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10. Mai 2020

Vor einer Weichenstellung bei den schulischen Investitionen

Matthias Burchardts Abrechnung mit der um sich greifenden Heilserwartung an eine rasche Digitalisierung der Schule kommt mir vor wie ein reinigendes Gewitter, das wieder klare Sicht in die Weite schafft. Er vergleicht unreflektierte Digitalisierungsforderungen mit einem Boulevardtheater, bei dem viel Geld für Requisiten, nicht aber für bessere Schauspielkunst eingesetzt werden soll. Zu Recht ärgert sich Burchardt über Medien, die das Theaterstück aufgrund der schönen Kleider rühmen, jedoch kaum nach der Qualität der Aufführung fragen. Eine forcierte Digitalisierung könnte man mit einem Boulevardtheater vergleichen, bei dem viel Geld für Requisiten, nicht aber für bessere Schauspielkunst eingesetzt wird. Das Bild kann noch mit der Rolle unkritischer Medien erweitert werden. Mit grossen Worten rühmen sie das Theaterstück aufgrund der schönen Kleider, ohne jedoch nach der Qualität der Aufführung zu fragen.

Im Präsenzunterricht zeigt sich die Schulqualität, Hanspeter Amstutz, 8.5.

8. Mai 2020

Wahrheit und Lüge


Das Stapferhaus Lenzburg hat für Schülerinnen und Schüler ab Sekundarstufe didaktisches Lehrmaterial rund um das Thema Wahrheit und Lüge digital aufbereitet. Darunter finden sich interaktive PDFs, Arbeitsblätter und weitere Materialien für Schülerinnen und Schüler.

Thema "Wahrheit und Lüge", Stapferhaus Lenzburg

30. April 2020

Tipps zu Videokonferenzen während Fernunterricht

Zoom oder Skype (oder ein anderes Videokonferenz-Portal) werden gegenwärtig häufig gebraucht, um mit den Klassen direkt in Kontakt zu treten. Dabei gibt es drei hilfreiche Funktionen: Stummschalten, Bildschirm teilen und Chat. 
Tipps zu Stummschalten, Bildschirm teilen und Chat bei Videokonferenzen, 30.4. von Urs Kalberer

23. Februar 2020

Pseudowissenschaft bei den Fremdsprachen


Wir erinnern uns: Der Fremdsprachenunterricht in Schweizer Schulen beruht auf dem Sprachenkonzept der EDK von 2004. Im Wesentlichen brachte er zwei Neuerungen:
1. die Vorverlegung zweier Fremdsprachen in die 3. und 5. Primarklasse für alle Kinder,
2. die Einführung einer neuen Unterrichtsmethode, der so genannten «Mehrsprachigkeitsdidaktik».
Massgeblich stützte sich die EDK auf Expertenmeinungen, die eine markante Verbesserung der schulischen Leistungen versprachen. In seinem Artikel im «Journal of the European Second Language Association» von 2019 äussert nun aber Raphael Berthele, der frühere Leiter des Instituts für Mehrsprachigkeitsforschung der Universität Fribourg, grosse Bedenken gegen die wissenschaftliche Qualität der Empfehlungen, welche die Experten zuhanden der Bildungspolitik abgaben.[1]
An zwei Fallstudien zeigt er auf, wie leicht sich bei der Erforschung des Zweitsprachenerwerbs abgesicherte Wissenschaft mit reinem «Fürwahrhalten» (doxa) und Pseudowissenschaft vermischt hat. Er legt dar, dass im Falle des schweizerischen Sprachenkonzeptes oft nicht unterschieden wurde zwischen programmatisch (= spekulativ) formulierten Hypothesen und gesicherten evidenzbasierten Erkenntnissen[2], dass ausserdem evidenzbasierte Erkenntnisse, die auf eine bestimmte Situation zutrafen, unzulässigerweise auf Situationen mit andern Bedingungen übertragen wurden.[3] Das führte in der Konsequenz zu unsicheren Schlussfolgerungen, die sich nachteilig auf die Umsetzung im Schulbereich  auswirken konnten.


16. Februar 2020

Der Wandtafel-Graben


In der Welt von gestern lernten Kinder schreiben, indem sie mit Wandtafelkreide Buchstaben und Wörterformten. Lehrer verwendeten die Kreide manchmal als Munition, um störende Schüler in Schach zu halten. 
Eine klassische Wandtafel hält fast ewig. Bild: Florian Bärtschiger
Schulmobiliar für die Ewigkeit, Basler Zeitung, 14.2. von Martin Furrer

13. November 2019

"Sekundarlehrer wieder an der Uni ausbilden"

Die Kritik ist harsch, der Absender nicht irgendwer. André Vanoncini lehrte an der Universität Basel französische Literaturwissenschaften, nun holt er zum Paukenschlag gegen die 2006 gegründete Pädagogische Hochschule (PH) aus. «Nie hat es die PH in Muttenz geschafft, durch ihr Angebot und ihre Leistung zu überzeugen», sagt Vanoncini.
Vanoncini: "Selten plumper Versuch". Bild zvg

Kritik wegen Gagen an Studis, BZ Basel, 13.11. von Leif Simonsen

20. Oktober 2019

Lernbegleiter oder Lehrerpersönlichkeiten


Die Zukunft unserer Volkschule hängt weitgehend davon ab, wieweit brav ausführende Lernbegleiter oder selbständig handelnde Lehrerpersönlichkeiten die Schulen prägen werden.
Andere Vorstellungen von gutem Unterricht, 19.10. von Hanspeter Amstutz

20. Mai 2019

Erzählungen für spannenden Geschichtsunterricht


Haben Sie lebendige Erinnerungen an Ihren Geschichtsunterricht in der Volksschule?Wenn ja, dann dürften packende Erzählungen und anregende Klassengespräche wohleine wichtige Rolle gespielt haben. Wenn nein, dann besuchten Sie vermutlich bei einem Langweiler den Geschichtsunterricht.
Was ist los mit unserem Geschichtsunterricht? 15.5. von Hanspeter Amstutz

7. April 2019

Kreativität - nichts einfacher als das!


Das Wichtigste vorab: Dieser Artikel basiert auf den Erlebnissen und Erfahrungen aus zwei Workshops mit insgesamt etwa 120 Lehrkräften. Also keine wissenschaftliche Studie, aber doch ein unzweifelhaftes Ergebnis: Unsere Schulen wären dazu in der Lage, von heute auf morgen eine neue Kreativ-Kultur zu etablieren, ohne auf Lehrpläne oder Ansagen aus der Politik zu warten.
Ein paar einfache Ideen, wie Schweizer Schulen die Kreativität anregen können, NZZaS, 7.4. von Dennis Lück

1. April 2019

Besser spät als nie

Die Basler Uni-Professoren melden sich zu Wort: DieMängel beim Französisch seien so gross, dass die Studenten kaum mehr die Möglichkeit hätten, an frankophonen Unis zu studieren. In welchem Bistrot tranken diese Professoren ihren Pastis, als die Beschlüsse zur didaktischen Neuorientierung des Fremdsprachenunterrichts (Projekt Passepartout) gefasst wurden? Seit der Einführung von Passepartout und den entsprechenden Lehrmitteln hagelt es fundierte Kritik. Nun treten die Auswirkungen dieser fatalen Methode eben ans Tageslicht: Schüler erreichen die Minimalanforderungen nicht, Lehrer und Eltern sind seit Jahren frustriert. Die Mehrheit unter ihnen liess sich einlullen von den Versprechungen einer neuen Didaktik. Nur ist dies alles nicht neu und hätte eigentlich für die Spezialisten an der Universität vorhersehbar sein müssen.
Besser spät als gar nie, Urs Kalberer, 31.3.

25. März 2019

Der beste Lehrer der Welt


Der mit einer Million Dollar dotierte Global Teacher Award ist am Sonntagabend im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an den Mathematik- und Physiklehrer Peter Tabichi verliehen worden. Initiiert und gestiftet hat den Preis der aus Indien stammende und in Dubai tätige Unternehmer Sunny Varkey.

Dieser Lehrer spendet seinen Lohn - und gewinnt eine Million, Basler Zeitung, 25.3.

12. März 2019

Jahr des Periodensystems

Anlässlich des Internationalen Jahrs des Periodensystems 2019 (IYPT2019) hat der Verein der Schweizerischen Naturwissenschaftslehrerinnen

und -lehrer ein Dutzend spannende und lehrreiche Experimente zu ausgewählten Elementen des Periodensystems entwickelt. Zusammen mit den notwendigen Materialien, Chemikalien und ausführlichen Anleitungen werden diese Experimente allen Pimar- und Sekundarschulen I kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Experimente sind mit einem Wettbewerb verbunden, bei dem ein Chemie-Erlebnistag für die ganze Klasse gewonnen werden kann. Die Aktion läuft während des ganzen Jahres 2019 in allen Landesteilen der Schweiz.
Experimente zum Periodensystem, Verein der Schweizerischen Naturwissenschaftslehrerinnen und -lehrer


10. März 2019

Teilrückzieher der PH


Nach dem Schlamassel mit der Rechtschreibedoktrin, der im Kanton Aargau zur Ächtung eines Lehrmittels geführt hat, macht die Fachhochschule einen Teilrückzieher. Plötzlich heisstes, man stehe der Reichen-Methode kritisch gegenüber. So wie im jetzt verabschiedeten Lehrmittel praktikziert, sei es nie gemeint gewesen.
Kommentar zu «Keine zu frühen Korrekturen», Felix Schmutz, 10.3.

3. März 2019

Plädoyer für gründlichen Unterricht


Seit zehn Jahren liegt John Hatties Studie „Visible Learning“ vor. Die Ergebnisse sind eindeutig: Gründlicher Unterricht ist zielführender als pädagogische Experimente. Zeit, daraus Konsequenzen zu ziehen, meint Pädagoge Michael Felten.
Die Bildungsvisionen halten der Wirklichkeit nicht stand, Deutschlandfunk, 19.2. von Michael Felten

23. Februar 2019

Ende von Passepartout naht


In den Baselbieter Schulen werden die Lehrerinnen und Lehrer künftig die Lehrmittel auswählen können, mit denen sie unterrichten wollen. Die Regierung hat sich für die Lehrmittelfreiheit entschieden. Die vorgeschlagene Lösung des Lehrmittelstreits dürfte einen Schlusspunkt hinter den jahrelangen Kampf gegen die untauglichen obligatorischen Lehrmittel setzen. Stimmen der Landrat und das Volk im Verlauf dieses Jahres zu, wird namentlich das viel kritisierte Französischlehrmittel Mille feuilles aus den Schulzimmern verschwinden. Möglich gemacht hat dies die Starke Schule beider Basel mit ihrer Nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt». Über das Gesetz zur Umsetzung dieser vom Landrat befürworteten Initiative wird es im November eine kantonale Abstimmung geben.
Der Abschied von Mille feuilles naht, Basler Zeitung, 23.2. von Thomas Dähler

18. Februar 2019

Digitales Lesen bevorteilt Bildungsnahe


Wie steht es um die Kulturtechnik des Lesens mit zunehmenden digitalen Angeboten? Und wie sollen Kinder heute eigentlich das Lesen erlernen? Eine internationale Forschergruppe hat nun in der sogenannten Stavanger-Erklärung Empfehlungen dazu abgegeben. Der Universitätsprofessor Gerhard Lauer ist Mitglied dieser Gruppe und erklärt im Interview den Unterschied zwischen digitalem und analogem Lesen.
Bildschirm versus Buch - "Digitales Lesen müssen wir zuerst lernen", SRF, 18.2. von Sarah Herwig

27. Januar 2019

Primarschule am besten ohne Computer


Die Frage, ob digitale Medien den Bildungsalltag für Lernende und Lehrende verbessern und nachhaltiger gestalten können, beschäftigt nicht nur die Forschung, sondern auch den öffentlichen Diskurs.
Der beste Start ins digitale Zeitalter findet ohne Computer statt, Öffentliches Fachgespräch zum Thema "Digitalisierung in Schule, Ausbildung und Hochschule", 17.10. 2018, von Gerald Lembke

23. Januar 2019

Tablets in der Primar sind selbstverständlich geworden


Künstliche Intelligenz (KI) wird die Berufswelt stark verändern, praktisch jeder Job kann in Zukunft mindestens teilweise automatisiert werden. Darauf müssen Schulen bereits jetzt reagieren. Doch welche Kompetenzen sollen Schülern vermittelt werden? Für Lehrer und Schulleiter ist die Digitalisierung eine Herausforderung. Einblick in ein Klassenzimmer im zweiten Teil des «ECO»-Schwerpunkts über künstliche Intelligenz.
KI fordert Lehrer und Schüler, ECO, SRF, 21.1.

8. Januar 2019

Neue Medien im Fremdsprachenunterricht – Eine Annäherung

Megatrends wie Globalisierung und Individualisierung beschleunigen die Transformation beinahe in allen Lebensbereichen. Die Suche nach Neuerfindung oder stetiger Anpassung ist eine Konstante geworden. Entwicklungen, welche die Ökonomisierung des Lernens erreichen möchten und damit den Einsatz von neuen Medien in Klassenräumen beschleunigen, schlagen sich immer stärker in der Bildung nieder (Rösler & Würffel, 2018, S. 1). Doch was sind eigentlich «Neue Medien»? Wie können die Fremdsprachenlehrenden die neuen Medien in diesem Spannungsfeld nutzenbringend einsetzen? Welche Lernziele eigenen sich für die neuen Medien?
Neue Medien im Fremdsprachenunterricht – Eine Annäherung, Battal Kalan, 8.1.

6. Januar 2019

Flexibel werden in einer dynamischen Welt


Schule muss sich wandeln! So lauten die Postulate und Visionen derNZZaS-Experten. Doch wie wird man flexibel in einer Welt im Wandel? Indem man sich ganz unflexibel elementares Können aneignet. Davon sagen sie kein Wort.
Flexibel werden in einer dynamischen Welt, Carl Bossard, 6.12.