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29. Oktober 2017

Relativer Alterseffekt

Schulklassen bestehen im Regelfall aus Kindern zweier Jahrgänge; der Stichtag entscheidet, ab welchem Datum ein Kind standardmässig eingeschult wird. Für den untersuchten Zeitraum war dies jeweils der 1. Mai. Wer exakt an diesem Tag geboren ist, ist 364 Tage älter als jemand, der am 30. April des darauffolgenden Jahres geboren wurde. Dieser Unterschied bedeutet, im statistischen Durchschnitt, für die jeweils älteren Kinder einen Entwicklungsvorsprung. Der Effekt, dass dieser Entwicklungsvorsprung Einfluss auf spätere Selektionen hat, sei es im Sport oder im akademischen Bereich, wird in der Forschung als relativer Alterseffekt bezeichnet. Erste wissenschaftliche Publikationen dazu wurden bereits in den 1970er Jahren veröffentlicht. 
Relativer Alterseffekt, Schweiz am Wochenende Ausgabe Basel, 28.10.

Geburtstag entscheidet über Schulkarriere

An den Basler Gymnasien hat es fast zehn Prozent mehr Kinder, die von Mai bis Oktober Geburtstag haben, als solche, die im anderen Halbjahr zur Welt gekommen sind. Das zeigt eine Auswertung der bz in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt BaselStadt. Anders gesagt: Wer kurz nach dem jeweiligen Stichtag – in der untersuchten Zeitspanne war es jeweils der 1. Mai – geboren ist, hat eine spürbar bessere Chance, später ans Gymnasium zu kommen als jene, die kurz vor dem Stichtag geboren sind. Und deshalb während der ganzen schulischen Laufbahn immer die Jüngeren, durchschnittlich weniger weit Entwickelten sind. Relativer Alterseffekt (RAE) nennt sich diese Benachteiligung, die vor allem aus dem Nachwuchssport bekannt ist und gegen die beispielsweise beim Schweizerischen Fussballverband mittlerweile Quoten-Regeln eingeführt wurde (die bz berichtete). 
Geburtsmonat beeinflusst Karrierechance, Schweiz am Wochenende Ausgabe Basel, 28.10. von Samuel Hufschmid

20. Juni 2016

Vom Unterschied zwischen Mehrklassenschule und AdL

In der Reportage über die Primarschule Hugelshofen  werden 1. – 6. Klässler im gleichen Raum unterrichtet. Diese sogenannte „Gesamtschule“ ist jedoch entgegen dem Titel keine Mehrklassenschule von einst. Das Schulmodell von Hugelshofen ist das Altersdurchmischte Lernen (AdL).
Gesamtschule oder AdL, 3.6. von Barbara Schur

13. März 2016

Die Krise selbstgesteuerten Lernens

Die neue Kultur des selbstständigen Lernens verändert vieles: Lehrer werden Lernbegleiter, Unterrichtsmaterial dient zur Impulsgebung, der Schüler wird zum selbstverantwortlichen Wissensmanager, der sich seine Unterrichtspakete und Lerneinheiten ebenso zusammenstellt. Das klingt wunderbar, doch funktioniert es auch? Der Kölner Bildungsforscher Dr. Matthias Burchardt hat grosse Zweifel.
Wir machen alles alleine, SWR2 Wissen: Aula, 13.3. von Matthias Burchardt

20. Dezember 2015

In die pädagogische Rumpelkammer!

Bald jedes Jahr werden neue „ultimative“ Lern- und Lehrmethoden ausgerufen. Und verschwinden bald wieder in der Versenkung. So wie bald das „jahrgangsübergreifende“ Lernen und das Arbeitsbogenunwesen.











Mit der Qualität und Aura der Lehrpersonen steht und fällt jedes Unterrichtskonzept, Bild: picture alliance
Warum Ihr Kind bald wieder Frontalunterricht hat, Die Welt, 17.12. von Alan Posener

18. August 2015

Schwerer Schlag gegen Individualisierung und Altersdurchmischung

Die Gemeinschaftsschule ist das Vorzeigeprojekt der grün-roten Landesregierung in Stuttgart schlechthin. Sie soll nicht nur das gemeinsame Lernen ganz unterschiedlich begabter Schüler ermöglichen, sondern dient angesichts der sinkenden Schülerzahlen an vielen Orten des Flächenlandes Baden-Württemberg dazu, den Schulstandort zu sichern. Viele Gemeinschaftsschulen finden sich deshalb im ländlichen Raum, ganz gleich, welche Partei den Gemeinderat gerade regiert.


Lehrer und Schüler sind sich einig, dass zu wenig gearbeitet wird, Bild: dpa
Schwäbisches Himmelfahrtskommando, FAZ, 16.8. von Heike Schmoll

22. Mai 2014

Protest gegen Streichung der Mehrklassenzulage

In einem Protestbrief an die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli wehren sich 34 Weinländer Lehrpersonen gegen den Wegfall der Mehrklassenzulage. Kleine Dorfschulen seien dadurch gefährdet, was das Volksschulamt bestreitet.




Leistet ein Mehrklassenlehrer mehr als ein normaler Klassenlehrer? Bild: Keystone

Lehrerschaft sieht Dorfschulen in Gefahr, Landbote, 22.5. von Markus Brupbacher

6. Februar 2014

Zürich streicht Mehrklassen-Zulagen

Fast einen ganzen Monatslohn erhielten Zürcher Primarlehrer bisher, wenn sie eine Klasse bestehend aus Schülern von verschiedenen Jahrgängen unterrichteten.
Zulagen sind heikel, Tages Anzeiger, 5.2. von Liliane Minor (Link von www.kindgerechte-schule.ch)

3. Oktober 2013

Altersdurchmischung und Fremdsprachen: Endlich Realitäten ins Auge sehen

Ruedi Arnold von der Basler Zeitung nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht endlich aus, was gesagt werden muss - besonders in der für Experimente offenen Region Basel. Er findet, das Schulprogramm sei fern jeglicher Realität und bezieht sich auf die Beispiele des altersdurchmischten Unterrichts und der Fremdsprachen in der Primarschule. 
«Komm mal mit!», sagte mein Kollege, «du wirst staunen.» Tags darauf stand ich in einem Raum mit 20 Kindern zwischen zehn und 13 Jahren, einer «altersdurchmischten Lerngruppe» von der 4. bis zur 6. Primarklasse. Der «Tag der offenen Tür» fand nicht etwa in der Gesamtschule Lindental (BE) statt, wo mangels Kindern keine andere Art Unterricht möglich ist, sondern in einer grossen Schweizer Stadt. Auf dem Stundenplan stand Französisch. Die Lehrerin hatte ein Spiel vorbereitet, das ihr nur selten Gelegenheit bot, etwas zu sagen. Dennoch war unverkennbar: Die Frau spricht gar nicht französisch, jedenfalls nicht fliessend, nicht fehlerfrei und schon gar nicht so, wie man die Sprache in den Strassen von Paris, Neuenburg oder Nyon spricht. Wie kann man eine Sprache unterrichten, frage ich mich, die man gar nicht beherrscht?

30. April 2013

Mehrjahrgangsklassen: Nützt's nichts, schadet's nichts

Mehrjahrgangsklassen sind kleiner als Jahrgangsklassen, kosten also mehr. Schüler leiden zwar nicht darunter, sie lernen aber auch nicht mehr. Trotzdem wird altersgemischtes Lernen im finanziell angeschlagenen Kanton Bern gefördert. In den Städten Bern und Thun sind 27 Prozent der Klassen Mischklassen.
Mehrjahrgangsklassen machen Schüler nicht schlauer, Berner Zeitung, 30.4. von Christoph Aebischer

28. April 2013

Berner Schulklassen zu klein

Der Kanton Bern leistet sich relativ kleine Schulklassen. Verantwortlich dafür ist der ziemlich hohe Anteil von Mehrjahrgangsklassen, die sich längst nicht nur in Dorfschulen befinden. 
Zum Lesen bitte Grafik anklicken. Berner Schulklassen sind zu klein, Berner Zeitung, 27.4. von Christoph Aebischer

15. September 2012

Teure Fehlplanung bei Mille feuilles

Der Frühfranzösisch-Unterricht wird noch teurer: Es stellte sich heraus, dass das Lehrmittel "Mille feuilles" sich nicht für Mehrjahrgangsklassen eignet. Im Kanton Bern sind von den insgesamt betroffenen 724 Primarklassen 514 jahrgangsgemischt. Die Kosten für die jetzt bewilligten Unterstützungslektionen belaufen sich im Kanton Bern auf 1 Million Franken. 
Nicht nur Kinder, auch Lehrer und Bildungsplaner sind überfordert, Bild: Keystone
Frühfranz kommt Kanton teurer zu stehen, Berner Zeitung, 15.9. von Saskia van Wijnkoop und Andrea Sommer

18. Dezember 2011

Altersdurchmischtes Lernen sorgt für Ärger in Zug

In Hünenberg (Zug) sorgt die geplante Einführung von Altersdurchmischtem Lernen (AdL) ab nächstem Schuljahr für Ärger. Die Lehrer fühlen sich übergangen und befürchten Mehrarbeit. Auch auf Elternseite hat sich Widerstand formiert.
Neues Schulsystem sorgt für rote Köpfe, Neue Luzerner Zeitung, 18.12.

23. November 2011

Berner dürfen Basisstufe führen

Die bernischen Gemeinden sollen den Kindergarten und die ersten zwei Schuljahre zu einer Einheit zusammenlegen dürfen. Der Grosse Rat gab grünes Licht für die freiwillige Einführung der Basisstufe. Viele ländliche Politiker sehen die Basisstufe als probates Mittel, um die Schule im Dorf zu halten. 
Klare Mehrheit für Basisstufe im Grossen Rat, Berner Zeitung, 23.11.
Bernischer Grosser Rat bewilligt Basisstufe, Regionaljournal DRS, 23.11.

18. November 2011

Stadt macht Schule

Die Städte fühlen sich - was Schule betrifft - als Vorreiter. Selbstbewusst sagt Barbara Eberhard, die Präsidentin der Städteinitiative Bildung, dass sich gesellschaftliche Entwicklungen zuerst in den Städten zeigten. Die Städte als Pioniere. Das Positionspapier stellt die Herausforderungen und Chancen der Städte vor und nennt auch konkrete Massnahmen zur Umsetzung.
Stadt macht Schule herausgegeben von der Städteinitiative Bildung



7. September 2011

Keine altersdurchmischten Klassen in St. Gallen

Regierungsrat Stefan Kölliker ist gegen eine Motion, welche altersdurchmischtes Lernen an der Oberstufe zulässt. Das würde laut Regierung zur Abschaffung der Sekundar- und Realschule führen. Das Schulgesetz sieht vor, dass auf der Oberstufe in Jahrgangsklassen unterrichtet werde. Die Motion war von 59 der total 120 Kantonsräte unterzeichnet worden. Noch ist offen, ob der St. Galler Kantonsrat auf die Motion eintreten wird.
Gegen altersdurchmischtes Lernen, St. Galler Tagblatt, 7.9.
Mitteilung der Regierung, 7.9.

22. August 2011

Wann beginnt die Schule?

Die Schule im Kanton Zürich beginnt laut Volksschulgesetz mit dem Eintritt in den Kindergarten oder in die Grundstufe. Aus behördlicher Sicht bedeutet der erste Schultag an der Primarschule lediglich einen Stufenwechsel. Die Kindergärten sind also definitiv Teil der Schule geworden.
Mehr zum komplexen Thema, wann denn nun der Ernst des Lebens beginnt in einem Bericht aus der NZZ, 22.8.

21. Juli 2011

Zürich: Neue Mehrklassenregelung vorgeschlagen

Neu können alle Lehrpersonen in den Genuss einer Zulage kommen, wenn sie an einer Klasse mit schwierigen Verhältnissen unterrichten. Die bisherige Regelung sah Zulagen für Lehrpersonen vor, die an Klassen mit mehreren Schülerjahrgängen unterrichten. Dies beruhte auf der Überlegung, dass der Aufwand in diesen Klassen grösser ist als in Jahrgangsklassen. Dies trifft jedoch heute kaum mehr zu. Die Jahrgangsklassen sind heute durchschnittlich grösser als Mehrjahrgangsklassen und weisen zum Teil grosse Leistungsunterschiede auf. 
Die Gesamtsumme der Zulagen bleibt unverändert. Sie wird aufgrund der Stellenzahl auf die einzelnen Gemeinden verteilt. Diese können damit jene Lehrpersonen belohnen, die eine besondere Leistung erbracht haben. Dazu zieht die Schulpflege jeweils im Frühjahr Bilanz über das laufende Schuljahr und meldet die zulageberechtigten Lehrpersonen der Bildungsdirektion. 
Der Zürcher Regierungsrat hat die entsprechende Verordnungsänderung beschlossen. Sie bedarf der Genehmigung durch den Kantonsrat.