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9. August 2020

Chronik des Grauens

Frühfremdsprachen verbunden mit der Mehrsprachigkeitsdidaktik haben an unseren Schulen verheerende Auswirkungen. Diese werden aber erst sichtbar, wenn die verantwortlichen Politiker und Interessenvertreter aus dem öffentlichen Rampenlicht getreten sind. Dazu ist auch dem Condorcet-Blog eine erhellende Zusammenstellung ersichtlich.

Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik - eine Chronik des Grauens, www.condorcet.ch  5.8.

23. Februar 2020

Pseudowissenschaft bei den Fremdsprachen


Wir erinnern uns: Der Fremdsprachenunterricht in Schweizer Schulen beruht auf dem Sprachenkonzept der EDK von 2004. Im Wesentlichen brachte er zwei Neuerungen:
1. die Vorverlegung zweier Fremdsprachen in die 3. und 5. Primarklasse für alle Kinder,
2. die Einführung einer neuen Unterrichtsmethode, der so genannten «Mehrsprachigkeitsdidaktik».
Massgeblich stützte sich die EDK auf Expertenmeinungen, die eine markante Verbesserung der schulischen Leistungen versprachen. In seinem Artikel im «Journal of the European Second Language Association» von 2019 äussert nun aber Raphael Berthele, der frühere Leiter des Instituts für Mehrsprachigkeitsforschung der Universität Fribourg, grosse Bedenken gegen die wissenschaftliche Qualität der Empfehlungen, welche die Experten zuhanden der Bildungspolitik abgaben.[1]
An zwei Fallstudien zeigt er auf, wie leicht sich bei der Erforschung des Zweitsprachenerwerbs abgesicherte Wissenschaft mit reinem «Fürwahrhalten» (doxa) und Pseudowissenschaft vermischt hat. Er legt dar, dass im Falle des schweizerischen Sprachenkonzeptes oft nicht unterschieden wurde zwischen programmatisch (= spekulativ) formulierten Hypothesen und gesicherten evidenzbasierten Erkenntnissen[2], dass ausserdem evidenzbasierte Erkenntnisse, die auf eine bestimmte Situation zutrafen, unzulässigerweise auf Situationen mit andern Bedingungen übertragen wurden.[3] Das führte in der Konsequenz zu unsicheren Schlussfolgerungen, die sich nachteilig auf die Umsetzung im Schulbereich  auswirken konnten.


22. Februar 2020

Die Spuren von Trump im Basler ED


Der amerikanische Präsident hat gemäss einem Faktencheck der „Washington Post“ die Zahl der falschen oder irreführenden Aussagen seit seinem Amtsantritt massiv gesteigert. Von 1999 im Jahre 2017, 5689 2018 auf 15’413 bis zum 10.12.2019.

Seine Beraterin Kellyanne Conway hat dafür den Begriff „alternative Fakten“ geprägt, Donald Trump selbst spricht von „übertriebenen Übertreibungen“. (exaggerated hyperbole)

In der Literatur ist das Phänomen der verzerrten Erfassung von unbequemen Wahrheiten ein beliebtes Sujet. Marcel Proust stellt fest, dass die Wirklichkeit nicht in die Welt des Glaubens dringe, Aldous Huxley schreibt, Tatsachen schaffe man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriere, und Mark Twain erklärt, man müsse die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen könne. Der US-Senator Patrick Moynihan schliesslich verteidigt das Recht auf eine eigene Meinung: Aber keiner habe das Recht auf seine eigenen Fakten.
Réveille-toi, Conradin. Vite! Basler Zeitung, 21.2. von Roland Stark

25. Oktober 2019

Lobgesang auf die Mehrsprachigkeitsdidaktik


Katja Danuser unterrichtet Englisch in einer fünften Primarklasse im deutschsprachigen Teil des Kantons Graubünden. In den ersten Wochen des Schuljahrs behandelt sie mit den Kindern das Thema Farben/colours. Die Kinder lernen seit der dritten Klasse Italienisch. Da sich Frau Danuser regelmässig mit dem Italienischlehrer ihrer Klasse abspricht, weiss sie, dass die Kinder in der dritten Klasse im Fach Italienisch die Farben/ i colori gelernt haben. 
Eine Sonderprofessur für den Sprachunterricht von morgen, Südostschweiz, 24.10. von Vincenzo Todisco und Lydia Bauer

23. Februar 2019

Ende von Passepartout naht


In den Baselbieter Schulen werden die Lehrerinnen und Lehrer künftig die Lehrmittel auswählen können, mit denen sie unterrichten wollen. Die Regierung hat sich für die Lehrmittelfreiheit entschieden. Die vorgeschlagene Lösung des Lehrmittelstreits dürfte einen Schlusspunkt hinter den jahrelangen Kampf gegen die untauglichen obligatorischen Lehrmittel setzen. Stimmen der Landrat und das Volk im Verlauf dieses Jahres zu, wird namentlich das viel kritisierte Französischlehrmittel Mille feuilles aus den Schulzimmern verschwinden. Möglich gemacht hat dies die Starke Schule beider Basel mit ihrer Nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt». Über das Gesetz zur Umsetzung dieser vom Landrat befürworteten Initiative wird es im November eine kantonale Abstimmung geben.
Der Abschied von Mille feuilles naht, Basler Zeitung, 23.2. von Thomas Dähler

28. November 2018

Primarlehrer wollen Mille feuilles retten


Mit einer in rüdem Ton gehaltenen Petition versucht die Kantonale Stufenkonferenz Primarschule (PLK) die umstrittenen Sprachlehrmittel Mille feuilles, Clin d’Oeil und New World zu retten. Diese sollen ungehindert und ohne neue Wörter- und Grammatiklisten weiter eingesetzt werden. Alternative Lehrmittel sollen nur zugelassen werden, wenn zuvor der Bedarf abgeklärt wurde. Die Petition steht morgen auf der Traktandenliste des Landrats. Die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission beantragt dem Rat, die Petition zur Kenntnis zu nehmen – und damit ihr Anliegen nicht weiter zu verfolgen.
Rettung für Mille feuilles? Basler Zeitung, 28.11. von Thomas Dähler

19. April 2018

Motion fordert Stopp der Mehrsprachigkeitsdidaktik

Mit der Einführung von Passepartout wurde die sogenannte Mehrsprachigkeitsdidaktik, auf der die Lehrmittel „Mille feuilles“, „Clin d’Oeil“ und „New World“ basieren, für obligatorisch erklärt. Die Passepartout-Verantwortlichen verboten alle anderen, bewährten Methoden und Lehrmittel. Die Methodenfreiheit, ein didaktischer und vor allen Lehrpersonen anerkannter Grundsatz unseres Bildungswesens, wurde auf einen Schlag faktisch massiv eingeschränkt.
Systematischer und aufbauender Fremdsprachenunterricht, Motion Regina Werthmüller, Kanton Baselland, 22.3.

25. Januar 2018

Passepartout-Chef verteidigt Didaktik

«Treffen wir uns doch in der Mitte», hat Reto Furter, Leiter des Passepartout-Konzepts, gesagt. So reist er vom schweizerischen Freiburg an und die Journalistin von Basel. Im «Starbucks» in Olten sitzen wir uns gegenüber, er wirkt sympathisch, zugänglich und durchaus offen für Kritik am neuen Frühsprachen-Konzept Passepartout – und diese gibt es durchaus. Aufgewachsen im Luzerner Hinterland sei er zuerst Sekundar- und dann Gymnasiallehrer gewesen, nachher habe er das deutschsprachige Volksschulamt im Kanton Freiburg geleitet, erzählt er. Mit 50 habe er noch etwas Neues beginnen wollen und die Leitung des Passepartout-Konzepts übernommen. Das Frühsprachenkonzept ist seit dem Jahr 2012 in Kraft und hat bei Eltern und Lehrpersonen einigen Wirbel ausgelöst. Die Kritik: Kinder würden mit der neuen Methodik schlechter Sprachen lernen.
Reto Furter:"Ich habe gelernt, bescheidener zu werden", Bild: Franziska Laur
"Sprachenkonzept ist kein Geflick, wir handeln", Basler Zeitung, 25.1. von Franziska Laur

7. Dezember 2017

Illusorische Versprechen im Fremdsprachen-Unterricht führen zu Lehrmittel-Überarbeitung

Fünf Jahre nach der Einführung des Französischunterrichts in den dritten Klassen des Baselbiets ist die Ernüchterung total: Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Die Gründe dafür sind auch in der Didaktik der Lehrmittel zu suchen: «Mille feuilles» gilt als Flop. Jetzt handeln die Regierungen der am Frühfranzösisch-Projekt Passepartout beteiligten Kantone der West- und Nordwestschweiz. «Mille feuilles» wird für die fünfte und sechste Klasse überarbeitet, wie dies aus einer Mitteilung der Bildungsdirektion hervorgeht. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch die Lehrmittel für die übrigen Stufen folgen werden.
«Es werden Brücken gebaut zwischen Französisch, Englisch, Deutsch und den Herkunftssprachen der Kinder», hiess es erwartungsvoll im Elternbrief des damaligen Bildungsdirektors Urs Wüthrich im Frühjahr 2012 zur neuen «Didaktik der Mehrsprachigkeit», die vor der Einführung stand. Den Eltern wurde angekündigt, ihre Kinder würden schon bald «ohne Hemmungen sprechen und schreiben». Und: «Die zu Beginn gemachten Fehler beeinträchtigen das spätere Erlernen der richtigen Form in keiner Weise.»
Frühfranzösisch-Flop wird korrigiert, Basler Zeitung, 6.12. von Thomas Dähler

5. November 2017

Kommentar zu EDK-Fremdsprach-Empfehlungen

Die EDK erliess am 26.10.2017 Empfehlungen zum Fremdsprachenunterricht, die einerseits die bereits in früheren Dokumenten (2004, 2011, 2014) festgelegte Strategie bekräftigen und anderseits weitere Vorschläge zur Umsetzung  enthalten. Die 23 Empfehlungen sind in vier Abschnitte gegliedert. Sie sollen

„in ihrer Gesamtheit dazu beitragen, die Bedingungen für den Fremdsprachenunterricht in den Klassen weiterzuentwickeln (A), die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen zu präzisieren (B), den Austausch und die Mobilität zu unterstützen (C) und die Forschungsprojekte sowie Projekte zur Unterrichtsentwicklung zu fördern (D).“
Kommentar zu den Empfehlungen der EDK vom 26.10. von Felix Schmutz, 4.11.

5. Oktober 2017

Schluss mit Passepartout!

Schulische Lehrmethoden sind so vergänglich und wiederkehrend wie die Jahreszeiten. In den Achtzigern herrschte das Sprachlabor, im Wesentlichen gesteuerter Einzelunterricht an überdimensionierten Tonbandgeräten. In den Neunzigern kam der Werkstattunterricht, eine Art Postenlauf im Schulzimmer, bei dem die Lernenden selbstständig Aufträge bearbeiteten. Wenig später hatte unser Nachwuchs die individuelle Selbstständigkeit wieder verloren, denn nun konnte er im Rahmen kooperativer Lernformen nur noch miteinander lernen.
Heute ist die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler nicht nur zurückgekehrt, sie hat sich sogar potenziert. Selbstorganisiertes Lernen nennt sich dieses flüchtige Mysterium.
Bei diesem Konzept entdecken und erarbeiten sich die Lernenden beispielsweise im Fremdsprachenunterricht Vokabular und Grammatik selbstständig anhand von auch für Lehrpersonen anspruchsvollen, dem jeweiligen Sprachniveau nicht angepassten Texten. Passepartout, so das schön klingende Beispiel für selbstorganisiertes Lernen, bietet folglich weder nennenswerte Erklärungen zur Grammatik oder entsprechende Übungen, noch wird systematisch Wortschatz aufgebaut. Im Sinne der Lernautonomie gilt bei Passepartout: Beobachten, selbstständig analysieren, selber herausfinden und die gewonnenen Erkenntnisse in der Klasse diskutieren und festhalten.
Selbstorganisiertes Lernen mit einem offenkundig untauglichen Konzept, Basler Zeitung, 5.10. von Felix Hoffmann

19. April 2017

Eltern sollen Mängel der neuen Fremdsprachendidaktik kompensieren

Das Lehrmittel «Mille feuilles» hat in Basel-Stadt schon manche Eltern zum Verzweifeln gebracht. Der Aufbau, ohne System und Logik, sei unbrauchbar und wirr, monieren sie. Die Verfasser argumentieren jedoch, so könnten die Schüler Französisch wie eine Muttersprache lernen. Das Sprachverständnis stehe im Vordergrund, die grammatikalischen Kenntnisse würden zunächst vernachlässigt, jedoch später problemlos aufgeholt. Doch Eltern wundern sich, weil ihre Kinder auch nach zwei Jahren Unterricht in den Ferien kein Coca-Cola auf Französisch bestellen können und «Schö» anstatt «Je» schreiben.
Und jetzt das: Das Erziehungsdepartement würde es begrüssen, wenn Eltern mithelfen und ihre Kinder unterstützen. Im neusten «Elternbrief» wird beschrieben, wie sie dabei am besten vorgehen.
Jetzt müssen die Eltern ran, Basler Zeitung, 19.4. von Franziska Laur

23. März 2017

Mit Fremdsprachendidaktik 100 Millionen in den Sand gesetzt

2012 wurden "Mille feuilles" und "New World" als neue Lehrmittel vorbehaltlos in den Primarschulen der an die Westschweiz grenzenden Kantone obligatorisch eingesetzt. Dieses "Passepartout"-Projekt geriet schnell in zunehmende Kritik trotz Ergänzungen und einer völlig überrissenen "mini-grammaire" mit Hinweisen zu 40 (!) Sprachen. Nach vier Jahren liegen nun die Ergebnisse von zwei fundierten Umfragen vor (Solothurn und Baselland/Sek.: "Clin d'oeil"). Sie zeigen mit aller Deutlichkeit, dass diese untauglichen Lehrmittel den heutigen Anforderungen nicht genügen. 
Zurück zu Mass und Vernunft ist überfällig, Solothurner Zeitung, 23.3. Leserbrief von Peter Loretz

19. März 2017

Auch die Basler Lehrer wollen Fremdsprachenumfrage

Frühfranzösisch sorgt im Baselbiet auf Lehrer wie auch auf Schülerseite für Unmut. Auch Basel-Stadt will nun eine Umfrage lancieren.
Baselbieter Franzi-Schock, Schweiz am Wochenende, 18.3. von Leif Simonsen

17. März 2017

Gegen sofortiges Aus für die Mehrsprachendidaktik

Der Baselbieter Landrat will den Gebrauch der neuen Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’œil» und «New World» im Fremdsprachenunterricht der Baselbieter Schulen nicht sofort stoppen. Mit 35 zu 40 Stimmen hat er ein Postulat von Jürg Wiedemann (GU) gegen «das realitätsferne Passepartout-Projekt» abgelehnt. Eine Volksinitiative mit der gleichen Forderung ist noch hängig.
Weiter mit "Mille feuilles", "Clin d'oeil" und "New World", Basler Zeitung, 17.3. von Thomas Dähler

4. März 2017

Miserables Zeugnis für Frühfranzösisch

Die Ergebnisse sind alarmierend. 97,3 Prozent der befragten Baselbieter Sekundarlehrer finden, dass ihre Schüler in der 7.Klasse einen «schlechten» oder «nicht so guten» Französisch-Wortschatz hätten. Bei der Umfrage, die der Lehrerverein Baselland (LVB) diese Woche in seiner Vereinspublikation «LVB inform» veröffentlicht hat, wurde zudem nach den Fähigkeiten im «Sprechen», in der «Grammatik» sowie im «Verstehen» gefragt – mit ähnlich erschreckenden Einschätzungen. Dies im Gegensatz zur anderen Fremdsprache, die bereits in der Primarschule unterrichtet wird: In Englisch attestieren die meisten Baselbieter Lehrer ihren Schülern mittelmässige bis gute Fähigkeiten.
Auch nach vier Jahren Primarfranzösisch verstehen die Schüler meist nur Bahnhof, Bild: Schweiz am Wochende, Ausgabe Basel
Der Französisch-Schock, Schweiz am Wochenende Basel, 4.3. von Leif Simonsen

9. Februar 2017

Motion fordert Stopp für neue Fremdsprachendidaktik

“Erst probieren, dann studieren und erst dann finanzieren”, so lautet die einschlägige Formel des Linguisten, Mehrsprachigkeitsforschers und Leiters des Instituts für Mehrsprachigkeit an der Universität Fribourg. Die vorliegenden Forschungen zeigen nun, dass die Frühfremdsprachen-Promotoren diesen Grundsatz sträflich missachtet haben. Die Folgen: Die Erfolge des millionenschweren, flächendeckend eingeführten Experiments bleiben aus.[1]
Das realitätsferne Passepartout-Projekt und die Theorie der Mehrsprachigkeitsdidaktik sind gescheitert, Motion Kanton Baselland, 9.2.

13. Januar 2017

FDP-Kantonsrat lanciert die Idee der gemischten Fremdsprachen

Manchmal ist man unsicher: Ist es ein Jux, ein PR-Gag oder wirklich ernst gemeint. Ein Luzerner Kantonsrat will das Dilemma um die Frühfremdsprachen lösen, indem er einen gemixten Fremdsprachenunterricht vorschlägt. Da die Schüler ja ohnehin nichts lernten, könne man Französisch und Englisch vermischen und so einen spielerischen ersten Kontakt zu den Fremdsprachen schaffen. Ob dazu zwei Lehrkräfte - je eine für Französisch und Englisch - im Zimmer stehen, sei prüfenswert. Wichtig aber: lustbetontes Lernen! Genau dies steht seit der Einführung der Primarfremdsprachen als Prämisse (oder als Fluch) über jeder Lektion. Die Debatte um die Fremdsprachenpolitik lässt vergessen, wozu Kinder überhaupt zur Schule gehen. Doch nicht etwa, um etwas zu lernen! Die diversen Jobs der Erwachsenen sind wichtiger. (uk) 
Gaudenz Zemp möchte Französisch und Englisch künftig "mixen", Bild: Bildmontage lwo
"Es geht darum, auch unkonventionell zu denken", Zentral plus, 12.1. von Pascal Zeder

26. Dezember 2016

Die Heilsbotschaft von Passepartout

Vor einigen Wochen besuchte ich in einer Baselbieter Gemeinde eine Veranstaltung zum bevorstehenden Sek-Übertritt der ersten Primarschülergeneration, die gemäss den neuen Lehrmethoden unterrichtet wurde. Der Hauptreferent aus Basel-Stadt, ein ehemaliger Sekundarlehrer, vertrat das Konzept der Mehrsprachigkeit mit viel Verve und Herzblut, wobei er mit eingestreuten Anekdoten dafür sorgte, dass er die Lachenden auf seiner Seite wusste. Die Tatsache, dass er dabei neben sachlich richtigen Feststellungen auch immer wieder Fakten tendenziös umdeutete oder unzulässig vereinfachte, vermochten die rhetorische Verpackung und der ununterbrochene Filibuster-Redeschwall allerdings nicht zu kaschieren.
Die Heilsbotschaft von Passepartout, LVB inform, Dezember 2016, von Felix Schmutz

22. Juni 2016

Prügel für Eymann

Es war kein erfreulicher Abend für den Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann (LDP). Unter dem Titel «Zut alors! Wieso lernt mein Kind im Franzi keine Wörtli mehr?!» hatte das Erziehungsdepartement (ED) am Montagabend Eltern ins Congress Center Basel eingeladen, um ihnen die Philosophie des Französisch-Lehrmittels «Mille Feuilles» zu erläutern.
Eymann wollte nur informieren, sah sich aber mit Kritik eingedeckt, Bild: Pino Covino
Der Unmut der Eltern, Basler Zeitung, 22.6. von Susanne Stettler