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31. Juli 2020

Beyond Age Effects in Instructional L2 Learning

Gemäss Raphael Berthele von der Uni Fribourg handelt es sich bei der Untersuchung von Simone Pfenninger und David Singleton um eine «ausgeglichene und einfühlsame Studie», die sich mit einem Thema befasst, das uns alle interessiert. Pfenninger und Singleton präsentieren dabei neue Daten und analysieren diese sorgsam. Die Autoren untersuchen die Auswirkungen sowohl interner als auch externer Faktoren unter Anwendung modernster statistischer Modelle.

Verlag: Multilingual Matters, 2017
Buchbesprechung Simone Pfenninger und David Singleton, 31.7. von Urs Kalberer

3. November 2019

Politiker tragen die Verantwortung für den Misserfolg


Nach sieben Jahren Französischunterricht können sich gerade mal 10,8 Prozent der Schulabgänger auf Französisch verständigen: ein katastrophales Resultat. Es stammt aus der Schlussevaluation zum Fremdsprachenprojekt Passepartout, von den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn, Bern, Freiburg und Wallis in Auftrag gegeben. Jahrelang haben die verantwortlichen Bildungsdirektoren jede Kritik am Fremdsprachenkonzept mit dem Hinweis auf eben diese Schlussevaluation vom Tisch gewischt. Und jetzt hat diese nicht ergeben, was sich die Passepartout-Verantwortlichen erhofft hatten.
Das Französisch-Rad vergeblich neu erfunden, Basler Zeitung, 2.11. von Thomas Dähler

22. Mai 2018

Zwei Primarfremdsprachen wirken sich auf Deutschkenntnisse aus

«Je früher ein Kind mit dem Erlernen einer Fremdsprache beginnt, desto besser!» Dieser Volksglaube steckt auch heute noch in den Köpfen vieler Menschen. Was damit wirklich gemeint ist, ist die Auseinandersetzung mit einer Fremdsprache über einen langen Zeitraum, gepaart mit der immer wieder stattfindenden Konfrontation derjenigen.
"Je früher, desto besser" stimmt nicht immer, Basler Zeitung, 22.5. von Saskia Olsson

13. April 2018

Ausser Spesen nichts gewesen

Fremdsprachen lernen, je früher desto besser, ist ein Mythos! Der Mythos entsteht durch die Tatsache, dass mehrsprachig aufwachsende Kinder eine Zweit-, ja selbst mehrere Sprachen intuitiv aufnehmen können. Dazu müssen jedoch drei Bedingungen erfüllt sein: 

1. Die Sprachen müssen im sozialen Umfeld dauernd und über lange Zeit gesprochen werden.
2. Sie müssen in möglichst verschiedenem, motivierendem Kontext und ohne Leistungsdruck vermittelt werden.
3. Die Kontaktpersonen müssen authentisch in ihrer Muttersprache (oder fast muttersprachlich) sprechen. 
Zu-früh-Fremdsprachen, Bündner Tagblatt, 11.4. von Marianne Manzanell

24. Januar 2018

Baselland stimmt über Frühenglisch ab

Das hat es anderswo in der Schweiz noch nie gegeben: Die Stimmberechtigten im Baselbiet werden voraussichtlich an der Urne über die Abschaffung von Frühenglisch in den Primarschulen entscheiden. Die kantonale Abstimmung über die Volksinitiative «Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt» dürfte am 10. Juni stattfinden. Morgen ist die Initiative im Landrat traktandiert.
Die obligatorischen Passepartout-Lehrmittel werden heftig kritisiert, Bild: Stefan Leimer
Frühenglisch steht zur Debatte, Basler Zeitung, 24.1. von Thomas Dähler

8. Januar 2018

Neue Fremdsprachendidaktik kostet viel und bringt nichts

Eine neue Studie belegt: Kinder, die früher Französisch lernen müssen, beherrschen die Sprache schlechter als Schüler, die später damit beginnen. Damit beweist Susanne Zbinden von der Universität Fribourg in ihrer mit «summa cum laude» ausgezeichneten Masterarbeit, was Lehrer schon lange vermuten: Die neue Fremdsprachendidaktik kostet viel und bringt nichts. «Es ist ein aufgeblasenes Konzept, aber Kritiker wurden jahrelang in die Ecke der Ewiggestrigen gestellt», sagt Philipp Loretz, Geschäftsleitungsmitglied des Lehrervereins Baselland.
Frühsprachen-Konzept zeigt seine Schwächen, Basler Zeitung, 8.1. von Franziska Laur

12. Dezember 2017

Mafiöse Strukturen hinter Passepartout?

Regierungsräte können sich gegenüber den Passepartout-Autoren der FHNW nicht durchsetzen?! Wem gegenüber sind diese Ideologen verantwortlich? Die Fakten liegen auf dem Tisch: Die miserablen Feedbacks der Lehrkräfte, der enorme Frust der Elternschaft, die desillusionierenden Resultate der Pfenninger-Studie, und mittlerweile ist auch die Überlegenheit der Schülerschaft belegt, die mit den alten Lehrbüchern Französisch lernte, gegenüber den Passepartout-Geschädigten.
Basler Zeitung, 12.11. Leserbrief von Felix Hoffmann

4. Juli 2017

Studie stützt Baselbieter Fremdsprachen-Initiative

Noch hat der Baselbieter Landrat die vor über einem Jahr eingereichte Initiative «Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt» nicht behandelt. Doch es steht fest, dass das Volk darüber abstimmen wird, ob Frühenglisch in den Baselbieter Primarschulen weitergeführt wird. Jetzt erhalten die Initianten Schützenhilfe: Eine soeben publizierte und auf Erfahrungen in der Schweiz abgestützte Studie zeigt auf, dass sich der grosse Aufwand für den frühen Spracherwerb nicht lohnt: Wer später beginnt, holt in kurzer Zeit auf. Das von den Sprachwissenschaftlern Simone E. Pfenninger und David Singleton in Bristol herausgegebene wissenschaftliche Werk geht der Frage nach den Gründen dieser Erkenntnisse nach.
"Je früher desto besser" gilt nicht, Basler Zeitung, 4.7. von Thomas Dähler

14. Mai 2017

Erst einmal richtig Deutsch lernen

Zwei Fremdsprachen in der Primarschule zu lernen, bringe nichts, ja schade sogar, sagen Forscher. Ihre Einwände werden von den Bildungspolitikern ignoriert.
Politik statt Verstand, Weltwoche, 11.5. von Daniela Niederberger

12. April 2017

Primarfremdsprachen sind ineffizient, teuer und überfordern die Schüler

An der Primarschule soll nur noch   eine Fremdsprache unterrichtet werden. Dies fordert eine Initiative im Kanton Zürich. Man sollte noch weiter gehen.
Sprachendämmerung, Weltwoche, 6.4. von Philipp Gut

5. März 2017

Studie zweifelt am Sinn der Primarfremdsprachen

Im Mai kommt es zu einer wegweisenden Abstimmung im Schweizer Sprachenstreit. Die Stimmberechtigten im Kanton Zürich befinden über die Initiative, die eine Beschränkung auf eine Fremdsprache an der Primarschule fordert. In weiteren Kantonen sind ähnliche Volksbegehren pendent. Sagt Zürich Ja, wird der Sprachenkompromiss der Erziehungsdirektorenkonferenz aus den Angeln gehoben, der besagt, dass alle Primarschüler in der Schweiz eine zweite Landessprache und Englisch lernen.
Die Studie stellt den Aufwand der Primarfremdsprachen infrage. Bild: Christian Beutler
Frühenglisch bringt zu wenig Vorteile, NZZaS, 5.3. von René Donzé

19. Februar 2017

Defizite von Passepartout-Klassen

«Die Schülerinnen und Schüler lernen Sprachen anhand von interessanten Sachtexten und nicht von künstlich konstruierten Standardsätzen und Dialogen. Im Vordergrund steht das Handeln und Kommunizieren: Die Schülerinnen und Schüler lernen so Wortschatz und Grammatik nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit spannenden Inhalten und Aktivitäten.»
"Moderner" Sprachunterricht gemäss Passepartout: Kinder am Computer übersetzen Texte, Bild: Adrian Streun
Führt "Passepartout" in eine Sackgasse? Bieler Tagblatt, 18.2. von Lotti Teuscher

4. Februar 2017

Mille-feuilles-Schüler versagen an Prüfungen

«Nach zwei Jahren Primar beginnen nun unsere Kinder mit Frühfranzösisch. Vorne wird in französischer Sprache unterrichtet, doch die Schüler verstehen kein Wort», sagt Katja Christ, Präsidentin der Grünliberalen, Grossrätin und Mutter von zwei schulpflich­tigen Kindern. Und das sei auch begreiflich: «Viele Kinder können zu diesem Zeitpunkt ja nicht einmal richtig Deutsch.» Der Lernerfolg durch das neue Französisch-Lehrmittel «Mille Feuilles», das in Basel-Stadt, Baselland, Bern, Freiburg, Solothurn und im Wallis zum Einsatz kommt, wird nicht nur von ihr infrage gestellt.
Fremdsprachendidaktik zielt an der Realität vorbei, Bild: Schulverlag plus AG
Gewirr im Blätterwald, Basler Zeitung, 4.2. von Franziska Laur

17. Oktober 2016

L'école c'est moi!

Frau Katja Christ, Basler Grossrätin und Präsidentin der GLP BS, wunderte sich unlängst in der BaZ: «Wo bleibt die Debatte zur Bildungsreform?»
Die Antwort auf ihre Frage findet sich in der neusten Publikation auf der Homepage der Starken Schule Baselland. Unter dem Titel «Eymann sind bikantonale Bildungsdiskussionen ein Dorn im Auge» schreiben die Verfasser wörtlich: «Regierungsrat Christoph Eymann war als leitendes Mitglied der EDK einer der Hauptverantwortlichen für diese ganzen Umstrukturierungen (gemeint ist im weitesten Sinne ­«Harmos» beziehungsweise dessen ­Folgen – Anm. des Verfassers). Mit Kritik oder abweichenden Meinungen hat er besonders Mühe. In diesem Zusammenhang ­können bei ihm schon einmal Anstand und Fairness auf der Strecke bleiben. So schreckt er beispielsweise nicht zurück, die Wissenschaftlerin Simone Pfenninger (Universität Zürich), die kürzlich eine fundierte Studie zum Fremdspracherwerb publiziert hatte, öffentlich zu desavouieren, nur weil ihm ihre Resultate nicht ins Konzept passten.»
L'école c'est moi! Basler Zeitung, 17.10. von Daniel Vuilliomenet

28. September 2016

In den Klauen der Funktionäre

In ihrem Reformeifer übergehen die Verantwortlichen begründete Einwände, selbst wenn diese auf wissenschaftlichen Studien beruhen.
Bitte keine störenden Fakten, Journal21.ch, 28.9. von Carl Bossard

20. September 2016

Druckversuche als Alarmzeichen

Die EDK scheint sich immer mehr als von der Kantonshoheit im Bildungswesen abgehobenes Gremium zu gebärden, das offenbar keiner demokratischen Aufsicht untersteht. Druckversuchegegen Wissenschaftler ist das letzte Beispiel in einer längeren Reihe. Beim umstrittenen Projekt Lehrplan 21 wird vom Kartell verschwiegen, dass es mit der mysteriösen Kompetenzorientierung und dem konstruktivistischen „selbstgesteuerten Lernen“ um den radikalsten Systemwechsel in der Geschichte der Volksschule geht, der qualifizierte Lehrer und den bewährten Klassenunterricht  abschaffen will. 
Druckversuche als Alarmzeichen, 20.9. von Peter Aebersold

Fragwürdige Lehrplan-Experimente

Was sind wir für ein "Forschungsplatz" geworden, wo nur noch eine einzige, von der EDK vorpräparierte Meinung zuSchulfragen zugelassen wird. Wo Lehrer mundtot gemacht werden, wenn sie ihre Schüler nicht als Versuchskaninchen für fragwürdige und nicht evaluierte Lehrplan-Experimente hergeben wollen. Wo Eltern, die für ihre Kinder eine lebenstaugliche Schulbildung fordern, gemäss EDK-Präsident Eymann nichts zum Lehrplan zu sagen haben. Wo üblicherweise nur Mainstream-Pädagogen einen Lehrstuhl kriegen, und wo eine Professorin Simone Pfenninger, die sich traut, den Mund aufzutun und ihre fundierten Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren, aus dem Land gegrault wird. Was ist nur aus unserem hohen Bildungs- und Forschungsniveau geworden! Holen wir es zurück und lassen wir uns nicht davon abhalten, auf demokratischem Weg den Lehrplan 21 und die Fremdsprachenfrage zur Diskussion zu stellen!

20.9. von Marianne Wüthrich

19. September 2016

Zum Debakel stehen

Zur Zeit wird die Initiative «Für nur eine Fremdsprache an der Primarschule» im Zürcher Kantonsrat diskutiert, ich habe das Vergnügen, Mitglied der vorberatenden Kommission für Bildung und Kultur zu sein. Was die«NZZ am Sonntag» aufdeckte, stimmt genau: Die Studie von Frau Pfenninger wird von den meisten Politikerinnen, inklusive der Zürcher Bildungsdirektion, mit Verachtung gestraft. Hinter verschlossener Kommissionstür noch mehr als öffentlich. 
Zum Debakel stehen, 19.9. von Matthias Hauser

18. September 2016

Wissenschafter unter Druck gesetzt

Im Streit um den Sinn von Frühfranzösisch gerät die Wissenschaft zunehmend unter die Räder. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, ist es gleich mehrfach vorgekommen, dass Verfasser von Studien und Berichten, die den Nutzen des frühen Fremdsprachenunterrichts angezweifelt haben, von offiziellen Stellen unter Druck gesetzt wurden.
Streit um Frühfranzösisch: Politiker schikanieren wissenschaftliche Kritiker, bz Basel, 18.9.

Kartell des Schweigens

Bildungspolitiker kämpfen mit allen möglichen Mitteln für das Frühfranzösisch. Wissenschafter, die den Nutzen anzweifeln, werden unter Druck gesetzt und diskreditiert.
Missliebige Ansichten werden unterdrückt. Illustration: Stephan Liechti
Kartell des Schweigens, NZZaS, 18.9. von Anja Burri