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20. Mai 2019

Bildung ist mehr als Ausbildung


Worin unterscheiden sich Ausbildung und Bildung? Und inwiefern ist Bildung nicht nur ein Vermitteln von Wissen, sondern auch von Werten? Solche Fragen sind am Donnerstagabend am NZZ-Redaktionssitz bei einem Podium zum Thema «Bildung–Menschen mit Kopf und Herz» erörtert worden. 
Bildung mit Werten statt nur mit Wissen, NZZ, 17.5. von Lena Schenkel (NZZ-Podium zur Macht und Ohnmacht der Pädagogik)

3. April 2019

Protest geht vor Schule

Seit Monaten demonstrieren weltweit Jugendliche und Studenten freitags für den Klimaschutz – und machen viele Erwachsene stutzig. Ist es nur ein Zwergenaufstand verirrter Schulschwänzer? Wie viel Aufmüpfigkeit steckt noch hinter Protesten, wenn diese selbst viele Politiker gutheissen? Klimatechnisch mögen sie wenig bewirken, doch ein Signal setzen sie bereits jetzt: Protest geht vor Schule. Dies zu unterschätzen, wäre ein Fehler.
Klimaproteste: Platzt gerade die Diplomblase? NZZ, 2.4. von Milosz Matuschek

11. Oktober 2015

Berufslehren sind in Genf die Ausnahme

Für viele Kinder - und vor allem für ihre Eltern - scheint es nur eine Zukunftsperspektive zu geben: die Matura. In Genf ist der Anteil der Lehrlinge der kleinste der Schweiz. Nur 4 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich für eine Berufsausbildung. Weniger als jedes zehnte Unternehmen bildet Lehrlinge aus.
Genf lernt die Lehre, NZZaS, 11.10. von Ron Hochuli

16. November 2013

Abenteuer Bildung

Die neue Ausstellung im Vögele-Kulturzentrum in Pfäffikon SZ nimmt die Besucher mit auf eine Bildungsreise, die zeigt, wie vielschichtig der Begriff "Bildung" ist. Das griechische Wort "Schule" bedeutet ursprünglich "freie Zeit" - davon haben wir uns weit entfernt. Heute ist Bildung an der Schule nicht immer ein Vergnügen.


Bildung ist mehr als Ordnung: Ursus Wehrlis Pausenplatz aus der Serie "Die Kunst, aufzuräumen", 2013, Bild: Ursus Wehrli

Literatur ist wurst - Bildung nicht, NZZ, 16.11. von Claudia Wirz
Link zur Ausstellung

2. September 2013

Kombi-Diplom Kindergarten-Unterstufe

In Zürich soll es bald möglich sein, ein Kombi-Diplom für den Kindergarten und für die Unterstufe der Primarschule zu erlangen. Die Vorlage muss allerdings noch die Schlussabstimmung in vier Wochen überstehen.
Lehrer und Kindergärtner gleichzeitig, Tages Anzeiger, 2.9.

25. März 2013

Welche Fremdsprache für welchen Beruf?

Der Kanton Aargau informiert, welche Fremdsprachen für welche Beruf Voraussetzung sind. Dies ist dann von Bedeutung, wenn bestimmte Sprachfächer abgewählt werden können. 
Französisch und Englisch? Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf Kanton Aargau

6. März 2013

Ziel: Eine Lehrkraft pro Klasse

Zürich möchte die Zahl der Lehrkräfte pro Klasse reduzieren und testet dies in einem Pilotprojekt. Der Thurgau geht noch einen Schritt weiter: An der PH Thurgau sollen Lehrkräfte ausgebildet werden, welche alle Unterrichtsfächer erteilen können. Heute beklagen vor allem kleinere Schulen fehlende Lehrbefähigungen.










Dank Studienplanreform bald wieder Allrounder aus der PHTG, Bild: Urs Jaudas

Ziel: Nur ein Lehrer pro Klasse, St. Galler Tagblatt, 6.3. von Mathias Frei

5. Februar 2013

Luzern sucht Seklehrer

Viele Schulleiter im Kanton Luzern sind froh, wenn sich auf eine offene Stelle überhaupt eine Sekundarlehrperson meldet. Bei den fachlichen Qualifikationen müssen sie oft ein Auge zudrücken, denn wer sich meldet, hat selten die gewünschte Fächerkombination. Seit einigen Jahren können PH-Studenten ihre Fächer frei auswählen. Das hat Folgen: In Französisch und Naturlehre herrscht grosser Lehrermangel. Wie viele Lehrpersonen zurzeit im Kanton Luzern ein Fach unterrichten, obwohl sie kein Diplom dafür haben, weiss nicht einmal die Dienststelle Volksschulbildung. Nun wird die Forderung laut, dass sich die Ausbildung der Sekundarlehrpersonen stärker an der Nachfrage orientieren soll.




Luzern sucht Sekundarlehrer, Bild: Boris Bürgisser

Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 5.2. von Roseline Troxler

23. Januar 2013

Mehr schnuppern!

Im Kanton Luzern häufen sich die Lehrabbrüche. Ein Grund dafür sei die ungenügende Kenntnis über die Berufslehre. "Es ist essenziell, dass die Jugendlichen in verschiedenen Berufen schnuppern, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden", sagt ein Berufsbildner.
Lehrabbruch: Schüler schnuppern zu wenig, Neue Luzerner Zeitung, 23.1.

10. Januar 2013

Hohe Schule des pädagogischen Blablas

In der jüngsten Ausgabe der Weltwoche setzt sich Lucien Scherrer mit dem Drang der PH nach akademischen Weihen und Forschung zur Selbstverwirklichung auseinander. Fazit: Weniger wäre mehr: weniger Abgehobenheit, weniger Pseudowissenschaft, weniger Einbildung.


Als die Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) im letzten September ihren neuen Campus in der Grossüberbauung Europaallee nahe des Hauptbahnhofs einweihte, war die Befriedigung spürbar. Es sei der schönste Tag seiner Karriere, sagte Rektor Walter Bircher. Endlich hatte die PH den Platz, der ihr gebührt: gross, ­visionär, von internationaler Ausstrahlung. Doch die Freude währte nur kurz. Da das Gebäude nach strengsten Minergie-Standards gebaut ist, wird das Klima durch eine kontrollierte Lüftung geregelt, die Fenster lassen sich nicht öffnen. Wegen akuter Lufttrockenheit klagten Dozenten über Juckreiz und Schwindelanfälle. Aussen Glanz, innen Mief: Der Prestigebau wurde zur Lachnummer. Ein Bild mit Symbolcharakter?
Die pädagogischen Hochschulen (PH) – aktuell gibt es deren 15 – sind vor zehn Jahren angetreten, die rund 150 Lehrerseminare im Land zu ersetzen. Ihr Auftrag ist simpel: Studenten zu Lehrkräften ausbilden, die im Schulzimmer reüssieren.
Doch die PH sind heute viel mehr als kommune Lehrerschulen. Sie leisten sich Forschungsgruppen, lassen ihre Studenten Arbeiten über «Humor» oder «Gender» schreiben und verleihen ihnen Titel wie «Master» und «Bachelor». Dass die Ausbildung einen universitären Touch erhielt, entspricht dem ­Willen der Politik. So schreibt die eidgenössische Konferenz der Bildungsdirektoren (EDK) vor, dass auch noch die kleinste PH Forschung ­betreiben muss, um anerkannt zu werden. Ob das der Lehrerausbildung gut bekommt, ist seit den Anfängen des PH-Systems umstritten. Anhänger der alten Lehrerseminare warnen vor einer Akademisierung, die den praktischen Geist der Lehrerseminare ersticken ­werde. Die SVP forderte vor einem Jahr gar die Einführung einer «Lehrer-Lehre» ohne ­pädagogische Hochschulen, fand aber kaum Widerhall.
Die PH selbst versichern, dass sie die Bodenhaftung nicht verloren hätten. Es sei ein «Gerücht», dass die Ausbildung theoretischer geworden sei, schrieb der Tages-Anzeiger kürzlich über die PH Zürich, wo mittlerweile 3000 ­Studenten (80 Prozent davon sind Frauen) ­unterrichtet werden. «Unsere Studenten verbringen heute über einen Viertel ihrer Ausbildungszeit im Klassenzimmer», sagt Rektor Walter Bircher, «das ist mehr als doppelt so viel wie zu Lehrerseminar-Zeiten.» Gleichzeitig liefere die Ausbildung ein solides theoretisches Fundament, ohne das der Alltag nicht zu meistern sei, erklärt der gelernte Primar- und Gymna­siallehrer. «Wenn ein Maurer auf einem Untergrund mauern muss, den er nicht kennt, braucht er theoretisches Grundwissen.» Die grosse Frage ist, wie es um die Verknüpfung von wissenschaftlichem Überbau mit der Basis steht: Taugt das, was an theoretischer Bildung vermittelt wird, im Alltag? Kümmert sich der akademische Apparat um das, was an der Basis läuft? Auf derartige ­Fragen antworten viele «Ehemalige» mit ­einem klaren «Nein». «Das Motto lautet: ‹Je wissenschaftlicher, desto besser›», sagt eine Lehrerin aus dem Zürcher Unterland. «In den Vorlesungen gab es wahnsinnig viel theo­retisches Blabla, dessen Sinn mir bis heute ­schleierhaft ist.»
Rund 500 Dozenten unterrichten an der PH, wie viele davon das Prädikat «Praktiker» verdienen, ist umstritten. Gemäss Walter Bircher verfügen mehr als 80 Prozent über ein Lehrerdiplom und haben auch unterrichtet. Das gibt ­jedoch kaum Aufschluss darüber, wie lange diese Erfahrung dauerte und wie lange sie her ist. Die oben zitierte Lehrerin schätzt, dass «höchstens ein Drittel» die heutige Realität im Klassenzimmer wirklich kennt.
Sie ist nicht die Einzige, die sich an weltfremden Modulen und Dozenten stört. Ein 45-jähriger Lehrer, der als Quereinsteiger an die PH kam, erinnert sich an «schöngeistige Theorien» und «Gspürschmi-Module». Neben der Übung «Ertaste mit den Füssen Gegenstände in einem Sack» musste er ein «Gender-Modul» besuchen, von dem ihm einzig geblieben ist, dass es auf der Welt offenbar zwei Geschlechter gibt und dass eines davon weiblich ist. Wer in der Schlussarbeit nicht konsequent von «Schülerinnen und Schülern» sprach, musste die Arbeit wieder­holen. Die Vorbereitung auf den Alltag – etwa auf den Umgang mit schwierigen Schülern – sei dagegen «lachhaft» gewesen. «Man hat uns eingetrichtert, dass man die Schüler mit ‹Ich-­Botschaften› in den Griff bekäme, also mit ­Sätzen wie: ‹Du, ich finde es nicht gut, dass du immer dreinredest.›» Im Klassenzimmer habe er schnell gelernt, dass das nicht funktioniere. «Wenn ich so mit Schülern rede, lachen sie mich aus und sagen: ‹Ist der schwul oder was?›»
Ähnliche Erfahrungen machte ein 28-jähriger Lehrer, der 2010 abgeschlossen hat. «Es gibt unter den Dozenten ein paar Lichtfiguren, aber die meisten folgen einem Mainstream, der antiautoritäre Erziehungsideale hochhält», sagt er. «Aber kaum jemand wagt es, ihnen zu widersprechen.» Mathematikformeln oder Rechtschreibung und Grammatik zu pauken, sei in dieser Gilde verpönt und ­gelte als geistlos, alles müsse «kreativ» sein und «spielerisch» erlernt werden. «Dabei», meint der Junglehrer, «sind schwache Schüler mit solchen Konzepten überfordert.»
Gerade Lehrerinnen und Lehrer, die nach der PH im rauen Alltag von Sek-B- oder ­Sek-C- Schu­len landen, erleben zuweilen einen Schock. «Wir hatten Studenten, die nach zwei Tagen heulend aus dem Klassenzimmer kamen», sagt Hanspeter Amstutz, ein erfahrener Sek-B-Lehrer an der Sekundarschule Effretikon. «An der PH hatte man ihnen eingeschärft, dass sie auf keinen Fall Frontalunterricht geben sollen, aber mit ihrem ‹offenen› Unterricht sind sie kläglich aufgelaufen.» Amstutz wirft der PH vor, Dogmen zu verbreiten, statt über Erfahrungen aus der Praxis zu diskutieren, wie man das früher in den Lehrerseminaren getan habe. «Die Dozenten mauern sich ein und klammern sich an Theorien, die von motivierten, selbständigen und disziplinierten Schülern ausgehen.» Schülern, die selbst in Sek-A-Klassen zu einer raren Spezies ge­hörten.
Walter Bircher kann die Vorwürfe, dass an der PH weltfremde Theorien verbreitet würden, nicht nachvollziehen. «Viele Studenten bewerten die theoretischen Konzepte in der Ausbildung positiv», sagt er. Dass die PH ­einem idealisierten, weltfremden Schülerbild nachhängt, wie von Amstutz suggeriert, bestreitet er: «Wir gehen von der Annahme aus, dass im Grunde alle Schüler neugierig sind und etwas lernen wollen. Das ist doch nicht idealistisch.»
Sicher ist: Was die Didaktiker der PH an Konzepten entwickeln, kommt bei der Basis nicht immer gut an – und das hängt auch damit zusammen, dass die Fähigkeiten der Schüler unterschiedlich eingeschätzt werden. 2008 lancierte die PH, die sich als internationales Sprachkompetenz­zentrum etablieren wollte, mit grossem Tamtam eigene Englischlehrmittel, «Voices», «First Choice» und «Explorers». Die Fachwelt war über die «ultramodernen Lehrmittel» (Tages-Anzeiger) begeistert und überschüttete sie mit Preisen, denn sie entsprachen ganz dem Zeitgeist: Statt Grammatik zu büffeln, sollten die Schüler die Sprache «erleben» und «erforschen».
Im Alltag erlebte das zehn Millionen Franken teure Wunderwerk ein Fiasko. Die Lehrerschaft weigerte sich, damit zu arbeiten, weil es die Schüler überfordere. Der Bildungsrat strich die Bücher auf Druck von unten von der Liste der ­obligatorischen Lehrmittel. Hanspeter Amstutz schüttelt über die Geschichte den Kopf: «Man hat die Gestaltung Didaktikern überlassen und Ratschläge von uns Praktikern ignoriert.»
Unter «konservativen» Lehrern wie Am­stutz gilt die PH als Hort von Bildungsreformern, welche die Welt mit neuen Unterrichtsmodellen beglücken wollen, deren Nutzen fragwürdig ist. Tatsächlich dürfen Lehrer, die auf «individualisierten» oder «integrativen» Unterricht setzen, auf Applaus hoffen. Wer das nicht tut, gilt als rückständig. So liegt der Weltwoche der Evaluationsbericht einer Schule vor, die wegen mangelnden Engagements für «individualisierte» Lernformen kritisiert wurde. Die Sekundarschule Uetikon dagegen, die mit «selbstgesteuertem» Unterricht experimentiert, wurde 2009 von der PH mit einem Preis ausgezeichnet, obwohl das System viele Schüler überforderte und einen Aufstand in der ­Elternschaft provozierte.
Dabei kommen inzwischen selbst PH-Untersuchungen zum Schluss, dass neue Unterrichtsformen nicht nur das Gelbe vom Ei sind. Die Autorinnen einer Studie über die integrative Schulung von verhaltensauffälligen und behinderten Kindern stellten nach einer Auswertung von Interviews mit Lehrern und Heilpädagogen etwas betreten fest, dass das Modell mehr «Grenzen» als positive Seiten ­habe. Ganz anders als in der Literatur dargestellt. «An der PHZH», so schreiben sie, «wird unserer Meinung nach ebenfalls ein relativ einseitiges Bild über die schulische Integration vermittelt, welche in ein sehr positives Licht gerückt wird.»
Für die Forschung gab die PH Zürich 2011 10,5 Millionen Franken aus, bei einem Gesamtbudget von 99 Millionen. Geld, das angeblich gut investiert ist. «Wir betreiben Forschung, die Fragen der Basis aufnimmt und Antworten an die Basis zurückgibt», sagt Rektor Bircher. Dieses Prinzip ist jedoch nicht immer leicht zu erkennen, etwa im Fall des laufenden Projekts «Rumba», das den «Umgang mit Anforderungen und Ressourcen von Lehrpersonen in der Bewältigung der Berufsanforderungen und ihr Zusammenwirken mit wahrgenommener Schulqualität» untersucht. Was für einen Nutzen die Basis aus der Arbeit der Gruppe Bisug ziehen soll – sie ist «spezialisiert auf Analysen von Bildungsverläufen und Sozialisationsprozessen in formalen und non-formalen Bildungsräumen mit Blick auf deren Strukturierung durch soziale Ungleichheiten» –, ist ebenfalls schleierhaft. Vielmehr zeugt das intellektuelle Imponiergehabe dieser Grüppchen, die sich im Internet ihrer «internationalen Vernetzung» rühmen, vom Drang nach wissenschaftlicher Selbstverwirklichung. Was hat das mit dem Grundauftrag der PH zu tun?
Für Hanspeter Amstutz ist klar: Die PH brauchen wieder mehr Erdung, der akademische Apparat muss zurückgestutzt und «mit der Praxis verzahnt» werden. Der Kinder- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl, der mit dem System der Lehrerbildung vertraut ist, wünscht sich allgemein, dass in der Ausbildung eine neue «Bescheidenheit» einkehrt. «Grosse Institutionen laufen immer Gefahr, ihre Kernaufgabe aus den Augen zu verlieren. Es ist so, als würden sich die SBB in einem philosophischen Diskurs darüber ergehen, was Verkehr bedeutet. Dabei geht es doch vor allem darum, dass die Züge funktionieren und pünktlich fahren.»
Quelle: Weltwoche 2.13 von Lucien Scherrer

9. Januar 2013

Kritik an Kindergärtnerinnen-Ausbildung

In einer einfachen Anfrage üben die Thurgauer SVP-Kantonsräte Verena Herzog, Hanspeter Gantenbein und Andrea Vonlanthen Kritik an der Ausbildung der Kindergärtnerinnen an der PHTG. Sie fragen nach Anpassungen an der Ausbildung, damit diese "den Namen wieder verdient". Die drei Kantonsräte möchten wissen, ob die PHTG die Basisstufen-Ausbildung noch anbietet, da eine Basisstufe eine Erlaubnis des Kantons benötigt. Der Bedarf an entsprechend ausgebildeten Kindergärtnerinnen sinke. Das Zürcher Nein zur Basisstufe sehen die drei Kantonsräte als Absage des Volks an die "Reformitis" im Bildungswesen.
Quelle: St. Galler Tagblatt, 9.1.

14. Dezember 2012

EDK anerkennt Walliser Ausbildung

Die EDK anerkennt vier Lehrdiplome der PH-VS. Damit können im Wallis ausgebildete Lehrpersonen auf Stufe Sekudarschule und schulische Heilpädagogik auf dem gesamten Schweizer Territorium arbeiten.
EDK anerkennt Sekundar- und Heilpädagogikdiplome, 1815.ch

13. November 2012

10. Schuljahr bleibt bestehen

Der Nidwaldner Regierungsrat hebt das schulische Brückenangebot für Jugendlichen mit Schulleistungen im mittleren bis hohen Leistungsbereich nicht auf. Damit verzichtet er auf Einsparungen von 270'000 Franken. Das Brückenangebot, ein zehntes Schuljahr, hilft Jugendlichen, die aus sozialen oder schulischen Gründen keine Lehrstelle finden.
Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 13.11.

29. Juli 2012

Nachgefragt: Rudolf Künzli

Rudolf Künzli, ehemaliger Rektor der PHNW und Lehrplanforscher, kritisiert die neuen Richtlinien für Quereinsteiger der EDK. Konkret findet er, die Führungskompetenz der Lehrer werde höher gewichtet als deren fachliche Kompetenz. Ausserdem werde durch diese Richtlinien die Tertiarisierung der Lehrerbildung desavouiert und verschiedene Berufe würden ungleich behandelt. Schliesslich sei die Quereinsteigerausbildung nicht mit der nötigen langfristigen Perspektive eingeführt worden.
Rudolf Künzli (RK) nimmt hier kurz Stellung zu meinen Fragen (UK).


UK: Haben Sie Reaktionen auf Ihren Beitrag erhalten? 
RK: Ich habe intern eine Reihe von positiven Rückmeldungen erhalten.
UK: Muss man pensioniert sein, um sich kritisch zur Schweizer Bildungspolitik zu äussern?
RK: Nein, man muss nicht pensioniert sein, freilich die Lehrerbildung ist ein besonders überwachtes Gebiet. Amtliche Loyalität wird gross geschrieben und der Primat der Politik gehört gleichsam zum Amt in bildungspolitisch vermintem Gelände. Cohep (Konferenz der Rektoren der PH) und LCH bleiben deshalb sprachlos.
UK: Die PH der Schweiz konnten dieses Frühjahr Rekord-Anmeldezahlen melden. Braucht es überhaupt eine Quereinsteiger-Ausbildung?
RK: Ich meine nicht.
UK: Wie sehen Sie die Zukunft der Lehrerausbildung? Wird Lehrer zu einem Job für Versager?
RK: Nein, das denke ich nicht. Aber die mangelnde Konsistenz und Kontinuität der Lehrerbildungspolitik ist zweifellos eine Hypothek. In den letzten 15 Jahren hat die EDK ihr Beschlüsse in der Sache mindestens 5x wieder geändert und revidiert. Das ist keine vorausschauende Politik. Ich interpretiere dies als Ausdruck a) eines nicht hinreichend geklärten Lehrerbildes und b) hochschulpolitischer Interessen- und Machtkämpfe.
Weitere Beiträge von Rudolf Künzli auf www.lehrplanforschung.ch

Quereinsteigerausbildung in der Kritik, Bild: PHZ

23. Juli 2012

Multicheck schneidet schwach ab

Eine Studie vergleicht die Voraussagekraft von Schulnoten mit einem Multicheck. "Der prognostische Mehrwert, den der Multicheck ... unter Kontrolle kontextueller Einflüsse wie Geschlecht, schulischer Laufbahn oder sozialer und räumlicher Herkunft einbringt, ist gering". Dies überrascht, da Schulnoten und Zeugnisse von Lehrbetrieben häufig kritisert worden sind. Nun stellt sich heraus, dass die von vielen Betrieben zur Lehrlingsselektion verwendeten Tests (Multicheck und Basic-Check) ihren Ansprüchen nicht gerecht werden können. Die Leistungen im Multicheck sind kein verlässlicher Hinweis auf die zukünftigen Leistungen des Lehrlings. 

Multicheck zur Lehrlingsselektion ungeeignet, Bild: zukunftstattherkunft.ch
Was kann ein standardisierter Berufseignungstest, was die Schulnoten nicht können? Michael Siegenthaler

16. Juli 2012

Befragung von Neulehrern

Erstmals wurden Junglehrer, die ihre Ausbildung an der PHZH absolviert haben, über die Ausbildungsqualität befragt. Wie gut fühlen sich Junglehrer auf den Berufseinstieg an der Volksschule vorbereitet? Die PH-Abgänger schätzen ihre beruflichen Kompetenzen nach der Ausbildung "recht hoch" ein und fühlen sich für die Arbeit im Schulfeld gut gerüstet.
Zufrieden im Beruf: Gemäss einer Umfrage der Pädagogischen Hochschule würden die meisten jungen Lehrerinnen und Lehrer ihren Job weiterempfehlen.
Die meisten jungen Lehrerinnen würden ihren Job weiterempfehlen, Bild: Christian Beutler/NZZ
Gut vorbereitet für den Lehrberuf, Medienmitteilung Kanton Zürich
Junge Lehrer fühlen sich gut vorbereitet, NZZ, 6.7. von Walter Bernet
Pädagogische Hochschule "viel besser als ihr Ruf", Tages Anzeiger, 7.7. von Daniel Schneebeli

EDK-Reglement für Quereinsteiger

Das neue Reglement der EDK für Quereinsteiger in den Lehrerberuf hat viele Reaktionen von Seiten der Leser ausgelöst. Hier eine kleine Auswahl aus Schweizer Zeitungen.
Lehrermangel lässt Einstiegshürden sinken: Ein Lehrer vor seiner Klasse. (Archivbild)
Tiefere Einstiegshürden für Quereinsteiger, Bild: Keystone
Lehrer brauchen keine Matur mehr, Basler Zeitung, 5.7.
Ohne Matura in den Lehrerberuf, St. Galler Tagblatt, 6.7.
Kantone lassen Quereinsteiger für den Lehrerberuf zu, sda, 5.7.

5. Juli 2012

EDK regelt Ausbildung für Quereinsteiger

Nun ist es schwarz auf weiss: Lehrer kann jeder werden, der folgende zwei Bedingungen erfüllt: Mindestalter 30 Jahre und einen Lehrabschluss. Damit hat man nachvollzogen, was in der Ausbildung schon lange praktiziert wird: Die gymnasiale Matur als Zulassungsschein zur Lehrerausbildung ist zwar schön und gut, aber nicht notwendig. Ursprünglich wollte man die Lehrerausbildung auf Tertiärstufe bringen, um das Image des Berufs zu heben. Mit den neuen Richtlinien der EDK ist dies nun nicht mehr nötig. Der nächste Schritt wäre konsequenterweise die Lehrer-Lehre nach SVP-Gusto

Wieso nicht Lehrerin werden? Bild: academics.de
Quereinstieg in den Lehrberuf, Medienmitteilung der EDK, 5.7.

2. Juli 2012

Aargauer Lehrerverband zieht Initiative zurück

Der Aargauische Lehrerinnen- und Lehrerverband (alv) zieht seine vor zwei Jahren eingereichte Volksinitiative "für eine Schule mit Lehrpersonen" zurück. Der Kanton habe inzwischen wichtige Forderungen des Begehrens umgesetzt. 
Aargauer Lehrer ziehen Initiative gegen Lehrermangel zurück (Archiv)
"Lehrer nur mit Lehrdiplom", die Lage habe sich verbessert, Bild: Keystone
Aargauer Lehrerverband zieht Initiative gegen Lehrermangel zurück, Aargauer Zeitung, 2.7.

19. Juni 2012

Üppiges Angebot verlangsamt das Erwachsenenleben

Als Lehrer von Teenagern fragt man sich oft, wie und wann manche Jugendliche den Sprung zum Erwachsenenleben schaffen. Dabei haben wir doch für alles gesorgt: Nachhilfe, Privatschule, Berufsberatung, Lehre, Zwischenlösung, 10. Schuljahr, FMS/DMS/HMS, Gymnasium, Unterstützungsangebote, Freizeit und, und, und. Alan Guggenbühl findet, das grosse Angebot an beruflichen und schulischen Möglichkeiten überfordere viele. Es brauche echte Verantwortung ohne Einmischung der Erwachsenen.
Strand, Party und dolce far niente. Das süsse Nichtstun macht Spass.
Das Leben als nie endende Party, Bild: Kemal Jufri
Der immer längere Weg ins Erwachsenenleben, NZZ, 18.6., von Allan Guggenbühl