win-win-Situation.
Behörden werfen Senioren aus dem Klassenzimmer, Blick, 19.6. von Flavio Razzino

30. Mai 2019

Heikle Rechtslage bei Handyverstössen


Wird im Kanton Freiburg das Handy-Verbot an Schulen missachtet, können die Geräte der Schülerinnen und Schüler eingezogen und tagelang einbehalten werden, bis maximal zwei Wochen. Rechtsexperten finden das entsprechende kantonale Reglement heikel. Dass das Handy den Schülern nach Schulschluss nicht wieder ausgehändigt werde, sei unverhältnismässig. Andere Kantone wie zum Beispiel Baselland oder Zürich sehen ebenfalls einen Einzug von Mobiltelefonen vor, dort erhalten die Schüler die Geräte aber nach Schulschluss zurück.
Schule zieht Smartphones von Schülern tagelang ein, SRF, 27.5.

6. April 2018

Bei Passepartout fällt ein Dominostein nach dem andern

«Das Ziel ist klar: Passepartout will den Fremdsprachenunterricht verbessern.» Deutlicher lässt sich der Anspruch der sechs Kantone Bern, Basel-Stadt, Baselland, Solothurn, Freiburg und Wallis an das Sprachenkonzept ihrer Schulen nicht formulieren. 50 Millionen Franken haben die Kantone in die neuen Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’œil» und «New World» investiert. Doch während die Verantwortlichen das Projekt noch immer hochloben, versagt es in der Realität. Das sinkende Schiff dürfte nicht mehr zu retten sein.
Im Kanton Baselland hat der Landrat den Ausstieg aus dem Projekt Passepartout beschlossen. Im Kanton Solothurn hat Bildungsdirektor Remo Ankli die Notbremse gezogen und das Lehrbuch «Clin d’œil» im obersten Niveau der Sekundarschule aus dem Verkehr gezogen. Im Kanton Bern sind die schriftlichen Französisch-Prüfungen fürs Gymnasium wegen mangelhaften Voraussetzungen abgesagt worden. Baselland, Bern und Wallis beschlossen, die überlang konzipierte Ausbildung für die Lehrkräfte abzukürzen. Eiligst wurden für den Unterricht Zusatzlehrmittel und eine Überarbeitung von «Mille feuilles» in Auftrag gegeben. Und weil der Kanton Wallis nicht warten mochte und Druck machte, wurde den Schulen «als Zwischenlösung», wie es Projektleiter Reto Furter nennt, ein neues Materialset abgegeben. «Dass die Überarbeitung so lange dauert, ist ein Problem», sagte Furter dem «Regionaljournal Bern-Freiburg-Wallis» von Radio SRF.
Passepartout ist kaum mehr zu retten, Basler Zeitung, 6.4. von Thomas Dähler

27. März 2018

Reaktionen auf den Austritt von Baselland aus Passepartout

So reagieren die fünf weiteren «Passepartout»-Kantone

·      Basel-Stadt: Das Erziehungsdepartement des Kantons lässt verlauten, dass es noch keine Entscheidungen vor dem Ende der Projektphase treffen möchte.

·      Bern: Regierungspräsident und Erziehungsdirektor Bernhard Pulver setzt viel Hoffnung in die überarbeitete Fassung, welche 2020 erscheinen soll. Man habe die Kritikpunkte ernstgenommen und kehre mit dem neuen Lehrmittel etwas zurück zum traditionellen Französischunterricht. Gleichzeitig habe «Passepartout» aber auch Vorteile gegenüber den alten Modellen.

·      Freiburg: Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport hält auch nach Ende der Projektphase an den eingeführten Lehrmitteln fest. Nächster geplanter Schritt im Projekt sei die Evaluation im Jahr 2021.

·      Solothurn: Der Kanton befindet sich im Gespräch mit Partnern. Auch das Volksschulamt verweist auf die Evaluation 2021.

·      Wallis: Nach anfänglichen Diskussionen hätten Massnahmen des Kantons laut der Dienststelle für Unterrichtswesen zur Beruhigung der Gemüter beigetragen. Der Kanton beobachtet die weiteren Entwicklungen.

     Quelle: SRF, 27.3.



11. Februar 2018

Freiburg will Süsses verbannen

In einer Motion fordert der freiburgische Grosse Rat, dass in den Schulen keine Süssgetränke und Schokolade mehr verkauft wird. Das stösst nicht überall auf Zustimmung.

Freiburg will Süsses aus Schulen verbannen, 20 Minuten, 8.2.


Unsicherheit nach Urteil des Bundesgerichts

Das Bundesgerichtsurteil zu den kulturellen und sportlichen Aktivitäten in der Volksschule sorgt für Diskussionen. Noch vor einer Woche hatte Staatsrat und Er­ziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen (CVP) informiert, dass der Bundesgerichtsentscheid ab sofort gilt.
Er hat den Ball den Gemeinden zugespielt und überlässt es somit ihnen und den Schulen, wie sie konkret mit der neuen Situation umgehen wollen. Er stellte zwar eine Arbeitsgruppe in Aussicht, die abklären soll, welche Schulmaterialien die Eltern und welche die Gemeinden bezahlen müssen. Doch sollen diese Abklärungen erst im Sommer abgeschlossen sein.
Wer bezahlt wieviel an Lager und Ausflüge? Bild: Philippe Devanne
Notfalls bezahlen die Gemeinden, Berner Zeitung, 10.2. 

31. Januar 2018

Bundesgerichts-Urteil hat weitreichende Konsequenzen

Der obligatorische Unterricht ist unentgeltlich, hält das Bundesgericht fest. Deshalb gelte ab sofort Folgendes für den Kanton Freiburg, schreibt Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen in einem Brief an die Gemeinden und Schulleitungen.

"Die Eltern sind nicht mehr verpflichtet, sich an den Kosten für schulische Aktivitäten wie Schullager und kulturelle Besichtigungen zu beteiligen", schreibt die Freiburger Erziehungsdirektion. 

Das hat Konsequenzen für die öffentliche Hand, die mehr Mittel zur Verfügung stellen muss. Ob dies durch den Kanton oder die Gemeinden geschieht, ist noch offen. Das Urteil des Bundesgerichts betrifft nicht nur die Schullager, sondern auch Exkursionen, Besichtigungen, Theateraufführungen usw. Die Kantone zeigen sich bei der Umsetzung forsch (Freiburg) bis abwartend (Bern). Der Walliser Erziehungschef Christoph Darbellay fordert die EDK auf, eine Lösung zu finden. (uk)

28. Oktober 2016

Unterschiede zwischen Deutsch- und Westschweiz

Punkt 10 Uhr morgens öffnet sich ein Röstigraben über den Vorplatz der zweisprachigen Primarschule Schönberg in der Stadt Freiburg. Der Gong läutet das Ende der grossen Pause für die deutschsprachigen und den Beginn der récréation für die französischsprachigen Schüler ein. Johlend stürmen Erstere in Richtung des Eingangs mit der Aufschrift «Deutsche Primarklassen». Einige Treppenstufen weiter unten öffnet sich eine zweite Tür, die mit «classes primaires françaises» angeschrieben ist. Lukas, Mia und Anna müssen zurück ins Schulzimmer, Bühne frei für Emilie, Loïc und Jean!
In der Westschweiz gibt es mehr Frontalunterricht, Bild: Karin Hofer
Schule ist nicht gleich "école", NZZ, 28.10. von Andrea Kucera

18. August 2016

Schweizer Schüler machen mehr Rechtschreibefehler

Schweizer Kinder schreiben gut – solange es nicht um Buchstaben geht, die man beim Sprechen nicht hört. Dies zeigt eine Studie der Uni Freiburg.
Rechtschreibeschwäche: Am Dialekt liegt es nicht, Bild: Jan Leidicke
Schweizer Kinder machen deutlich mehr Fehler als deutsche und österreichische, Aargauer Zeitung, 10.8. von Sabine Kuster

24. Juni 2016

Schulreformen sind nicht tabu

«On ne peut pas apprendre une langue sans ­vocabulaire»: So ­formulierte es der Bildungsdirektor des zweisprachigen Kantons ­Wallis gestern an der Medienkonferenz in Bern. Manchmal reichen ­Binsenwahrheiten, um Korrekturen einzuleiten. Dass sich die sechs ­Kantone Baselland, Basel-Stadt, Wallis, Freiburg, Solothurn und Bern nur gerade bei der Wahl von Französisch als erste Fremdsprache wirklich einig sind, konnten die Bildungs­direktoren gestern in Bern nicht verbergen. Doch dank der Schulharmonisierung ziehen sie jetzt dennoch alle am gleichen Strick und korrigieren das Früh­fremdspra­chen-­Konzept Passepartout. Für die Kritiker der Lehrmittel «Mille feuilles» und «Clin d’œil» ist das ein Erfolg. Für die Schülerinnen und Schüler sogar ein eminent wichtiger. Ob Schüler beim Schulaustritt einigermassen korrekt Französisch oder Englisch sprechen können, ist nämlich keineswegs nur eine Nebensache.
Schulreformen sind nicht tabu, Basler Zeitung, 24.6. Kommentar von Thomas Dähler

26. November 2015

Ein pseudoakademischer Luftballon

Ein Gastkommentar von Felix Schmutz zur Erneuerung des Fremdsprachenunterrichts an den Volksschulen.
"Passepartout" - ein pseudoakademischer Luftballon, Basellandschaftliche Zeitung, 21.11. von Felix Schmutz

14. November 2015

Grössere Freiburger Klassen

Die Freiburger Erziehungsdirektion will die Anzahl Schüler, die für die Eröffnung einer neuen Klasse nötig sind, flexibler halten. Sie will damit zwei Millionen Franken sparen, das sind 16 Vollzeitstellen.















Erziehungsdirektor Siggen: Es ist eine Sparmassnahme. Bild: Dorina Pfister
Freiburger Lehrkräfte wehren sich gegen grössere Klassen, SRF Regional, 12.11. von Patrick Mülhauser

19. Oktober 2015

Mille feuilles unter der Lupe

Das gemeinsame Fremdsprachenprojekt ‚Passepartout‘ zusammen mit dem Französischlehrmittel ‚Mille feuilles‘ ist in aller Munde. Felix Schmutz ist nun einen Schritt weitergegangen. In verdienstvoller Art hat er das Konzept des Passepartout-Lehrmittels ‚Mille feuilles‘ unter die Lupe genommen und dabei erstaunliche Dinge festgestellt. Erstens kommt seine Analyse zum Schluss, dass das Konzept inhärente Unstimmigkeiten aufweist – es widerspricht sich teilweise selbst. Ausserdem kann Schmutz nachweisen, dass Mille feuille – entgegen den vollmundigen Versprechungen – den aktuellen empirischen Forschungsstand ignoriert und eine abenteuerliche Blindfahrt riskiert. Dem verdutzten Leser bleibt am Schluss die quälende Frage: Wie ist es möglich, dass ein solches Konzept so lange von der Pädagogenkaste unseres Landes gebilligt wurde? (uk)




















Überforderung der Lehrenden und der Lernenden, Bild: Mille feuilles 5, Schulverlag plus
Wie soll man in der Schule Fremdsprachen lernen? Das didaktische Konzept von 'Mille feuilles' unter der Lupe, von Felix Schmutz, Oktober 2015 

17. Oktober 2015

Ein Schlüssel, der nicht passen will

Passepartout ist der Name für ein interkantonales Sprachenerwerbskonzept in der Volksschule entlang der Sprachgrenze Deutsch–Französisch, das seit 2006 von sich reden macht. Es betrifft die Kantone Basel-Stadt, Baselland, Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis. Vorweggenommen: Damit verbunden ist auch ein grosser Kritikpunkt an Harmos selbst, denn ebendiese Deutschschweizer Kantone präferieren Französisch als erste Frühfremdsprache, während der Rest der Deutschschweiz auf Englisch setzt. Der viel diskutierten Mobilität in der Schweiz samt Kind und Kegel stellt sich dieser Zankapfel entgegen, monieren die einen. Am Ende der Volksschule sind eh alle gleich weit, tönt es von der anderen Seite. Als Nicht-Sprachenlehrer habe ich mir die Aufgabe gestellt, über erste Erfahrungen mit «Passepartout» zu recherchieren und zu räsonieren. Damit entgehe ich dem Vorwurf der Voreingenommenheit.











Der Schlüssel scheint lange nicht allen zu passen, Bild: kaba.com
Est-ce que ça passe partout? Basler Zeitung, 14.10. von Daniel Vuilliomenet

5. Oktober 2015

Geheimtipp unter den Pädagogen

Gregor Girard, geboren vor 250 Jahren, gilt als einer der Hauptgestalter der Volksschule in der Schweiz. Er setzte sich zeitlebens für eine moderne Schule ein, geriet aber nach seinem Tod rasch in Vergessenheit.











Girard machte sich stark für eine Primarschule in jedem Dorf, Bild: zvg
Der Freiburger Pädagoge, der sogar Pestalozzi neidisch machte, SRF Regional, 3.10.