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7. Mai 2020

Silvia Steiner im Kreuzfeuer

In den beiden Basel, Bern, Solothurn und Zürich finden dieses Jahr am Gymnasium keine Maturaprüfungen statt. In den anderen Deutschschweizer Kantonen schon. Ein Teil prüft nur schriftlich, Appenzell Innerrhoden nur mündlich. An der Volksschule gibt es ein ähnliches Wirrwarr. Zürich und St.Gallen unterrichten in Halbklassen, die meisten anderen Deutschschweizer Kantone unterrichten ganze Klassen. Verantwortlich für diesen Flickenteppich sind die kantonalen Bildungsminister. Ihnen misslang es, in der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) eine einheitliche Lösung wenigstens für die Deutschschweiz zu finden.(Die Westschweiz und das Tessin haben schon früh signalisiert, wegen des Virus auf ein vorsichtiges Regime zu setzen.) Die Präsidentin der EDK, Silvia Steiner (CVP), ist nun in ihrem Heimatkanton Zürich arg unter Beschuss geraten. «Die EDK hat unter Führung unserer Bildungsdirektorin in den letzten Wochen versagt», heisst es in einer Erklärung fast aller Parteien. SP, FDP, SVP, GLP und AL schreiben, Steiner habe «vor dem überbordenden Eigensinn der kantonalen ErziehungsdirektorInnen kapituliert». 
Die Zielscheibe, BZ Basel, 7.5. von Pascal Ritter

1. Mai 2020

Kantone verpassen einheitliche Lösung


Die Schweizer Bildungslandschaft gleicht derzeit einem Flickenteppich. Das Coronavirus hat die Kantonsgrenzen in tiefe Gräben verwandelt: Sei es bei Fragen zur geplanten Schulöffnung, den Zeugnisnoten oder den Maturitätsprüfungen – nirgends wurde eine einheitliche Lösung gefunden. Nicht einmal die obligatorische Schulstufe definieren alle Kantone gleich. Bestrebungen zur Harmonisierung, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten auf allen Stufen mit viel Aufwand verfolgt wurden, scheinen innert Wochen vergessen zu sein.
Kantönligeist statt Geschlossenheit: Das Coronavirus verwandelt die Schweizer Bildungslandschaft in einen Flickenteppich, NZZ, 30.4. von Nils Pfändler

7. November 2019

Zug verzichtet auf ÜGK

Landammann Stephan Schleiss hat der Präsidentin EDK den Verzicht auf die Teilnahme an der ÜGK 2020 und 2022 mitgeteilt. Die ÜGK (Überprüfung der Grundkompetenzen) bringen in der Verwaltung und an den Schulen einen erheblichen Aufwand mit sich, während bezüglich tatsächlichem Steuerungswissen, das für die Kantone verwertbar ist, eine grosse Unsicherheit besteht. Für HarmoS-Kantone ist die Teilnahme an der ÜGK zwingend, die Nicht-HarmoS-Kantone werden von der EDK jeweils zur Teilnahme eingeladen. Der Kanton Zug bleibt offen für künftige Teilnahmen, wenn neue Erkenntnisse zum Steuerungswissen bzw. zur Datennutzung vorliegen.
Quelle: Schulinfo Zug, 6.11.

18. Oktober 2019

Kindergarten für viele Eltern zu früh


Kindergartenkinder sind in den letzten Jahren immer jünger geworden, die jüngsten sind nun kaum vier Jahre alt. Für viele Eltern ist das zu früh, sie wollen den Eintritt um ein Jahr verzögern und stellen vermehrt Gesuche um Verschiebung.
Immer mehr Zürcher Eltern verschieben den Kindergarteneintritt, SRF Regional, 18.10.

25. September 2019

Nidwalden will Schuleintrittsalter hinaufsetzen


Der Nidwaldner Landrat will reifere Schülerinnen und Schüler. Das Parlament hat am Dienstag die Pläne der Regierung unterstützt, die das Schuleintrittsalter heraufsetzen und dafür das Stichdatum vier Monate vorverlegen will.
Nidwaldner Kinder müssen später in die Schule, Nau.ch, 25.9.

Bald Basisstufenlehrkräfte in Graubünden


Die Lehrergewerkschaft (LEGR) beschloss an ihrer Jahrestagung für das Kindergartenobligatorium zu kämpfen. Dabei geht es den Lehrern um die Gleichstellung und Anerkennung des Kindergartens mit der Primarstufe. Grund dafür ist der 1. Zyklus des Lehrplans 21. Da werden die Grundkompetenzen des Kindergartens bis Ende der zweiten Primarklasse erworben und überprüft.
Kindergartenobligatorium - Verlorene Kindheit oder gesellschaftlicher Mehrwert, Südostschweiz, 25.9. Leserbrief von Beatrice Conrad-Stucky

1. September 2019

Nach wie vor kantonale Unterschiede


Die Schweiz atmet und amtet den Kantönligeist. Das wird unter anderem bei der Schulbildung deutlich. Daran rütteln konnte auch der in der ganzen Deutschschweiz eingeführte Lehrplan 21nur teilweise. Manche regionalen Eigenheiten betreffen die Ferien, die Namen der verschiedenen Stufen. Oder die Art, wie Schüler verschiedener Stufen und Niveaus (gemeinsam) unterrichtet werden.
Schüler der Oberstufe haben nicht überall gleiche Chancen, Nau.ch, 31.8. von Nadine Brügger

8. August 2019

Trotz Harmos: noch immer grosse Unterschiede bei der Unterrichtszeit


Wie viel Zeit Schweizer Sekundarschüler im Klassenzimmer verbringen, hängt vom Wohnort ab. So sind für Walliser oder Luzerner Schüler während der drei Jahre nur 3648 beziehungsweise 3800 Lektionen von 45 Minuten Dauer Pflicht. Die Unterrichtszeit liegt damit deutlich unter dem Schnitt der Deutschschweizer Kantone, der bei 4004 Lektionen liegt.
Hier haben Schüler am meisten Freizeit, 20 Minuten, 6.8.

12. Juli 2019

EDK zieht positive Bilanz zur Harmonisierung


Die EDK zieht zum zweiten Mal eine positive Bilanz zur Harmonisierung der obligatorischen Schule. Seit 2015 sind weitere wichtige Harmonisierungsschritte zu verzeichnen. So hat sich die Situation beim Fremdsprachenunterricht konsolidiert und alle Kantone haben ihren sprachregionalen Lehrplan eingeführt oder dessen Einführung beschlossen. Die Harmonisierungsvorhaben sind in der Deutschschweiz seit 2015 in 15 kantonalen Abstimmungen bestätigt worden.
Zweite positive Bilanz zur Harmonisierung der obligatorischen Schule, Medienmitteilung EDK, 10.7.
Kurzfassung Bilanz EDK

15. April 2019

Kommt die Berufswahl zu früh?


In der Schweiz entscheiden sich Schülerinnen und Schüler schon relativ früh für ihre berufliche Zukunft. Zu früh, oder gerade früh genug? Die Meinungen darüber gehen immer mehr auseinander.
Sind 14-Jährige alt genug für die Berufswahl?, swissinfo, 15.4. von Isobel Leybold-Johnson

7. April 2019

EDK verschob Veröffentlichung der Resultate des nationalen Vergleichstests


Wie gut lernen die Kinder hierzulande lesen, schreiben und rechnen? Die Kantone sind dieser Frage erstmals in einem gemeinsamen nationalen Test nachgegangen. Die Ergebnisse liegen schon lange vor, publiziert sind sie immer noch nicht.
Was lernen unsere Kinder? Der grosse Schultest der Kantone hat Verspätung. Schweiz am Wochenende, 7.4. von Kari Kälin

10. Februar 2019

Zu jung für den Kindergarten


«Lehrpersonen wickeln keine Kinder», lautet die zentrale Forderung des Verbands Kindergarten Zürich (VKZ) in einem Positionspapier. Doch immer wieder kommt es vor, dass Kindergärtnerinnen genau dies machen müssen. Das zeigt, wie stark Lehrpersonen gefordert sind. «Viel häufiger zeigen sich bei den jüngsten Kindern jedoch andere Probleme: Unselbständigkeit, Trennungsängste hinsichtlich der Bezugspersonen sowie wenig Interesse und Bereitschaft, in einer grossen Gruppe gemeinsam etwas zu machen. Dies sind die Thematiken, die unsere Arbeit erschweren bis verunmöglichen», erklärt Verbandspräsidentin Ursina Zindel.
Grafik: Joana Kelén / NZZ
Kantone erhören Hilferuf: Lehrpersonen sollen keine Windeln wechseln müssen, NZZ, 8.2. von Erich Aschwanden

30. Oktober 2018

Wallis plant 28 Lektionen im Kindergarten


Die geplante Stundenerhöhung von Staatsrat Christophe Darbellay schlägt hohe Wellen. Nun haben sich die Lehrer organisiert und starten eine Petition. Sie hoffen auf ein Umdenken des Bildungsdirektors.
Lehrer erheben Mahnfinger, Walliser Bote, 16.10. von Mathias Gottet

7. September 2018

Erfolgsmodell öffentliche Schule?

Es ist ein sehr oberflächliches, um nicht zu sagen selbstgefälliges Bild, das die Präsidentinder EDK und Regierungsrätin des Kantons Zürich, Silvia Steiner, von deröffentlichen Schule zeichnet (NZZ 21. 8. 18). Das schweizerische Bildungssystem ist in der besten aller Welten, und wenn es Probleme gibt, dann braucht es nur etwas Harmonisierung unter dem Dach der EDK. 
NZZ, 5.9. Leserbrief von Rudolf Walser

21. August 2018

Lob der öffentlichen Schule

Die Schweizerinnen und Schweizer sind stolz auf ihre Schulen, und unser Bildungssystem geniesst insgesamt einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung. Das zeigen die deutlichen Resultate verschiedener Abstimmungen. Der Rückhalt der öffentlichen Schulen zeigt sich auch daran, dass im Vergleich mit anderen Ländern nur wenige Kinder eine nichtstaatliche Schule besuchen.
Die öffentliche Schule ist ein Erfolgsmodell, NZZ, 21.8. von Silvia Steiner

18. August 2018

Die Lehre kommt zu früh

Der Beginn der Berufslehre ist ein grosser Umbruch im Leben vieler Jugendlicher. Die Leitende Jugendanwältin Barbara Altermatt plädiert für mehr Zeit und weniger Druck. Jugendliche müssten zuerst genau wissen, was sie können und was nicht.
In der Pubertät überfordert: "Für viele Jugendliche kommt die Lehre zu früh". Oltner Tagblatt, 17.8. von Lucien Fluri

12. August 2018

Immer mehr Rückstellungen für Kindergarteneintritt

Immer mehr Kinder werden für das erste Kindergartenjahr zurückgestellt. In Derendingen geht man deshalb neue Wege und erlaubt in Einzelfällen einen provisorischen Kindergarteneintritt.
Einschulung mit 4 Jahren zu früh? Derendingen probt einen provisorischen Kindergarteneintritt, Oltner Tagblatt, 11.8. von Rahel Meier

24. April 2018

Herzog bringt die Fakten auf den Punkt

Ein grosses Bravo an Professor Walter Herzog (NZZ 18. 4. 18). Endlichspricht jemand das aus, was die Kritiker an derzeitigen Schulmodellen, amLehrplan 21 und an der Bildungsentwicklung generell schon lange auszusetzenhaben. Nur hätte dieser Artikel vor den Abstimmungen erscheinen sollen. Denn er bringt genau die Fakten auf den Punkt, die weder EDK-Leute noch flammende Lehrplan-21-Befürworter und Bildungstechnokraten gerne wahrhaben wollen. Leider aber entsprechen Herzogs Ausführungen der Realität. Als langjähriger Nachhilfelehrer beobachte ich diese Fehlentwicklung an der öffentlichen Schule schon seit Jahren. 
Leserbrief NZZ, 23.4. von Thomas Baer

18. April 2018

Haben wir noch eine öffentliche Schule?

Die Gründungsväter der liberalen Schweiz sahen in der Schule eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft. Um an der politischen Öffentlichkeit teilzunehmen, ist eine gute schulische Bildung unerlässlich. Insofern die Schule ihrerseits eine dieser gemeinsamen Angelegenheiten darstellt, ist es nicht der Staat, sondern die Öffentlichkeit, die über die Einrichtung und den Auftrag von Schulen befindet. Auch wenn wir zwischen staatlicher und öffentlicher Schule oft nicht unterscheiden, kommt der Unterscheidung für das politische System der Schweiz zentrale Bedeutung zu.
Aus dem zirkulären Begründungszusammenhang schulischer Bildung ergibt sich, dass deren Kern nicht in der Entfaltung einer privaten Innerlichkeit liegt, sondern in der Vorbereitung auf ein öffentliches Leben. Zwar ist schulische Bildung immer auch von persönlichem Nutzen, wozu auch der Erwerb von Kompetenzen für die Arbeitswelt gehört, in einer demokratischen Gesellschaft stellt sie jedoch in erster Linie ein öffentliches Gut dar. Daraus leitet sich die Legitimation eines liberalen Staates ab, den Erwerb eines Minimums an schulischer Bildung für verbindlich zu erklären.
Haben wir noch eine öffentliche Schule? NZZ, 18.4. von Walter Herzog

15. Februar 2018

Markante Zunahme später eingeschulter Kinder

Seit der Harmonisierung der Volksschule gehen Kinder früher in den Kindergarten. Doch jetzt wird publik: Die Zahl der später eingeschulten Kinder hat markant zugenommen. Woran liegt das?
Lieber noch ein Jahr länger daheim: Immer mehr Kinder werden später eingeschult, Solothurner Zeitung, 14.2. von Sven Altermatt