Posts mit dem Label Schaffner Elsbeth werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schaffner Elsbeth werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

11. Oktober 2016

Ungerechtfertigte Lobeshymne auf "Die Sprachstarken"

In der Thurgauer Zeitung vom 11. Oktober 2016 wird im Artikel „Revolutionär im Deutschunterricht" das Lehrmittel "Die Sprachstarken“ über den Klee gelobt und als Umsetzung des Lehrplans 21 deklariert. Aus der Praxis kann ich jedoch bezeugen, dass viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen kaum oder nur ungern mit diesem Lehrmittel arbeiten. Es zerhackt die Lehrinhalte, schränkt die Methodenfreiheit ein, vernachlässigt das Üben und degradiert die Lehrperson zum Coach, indem sämtliche Arbeitsaufträge direkt im Schülerbuch abgedruckt sind.
Ungerechtfertigte Lobeshymne auf "Die Sprachstarken", 11.10. von Elsbeth Schaffner

8. November 2015

Gespräche mit Eltern beflügeln Unterschriftensammlung

Die Initiative „Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule - ohne Lehrplan 21“ ist mit 5000 Unterschriften zustande gekommen. Damit werden nach Schwyz und Aargau bereits im dritten Deutschschweizer Kanton Ausrichtung und Ziele des Lehrplans für die Volksschule dem demokratischen Prozess unterstellt und nicht mehr nur von der Regierung bestimmt. Als aktive Unterschriftensammlerin habe ich viele anregende Gespräche erlebt.
Leserbrief, 7.11. von Elsbeth Schaffner

9. April 2015

Der Lehrplan 21 im Fach Deutsch

Erfüllung des kantonalen Bildungsauftrags oder Gefahr weiteren Bildungsabbaus?
Elsbeth Schaffner, Bürgerin und Steuerzahlerin im Kanton Thurgau, von Beruf Primarlehrerin, 8.4.2015

Im Folgenden stelle ich zur Diskussion, ob der Lehrplan 21 ermöglicht, dass alle Kinder gut Deutsch sprechen, lesen und schreiben lernen. Fördert das neue Schulkonzept eine reichhaltige und formal  korrekte Sprache? Wird im Deutschunterricht die Vermittlung geeigneter Inhalte genügend berücksichtigt? Wenn nicht, stellt sich aus pädagogischer Sicht die Frage, ob nicht der Lehrplan 21 den bereits heute beklagten Bildungsabbau im Fach Deutsch (ungewollt) vorantreibt.
*  Mit der sprachlichen Bildung ist immer eine Schulung des Gemüts und des Denkens durch inhaltlich und sprachlich gehaltvolle Texte verbunden. Guter Deutschunterricht trägt zur positiven Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit bei. Die Lehrerinnen und Lehrer sind die sprachlichen Vorbilder!

*  Die Lehrerinnen und Lehrer wecken bei ihren Schülern durch das Lesen geeigneter Geschichten und Gedichte die Liebe zur Literatur. Im Deutschunterricht werden die wichtigen kulturellen und geistigen Grundlagen und Werte weitergegeben.

*  Rechtschreibung und Grammatik sind wichtig und erfordern eine systematische Schulung. Dies gilt auch für das Erlernen, Üben und Festigen der (verbundenen!) Schreibschrift.

*  Laut Hattie-Studie ist die Anleitung massgebend für den Lernerfolg. Der Aufbau des korrekten sprachlichen Ausdrucks gelingt am besten im mündlichen Klassenunterricht und durch gezielte Aufsatzschulung. Schülerarbeiten werden vom Lehrer korrigiert und von den Schülern verbessert.

11. März 2015

Gedanken zur neuen St. Galler Lektionentafel

Elsbeth Schaffner macht sich Gedanken zur Vernehmlassung der Lektionentafel des Lehrplans 21 für den Kanton St. Gallen. 
Elsbeth Schaffner, 10.3.

18. November 2014

Ressourcenklau und Entmündigung

Rigide Vorschriften, groteske Bewertungsbögen und bald ein Lehrplan so dick wie die Bibel: Wo bleibt da der Unterricht?



Trotz Ankündigungen zur Besserung wächst die Reformflut ständig, Bild: Cortis & Sonderegger

Umstrittene Schulreformen und groteske Vorschriften: Lehrer haben die Nase voll, Annabelle, 18.11. von Barbara Achermann


17. November 2014

Wissen, Können und Gemeinsinn - Wozu dient die Volksschule?

Jetzt, wo der Lehrplan 21 in der Verantwortung der Kantone liegt, wäre der Moment, in dem eine Neubesinnung stattfinden könnte. Einige in den letzten Jahren bereits eingeführte Reformen haben zu einer gewissen Orientierungslosigkeit über den Auftrag der Volksschule beigetragen. Die zum Teil widersprüchlichen Ansprüche beschäftigen die Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und die Gemeinden. Es gibt viele offene Problemfelder, denen mit Sachverstand, Realitätssinn und Menschlichkeit begegnet werden muss. Mängel, die bei den Schulabgängern z.B. im Lesen, Schreiben und Rechnen festgestellt werden, stehen ebenfalls schon länger auf der Pendenzenliste der Schulverantwortlichen.



Teamplayer versus Einzelkämpfer, Bild: jubi-te.de

Wissen, Können und Gemeinsinn - Wozu dient die Volksschule? Elsbeth Schaffner, 17.11.


30. September 2014

"Für Frühenglisch fehlt jegliche pädagogische Begründung"

Die Lehrerin Elsbeth Schaffner spricht sich gegen das Frühenglische aus. Für Französisch sieht sie ab der 5. Klasse Verbindungsmöglichkeiten mit Geografie.
Fremdsprachen, Kompetenzen und gesellschaftlicher Konsens, Zeit-Fragen, 23.9. von Elsbeth Schaffner

7. September 2014

Primarschüler brauchen Deutsch, Werken, Mathematik und Realien

Bei der Frühfremdsprachenfrage geht es hauptsächlich um die erkannte Tatsache, dass die Theorie des „je früher desto besser“ nicht hält, was sie verspricht. Es besteht also kaum Anlass zur Sorge um den innerschweizerischen Zusammenhalt und noch weniger Grund für ein zentralistisches Eingreifen des Bundes in dieser Frage.
Der Thurgauer Kantonsratsbeschluss für den Französischunterricht ab der Oberstufe entspricht der Forderung, die Primarschule zu entlasten.
Es gibt aber auch in der Ostschweiz viele, die lieber den Englischunterricht wieder auf die Oberstufe verlegen würden. Darüber wurde in der Ostschweiz am Sonntag vom 24. Aprilberichtet. Diese Diskussion, die die St.Galler Reallehrer anstossen wollten,sollte aufgenommen werden.


Beide Fremdsprachen sind teuer und ineffizient in der Primarschule, Bild: Tages Anzeiger


Text von Elsbeth Schaffner


30. Juli 2014

Offensichtliche Nachteile des individualisierten Lernens

Ich gehe einig mit den Ausführungen von Lucien Scherrer, wenn er schreibt: «Kaum eine Reform der letzten Jahre hat wirklich gehalten, was von ihr versprochen wurde» (NZZ 26. 7. 14). Alles, was er in seinem Artikel schreibt, kann ich leider als erfahrene Lehrerin nur bestätigen. Kernpunkte des «selbstorganisierten Lernens» in altersdurchmischten Gruppen sind die Auflösung des Klassenunterrichtes und der pädagogischen Aufgabe des Lehrers. Anknüpfend an die zutreffende Beobachtung, dass gleichaltrige Kinder individuell verschieden und die Zusammensetzung der Klassen von Vielfalt geprägt ist, lautet das neue Bildungs-Paradigma, guter Unterricht dürfe nicht mehr «lehrerzentriert», er müsse «schülerzentriert» sein. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass die meisten Kinder und Jugendlichen nicht so funktionieren, wie es die Theoretiker sich vorstellen.
Leserbrief, NZZ, 30.7. von Elsbeth Schaffner

28. Juli 2014

Plädoyer für die Rückkehr zum pädagogisch geführten Klassenunterricht

Es rumort in der Schweizer Bildungslandschaft. Lehrmeister beklagen sich schon lange über ungenügend vorbereitete Volksschulabgänger. Immer mehr Wissenschaftler fordern einen Reformstopp. Viele Eltern und Lehrer haben genug erlebt und wollen zurück zum traditionellen Unterricht. Die Zeitungen sind voll von Kritik am „selbstorganisierten Lernen“ in altersdurchmischten Klassen“ (AdL). Als erfahrene Lehrerin muss ich die geäusserten Bedenken in vielen Punkten bestätigen. Es besteht nun leider die Gefahr, dass mit dem Lehrplan 21 die gesamte Volksschulbildung auf das Konzept der „selbstgesteuerten, kompetenzorientierten Lernprozesse“ festgelegt wird.


Das "selbstorganisierte Lernen" bringt nicht das, was es verspricht.


Plädoyer für die Rückkehr zum pädagogisch geführten Klassenunterricht, Elsbeth Schaffner, 27.7.


3. Januar 2014

Amsler sorgt für Aufreger

In einem Interview mit der sda äussert sich der D-EDK-Präsident Christian Amsler zur Konsultation des Lehrplans 21. Dabei sagt er folgenden Satz: "Ich habe niemanden gehört, der gemeint hat, dass die Anforderungen des Lehrplan 21 zu tief seien". 
Dieser Äusserung setzt Elsbeth Schaffner, Lehrerin und Erstunterzeichnerin von "550 gegen 550" Rückmeldungen entgegen, welche das genaue Gegenteil aussagen. 
Der Schweizerische Gewerbeverband sagt: "...Aus Sicht der Berufsbildung hingegen seien die Ansprüche an mathematische Kenntnisse und Fertigkeiten vom Umfang her eher bescheiden". SGV-Direktor Hans-Ulrich Bigler spricht von einer "Tendenz, dass es den Schulabgängern ein Stück weit an Basiskompetenzen fehlt". 
Der Kanton Baselland schreibt in seiner Konsultationsantwort: "Nicht korrekt ist im Lehrplanentwurf, dass das Erreichen des Mindestanspruchs im dritten Zyklus gleichzusetzen sei mit der Befähigung zum Übertritt in die berufliche Grundbildung: Zahlreiche Lehrberufe setzen das Beherrschen von Kompetenz-stufen voraus, die deutlich über den Mindestanspruch hinausgehen."
Auch aus dem Thurgau kommen Stimmen, die auf zu tiefe oder fehlende Anforderungen in Deutsch und Mathematik hinweisen. Der Thurgauer Gewerbeverband beurteilt die Mindestansprüche im Fach Deutsch "als viel zu tief". 
Interview von Christian Amsler mit der Schweizerischen Depeschenagentur zum Lehrplan 21, 27.12.

30. Dezember 2013

Forderung nach öffentlicher Debatte zum Lehrplan 21

Die Thurgauer Lehrerin Elsbeth Schaffner stellt in ihrem Aufsatz "Plädoyer für eine demokratische Konsensfindung über den Auftrag der Volksschule" fest, dass die Medien bis heute zu wenig auf die kritischen Argumente der Gegner eingegangen sind. Die Berichterstattung erwecke den Eindruck, dass Kritiker politisch rechtslastig oder religiös orientiert seien. Schaffner hofft, dass die nun folgende Überarbeitung Gelegenheit zu einer sachlich begründeten Konsensfindung bietet. 





Elsbeth Schaffner ist Erstunterzeichnerin des Memorandums "550 gegen 550".

Plädoyer für eine demokratische Konsensfindung über den Auftrag der Volksschule, Elsbeth Schaffner, 30.12.