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19. Februar 2021

Drohende Bildungskatastrophe

Seit mehreren Monaten hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Die ergriffenen Massnahmen wirken nicht immer wie erhofft und ziehen Kollateralschäden nach sich, die nicht unbeachtet bleiben dürfen. Denn bei aller Dringlichkeit, die Gesundheit der Menschen zu schützen: Gesundheit umfasst neben der körperlichen Unversehrtheit auch eine psychische und soziale Komponente, und alle drei hängen voneinander ab. Gleiches gilt im übertragenen Sinn für Systeme wie die Familie, die Wirtschaft oder die Schulen. Blickt man auf die zuletzt Genannten, so mehren sich die Hinweise, dass eine Bildungskatastrophe droht.

Der schulische Corona-Stotterbetrieb erzeugt viel Leerlauf und soziale Ungerechtigkeit. Die Hinweise auf eine Bildungskatastrophe mehren sich, NZZ, 19.2. von Klaus Zierer

18. Februar 2021

VPOD fordert Aufholen der Bildungsrückstände

In der Corona-Pandemie stehen die Schulen unter starkem Druck. Beim Lehrpersonal vermehren sich die Burn-outs. Auch die Zahl der im Unterricht abgehängten Schülerinnen und Schüler ist laut einer neuen Studie alarmierend hoch. 

Lehrer ausgebrannt - Schüler abgehängt, sda, 18.2.

9. Februar 2021

Verbot von Präsenzunterricht verstösst gegen Verfassung

Das im März 2020 vom Bundesrat angeordnete und nach der Aufhebung im April 2020 von vielen Seiten wiederholt geforderte Verbot von Präsenzunterricht an sämtlichen Schulen ist verfassungswidrig. Es verstösst gegen den grundrechtlichen Anspruch jedes Kindes auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht (Art. 19 BV). Denn ein solches Verbot erfasst flächendeckend gesamtschweizerisch den Unterricht der obligatorischen Schule auf der Primarstufe und der Sekundarstufe I.

Das Verbot von Präsenzunterricht an Primarschulen ist verfassungswidrig, NZZ, 9.2. von Andreas Glaser

26. Januar 2021

Sehr geehrter Herr Rutishauser

Sehr geehrter Herr Rutishauser

Vielen Dank für Ihre kreativen Ideen, wie dieSchulen mit der Bedrohung umgehen könnten. Leider haben Sie sich aber beim Adressaten geirrt. Zeigen Sie mir den Lehrer, der sich getraute, Ihre Anregungen in die Tat umzusetzen! Ihre Vorschläge bedürfen zunächst einmal der Einwilligung der Schulleitung, dann der örtlichen Schuldirektion, dann muss womöglich noch das Erziehungsdepartement sein Einverständnis dazu geben. Die Lehrer haben hier gar nichts mehr zu sagen. Die Pandemie schafft es zwar, weltweit Millionen zu töten, die Hierarchien bleiben aber gewahrt. Die Lehrer mutierten in den letzten Jahren von selbstbewussten Sachverständigen zu Hörigen. Geduldig warten sie auf die Weisungen von oben, nicht verstehend, dass diese, wenn erfolgreich, von der Basis aus gewachsen sein müssen.

Freundliche Grüsse

Urs Kalberer

24. Januar 2021

Es braucht ein klares Bekenntnis zur Gesundheit von Schülern und Lehrern

Über zwei Millionen Menschen in der Schweiz arbeiten seit Montag im Homeoffice. Informatiker, Beamtinnen, Ingenieure. Das Infektionsgeschehen verfolgen sie vom Computer auf dem Küchentisch aus. 

Andere Arbeitnehmende haben es gerade weniger wohlig. Pflegerinnen, Kassierer oder Lehrerinnen sind täglich dort im Einsatz, wo trotz Lockdown noch immer viele Menschen zusammenkommen. In Spitälern, in Läden, in Schulzimmern. Von Angst und Erschöpfung berichteten bisher vor allem die Pflegenden. Ihr öffentlicher Appell löste in der ersten Corona-Welle Solidarität aus und befeuerte in der zweiten schärfere Massnahmen. 

So wird der Erfolg des Lockdown torpediert, Tages Anzeiger, 23.1. von Raphaela Birrer

22. Januar 2021

Fehlende Digitalstrategie

Wenn es in dieser Pandemie einen Konsens gab, dann diesen: Schulschliessungen müssen um jeden Preis vermieden werden. Am Mittwoch bekräftigte der Bundesrat diese Haltung, nachdem die kantonalen Erziehungsdirektoren und die Corona-Task-Force dringend von einer zweiten Schulschliessung abgeraten hatten. Vom Tisch ist die Massnahme aber nicht. Der Kanton Aargau schickt per 25. Januar alle Mittel- und Berufsschüler in den Fernunterricht. Breiten sich die neuen Virusvarianten weiter aus, könnte in Sekundar-, Gymnasial- und Berufsschulen landesweit Fernunterricht verordnet werden. Die Primarschüler und Kindergärtler soll es nur im äussersten Notfall treffen. Denn seit der nationalen Schliessung der Schulen im Frühling gilt das Credo, dass die negativen Folgen für Kinder auf dieser Stufe am stärksten sind.


"Jugendliche weinen mittlerweile gleich viel wie Kinder im Vorschulalter", NZZ, 22.1. von Andri Rostetter

21. Januar 2021

Schulschliessungen sind für die EDK "Ultima Ratio"

Silvia Steiner, oberste Erziehungsdirektorin der Schweiz, sieht keinen Grund, flächendeckend auf Fernunterricht umzustellen. Auch müsse verhindert werden, dass wegen einzelner Infektionen ganze Schulhäuser in den Lockdown gezwungen würden.

Silvia Steiner beobachtet genau, prüft und diskutiert. Bild: Tages Anzeiger
"Familien werden Schwierigkeiten bekommen", Tages Anzeiger, 21.1. von Daniel Schneebeli

11. Januar 2021

Nur ja keinen Fernunterricht

Eigentlich sei sie eine «grenzenlose Optimistin», sagt Silvia Steiner (CVP). Aktuell beschreibt die Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) ihre Gemütslage als «verhalten optimistisch». Aufgrund knapper Impfstoffe und angesichts mutierter Virenstämme und noch unklarer Auswirkungen der vergleichsweise hohen Bewegungsfreiheiten während der Festtage sei abzuwarten, ob die Zahlen nicht wieder in die Höhe schnellten. Sie sei selbst gespannt.

Doch was bedeutet das nun für die Zürcher Schulen?

"Fernunterricht ist der letzte Ausweg", Tages Anzeiger, 9.1. von Anielle Peterhans

4. Januar 2021

An digitalisiertem Unterricht führt kein Weg mehr vorbei

März 2020, die Schülerinnen und Schüler des Deutschlehrers Stefan Hofer trudeln langsam ein vor ihren Bildschirmen: Fernunterricht an einem Dienstagmorgen im Shutdown, an der Kantonsschule Enge in Zürich genauso wie an allen übrigen Schulen im Land. Die Klasse kämpft mit technischen Problemen. Kommunikationsplattformen wie Teams und Zoom sind damals noch Neuland.

Mehr Miteinander, mehr vernetztes Denken: Hat die Corona-Pandemie unsere Schulen für immer verändert? NZZ, 3.1. von Robin Schwarzenbach

19. Dezember 2020

Keine Schulschliessungen und kein Fernunterricht

Der Bundesrat hat zwar keine Einschränkungen für die Schulen beschlossen. Mehrere Kantone dehnen aber die Weihnachtsferien aus oder greifen auf Fernunterricht zurück. Der Schaffhauser Regierungsrat hat entschieden, die Schulen in der Weihnachtswoche zu schliessen. Am Freitag, 18. Dezember war der letzte Schultag für den Kindergarten, die Primarschule sowie die Sekundarstufen I und II. Für die ersten zwei Wochen nach den Weihnachtsferien vom 4. bis 15. Januar zieht der Kanton in Erwägung, für alle Schulen Fernunterricht zu verordnen.

Fernunterricht oder Verlängerung der Weihnachtsferien? Lehrerverbände und Erziehungsdirektoren halten wenig von neuen Corona-Einschränkungen für die Schulen, NZZ, 18.12. von Lorenz Honegger 

14. Dezember 2020

Besonders Primarschulen kämpfen mit Problemen beim Fernunterricht

Die Schweiz eiert momentan durch die zweite Welle der Covid-19-Pandemie. Praktisch kein Tag vergeht, an dem nicht ein Kanton irgendwelche Massnahmen erlässt und beispielsweise die Turnhallen schliesst, während etwa die Restaurants geöffnet bleiben dürfen. Angesichts der zunehmend unübersichtlichen Lage geht fast vergessen, dass es doch noch einige Konstanten im Wirrwarr der Massnahmen gibt. Dazu gehören die Schulen. Kein Kanton denkt momentan daran, seine Bildungsinstitutionen zu schliessen. Die meisten Schüler, Eltern, Lehrer und Behörden tun alles, um nicht zum flächendeckenden Homeschooling zurückzukehren, wie es während der ersten Welle vom Bundesrat angeordnet worden war. 

Mehr Unterstützung bei Fernunterricht gefordert, NZZ, 10.12. von Erich Aschwanden

18. November 2020

Studie zu Schulschliessungen

Wie gut haben Schülerinnen und Schüler im Lockdown gelernt? - Eine Frage, die Bildungsfach leute, Lehrpersonen und Eltern nach wie vor umtreibt. Bisherige Studien dazu basierten lediglich auf Umfragen. Jetzt belegen Forscher der britischen Universität Oxford erstmals anhand tatsächlicher Leistungen von Primarschülern vor und nach dem Lockdown: Der Lernfortschritt blieb rund 20 Prozent unter dem erwarteten Wert.

Primarschüler leiden unter Schulschliessungen, Tages Anzeiger, 18.11. von Simone Luchetta

1. November 2020

Fernunterricht nur im äussersten Notfall

Der Fall ist typisch: Im Schulhaus Innerschachen in der Luzerner Vorortsgemeinde Ebikon infiziert sich eine Lehrperson mit dem Coronavirus. In der Folge ordnet der Kantonsarzt für die von ihr unterrichtete Klasse die Quarantäne an. Doch die Situation verschärft sich zunehmend. Die Schule schickt weitere 13 Lehrpersonen und eine zweite Klasse in vorsorgliche Quarantäne. Von einem Tag auf den anderen erhalten die Schüler Fernunterricht.

Schulen wollen keine Schliessung, NZZ, 26.10. von Erich Aschwanden

17. Oktober 2020

Nur ja keine Schulschliessungen

Die Fallzahlen steigen, die Nervosität auch. Prompt ist wieder von Schulschliessungen die Rede. Der Epidemiologe Marcel Tanner, der auch Mitglied der Covid-Task-Force ist, empfahl am Donnerstagmorgen in einem Interview mit dem Schweizer Radio SRF, von der Mittelschule an aufwärts wieder verstärkt auf Online-Unterricht zu setzen.

Lasst die Schulen offen, NZZ, 16.10. von Ruth Fulterer

16. Oktober 2020

Leistungen im Fernunterricht

Alleine zuhause büffeln, statt mit Kolleginnen und Kollegen im Schulzimmer: Vor den Sommerferien war das für die Schülerinnen und Schüler die Realität. Nicht alle kamen gleich gut damit zurecht, das zeigt eine gross angelegte Umfrage, die der Kanton Luzern durchführen liess. Laut dem Kanton die einzige solche in der Schweiz.

Nur wenige Schülerinnen und Schüler lernen zuhause besser, SRF Regionaljournal Zentralschweiz, 15.10. 

Hier der entsprechende Bericht von zentralplus

12. Oktober 2020

Verschlimmert Corona die Chancenungerechtigkeit?

Désirée Dettwiler erklärt den Kindern der Klasse 3a, was sie zu tun haben: «Du öffnest dein Buch auf Seite 140 und kreist die wichtigen Wörter ein.» Sie spricht deutlich, mit theatralischen Pausen und sieht jedem Kind mit grossen Augen ins Gesicht. Die starren gebannt zurück. Man spürt: Dettwiler hat Spass am Austausch mit den Schülern. Sie muss die Interaktion vermisst haben in den vergangenen Monaten. Es ist kaum ein Zufall, dass der Schuldirektor ausgerechnet die Klasse 3a der Primarschule Erlenmatt in Basel vorschlug, als man anfragte, ob man vor Ort nachsehen könne, wie die Schüler durch die Corona-Krise gekommen seien. 

"Ich habe die Hausaufgaben nicht gemacht", NZZ, 5.10. von Ruth Fulterer

27. September 2020

Fernunterricht überfordert Kinder und Jugendliche

Lieber mit Maske die Kollegen treffen, als ohne Maske allein zu Hause sitzen», sagte mir vor kurzem eine Schülerin der Allgemeinen Berufsschule Zürich – dies auf die Frage, ob Home-Schooling bei den derzeitigen Corona-Zahlen nicht viel vernünftiger wäre. «Auf keinen Fall zurück zum Fernunterricht!», meinte sie dezidiert. Warum denn? «Ich habe das Zusammensein mit der Klasse vermisst – und natürlich auch die Lehrer!», fügte sie verschmitzt bei. 

Das Zwischenmenschliche lässt sich nicht digitalisieren, NZZaS, 27.9. von Carl Bossard

27. August 2020

Kritik des VPOD an Schulleitungen

Vor kurzem traten die Schulleiter mit einer internen Umfrage an die Öffentlichkeit. Die Schulleiter klopften sich gegenseitig auf die Schultern, wie gut sie die Corona-Krise gemeistert hätten. Man sprach in diesem Zusammenhang euphorisch von einer "Frischzellenkur für die Schulen". Auch sei die "gegenseitige Wertschätzung" in dieser Zeit gestiegen. Von Seiten der Gewerkschaft tönt es nun etwas anders: fehlende Unterstützung und Wertschätzung. Schulleiter-Präsident Minder hat eine einfache Lösung: Die Pensen für Schulleiter müssten erhöht werden. (uk)

Bildung und Pandemie: VPOD-Kritik an Schulleitungen, SRF, 27.8. (Tonbeitrag)

Umfrage VPOD

Gewerkschaft hält viele Schulleitungen für überfordert, SRF, 27.8. von Noemi Ackermann

22. August 2020

Politiker fordern Samstagsunterricht

Hunderte Schülerinnen und Schüler in der Quarantäne, eine Kantonsschule in Olten, die besonders hart getroffen wurde, und viele Unsicherheiten: Der Schulstart nach den Ferien steht im Zeichen von Corona. Politiker bringen nun neue Ideen ins Spiel, etwa: Unterricht am Mittwochnachmittag und Samstag, um Rückstände aufzuholen.


 Margrit Stamm: Schwache Schüler leiden unter dem Fernunterricht, Bild: pd

Schulen im Coronamodus: Kehrt der Unterricht am Samstag zurück? Aargauer Zeitung, 21.8. von Dominic Wirth