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28. April 2021

Postulat fordert Analyse zu den Grundkenntnissen der Schulabgänger

In der Mathematik sind die Schweizer Jugendlichen Spitze, beim Lesen befinden sie sich im internatinalen Durchschnitt: So lauteten die Ergebnisse der letzten PISA-Studie, die vor drei Jahren stattfand. Die nächste Studie wurde wegen Corona verschoben. Im Kanton St. Gallen kommen währenddessen Befürchtungen auf, dass es mit den Grundfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschulzeit immer mehr hapert. 

Häufige Klagen über Schulabgänger, St. Galler Tagblatt, 26.4. von Adrian Vögele

4. März 2021

"Rechtschreibung ist nicht so wichtig, aber man muss sie können"

Bis in die 1970er-Jahre galt in der Schweiz das Erlernen der korrekten Rechtschreibung als eines der wichtigsten Ziele des Deutschunterrichts. Dann kam Hans Glinz. Die Beherrschung der Rechtschreibung wird seither unter einem neuen Blickwinkel betrachtet, an Bedeutung verloren hat sie nicht. Dies zeigen auch die Aussagen von Zuger Lehrpersonen.

Gedanken zur deutschen Orthografie, Schulinfo Zug, 18.2., von Knut Stirnemann

5. November 2020

Was Lehrer zur Rechtschreibung sagen

Das Redaktionsteam der Schulinfo wollte von Lehrpersonen aller Schulstufen ihre Meinung zum Thema Rechtschreibung in der Schule erfahren. Diese Fragen haben wir gestellt:

  1. Welche Bedeutung hat die Rechtschreibung heute - in der Schule und in der Gesellschaft?
  2. Wie fördern Sie Rechtschreibung im Unterricht?
  3. Wann verlangen Sie fehlerfreies Schreiben und wann lassen Sie Fehler stehen?
  4. Welches Gewicht hat Rechtschreibung innerhalb der Deutschnote im Zeugnis?
  5. Wie steen Sie persöhnlich zu korecktem und Felervreiem schreiben?

27. September 2020

Gymnasiallehrer: Schreibkompetenz verschlechtert sich nicht

In Kulturpessimismus will Roland Fankhauser, Studiendekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel, nicht verfallen. Doch sein Eindruck ist eindeutig: Die Schreibkom­petenz vieler Studierender lasse seit ­einigen Jahren zu wünschen übrig. «Das reicht von praktisch inexistenten Kommaregeln über fehlende Zusammenhänge zwischen aufeinanderfolgenden Sätzen bis hin zu ganzen Passagen, die kaum Sinn ergeben», sagt Fankhauser. «In einem Fall fragte ich einen Studenten bei der Besprechung seiner fehlerhaften Arbeit, ob er fremdsprachig aufgewachsen sei», erinnert sich der Studiendekan. Der Student war perplex – Deutsch war schliesslich seine Muttersprache. 

Deutsch, aber leider nicht deutlich, NZZaS, 27.9. von Joel Bedetti

6. Januar 2020

Debakel für die Bildung


Gemäss den modernen Bildungsbürokraten müsste ausgerechnet die Schule der einzige Lebensbereich sein, in dem Fertigkeiten ohne ständiges Üben erlernt werden können. Nachdem sie die geschriebene Sprache jahrelang nach dem Gehör anstatt gemäss korrekter Schreibweise haben zu Papier bringen dürfen, sollen die Kinder danach eine saubere Schriftsprache erlernen und verstehen. Ein Wunder, dass derart unsägliche Pädagogik nicht auch im Rechnen angewandt wird! Und bevor die Primarschüler den halbwegs korrekten sprachlichen deutschen Ausdruck beherrschen, wird von ihnen erwartet, dass sie mit Tablets Powerpoint-Präsentationen anfertigen und Fremdsprachen lernen. Solche weltfremden Methoden und die gezielte, politisch begründete Nivellierung nach unten zum vermeintlichen Schutz der weniger Begabten sind für das Bildungsniveau eine Katastrophe.
NZZ, 6.1. Leserbrief von Guido Tognoni


17. Oktober 2019

Stadt Luzern will Schreiben nach Gehör


Es ist ein Thema, das die Bildungspolitik schon länger beschäftigt: Das Schreiben nach Gehör. Gemäss dieser in den 1980er Jahren durch den Reformpädagogen Jürgen Reichen propagierten Methode werden Kinder, die das Schreiben lernen, nicht korrigiert, wenn sie Wörter falsch schreiben.
Luzerner Stadtrat unterstützt Schreiben nach Gehör, Luzerner Zeitung, 16.10. von Beatrice Vogel

23. Juli 2019

Ideologische Schieflage bei der Rechtschreib-Debatte


Es spricht für die Brisanz des Themas, wenn sich an einem lauen Frühsommerabend 150 oder mehr Menschen – Pädagogen, Gewerkschafter, Eltern–zu einem Vortrag in die Aula des Irmgardis Gymnasiums von Köln-Bayenthal hocken. „Schraim nach Gehöa“ hatten Prof. Una Röhr-Sendlmeier von der Uni Bonn und ihr Doktorand Tobias Kuhl den Abend orthografisch angemessen keck benannt, denn um „Wege und Irrwege im Rechtschreibunterricht“ sollte es ja gehen. Die Wissenschaftler stellten ihre Studie vor; sie hatten untersucht, nach welchen Methoden und mit welchem Erfolg Grundschüler in NRW Schreiben und Lesen lernen. Die Ergebnisse–die Mehrzahl der Kinder lernt Orthografie nicht oder nicht hinreichend gut–hatten die Zuhörer geahnt; dennoch herrschte am Ende im Auditorium eine Form von zorniger Ratlosigkeit: Warum werden Schüler nach Methoden unterrichtet, die im Ergebnis nicht funktionieren? Wir haben mit Frau Professor Una Röhr-Sendlmeier gesprochen.
"Kinder werden systematisch in die Irre geführt", Kölner Stadt-Anzeiger, 13.7. von Karlheinz Wagner und Michael Hesse

Es gibt nicht die eine Methode

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 17.7.

18. Juni 2019

'Lesen durch Schreiben' sofort verbieten


Im Thurgau werden immer mehr Volksschulen zu Lernwerkstätten umgewandelt, in der die Lehrperson nicht mehr normal unterrichten, sondern nur noch autonom lernende Schüler begleiten sollen. Der aktuelle Konflikt in Wigoltingen hat bekanntermassen auch mit solchen Umwälzungen zu tun, gegen die sich die dortigen Lehrpersonen gewehrt haben. Schulleitung und Schulbehörde beharren jedoch auf ihrem Reformkurs.

Schreibbeispiel mit Lehrerkommentar. Bild: Eltern für eine gute Volksschule

Rechtschreiben oder schlechtschreiben? Eltern für eine gute Volksschule, 18.6.

17. Mai 2019

Auf dem Weg zur Idiokratie?

Heute morgen gesehen. Muss man sich Sorgen machen? Sind wir auf dem Weg von der Demokratie in eine Idiokratie? (Damit bezeichnet man eine Staatsform, bei der die Dummen die Klugen unterdrücken, beziehungsweise regieren).
Bild: Urs Kalberer

Durch wie viele Hände ist der Entwurf für dieses Plakat wohl gegangen? Leute mit Abschlüssen, mit Zertifikaten, mit Titeln. Fehler sind immer möglich - ich habe kein Problem damit. Dies ist aber mehr als ein Fehler, es ist ein kollektives Versagen. 

11. April 2019

"Eine beachtliche bildungspolitische und kulturelle Schande"


Hat der Mensch das Schultergelenk erfunden? Natürlich nicht. Und genauso wenig wie sein Knochengestell hat er sich die Grammatik seiner Sprachen ausgedacht. Verfechter der gendergerechten Sprache, die heute ins System eingreifen, begehen aus linguistischer Sicht ein paar fundamentale Denkfehler.
Sprachen wandeln sich immer – aber nie in Richtung Unfug, NZZ, 10.4. von Josef Bayer

31. März 2019

Schluss mit dem Gender-Unfug


Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Und viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft.
Schluss mit dem Gender-Unfug, Verein Deutsche Sprache, 6.3.

28. März 2019

Nordrhein-Westfalen: Schluhs mid schräipn nach gehöa


In den ersten beiden Klassen werden Schreibfehler in NRW nicht korrigiert. „Schreiben nach Gehör“ stieß auf Kritik – und soll nun wieder abgeschafft werden. Grundschüler sollen einen Pflichtwortschatz mit rund 750 Wörtern lernen.

10. März 2019

Kampf gegen "Schreiben nach Gehör" erreicht Bern


Schon zwei Kantone haben die umstrittene Lernmethode «Schreiben nach Gehör» aus dem Verkehr gezogen. Ein SVP-Nationalrat setzt sich jetzt dafür ein, dass das System flächendeckend verboten wird.
Kampf gegen Schlechtschreiben, Zentralschweiz am Sonntag, 10.3. von Kari Kälin

Teilrückzieher der PH


Nach dem Schlamassel mit der Rechtschreibedoktrin, der im Kanton Aargau zur Ächtung eines Lehrmittels geführt hat, macht die Fachhochschule einen Teilrückzieher. Plötzlich heisstes, man stehe der Reichen-Methode kritisch gegenüber. So wie im jetzt verabschiedeten Lehrmittel praktikziert, sei es nie gemeint gewesen.
Kommentar zu «Keine zu frühen Korrekturen», Felix Schmutz, 10.3.

9. März 2019

Keine zu frühen Korrekturen


Professorin Afra Sturm hält wenig davon, die Kinder allzu früh mit Rechtschreiberegeln zu konfrontieren.
 Afra Sturm von der PH der FHNW hält nichts vom frühen Vermitteln von Regeln, Bild: fhnw
"Schreiben ist für Kinder anstrengend", Aargauer Zeitung, 8.3. von Jörg Meier

"Lesen durch Schreiben" wird verboten


Baden-Württemberg, Hamburg und der Kanton Nidwalden haben es getan. Nun tut es auch der Aargau: Das Schreiblernkonzept «Lesen durch Schreiben» wird verboten. Dass die Regierung eingreift und ein Lehrmittel aus dem Verkehr zieht, kommt doch eher selten vor. Das betroffene Lehrmittel ist zwar weder jugendgefährdend noch politisch unausgewogen. Dennoch ist das Schulbuch «Lesen durch Schreiben» seit Jahren im deutschsprachigen Raum höchst umstritten. 
Rechtschreibregeln werden wieder wichtig, Aargauer Zeitung, 8.3. von Jörg Meier

Unnötiges Verbot


Der Regierungsrat verbietet den Einsatz des Lehrmittels «Lesen durch Schreiben» an der Primarschule, weil es darauf setzt, dass die Kinder sich die Rechtschreibung auch ohne Eingreifen der Lehrperson nach und nach selber aneignen. War dieses Verbot nötig?
Wer einstimmt in den vielstimmigen Chor, der beklagt, dass unsere Kinder nicht mehr richtig schreiben können, wird sich über das Verbot freuen. Denn das Verbot ist auch eine klare Absichtserklärung der Regierung: An den Aargauer Schulen muss die Rechtschreibung wieder gründlicher gelehrt und gelernt werden. 
Kann man, muss man aber nicht, Aargauer Zeitung, 8.3. von Jörg Meier

Aargau will Rechtschreibung wieder systematisch lehren


Überraschend hat der Aargauer Regierungsrat entschieden, die Methode und damit auch das dazugehörende Lehrmittel «Schreiben nach Gehör» ab dem Schuljahr 2020/21 im Aargau zu verbieten. Das Konzept darf an der Primarschule nicht mehr angewendet und die entsprechenden Bücher dürfen nicht mehr eingesetzt werden. Ebenso darf an der Pädagogischen Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW die auf den Reformpädagogen Jürgen Reichen zurückgehende Methode nicht mehr gelehrt werden. 
Aargauer Regierung verbietet umstrittenes Lehrmittel, Aargauer Zeitung, 8.3. von Jörg Meier

29. Dezember 2018

Fetisch Fehlertoleranz


Als ich letzten Februar mit meiner Familie in den Skiferien weilte, eröffnete mir an einem Schlechtwetternachmittag unser damals knapp 7-jähriger, die erste Klasse besuchende Sohn, er wolle seinen liebsten Klassenkameradinnen und -kameraden gerne Postkarten schreiben. Also begaben wir uns in den Dorfladen des Ferienorts, um sieben Postkarten auszusuchen und sie mitsamt den erforderlichen Briefmarken zu kaufen. Zurück in der Ferienwohnung wollte Junior sofort loslegen. Er holte seine Buntstifte hervor und wir setzten uns gemeinsam an den Tisch. «Was möchtest du denn schreiben?», fragte ich ihn. «Nicht viel», lautete die Antwort, «ich will ihnen nur Grüsse aus den Ferien schicken.» – «Gut, dann machen wir das», sagte ich. Er nahm einen Stift zur Hand und begann mit Grossbuchstaben zu schreiben: «LIBER FIONN».