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17. August 2020

"Strafen sind in der Schule ein No-Go"

Pandemie, Bildungsschere und Machtkämpfe zwischen Eltern und Lehrern: Die Schule ist problembeladener denn je. Dieter Rüttimann, unser Lieblingspädagoge, sagt, wie es besser geht. Mit mehr Humor zum Beispiel. 

Herr Rüttimann, die Sommerferien sind vorbei. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich wieder dran gewöhnen, früh aufzustehen. Wäre es nicht angenehmer für uns alle, die Schule begänne später?
Dieter Rüttimann: Es gibt Kinder, die sind bereits frühmorgens leistungsfähig, doch mit der Pubertät verschiebt sich das Schlafbedürfnis nach hinten, darüber sind sich Neurologen im Klaren. Vor neun Uhr hat der Unterricht wenig Sinn, ausserdem würden wir ein paar Verkehrsprobleme lösen, wenn die Schule später begänne. 

«Ist das Kind schlecht, hat das mit dem Lehrer zu tun», NZZaS, 16.8. von Sacha Batthyany und Martin Helg

3. August 2020

Glarus will Fehlverhalten neu mit Dialog begegnen

Die öffentlichen Schulen funktionieren gemäss dem gesetzlichen Auftrag und folgen dem Konzept des internen Schulprogrammes. Das Schulprogramm wird auf strategischer Ebene jeweils für vier bis fünf Jahre von der Schulkommission festgelegt. Auf dieser Basis werden Massnahmen auf operativer Ebene für die einzelnen Schuljahre durch die Schulleitung entwickelt. Der Bildungsauftrag nach den Vorgaben des Glarner Lehrplans steht nach wie vor im Zentrum. Es bleibt ein weiteres Jahr in der Einführungsphase des Lehrplans 21. Weiter sieht das kommende Schuljahr unter anderem Ziele in der Entwicklung der Schulkultur vor. Mit der Einführung der Prinzipien der «Neuen Autorität» stehen die Primarschulen ganz am Anfang einer Entwicklung. Parallel dazu folgen weitere Schritte in der Digitalisierung.

Neues Schuljahr 2020/2021 startet mit einigen Neuerungen, Glarus24.ch, 3.8.

13. März 2018

Belohnungen - moderne Form der Bestrafung

Belohnungen sind fast überall gängige Praxis. Gemäß dem Motto "tu dies und du bekommst jenes" versprechen wir dem Kind Gummibärchen, wenn es still ist; dem Schüler Smileys für absolvierte Aufgaben, der Mitarbeiterin einen Jahresbonus für erfolgreiche Projekte. Belohnungen haben bei mir allerdings immer ein Gefühl des Unbehagens hinterlassen. Ich wollte nicht "gekauft" werden, ich wollte mich nicht als bestechlich erleben und manchmal fand ich die Belohnung oder deren Verweigerung schlicht ungerechtfertigt. Vielleicht hat mir deshalb das Urteil des dänischen Familientherapeuten Jesper Juul unmittelbar eingeleuchtet, dass Belohnungen die postmoderne Variante von Strafen sind. Ich will es gerne genauer wissen: Was steckt hinter meinem Unbehagen, und was ist dran an der Kritik an Belohnungen?
Belohnen ist das neue Bestrafen, Zeit, 31.3. 2017 von Hella Dietz

5. November 2017

Bestrafung

Aufzeichnungen wird entnommen, dass Binninger (BL) Schüler im Jahre 1864 wie folgt bestraft wurden:
Quelle: Ortsmuseum Binningen

25. Juli 2017

Bern schloss 66 Schüler aus

Wie viele Schüler schweizweit von Disziplinarstrafen betroffen sind, ist nicht bekannt. Über detaillierte Daten verfügt der Kanton Bern. Dort schlossen Schulen im letzten Schuljahr 66 Schüler vorübergehend vom Unterricht aus – 45 davon auf Sekundarstufe. Insgesamt kehrten 28 Schüler wieder in ihre Klasse zurück, 17 mussten in einer Institution weiter unterrichtet werden. Die Gründe für den Ausschluss waren «massive Störung des Unterrichts», «Nichteinhaltung abgemachter Bedingungen», «Missachtung der Schulhausordnung» und «Bedrohung und Beleidigung und Mobbing anderer Kinder».
Quelle: 20 Minuten, 21.7.

30. Oktober 2016

Jenische mit Laptops zum Schulbesuch animieren

Die Hoffnungen waren gross. Vor über einem Jahr verkündeten die Berner Schulen, auf Bussen zu verzichten, wenn Jenische und Sinti ihre Kinder nicht in die Schule schickten. Damit wolle man ein Zeichen des Vertrauens setzen, sagte die Berner Schulamtsleiterin Irene Hänsenberger damals gegenüber dieser Zeitung. Rund eineinhalb Jahre später gibt Hänsenberger auf. Das Experiment ist gescheitert. «Wir haben uns entschieden, wieder Bussen einzusetzen», sagt Hänsenberger. Ihre Behörden hätten den Eindruck, dass einige Familien es ausgenutzt hätten, dass sie keine Konsequenzen fürchten mussten: «Für einige Eltern war es ein falsches Signal.» Hänsenberger will nun Verbindlichkeit herstellen: «Das geht nur, wenn wir uns selbst strikt an die Regeln halten.» Deshalb werde sie die Schulkommission instruieren, wieder Bussen zu verteilen.
Gratis-Laptops und Bussendrohung, Sonntagszeitung, 30.10. von Fiona Endres

9. Juli 2016

Welche Strafe soll es sein?

Die meisten kennen es nur noch von Bart Simpson: zur Strafe reihenweise «Du sollst nicht dies und das» auf die Tafel schreiben. Wie ein Mantra, nur mit wesentlich weniger spirituellem Anspruch. Nämlich null. Das Strafmodell war früher beliebt für jegliche Art des Vergehens: von Kaugummikauen während des Unterrichts über unaufgefordertes Reden, Leim auf dem Stuhl des Lehrers oder für ein vergessenes Heft. Es kam strafevolutionstechnisch so kurz nach der Schämecke und der Eselsmütze ins Spiel. Hauptsache Pranger.
Hohe Anforderungen beim Strafen, Bild: Screenshot
Doofe Strafen, Mamablog Tages Anzeiger, von Andrea Fischer Schulthess, 7.7.

9. Mai 2016

Sit-in gegen Disziplinprobleme

Schweizer Lehrer gehen neue Wege, um auf das schwierige Verhalten von Schülern zu reagieren: Bei grösseren Problemen veranstalten sie in der Schule Sit-ins. Während dieser Sitzstreiks warten sie darauf, dass die Schüler, die Probleme machen, zur Einsicht kommen.
Formularende
Angewandt wird dieses Konzept der «neuen Autorität» beispielsweise im Stadtzürcher Schulkreis Glattal. Deren Präsidentin Vera Lang (FDP) berichtete letze Woche in einem vielbeachteten Vortrag vor Luzerner Lehrern über den Erfolg der Methode, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» berichtet. Auch mehrere Luzerner Schulen arbeiten bereits nach diesem Ansatz, und es gibt entsprechende Weiterbildungskurse.
Haim Omer: Neue Autorität, Quelle: You Tube
Lehrer-Sitzstreiks gegen renitente Schüler, 20 Minuten, 9.5.

8. Januar 2016

Umgang mit Strafarbeiten

Einst waren Strafaufgaben an der Schule eine Selbstverständlichkeit. Fricktaler Schulleiter und Lehrer erklären, wie sie heute zum Strafen stehen - und was sich zu früher verändert hat. 









Umstritten ist, in welcher Form und Menge Strafarbeiten eingesetzt werden sollen, Bild: imago stock&people
Sind Strafaufgaben für Schüler heute noch sinnvoll? Aargauerzeitung, 8.1. von Susanne Hörth

13. Dezember 2013

Schwache Grundlage für Strafen wegen Internet-Mobbing

Dürfen Äusserungen im Internet zu Schulstrafen führen? In der Schweiz mussten die Gerichte noch keine solchen Fälle beurteilen, deshalb bezieht man sich auf Gerichtsurteile aus den USA. Daraus ergibt sich, dass die Meinungsfreiheit des Schülers in der Regel über der Disziplinargewalt der Schule steht. Ausnahme: Die Internetkommunikation müsste den Schulbetrieb ernsthaft stören.


Meinungsfreiheit vs. Mobbing: Wann darf man strafen? Bild: lernenmiebu.wordpress.com

Dürfen Äusserungen im Internet zu Schulstrafen führen? schulesocialmedia.com von Philippe Wampfler, 13.12. 

19. April 2013

Eltern gehen vor Gericht

Eine Oberstufenschülerin wurde vom Lehrer zum Nachsitzen verdonnert. Dagegen haben sich die Eltern beim Kanton gewehrt. Die Strafe sei nicht gerechtfertigt. Der Fall beschäftigt mittlerweile das Bundesgericht.




Die Klasse ist nicht geschlossen ins Tal gefahren, Bild: Keystone

Bundesgericht beschäftigt sich mit Schulstrafe, SRF Regional, 19.4.

18. März 2013

Auch Basel zieht bei Schwänzern die Schraube an

Was Zürich recht ist, ist Basel billig. Auch dort sollen Schwänzer härter angefasst werden. Mit Bussen bis zu 2000 Franken soll ein Exodus aus den Klassen vor den Ferien vermieden werden.




Verdächtige Krankmeldungen sollen ebenfalls überprüft werden, Bild: Keystone

Schulschwänzen kommt Eltern teuer zu stehen, Basler Zeitung, 18.3. von Silvana Guanziroli und Jonas Hoskyn