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5. Mai 2021

Durchschnittlich 35/h/Woche im Netz und trotzdem schwache Leser

Teenager informieren sich heute vor allem online. Gerade dort ist es aber besonders wichtig, «Fake News» von zuverlässigen Nachrichten unterscheiden zu können. Auch das Erkennen von betrügerischen Phishing-Mails ist dringend notwendig, um im Internet nicht irgendwann zum Opfer von Betrügern zu werden.

Laut Pisa-Studie sind Schweizer Teenager bei der Lesekompetenz nur Durchschnitt, NZZ, 5.5. 

28. April 2021

Postulat fordert Analyse zu den Grundkenntnissen der Schulabgänger

In der Mathematik sind die Schweizer Jugendlichen Spitze, beim Lesen befinden sie sich im internatinalen Durchschnitt: So lauteten die Ergebnisse der letzten PISA-Studie, die vor drei Jahren stattfand. Die nächste Studie wurde wegen Corona verschoben. Im Kanton St. Gallen kommen währenddessen Befürchtungen auf, dass es mit den Grundfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschulzeit immer mehr hapert. 

Häufige Klagen über Schulabgänger, St. Galler Tagblatt, 26.4. von Adrian Vögele

13. April 2021

Umgang mit Legasthenie

Ein Experiment führt Lehrerinnen vor Augen, wie schwer der Schulalltag mit Legasthenie ist. Und eine Betroffene erzählt, wie sie trotz der Herausforderung die Matura geschafft hat.

Bild: Screenshot SRF

Puls, SRF, 12.4.

26. März 2021

Schweizer Vorlesetag am 26. Mai

Der Schweizer Vorlesetag ist ein jährlich stattfindender, nationaler Aktionstag, der zeigt, wie wichtig und schön Vorlesen ist. Denn regelmässiges Vorlesen schafft nicht nur Nähe, sondern unterstützt Kinder auch in ihrer Entwicklung. Kinder, denen täglich vorgelesen wird, haben einen grösseren Wortschatz und sie lernen leichter lesen und schreiben.

Mehr Informationen und anmelden auf www.schweizervorlesetag.ch 


21. März 2021

Wandbild wegen Rassismus aus Schule entfernt

Ein Wandbild aus den späten 1940-er Jahren in einem Berner Schulhaus hat jüngst für eine öffentliche Debatte über Rassismus geführt. Nun soll es aus dem Schulhaus weg, in ein Museum kommen. Dort könne es besser kritisch und zeitgemäss eingeordnet werden.


Bild: Tamara Janes

Umstrittenes Wandbild wird aus Berner Schule entfernt, sda, 19.3.

18. Januar 2021

Lesen, lesen, lesen

«… soll euch nicht die Dummheit töten.» So beginnt ein Gedicht – auf vielen Internetportalen zu finden –, mit dem Kindern die Bedeutung des Lesens von Büchern vor Augen geführt werden soll. Auch wenn der weitere Fortgang des Gedichtes Geschmackssache ist, weist es doch auf die Bedeutung des Lesens für den einzelnen Menschen, für die ganze Gesellschaft hin. – Es ist nun fünfhundert Jahre her, seit mit der Erfindung des Buchdrucks das Lesen und damit die Bildung breiteren Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht wurde. Bis dahin wurden Bücher und Dokumente handschriftlich kopiert. In Europa geschah das meistens in den Skriptorien der Klöster, in denen sich Mönche und Nonnen dieser anspruchsvollen Aufgabe annahmen und kunsthandwerkliche Bijous schufen. Und wie ist es mit Büchern und deren Bedeutung für das Lesen heute?

 "Bücherlesen ist vonnöten", Zeit-Fragen, 12.1. von Eliane Perret

16. Dezember 2020

Lesequiz

Das Lesequiz von Bibliomedia ist ein Online-Angebot zur Lesemotivation. Das Lesequiz gibt es zu vielen Titeln der Zentrale für Klassenlektüre, damit Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise ihr Leseverständnis überprüfen können. Das Lesequiz von Bibliomedia ist weiterhin kostenlos für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich.


www.lesequiz.ch

25. November 2020

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht

Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen, dass Kinder, welche von Hand schreiben, mehr lernen und das Gelernte besser speichern können. Gleichzeitig setzen wir in der Schule mehr und mehr auf digitalen Unterricht, welcher das Schreiben von Hand verdrängt.

Audrey van der Meer: «Handschrift braucht mehr Zeit und ist anstrengender, aber es ist wichtig, dass die Kinder da durchgehen.» Photo: NTNU / Microsoft

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht, Urs Kalberer, 25.11.

1. Juni 2020

Kurswechsel beim Leseunterricht dringend nötig: Strategietraining reicht nicht

Seit 2012 geht es mit den Lesefähigkeiten signifikant bergab. Mittlerweile liegt die Schweiz sogar unterhalb des OECD-Durchschnitts von 75 Ländern. Das zeigen die Resultate des Leseverstehens, die von PISA 2018 in Abschlussklassen ermittelt wurden (1). Die dabei gemessenen Fähigkeiten stimmen grösstenteils mit den im Lehrplan 21 gestellten Kompetenzanforderungen überein und dienen daher als wichtige Rückmeldung zum Leseunterricht an Schweizer Schulen. Die Leistungen lassen sehr zu wünschen übrig. Konkret erreichen 24 Prozent der Schulabgänger bloss die unterste von sechs Kompetenzstufen – sie verstehen die wörtliche Bedeutung von Sätzen oder die Hauptaussage von Texten nicht. Wenn wir dazu noch die Schüler im zweittiefsten Niveau addieren, dann liegen wir knapp bei der Hälfte der Schüler.

Kurswechsel beim Leseunterricht dringend nötig: Strategietraining reicht nicht, Urs Kalberer, 26.5. 

8. Mai 2020

Wahrheit und Lüge


Das Stapferhaus Lenzburg hat für Schülerinnen und Schüler ab Sekundarstufe didaktisches Lehrmaterial rund um das Thema Wahrheit und Lüge digital aufbereitet. Darunter finden sich interaktive PDFs, Arbeitsblätter und weitere Materialien für Schülerinnen und Schüler.

Thema "Wahrheit und Lüge", Stapferhaus Lenzburg

14. März 2020

«Deutsche Sprache als Grundlage allen Lernens»


Den ersten Anlass in diesem Jahr widmete der Verein «Starke Volksschule Zürich» dem wichtigsten Bildungsthema – dem Erlernen der deutschen Sprache. Das essentielle Werkzeug dabei sei das Lesen. Denn nur so können Texte verstanden, im grösseren Zusammenhang eingeordnet und richtig interpretiert werden. Dass die Schweizer Schulen hier ein eklatantes Defizit aufweisen, belegen die Testergebnisse der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) und der PISA-Studie von Neuem.
«Deutsche Sprache als Grundlage allen Lernens», Starke Volksschule Zürich, 12.3., von Timotheus Bruderer

19. Februar 2020

Tandem-Lesen als Erfolgsrezept


Vier, drei, zwei, eins ...», zählt Ramon*, dann legen er und Adina* los. «Es war einmal ein Kind. Das ist eines Tages in den Wald gegangen ... » fangen die beiden 5. Klässler gemeinsam laut zu lesen an; zu zweit aus einem Ordner, der vor ihnen auf dem Pult liegt. Ramon ist der «Sportler» und gibt das Tempo vor, Adina ist der «Trainer» und fährt mit dem Finger mit. Wenn Ramon ein Wort falsch ausspricht, lässt Adina es ihn wiederholen, notfalls korrigiert sie ihn. Die anderen 20 Kinder im Raum machen es genauso. Immer zu zweit lesen sie laut einen Text. Das ganze Klassenzimmer ist ein Gewirr aus Stimmen.
Warum schwachen Schülern nur mehr Tempo hilft, Beobachter, 6.2. von Raphael Brunner

16. Februar 2020

Erosion des Bildungswesens


Wir sind stolz auf das Bildungssystem in unserem Land. Dass die Ausbildungsqualität aber stetig und massiv erodiert, merken viele Bildungspolitiker und -funktionäre nicht. Sie reden unangenehmen Befunde schön und vertuschen, was nicht in ihr doch so «modernes» Konzept passt. Nachstehend die vier wesentlichsten Erosionszonen.
Die Bildungs-Missstände werden schöngeredet, Schweizerzeit, 17.1. von Gerhard Steiner

9. Januar 2020

Wie Technologie die Schüler bremst

In einem Klassenzimmer der ersten Klasse, das ich vor einigen Jahren besuchte, verwendeten die meisten Sechsjährigen iPads oder Computer. Sie arbeiteten selbständig an Mathematikproblemen, die angeblich auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten waren, während der Lehrer separat mit einer kleinen Gruppe arbeitete. Ich sah zu, wie ein Junge, den ich Kevin nennen werde, auf einen iPad-Bildschirm starrte, der ihn anwies, "8 und 3 zu addieren". Er war ein schwacher Leser (wie fast alle seine Klassenkameraden) und drückte den "Hören"-Knopf. Aber er hat immer noch nicht versucht, eine Antwort zu geben.
Natalie Wexler ist als Journalistin spezialisiert auf Bildungsthemen. Sie lebt in New York, Bild: Twitter
How classroom technology is holding students back, MIT Technology Review, 19. 12. 2019, von Natalie Wexler, Übersetzung ins Deutsche von Urs Kalberer

31. Dezember 2019

Nicht zu früh mit dem Vorlesen aufhören


Stolz präsentiert Aurelia (12) den Schmöker, den sie gerade gelesen hat; fast 500 Seiten dick, in nur zwei Tagen geschafft. Aurelias Buchbesprechung ist bereits im Kasten; nun will sie den Roman der Kundschaft im Bücherladen Appenzell ans Herz legen. Mit zwölf weiteren Mädchen und Buben hat sie teilgenommen am Projekt «Kinder empfehlen Ferienbücher»; sie hat Freundinnen mitgebracht und sich gefreut, dass die Buchhändlerinen ein offenes Ohr für ihre Meinung hatten.
Vielseitig auf Wortschatzsuche: Wie bei Ostschweizer Kindern Leselust gestiftet wird, St. Galler Tagblatt, 30.12. von Bettina Kugler

29. Dezember 2019

Lesen ist mehr als anschauen


Jedes Kind hat seinen seelischen Code. Leicht entschlüsseln kann ihn, wer sich an die eigene Kindheit erinnert. Dazu gehört das Vorlesen und Erzählen. Wie viele Geschichten hat die Mutter uns drei Buben erzählt, wie manches Märchen der geduldige Grossvater, wie packend konnte meine Erstklasslehrerin fabulieren und formulieren. Die Kinderwelt, so erinnere ich mich, ist eben ein eigenes und grosses Reich, ein Reich ohne Grenzen und Zollschranken. Ein Reich mit vielen kostbaren (Erzähl-)Schätzen. Es gab uns Geborgenheit. Nur allzu schnell wurden wir aus dieser Welt vertrieben.
Kinder brauchen Geschichten, journal21.ch, 27.12. von Carl Bossard

27. Dezember 2019

Lesestrategien


Werden Pisa-Bericht genau liest, kann ihm entnehmen, dass die Leseleistung der Schweizer Schüler/-innen etwas geringer ausfällt, dass die Differenz jedoch statistisch gesehen nicht signifikant ist. Das heisst also: Übers Ganze gesehen sind die Leistungen stabil geblieben. Was aber Anlass zur Sorge geben sollte: Der Anteil schwacher Leser/-innen ist höher: 2015 lag er bei 20 Prozent, 2018 bei rund 25 Prozent. Und dieser Anstieg ist signifikant.
Der Pisa-Test - einmal anders gelesen, BZ Basel, 27.12. von Afra Sturm

Zum Lesen verführen


Die 10-Uhr-Pause ist zu Ende. Die Schüler der Waadtländer Primarlehrerin Elsa Bourgeois stürmen zurück ins Klassenzimmer. Auf der digitalen Wandtafel lodert ein virtuelles Cheminéefeuer. Am rechten Rand leuchtet eine Ampel. Das orange Licht scheint auf. Orange bedeutet: Die Klasse soll ruhig sein.
Bourgeois: "Bücher sollten immer greifbar sein", Bild: Oliver Vogelsang
Plötzlich lieben die Kinder Bücher, Tages Anzeiger, 24.12. von Philippe Reichen

21. Dezember 2019

Lehrermangel nicht Ursache sondern Folge fehlgeleiteter Reformen

Trotz des schlechten Leseverständnisses der 15-Jährigen bringt es laut Hans Fahrländer nichts, über Pisa, Lehrpläne undStrukturreformen zu streiten, «wenn die Grundvoraussetzung für eine gelingende Schule fehle, nämlich genügend gutes Lehrpersonal». 
Zusammen das Lernen und die Welt entdecken, St. Galler Tagblatt, 21.12. von Marianne Wüthrich

14. Dezember 2019

Wir brauchen kritische Leser


Wird die Leseförderung durch die zunehmende Digitalisierung nicht obsolet? Genügt es nicht, wenn die Schülerinnen und Schüler digitale Medien bedienen können? Meine Antwort ist hier ein ganz klares Nein. Kinder und Jugendliche lesen heute nicht unbedingt weniger, sondern primär anders. Vor noch nicht allzu langer Zeit haben sich die Lesemedien massiv um die digitalen Endgeräte erweitert. Das Smartphone etwa ist für die überwiegende Zahl der Menschen und auch für unsere Jugendlichen zum nicht mehr wegzudenkenden Begleiter im Alltag geworden. Welche Konsequenzen haben diese einschneidenden Veränderungen für die schulische Bildung?
Digitale Bildung ersetzt keine Leseförderung, NZZ, 13.12. von Michael Piazolo