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20. September 2011

Mehr Praxisnähe in der Ausbildung

Über 1000 Lehrkräfte haben das Manifest unterzeichnet, welches Thesen für eine praxisnähere Lehrerbildung aufstellt. Initiiert wurde das Manifest durch das Forum "Kindgerechte Schule". Bis Ende Oktober bietet sich nun Gelegenheit, sich mit Gedanken und Erfahrungen zur Lehrerbildung zu äussern. Das Forum wird die eingehenden Beiträge sammeln und gegenüber der PHZH vertreten. An einem runden Tisch sollen die Anliegen der Schulpraktiker in der Ausbildung zur Sprache kommen. Das Thema ist brisant, da die neu angebotenen Quereinsteiger-Modelle und Fast-Track-"Schnellbleichen" die Lehrerschaft verunsichern.
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Hier geht's zum Forum.

15. September 2011

Luzerner Lehrer unzufrieden

Die Vorschläge der Luzerner Regierung zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs genügen den Luzerner Lehrkräften nicht. In einer Umfrage des Lehrerinnen- und Lehrerverbands waren 73% unzufrieden mit den vorgeschlagenen Massnahmen. Sie verlangen weiterhin mehr Zeit für den Unterricht und weniger administrative Aufgaben. 
Lehrer hadern mit Massnahmen der Regierung, Neue Luzerner Zeitung, 15.9.

25. Mai 2011

Forum Kindgerechte Schule

Lehrerausbildung


Die Lehrerausbildung – wie die Erstellung von Lehrplänen -  ist traditionell ein hochpolitischer Akt: Dieses Spannungsfeld wird geprägt von politisch und pädagogisch motivierten Richtungskämpfen. So ist wohl auch unser Manifest (www.kindgerechte-schule.ch) einzuordnen, das sich stark an den pädagogischen Kriterien eines guten Unterrichts orientiert. Andererseits möchte man die Lehrkräfte möglichst an der kurzen Leine halten, bitte keine Indoktrination mit linken, grünen oder rechtskonservativen Argumenten. Deshalb möchte man Freiheiten beschränken und die Lehrer berechenbarer machen. Das Ziel ist der unkritische Ausführungsbeamte, der sich nicht mehr gewohnt ist selbst Entscheide zu treffen, sondern nur noch das tut, was ihm das Lehrmittel oder die Schulleitung vorschreiben. 


Die Ausbildung steht in diesem Spannungsfeld und es fragt sich, ob es ihr gelingt, jenes kritische Engagement für pädagogische Fragen zu wecken, das für eine erfolgreiche Lehrerkarriere unentbehrlich ist. Es besteht nämlich immer auch die Möglichkeit, dass die Ausbildung in erster Linie einschüchtert und diejenigen belohnt werden, welche keine Fragen stellen. Das Manifest für mehr Praxisorientierung in der Lehrerausbildung wird beispielsweise von den Studierenden selbst ignoriert.

Als Lehrer und Staatsbürger haben wir die Pflicht uns einzumischen. Hoffen wir, dass die zukünftigen Lehrkräfte an unserem Beispiel sehen, dass es sich lohnt.