Posts mit dem Label Schulbeginn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schulbeginn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

23. April 2021

Stadt Zürich bewilligt Projekt für späteren Schulbeginn am Morgen

Als Stefan Urech am Mittwochmorgen um 6 Uhr im Zug nach Mettmenstetten sass, entschied er sich spontan, das Programm seiner ersten Lektion über den Haufen zu werfen. Der Sekundarlehrer vertritt die SVP im Zürcher Gemeinderat, und da sollte am Abend ein Postulat behandelt werden, das ihn besonders umtrieb.

Schülerinnen und Schüler sollen länger im Bett bleiben dürfen, Tages Anzeiger, 23.4. von Corsin Zander

9. August 2020

Masken an der Volksschule kein Thema

Freude und Neugier mischen sich mit Nervosität. Neue Gspänli, neue Lehrerinnen und Lehrer, ein neues Schulhaus. In einem Dutzend Kantone beginnt am Montag der Unterricht, Klassenzimmer und Pausenplätze füllen sich wieder mit Leben. Tausende Kinder gehen erstmals in die Schule, Tausende Jugendliche erstmals in die Oberstufe, ans Gymnasium, in die Berufsschule. Der erste Schultag, wir kennen es alle, ist speziell. Und dieses Jahr ist alles noch spezieller.

Spezieller Schulbeginn: Wo Schüler Masken brauchen - und warum sich der Schulleiterverband vor dem Herbst fürchtet, Schweiz am Wochende, 8.8. von Maja Briner

22. Mai 2020

Aargau: Schulstart "vielerorts" geglückt

Seit einer Woche können die Kinder wieder in die Schulen. Von einem normalen Schulalltag sind sie allerdings noch ein ganzes Stück entfernt. Regelmässiges Händewaschen und Distanz zur Lehrperson prägen den Alltag. Und wo der Abstand schlecht eingehalten werden kann, wird hinter Plexiglasscheiben oder Visieren gearbeitet. Doch trotz dieser Einschränkungen: Der Schulstart sei vielerorts geglückt, freut sich Lehrerverbands­präsidentin Elisabeth Abbassi: «Auch an meiner Schule verhalten sich die Schüler vorbildlich.» 

Abassi hinter Plexiglas, Bild: Alex Spichale

Lehrerpräsidentin Abassi nach dem Schulstart: "Es ging ein unglaublicher Ruck durch die Schulen", Zofinger Tagblatt, 19.5. von Raphael Karpf

17. Mai 2020

Die Schere öffnet sich

Plexiglasscheiben, Sicherheitsabstände, Desinfektionsmittel: Nach zwei Monaten Fernunterricht haben die Schulen diese Woche ihren Betrieb wieder aufgenommen. Doch der Ort, der üblicherweise von Austausch und Nähe lebt, hat sich in der Corona-Krise stark verändert.

Die Schule hat zwei Defizite - und eine Chance, Tages Anzeiger, 16.5. von Raphaela Birrer

11. Mai 2020

Hervorragendes Krisenmanagement

Nach zweimonatigem Unterbruch beginnt am Montag landesweit wieder der reguläre Schulunterricht. Von Kanton zu Kanton verschieden. Föderalistisch eben. Aber immerhin. Ein Stück Normalität kehrt zurück. Auch in die Familien.

Hurra, hurra. Die Schule lebt. Basler Zeitung, 11.5. von Roland Stark

10. Mai 2020

Unvorsichtige Schulöffnung

Laut dem Schweizer Epidemiologie-Professor Peter Jüni dürften die Schulschliessungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie beigetragen haben. Er übt scharfe Kritik am BAG: Die «unkontrollierte Öffnung» sei ein Lapsus.

Sechs Thesen zum Fernunterricht

These 1: Hurra, hurra, die Schulen öffnen

Es ist die Zeit für Geständnisse. Von Primarschülern etwa. Sie rufen der Lehrperson vom Balkon zu: «Ich hätte es ja nie gedacht, aber ich gebe zu, ich freue mich, wiede rin die Schule zu dürfen.» Natürlich sehnen sich die Kinder aller Stufen nach ihren Gspänli, nach analoger Kommunikation von Mensch zu Mensch. Luna Lanz, Klassensprecherin der Oberstufenschule Orpund bei Biel, beschreibt es in einem Blogbeitrag auf www.condorcet.ch so: «Endlich wieder an meinem Pult zu sitzen, wieder Sport in der Schule zu haben, endlich die Chemieexperimente durchzuführen und die wechselnden Launen meines Klassenlehrers zu ertragen. Ja, das alles vermisste ich in der Coronaphase sehr.»

 Hurra, endlich wieder Schule!, Schweiz am Wochenende, 9.5. von Kari Kälin

8. Mai 2020

Linkliste zu Schutzkonzept

Ab dem 11. Mai kann der Präsenzunterricht an den obligatorischen Schulen unter Einhaltung der Grundprinzipien des Bundesamts für Gesundheit BAG wieder aufgenommen werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Rückkehr in die Schulzimmer sind die kantonalen Schutzkonzepte. Innert kürzester Zeit haben alle Kantone und das Fürstentum Liechtenstein ein eigenes Schutzkonzept erstellt. Ermöglicht wurde dieser Effort auch durch eine enge Koordination zwischen den Kantonen und der Zusammenarbeit mit weiteren beteiligten Organisationen.

Linkliste der kantonalen Schutzkonzepte, EDK, 7.5.

Halbklassenunterricht keine Beruhigung für Eltern

Tausende Zürcher Eltern erhalten in diesen Tagen Post. Post, die keine Jubelstürme, sondern vielerorts Frust auslöst. Die Schulen informieren die Eltern über die Einteilung ihrer Kinder in Halbklassen. Die Regelung gilt ab Montag; beigelegt ist ein Stundenplan für die kommenden vier Wochen.

Eine halbbatzige Lösung, die niemandem hilft, NZZ, 7.5. von Daniel Fritzsche

6. Mai 2020

Petition für Halbklassen


Die Standesorganisationen der Lehrerschaft aus beiden Basel stehen dem Beschluss der Regierungen, den Schulbetrieb am 11. Mai mit Vollklassen wieder aufzunehmen, kritisch gegenüber. In Basel-Stadt werden zudem Unterschriften für eine Petition für einen Start mit Halbklassen gesammelt.
Lehrer würden Halbklassen bevorzugen, Basler Zeitung, 5.5.

"Die Schule wird eine andere sein als vorher"


Am 11. Mai dürfen Berner Schulkinder wieder in die Schule. Der Unterricht wird aber die ersten Tage nur im Halbklassenunterricht durchgeführt. Schulkinder und Lehrkräfte sollen sich so an die neue Situation mit Hygienevorschriften gewöhnen können. Im Gespräch erklärt Schulleiter Kurt Wasem, wie an seiner Schule die Coronavorschriften des Bundes umgesetzt werden.
Wie können die Hygienemassnahmen an den Schulen umgesetzt werden, SRF Regional, 5.5. von Matthias von Wartburg

Steiner verteidigt Halbklassenunterricht und stellt Sinn der Maturaprüfungen infrage

Frau Steiner, was war in den vergangenen Wochen für Sie als Präsidentin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und Zürcher Bildungsdirektorin die grösste Herausforderung?

Silvia Steiner: Die grösste Schwierigkeit liegt darin, dass wir sehr wenig über das neue Coronavirus wissen. Ausserdem widersprechen sich die Experten in verschiedenen Fragen. So ist immer noch nicht klar, wie stark die Kinder durch das neue Coronavirus gefährdet sind. Das erschwert den Schulstart enorm. Unter diesen Voraussetzungen müssen wir innert weniger Tage die Vorgaben umsetzen, die uns der Bundesrat aus gesundheitspolitischer Sicht macht.

"Es ist alles andere als sicher, ob die Gymnasien am 8. Juni wieder aufgehen", NZZ, 6.5. von Erich Aschwanden und Nils Pfändler

5. Mai 2020

Kritik an EDK


Die Wiederaufnahme des Schulbetriebes sei zu einem föderalistischen Flickenteppich geworden: Parteien von links bis rechts haben am Montag im Zürcher Kantonsrat gemeinsam die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) harsch kritisiert.
Zürcher Parteien kritisieren "Flickenteppich" beim Schulstart, sda 4.5.

Kinder keine Treiber der Pandemie

Weltweit wurden bis anhin über 3,5 Millionen Infektionen mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 bestätigt, knapp eine Viertelmillion Menschen ist mit der Infektion verstorben. Unzählige Forscherteams sammeln die verschiedensten Daten zur Infektion, zum Pandemiegeschehen und zur vom Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 und werten sie aus. Doch eine Personengruppe ist in den Daten nur schwach vertreten: die Kinder. 

Kinder sind nicht Treiber der Epidemie - warum die Öffnung der Schulen trotzdem überwacht werden muss, NZZ, 5.5. von Stephanie Kusma

4. Mai 2020

Angst vor Schulstart


Am 11. Mai müssen Kinder wieder im Schulhaus antraben, ab dann sind die Schulen in der ganzen Schweiz wieder geöffnet. Nicht alle freuen sich auf diesen Tag. Eine Lehrerin aus dem Aargau, die anonym bleiben will, hat sich bei 20 Minuten gemeldet. Sie hat Angst.
Schulöffnung mit Sicherungskonzept in Baden-Württemberg, Bild: Keystone/DPA/Felix Kästle
«Wir werden als Versuchskaninchen missbraucht» 20 Minuten, 1.5. von Joel Probst

Schulöffnungen: Behörden hören nicht auf Experten


Die Schulöffnungen am 11. Mai offenbaren einen föderalen Flickenteppich. Westschweizer Kantone, das Tessin, aber auch Zürich, Bern und St. Gallen öffnen die Schulen mit Halbklassen und Sonderstundenplänen. Die übrigen Kantone starten mit ganzen Klassen und normalem Stundenplan. Grund für diese Vielfalt: In seinem am Mittwoch publizierten Empfehlungsschreiben lässt das Bundesamt für Gesundheit den Kantonen freie Hand.

Lehrerverbände kritisieren Schulöffnungen

Die beiden Basel wollen die Schulen am 11. Mai im Gegensatz zu Zürich oder Sankt Gallen wieder so weit als möglich im Normal-Betrieb laufen lassen, also keine Öffnung stufenweise, sondern von Beginn an mit vollen Klassen. Das kommt bei der Gewerkschaft der Lehrerinnen und Lehrer gar nicht gut an.
Lehrerverbände kritisieren geplanten Schulbeginn, SRF, 1.5.

Kantonsübersicht

Am 11. Mai sollen die obligatorischen Schulen wieder aufgehen, dies hat der Bundesrat so entschieden. Doch wie sie das tun, ist den Kantonen überlassen. Die damit verbundene Unsicherheit spiegelt sich in der unterschiedlichen Herangehensweise: Einige beginnen mit dem vollen Programm, andere mit Halbklassen – andere brauchen für den Entscheid noch mehr Zeit.
Die Schulentscheide der Kantone in der Übersicht, SRF, 1.5.

1. Mai 2020

Kantone verpassen einheitliche Lösung


Die Schweizer Bildungslandschaft gleicht derzeit einem Flickenteppich. Das Coronavirus hat die Kantonsgrenzen in tiefe Gräben verwandelt: Sei es bei Fragen zur geplanten Schulöffnung, den Zeugnisnoten oder den Maturitätsprüfungen – nirgends wurde eine einheitliche Lösung gefunden. Nicht einmal die obligatorische Schulstufe definieren alle Kantone gleich. Bestrebungen zur Harmonisierung, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten auf allen Stufen mit viel Aufwand verfolgt wurden, scheinen innert Wochen vergessen zu sein.
Kantönligeist statt Geschlossenheit: Das Coronavirus verwandelt die Schweizer Bildungslandschaft in einen Flickenteppich, NZZ, 30.4. von Nils Pfändler

30. April 2020

Schulstart an einer Berliner Schule


Gegen 11 Uhr geht die Tür auf. Frau Ottow steht im Klassenzimmer. Sie habe etwas Wichtiges mitzuteilen. Das komme direkt von Herrn Zimmerschied, dem Schulleiter. Ab sofort werde jeder, der sich in den Pausen nicht an die Abstandsregeln halte, «suspendiert» und dürfe vorerst nicht mehr in die Schule kommen. Man habe heute Morgen schon mehrere Schüler ermahnen müssen. «So geht das nicht.» Stille. In normalen Zeiten wäre die Aussicht, nicht in die Schule gehen zu müssen, für viele Schüler wohl ein Grund zur Freude. Nun sitzen sieben Zehntklässler enttäuscht an ihren Tischen und sagen nichts. Schulverbot klingt neuerdings wie eine Drohung.
Wie eine Berliner Schule nach dem Lockdown den Unterricht startet - und ihn am selben Tag wieder abbrechen muss, NZZ, 30.4. von Anja Stehle