Die «Bildungsrevolution» ist unvollendet. Auf die «Ausschöpfung der Begabtenreserven» der bildungsfernen Schichten wartet man vergeblich. Das Versprechen der Chancengleichheit gehört endlich eingelöst.
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27. Februar 2021
21. November 2019
Soziale Herkunft beeinflusst Selektion
Kinder aus bildungsnahen Familien schaffen häufiger den Sprung in die
Sekundarschüler oder das Untergymnasium. Kinder aus bildungsfernen Familien
landen hingegen oft in der Realschule. Nicht immer erfolgt die Einteilung wegen
der erbrachten Leistungen, sondern wegen Vorurteilen. So hat eine Pisa-Studie ergeben, dass Mädchen mit gleicher Leistung
entsprechend ihrer sozialen Herkunft eher in Sek oder Real kommen. Zudem haben
es Kinder mit Migrationshintergrund schwerer, in die Sekundarschule oder das
Gymnasium eingeteilt zu werden.
"Es gelingt der Schule noch nicht, alle gleich zu behandeln": Chancengleichheit ist eine Utopie, St. Galler Tagblatt, 20.11. von Christoph Renn
30. Mai 2019
Werden wir bewusst dumm gehalten?
Ein Land ohne Rohstoffe sollte bei der Bildung nicht sparen. Dies tun
wir auch nicht. Unsere Lehrpersonen sind wohl die bestbezahlten des ganzen europäischen
Kontinents.
Und doch ist unser Schulsystem, gelinde gesagt, marode. Seit Jahren geht
es mit der Schweizer Schulbildung den Berg runter.
Das neuste und viel zitierte Beispiel in Sachen Mathematik: Nur 62
Prozent der Schweizer Schüler erreichen am Ende der obligatorischen Schulzeit
die mathematischen Grundlernziele.
Im Zeitalter, in dem STEM Kenntnisse (Science, Technology, Engineering,
Mathematics) in der breiten Bevölkerung von strategischer Bedeutung für ein
Land sind, erlauben wir uns, funktionelle Halbanalphabeten en masse zu
produzieren.
29. Januar 2019
Blinder Glaube an Strukturen
Unterrichtsqualität wollen alle. Darum wurden in den letzten
Jahren die Schulstrukturen gründlich umgebaut. Reform folgte auf Reform. Eine
ganze Kaskade. Doch was diese Reformwelle bewirkt und an schulischem
Qualitätszuwachs gebracht hat, lässt sich wissenschaftlich nicht genau belegen.
Im Gegenteil. Man kennt viele Effekte nicht oder nur zum Teil. Das sei
„vernichtend, aber es ist so“, sagt der Leiter der Schweizerischen
Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Stefan C. Wolter.
Schulqualität resultiert aus dem Unsichtbaren, Journal21.ch, 29.1. von Carl Bossard
26. Januar 2019
Wenn Unfähige Unfähige fördern
Heiko Maas, der deutsche Aussenminister, sollte an der Pariser Sorbonne
einmal ein Grusswort halten. Wie bei solchen Anlässen üblich, ist es eine
schöne Geste, wenn der Gast aus dem Ausland ein paar Worte in der Landessprache
verliert. Heiko Maas glaubte, das toppen zu müssen, und las zwanzig Minuten
einen vermutlich in Lautschrift geschriebenen Text in einer Sprache ab, welche
die Zuhörer sich mit Phantasie als «irgendwie französisch klingend» erarbeiten
durften. «Hat er denn gar keine Berater?», flüsterte neben mir ein Professor.
Kurz: Die ganze Angelegenheit war jedem im Saal peinlich ausser vermutlich
Heiko Maas, der glaubte, nun mit Weltläufigkeit geglänzt zu haben. Immerhin:
Der Anzug sass gut.
Wer hat Angst vor der Meritokratie? Über Kompetenz-Vortäuschungskompetenz, NZZ, 22.1. von Milosz Matuschek
21. Januar 2019
Chancen und Förderung für alle Kinder!
Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR)
beklagt die mangelhafte Chancengleichheit unseres Bildungssystems, und er hat
gleich ein Patentrezept dagegen: Die Selektion müsse nach oben verschoben
werden, auf den Übertritt zur neunten Klasse. Andere Stimmen fordern eine
bessere Begabtenförderung, so der LCH, der, verpackt in den LP 21, ein Angebot
«für beide Enden des Begabungspotenzialspektrums» fordert – dieses grässliche Wortkonstrukt
muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wo war der SWR, als die
gravierenden Mängel des Lehrplan 21 auf den Tisch gelegt wurden? «Das hehre
Gremium würde sich gescheiter mit dem Lehrplan 21 befassen», so schreibt
Hans-Peter Köhli zu Recht in seinem Leserbrief in der Weltwoche. Dasselbe gilt
für den LCH. Wir Kritiker, viele darunter erfahrene Pädagogen, warnen seit
Jahren: Mit dem sogenannt selbstorganisierten Lernen anstelle der sorgfältigen
Einführung und des strukturierten Aufbaus des Lernstoffs durch den Lehrer
werden zahlreiche Kinder, gerade auch die fremdsprachigen, durch die Maschen
fallen. Denn wer zu Hause niemanden hat, der ihm den Stoff erklären und mit ihm
üben kann, wird immer mehr zurückfallen. Die Folge, so Carl Bossard: «Die Schere im Bildungsmilieu öffnet sich weiter.»
Chancen und Förderung für alle Kinder! von Marianne Wüthrich, 20.1.
13. Januar 2019
Beurteilung hemmt Freude am Lernen
Erfreulich ist, dass der Schweizerische Wissenschaftsrat eine Tatsache wissenschaftlichbestätigt (NZZ 29. 12. 18), die für jede aufmerksame Mutter von Schulkindernoffensichtlich ist: «die soziale Selektivität» des Schweizer Bildungssystems.
Hinsichtlich der Ursachenanalyse wirkt es jedoch befremdend, dass wichtige
Themen nicht angeschnitten werden: der sehr hohe Leistungsanspruch, gepaart mit
einer regelrechten Bewertungsmanie, die daraus resultierende
Defizitorientierung und die «Verweiblichung» des Schulwesens mit negativen
Folgen für viele Knaben. Der hohe Anspruch in allen Fächern der Primarschule
erstaunt. Dieser zeigt sich nicht nur im Stoffumfang und in der bisweilen
fragwürdigen Stufengerechtigkeit der vermittelten Lerninhalte, sondern auch in
einem unfassbar granularen Bewertungssystem.
NZZ, 11.1. Leserbrief von Sandra Hedinger
10. Januar 2019
Mehr schulische Gleichmacherei
Das Schweizer Bildungssystem sei sozial ungerecht, kritisiert der
Schweizerische Wissenschaftsrat. Die Lösung sieht er in mehr schulischer
Gleichmacherei.
Nivellierung nach unten, Weltwoche, 9.1. von Katharina Fontana
2. Januar 2019
Blüht uns schon die nächste Schulreform?
Weise Ratgeber in Sachen Bildungspolitik haben sich kurz vor
Jahresende nochmals zu Wort gemeldet, wie die NZZ berichtet (NZZ, 28.12.2018). Eine
neue Bildungsrevolution steht an, noch bevor Harmos mit dem Lehrplan 21 überall
richtig gegriffen hat. Zumindest schlagen dies Rolf Becker und Jürg Schoch in
ihrem Expertenbericht Soziale
Selektivität vor, den sie im Auftrag des Schweizer Wissenschaftsrates
vorlegen. Ihrer Meinung nach ist das Hauptproblem unseres Bildungssystems mit
den bisherigen Reformen nicht gelöst: Noch immer lasse die Chancengleichheit zu
wünschen übrig, monieren sie, und belegen dies mit Statistiken (Becker/Schoch, 2018).
Blüht uns schon die nächste Schulreform? Felix Schmutz, 2.1.
Ungerechtes Schulsystem
Viele Schüler in der Schweiz können aus sozialen Gründen ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Jürg Schoch, der Verfasser einer entsprechenden Studie, sagt, eine frühe Selektion führe zu mehr Ungleichheit. Er empfiehlt eine Selektion nach der 8. Klasse.
Quelle: Echo der Zeit, 2.1. (bei 17 Min. 45 Sek. beginnt der Bericht)
Quelle: Echo der Zeit, 2.1. (bei 17 Min. 45 Sek. beginnt der Bericht)
29. Dezember 2018
Von Chancengerechtigkeit keine Rede
«Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.» Das alte Sprichwort
gilt längst nicht mehr; die heutige Berufswelt verlangt lebenslanges Lernen.
Die Schweiz steht bei der Weiterbildung denn auch weltweit an der Spitze.
Nachholbedarf hat sie indes darin, allen gleiche Startchancen im Bildungssystem
zu bieten. Eine neue Publikation des Schweizerischen Wissenschaftsrats (SWR)
zeigt mit aller Deutlichkeit auf, dass hier noch immer «ein unhaltbarer
Zustand» herrscht – zum Schaden von Jugendlichen, die aus sozial
benachteiligten Schichten stammen oder einen Migrationshintergrund haben, zum
Schaden aber auch für die Volkswirtschaft. Weiterhin gilt in der Schweiz: Kommt
Hänschen aus dem falschen Milieu, kann er lernen, was er will – und kommt doch
kaum weiter.
Das Schweizer Bildungssystem ist noch immer sozial ungerecht, NZZ, 28.12. von Jörg Krummenacher
24. Oktober 2018
Largo hält nicht viel vom heutigen Schulsystem
Rund ein
Viertel aller Schülerinnen und Schüler leidet unter dem Druck der
Leistungsgesellschaft und entwickelt körperliche und psychische Symptome.
Burn-outs gibt es mittlerweile bereits in der Primarschule. Remo Largo, der
wohl bekannteste Kinderarzt der Schweiz, kämpft seit Jahrzehnten dafür, dass
den Kindern nicht ihre gesamte Freiheit und Individualität geraubt wird. Seine
Bücher (z. B. «Kinderjahre», «Schülerjahre») sind Standardwerke, in denen der
Entwicklungsspezialist Verständnis für die enorm unterschiedliche Entwicklung
jedes einzelnen Kindes wecken will.
"Die Kinder werden zu überangepassten Wesen", Basler Zeitung, 24.10. von Dina Sambar
12. August 2018
"Selektion zu früh"
Herr
Rüttimann*, in Basel steht eine Debatte darüber an, welche Fächer beim
Übertritt von der Primarschule in die Sek zählen sollten. Welche Meinung
vertreten Sie?
Dieter Rüttimann: Ich meine, dass es gar keine Noten geben
sollte. Es gibt keinen Beleg dafür, dass Noten die Motivation der Schüler steigern
würden. Zudem ist ja das schweizerische Notensystem in gewissem Masse pervers:
Drei von sechs Noten sind auf der Skala ungenügend, das ist einmalig.
Gehen wir
davon aus, dass die Noten nicht abgeschafft werden. Sind Sie unter diesen
Umständen dafür, dass Werken, Sport und Musik zählen sollten?
Ja, dann sollen
alle Fächer bewertet werden, das ist nur fair. Schüler denken auch ökonomisch.
Wenn gewisse Fächer gar nicht berücksichtigt werden, dann sinkt hier die
Einsatzbereitschaft.
Wie hat sich das Image der sogenannten nicht kognitiven
Fächer wie Werken, Sport und Musik entwickelt?
Auf der einen Seite hat die
Schweiz auf die internationalen Vergleiche reagiert, wo sie in den sogenannten
Naturwissenschaften eher durchschnittlich abgeschnitten hat. In vielen Kantonen
wurden deshalb Naturwissenschaftenund Technikfächer aufgewertet und Fächer wie
Gestaltung geschwächt. Gleichzeitig gibt es eine starke Bewegung junger
Menschen, die sich in Richtung Kunst orientieren. Das ist begrüssenswert. Es
ist bewiesen: Menschen, die expressiv sind, führen ein zufriedeneres Leben.
Welchen Stellenwert sollte die Musik in der Schule haben?
Es gibt eine
Untersuchung aus dem Kanton Solothurn, die zeigt, dass die mathematischen
Fähigkeiten zunehmen, wenn es mehr Musikunterricht und weniger Matheunterricht
gibt. Musik hat einen starken neuropsychologischen Effekt. Sie kann
beispielsweise hilfreich sein, die Demenz zu verlangsamen. Insofern bin ich der
Meinung, dass Musik einen hohen Stellenwert in der Schule haben sollte.
Und
Sport?
Interessant ist ja, dass dies das einzige Fach ist, bei dem der Bund
vorschreibt, wie viele Lektionen unterrichtet werden müssen. Dies im Hinblick
auf den Militärdienst. Aber auch unabhängig davon ist er wichtig.
Physiotherapeuten sagen, das Rumsitzen sei das Rauchen von früher und die
Schule animiert zum Rumsitzen. Deswegen ist Sport von grosser Bedeutung. Das
spricht abgesehen davon auch für Werken, wo man oft in Bewegung ist. Das Werken
hat einen weiteren positiven Effekt: Es hilft vielen Kindern, die in abstrakten
Fächern wie Mathe Probleme haben. Wenn sie beispielsweise etwas nach Mass bauen
und zuschneiden müssen, dann wird das Abstrakte in die Praxis übertragen.
Wo
hat das schweizerische Schulsystem Verbesserungspotenzial?
Prinzipiell steht
das Bildungssystem gut da, wie auch die Pisa-Studien zeigen. Aber wir haben in
gewissen Bereichen Luft gegen oben. So gibt die Schweiz in der Frühförderung
nur halb so viel aus wie beispielsweise Polen. Dabei weiss man, dass jeder hier
investierte Franken nachher das Fünffache abwirft. Ausserdem entscheidet bei
uns die sozioökonomische Herkunft über den Schulerfolg; ähnlich wie in
Deutschland oder Belgien schlägt der Background bei uns zu stark durch. Das ist
in einem demokratischen Land doch ziemlich stossend, dass Herkunft über
Leistung triumphiert. Ein weiteres Problem ist die frühe Selektion. Es zeigt
sich, dass die Schulsysteme dann erfolgreicher sind, wenn sie die Selektion
später durchführen, beispielsweise in der 8. Klasse. Im Alter von zwölf
verändern sich nicht nur die exekutiven Funktion, welche Planung, Steuerung und
Auswertung von Lernprozessen regeln, sondern auch der IQ verändert sich dann am
stärksten.
Der Philosoph Richard David Precht hat im «Blick» gesagt, das
schweizerische Bildungssystem sei für das 19. Jahrhundert gemacht. «Er ist für
einen Staat konzipiert, der sich überlegt, wie viele einfache Handwerker, wie
viele Angestellte für Schreibberufe und wie viele Akademiker gebraucht werden.»
Mit Selbstbefähigung habe unser System nichts zu tun.» Teilen Sie diese
Einschätzung?
Sie zeugt eher davon, dass er schon lange nicht mehr in einer
Schule gewesen ist. Die Durchlässigkeit in unserem Schulsystem hat sich massiv
verbessert in den vergangenen Jahren. Selbst wenn ich einen tiefen
Oberstufenabschluss mache, habe ich nachher fantastische Möglichkeiten. Dazu
muss man sagen, dass Strukturreformen in der Bildung erfahrungsgemäss fast
wirkungslos sind. Für den Lernerfolg eines Kindes ist die Beziehung zum Lehrer
eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung. Daneben würde es sich
lohnen in die Qualität der Aufgaben, die den Schülerinnen und Schülern gestellt
wird, zu investieren. In der Schule der Zukunft würde es viel mehr um
Lernprozesse als um Strukturveränderungen gehen.
Dieter Rüttimann (63) ist Schulleiter und
Mitgründer der Gesamtschule Unterstrass in Zürich. Er ist zudem als Dozent in
der Grund- und Weiterbildung am Institut Unterstrass an der PHZH tätig und
Autor mehrerer Schriften über Kommunikation in der Schule und
Unterrichtsentwicklung.
18. August 2016
"Beim SOL kann niemand schlüüfe"
Irgendetwas hat gefehlt.
Unvermittelt stehen Jugendliche auf dem Pausenplatz, schwatzen und albern
herum. Nach 20 Minuten sind sie ebenso plötzlich wieder weg. «Einen Gong gibt
es hier nicht», erklärt Schulleiter Gregory Turkawka. Ein Detail, scheinbar belanglos
– und doch richtungsweisend. Im Sekundarschulhaus Seehalde im zürcherischen
Niederhasli regeln die Schülerinnen und Schüler vieles in eigener
Verantwortung.
![]() |
| Schulleiter Turkawka: "Das ist kein Experiment! Wir bilden exakt den Lehrplan ab." Bild: Hanna Jaray
Sind Noten überflüssig? Beobachter, 5.8. von Birthe Homann und Daniel Benz
|
4. März 2016
Binnendifferenzierung wird zur Binnenselektion
Hauptziele des umstrittenen Konzepts des Lehrplan
21 und seines deutschen Pendants, der ebenfalls umstrittenen
Gemeinschaftsschule, sind „soziale Gerechtigkeit zu schaffen“ und
„Heterogenität zuzulassen“. Heterogenität soll die Chancengleichheit erhöhen und
Selektion aus der Schule verbannen. Selektion ist für diese Schulreformer wie
Weihrauch für den Teufel. Deshalb wird Heterogenität massiv gefördert
(Total-Integration, altersdurchmischtes Lernen AdL, Mehrjahreszyklen,
Sammelfächer, Kompetenzen statt Wissen usw.) und alles abgeschafft, was nur
irgendwie nach Selektion bzw. äusserer Differenzierung riecht (dreiteiliges
Schulsystem, homogene Jahrgangsstufen, Noten, Klassenunterricht, Kleinklassen,
Sonderschulen, vielfältige Schularten, Förderkurse usw.).
Binnendifferenzierung wird zur Binnenselektion, Peter Aebersold, 4.3.
Binnendifferenzierung wird zur Binnenselektion, Peter Aebersold, 4.3.
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3. Januar 2015
Unvollendete Bildungsrevolution
Wir stehen im Jahr 50 nach der Bildungsrevolution. Ohne Ausschöpfung der Begabtenreserven bildungsferner Schichten aber bleibt diese Bildungsrevolution unvollendet.
Wolf Linder ist Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrats. Er vertritt hier seine persönliche Meinung. Bild: SRF
Ein Jubiläum und ein langer Schatten, NZZ, 3.1. von Wolf Linder
Wolf Linder ist Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrats. Er vertritt hier seine persönliche Meinung. Bild: SRF
Ein Jubiläum und ein langer Schatten, NZZ, 3.1. von Wolf Linder
27. Oktober 2014
Solothurn zieht bei Sek P die Schraube an
Zu viele Schüler besuchen im Kanton Solothurn die Sek P ohne wie geplant danach die Matur zu machen. Deshalb will der Kanton nun die Selektionskriterien überdenken und die Eltern besser über die verschiedenen Profile orientieren.
Anstatt wie geplant einem Fünftel besucht ein Viertel der Schüler die Sek P, Bild: Keystone
Zu viele Schüler in der Solothurner Sekundarstufe, SRF Regional, 27.10.
Anstatt wie geplant einem Fünftel besucht ein Viertel der Schüler die Sek P, Bild: Keystone
Zu viele Schüler in der Solothurner Sekundarstufe, SRF Regional, 27.10.
24. Oktober 2014
Jeder dritte Gymeler gehört nicht dorthin
Sind die falschen Kinder im Gymnasium? Intelligenzforscherin Elsbeth Stern hat den IQ von Gymi-Schülern getestet - ein Drittel lag unter dem entsprechenden Wert.
20 Prozent Gymi-Schüler sind richtig, Bild: ETH
"In Schweizer Gymnasien sind Kinder, die dort nicht hingehören", Tages Anzeiger, 24.10. von Barbara Reye
20 Prozent Gymi-Schüler sind richtig, Bild: ETH
"In Schweizer Gymnasien sind Kinder, die dort nicht hingehören", Tages Anzeiger, 24.10. von Barbara Reye
1. Oktober 2014
Übertrittsverfahren Primar-Sek Luzern
Das Verfahren, das den Übertritt von der Primarschule in die Sekundarstufe I regelt, basiert im Kanton Luzern seit 1990 auf Beurteilungsgesprächen zwischen Eltern, Kind und Lehrperson. An diesen Gesprächen werden die Schulnoten, die überfachlichen Kompetenzen sowie die Entwicklungen der Kinder mit den Anforderungsprofilen der verschiedenen Schulangebote der Sekundarstufe I verglichen, um gemeinsam zu entscheiden, welchem Schulangebot das Kind zugewiesen werden soll. Nachdem dieses Übertrittsverfahren bereits 1997 evaluiert worden war, wurde es 2013 ein zweites Mal einer externen wissenschaftlichen Evaluation unterzogen.
Mit einer kompetenzbasierten Beurteilung könnte Luzern eine Pionierrolle übernehmen, Bild: spectrum
Das Übertrittsverfahren Primarschule - Sekundarstufe I des Kantons Luzern, Roos et al., 2014
Mit einer kompetenzbasierten Beurteilung könnte Luzern eine Pionierrolle übernehmen, Bild: spectrum
Das Übertrittsverfahren Primarschule - Sekundarstufe I des Kantons Luzern, Roos et al., 2014
3. September 2014
Beschämendes Schulsystem
Unzufriedene Schüler, überforderte Lehrkräfte, gestresste Eltern: Für Hans Joss, Lehrer und ehemaliger Dozent der PH Bern, macht der Sek-Übertritt ein ganzes Schulsystem krank.
"70'000 Erwachsene im Kanton Bern können nicht richtig lesen und schreiben", Bild: Adrian Moser
"Selektion produziert Verlierer", Bund, 3.9. von Mireille Guggenbühler
"70'000 Erwachsene im Kanton Bern können nicht richtig lesen und schreiben", Bild: Adrian Moser
"Selektion produziert Verlierer", Bund, 3.9. von Mireille Guggenbühler
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