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4. Februar 2018

Teamteaching soll fehlende Heilpädagogen ersetzen

Die Berner Erziehungsdirektion will den Schulleitungen und Gemeinden noch mehr Flexibilität bei der Integration ermöglichen. Künftig sollen sie Lektionen, die bisher ausschliesslich für die individuelle Förderung bestimmt waren, neu auch für ein sogenanntes "Co-Teaching" einsetzen dürfen. Die Erziehungsdirektion schickt eine entsprechende Änderung der Verordnung über die besonderen Massnahmen in der Volksschule bis am 1. März 2018 in eine Konsultation.
Integration vereinfachen mit "Co-Teaching", Radio neo1.ch, 2.2.

20. Juni 2014

Lob für "Fokus starke Lernbeziehungen"

Die Zürcher Bildungsdirektion ist zufrieden mit dem Schulversuch "Fokus starke Lernbeziehungen", der die Anzahl Teilzeitlehrkräfte pro Klasse reduziert. Wir erinnern uns: Nachdem der Schulbetrieb jahrelang systematisch auf mehr Lehrkräfte verzettelt wurde, riss Bildungschefin Aeppli plötzlich das Ruder herum und startete diesen mehrjährigen Versuch. Einerseits macht es Sinn, wenn pro Klasse weniger Lehrkräfte involviert sind. Doch ist es absehbar, dass die Schule nicht auf das Heer von erfahrenen Teilzeitlehrkräften verzichten kann. Es müssten andere Ansätze gewählt werden, die ein Vollzeitpensum wieder attraktiver machen. Die Lehrkräfte müssen befreit werden von den Fesseln der Teamarbeit, des Teamteaching und von endlosen Absprachen. Sie sollen wieder Freiräume bekommen, die sie mit ihrem pädagogischen und fachlichen Können füllen. Das hat auch Auswirkungen auf die Ausbildung: Grundsätzlich sollte ein Lehrpatent für die Primarschule die Inhaber befähigen, eine Klasse alleinverantwortlich zu führen und unterrichten. Soweit sind wir aber noch lange nicht. (uk)
Weniger Lehrer - mehr Ruhe: Kanton mit Schulversuch zufrieden, Bluewin news, 20.6.

25. Oktober 2013

Integration: Alle sind überfordert

"Es ist schief gelaufen", stellt der Bieler Oberstufenlehrer Alain Pichard fest. Das Projekt der Integration von ehemaligen Kleinklässlern in Regelklassen habe zu einer Überforderung aller Beteiligten geführt. Der Kinderarzt Thomas Baumann pflichtet Pichard bei: "Integrieren ist mit einer Schule, die Leistung und Selektion gross schreibt, kaum zu vereinbaren". 



Nebenwirkung der Integration: Immer mehr Schüler werden therapiert, Bild: Keystone

Integration treibt den "Therapiewahn" an, Berner Zeitung, 25.10. von Christoph Aebischer

11. Mai 2013

Teamwork im Klassenzimmer

Die integrative Förderung bringt es mit sich, dass gleichzeitig mehrere Lehrpersonen im Klassenzimmer stehen. Wie sich dies auf die Führung einer Klasse auswirkt, ist noch unerforscht. Die Frage ist auch, ob wir uns eine solch intensive Betreuung überhaupt leisten können. Ein Augenschein an einer 1. Primar in Zürich.


Drei Lehrerinnen gleichzeitig im Klassenzimmer, Bild: Christoph Ruckstuhl
Teamwork im Schulzimmer, NZZ, 11.5. von Rebekka Haefeli
"Die Klassengrösse ist entscheidend", Interview mit einer Schulleiterin, von Rebekka Haefeli, NZZ, 11.5.

1. Mai 2013

Freiburg will keine Kleinstpensen mehr

Eine Weisung aus dem Kanton Freiburg erlaubt es den dortigen Lehrern ab 2014 nicht mehr, in Kleinpensen zu arbeiten. Das sei frauenfeindlich, kontraproduktiv und stur, findet Lehrerverbandspräsident Beat Zemp. Er fordert die Verantwortlichen auf, nochmals über die Bücher zu gehen.



Trägt die Verantwortung für den Entscheid: Isabelle Chassot, Bild: Kanton Freiburg

Höchster Lehrer verteidigt Teilzeit-Pensen, SRF Schweiz aktuell, 1.5.

Freiburger Lehrerinnen wütend wegen Pensenkürzung, SRF Regional, 1.5. von Patrick Mülhauser

10. November 2012

Baustelle Integration

Die Integration von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten, spezifischen Lernschwächen oder Behinderungen in die Regelklassen ist mittlerweile fast überall Pflicht. Doch Lehrpersonen und Heilpädagogen stossen täglich an Grenzen beim Versuch, eine "Schule für alle" zu bilden, wie sie von Politik und Wissenschaft propagiert wird. Viele klagen über mangelnde Ressourcen und unlösbare Aufgaben.












"Wir haben hier zum Teil Schüler, die nicht lesen können oder das Gelesene nicht verstehen". Anita Fankhauser, Oberstufenlehrerin und Julia Santschi, Heilpädagogin; Bild: Christian Schnur
Baustelle Integration, Beobachter 23/12, von Conny Schmid

22. Oktober 2012

Jedes achte Kind schafft Übertritt in die Primarschule nicht

Der Kanton St. Gallen legt einen Bericht zur Situation der Einschulung in den Kindergarten und zum Stufenübertritt in die Primarschule vor. Er gibt aktuelle Hinweise zum Umgang mit dem Thema Einschulung in anderen Kantonen. Ausserdem werden bedeutende, neuere Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Lern- und Entwicklungsstand während der ersten Jahre der Schullaufbahn präsentiert.
Interessant ist der Befund, wonach der Eintritt in die erste Primarklasse eine grosse Hürde darstellt. Jedes achte Kind schafft diesen Übergang nicht. Allerdings herrscht, wie der Bericht zugibt, am Ende des Kindergartens "eine gewisse Orientierungslosigkeit". Es wird von einer "personellen und konzeptionellen Bruchstelle" gesprochen. Das tönt sehr alarmierend. Bekanntlich hat das Parlament nach der Evaluation der Basisstufe dieses Konzept vorläufig gestoppt. Der Bericht bedauert diesen Entscheid und streicht nochmals die positiven Aspekte der Basisstufe hervor. Ebenfalls kritiklos gibt man (die Verfasser des Berichts bleiben ungenannt) sich dem trendigen Teamteaching hin. "Teamteaching hat sich in den Schulversuchen als ein zukunftsweisendes Modell erwiesen". Wann sagt diesen Leuten mal endlich jemand, dass wir uns weder Basisstufe noch Teamteaching leisten können. Abgesehen davon ist Teamteaching zu wenig praxiserprobt und pädagogisch schlicht fragwürdig. 
Bericht zur Einschulung in den Kindergarten - Übertritt in die Primarschule, Kanton St. Gallen, Juni 2012

9. September 2012

Weniger Lehrer, dafür engere Beziehungen

Das Problem ist, dass immer mehr Lehrpersonen die Schulzimmer bevölkern. Neben Lehrern (in steigender Zahl in einem Teilpensum) sind es Therapeuten, Heilpädagogen, Deutsch-, Fremdsprach-, Schwimm-, Religions- und andere Fachlehrer. Die vielen Lehrer erschweren mit den notwendigen Absprachen nicht nur das Leben der Lehrer selbst, sondern vor allem auch das der Schulkinder. 
Die Zürcher Bildungsdirektion plant nun einen Schulversuch. Dabei sollen nur noch zwei Lehrpersonen eine Klasse unterrichten. Ein grosser Teil des Unterrichts fände im Teamteaching oder in Halbklassen statt. 
Der Versuch startet im August 2013, Bild: Karin Hofer
Nur noch zwei Lehrerinnen pro Klasse, NZZ, 8.9. von Walter Bernet