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13. September 2020

Lernpfad Franzoseneinfall

Die Französische Revolution mit ihren Forderungen nach Freiheit und Gleichheit ist eine der grossen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Die Menschenrechte wurden verkündet – aber mit Gewalt und Krieg verbreitet, überall in Europa. 1798 auch in der Schweiz. Die Kämpfe am nidwaldnischen Allweg und am Bürgenberg sind Zeuge davon.

Der neue Lernpfad «1798 – Franzoseneinfall in Nidwalden. Erinnerungswege am Bürgenberg» will diese Geschichte am Schauplatz vermitteln. Das Institut Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen der Pädagogischen Hochschule Luzern sorgt mit einem Flyer, zwei Silhouetten und neun Wegmarken für eine Grundausstattung vor Ort. Darüber hinaus stehen auf der Website Audiobeiträge zur Verfügung, welche einzelne Personen oder historische Fragen in den Vordergrund rücken. Die analogen und digitalen Angebote werden von Studierenden der PH Luzern kontinuierlich ausgebaut.

Wegen Corona ist die feierliche Übergabe des Lernpfads an die Bevölkerung ein Jahr später geplant.


Weitere Informationen: franzoseneinfall.ch 

8. März 2020

Mädchen bilden - Gesellschaft erneuern


Schule und Unterricht sind heute selbstverständlich und für alle zugänglich. Dabei geht eines leicht vergessen: Dieses Selbstverständliche wurde über Jahrzehnte, gar Jahrhunderte hart errungen. Viel zum Bildungsfortschritt katholischer Landgebiete beigetragen haben die „Schwarzen Schwestern“ (1) aus dem Kloster Menzingen. Man nannte sie schwarz wegen ihres Habits – im Gegensatz zu den braun gekleideten Kapuzinerinnen. Im drückenden Bildungsnotstand des 19. Jahrhunderts leisteten sie mit ihrem Lehrerinnenseminar und ihrer Alltagsarbeit in den Schulen Pionierdienste – auch für die Emanzipation junger Frauen.

50 und mehr Kinder pro Schulkasse war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein üblich: eine Menzinger Lehrschwester inmitten ihrer Schützlinge der Knabenschule Beckenried im Kanton Nidwalden im Jahr 1884 (Staatsarchiv Nidwalden, OD 3-3/8)

25. September 2019

Nidwalden will Schuleintrittsalter hinaufsetzen


Der Nidwaldner Landrat will reifere Schülerinnen und Schüler. Das Parlament hat am Dienstag die Pläne der Regierung unterstützt, die das Schuleintrittsalter heraufsetzen und dafür das Stichdatum vier Monate vorverlegen will.
Nidwaldner Kinder müssen später in die Schule, Nau.ch, 25.9.

15. September 2019

Neutralität in der Schule


Mittels einer Interpellation erkundigen sich die Nidwaldner SVP-Landräte Roland Blättler (Kehrsiten) und Stefan Müller (Emmetten) bei der Regierung nach der «ideologischen Überprüfung von Lehrmitteln». Kinder bildeten die Zukunft der Gesellschaft und sollten sich dereinst als mündige und kritische Erwachsene eine eigene Meinung zu verschiedenen Themen bilden können, schreiben die beiden Parlamentarier in ihrem Vorstoss. Neben guten Lehrerinnen und Lehrern seien auch die im Unterricht verwendeten Lehrmittel ein wesentlicher Begleiter auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Seien Lehrmittel einseitig ideologisch geprägt oder fehlten Ausgewogenheit und kritische Auseinandersetzung, verunmögliche dies einen politisch neutralen Unterricht. Die Lehrer könnten noch so sehr verschiedene Positionen einbeziehen, im Lehrmittel seien die Ideologien vorgegeben.
So stellen die Nidwaldner Schulen Neutralität sicher, Luzerner Zeitung, 11.9. von Martin Uebelhart

31. Juli 2019

Nidwalden klärt 6,6 Prozent der Schüler durch den schulpsychologischen Dienst ab


Der Regierungsrat will die Stellenprozente des Schulpsychologischen Dienstes aufstocken. Alle Probleme löst das aber nicht.
Nidwaldens Schulpsychologen haben alle Hände voll zu tun, Luzerner Zeitung, 26.7. von Simon Mathis

30. Mai 2019

Nur 23 Prozent der Nidwaldner Niveau B Schüler erreichen Grundanforderungen

Die Nachricht hat wohl den einen oder anderen Lehrer aufgeschreckt. Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) die Ergebnisse zu den Grundkompetenzen der Schweizer Schüler. Zum ersten Mal überhaupt wurden die Kompetenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch in einer solchen Studie überprüft (Ausgabe vom vergangenen Samstag). Dass die Schüler im eigenen Kanton bei dieser Erhebung doch nicht ganz so gut wegkommen wie erhofft, kann durchaus wachrütteln.

Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid erwartet dank mehr Mathematik in der Stundentafel bessere Resultate, Bild: resschmid.ch
Mathetests in Ob- und Nidwalden: "Das bereitet mir grosse Sorgen", Luzerner Zeitung, 27.5. von Matthias Stadler

10. März 2019

Kampf gegen "Schreiben nach Gehör" erreicht Bern


Schon zwei Kantone haben die umstrittene Lernmethode «Schreiben nach Gehör» aus dem Verkehr gezogen. Ein SVP-Nationalrat setzt sich jetzt dafür ein, dass das System flächendeckend verboten wird.
Kampf gegen Schlechtschreiben, Zentralschweiz am Sonntag, 10.3. von Kari Kälin

31. Oktober 2018

Lehrplan 21 – erste Kantone buchstabieren zurück


Mit der Einführung des Lehrplans 21 wurde eben erst begonnen und schon zeigt sich, dass gewisse Reformelemente wegen ihrer ideologischen Fundierung den Praxistest nicht bestehen werden. Die ersten Kantone haben bereits begonnen, Korrekturen vorzunehmen: Der Kanton Nidwalden verzichtet auf das „Schreiben nach Gehör“ und kehrt zur Rechtsschreibung zurück. Der Kanton Basel-Landschaft führt die Lehrmittelfreiheit wieder ein, nach dem die praxisuntauglichen LP21-kompatiblen Lehrmittel zu einem teuren Eklat geführt haben. Die „bestechende Idee“ mit den Schulinseln dürften die Rückkehr zur bewährten Kleinklasse einläuten, auch wenn das erst unter vorgehaltener Hand gesagt werden darf. Es kann ja nicht sein, dass kein Geld für Schulreisen mehr da ist, weil man überall Lernlandschaften errichten muss.
Lehrplan 21 – erste Kantone buchstabieren zurück, 31.10. von Peter Aebersold

Nidwalden korrigiert Fehler

Rotscher Federer ist ein guter Tenisschpiler: Wenn Lehrer ihre Schüler mit der Methode«Schreiben nach Gehör» unterrichten, dann zücken sie bei solch einem Satz nicht den Rotstift. Fehler machen ist erlaubt, man will den Kleinen die Freude am Schreiben nicht durch lästige Korrekturen vermiesen.
Lehrer müssen Fehler wieder korrigieren, Basellandschaftliche Zeitung, 31.10. von Kari Kälin

29. Oktober 2018

Nidwalden stoppt "Schreiben nach Gehör"


Um den Rechtschreibunterricht in der Primarschule tobt ein Glaubensstreit. Ein erster Bildungsdirektor hat nun auf die vielfältigen Klagen reagiert: Der Kanton Nidwalden verbannt das lautgetreue Schreiben ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern.
"Schreiben nach Gehör" - Ein erster Kanton kapituliert vor genervten Eltern, NZZ, 29.10. von Simon Hehli

11. April 2018

Umstrittene Handys

An vielen Schulen ist die Nutzung von Smartphones streng reguliert, wie eine Umfrage unserer Zeitung zeigt. Ist das noch zeitgemäss? An den Gymnasien gibt es Zweifel, an den Volksschulen weniger.
Handyverbote an Schulen sind umstritten, Obwaldner Zeitung, 7.4. von Franziska Herger

17. März 2018

Mehr Lohn für Kindergärtnerinnen

Lehrpersonen, die im Kindergarten unterrichten, erhalten im Kanton Nidwalden künftig gleich viel Lohne wie ihre Arbeitskollegen in der Primarstufe. Voraussetzung ist eine gleichwertige Ausbildung.
Nidwalden erhöht Lohn von Lehrpersonen im Kindergarten, sda, 16.3.

25. September 2017

Nidwalden untersucht Wirkung von altersdurchmischtem Lernen

Die gutbesuchte Generalversammlung des Lehrerverbands Nidwalden war reich mit Themen bepackt. Zur Sprache kam etwa, dass die Nidwaldner Lehrer mit ihren Obwaldner Kollegen das Zentralschweizer Schlusslicht beim Lohn bilden.
Die Löhne sind bei den Lehrern ein Dauerbrenner, Luzerner Zeitung, 21.9. von Marion Wannemacher

9. August 2017

Beckenried schafft Jokertage ab

Am übernächsten Montag beginnt das neue Schuljahr. Die Gemeinde Beckenried hat nach einigen Jahren die Bonushalbtage wieder abgeschafft. Die Schüler durften an maximal fünf frei wählbaren Halbtagen pro Schuljahr der Schule fernbleiben – sei es, um beispielsweise zu Hause beim Heuen zu helfen, dem Alpaufzug beizuwohnen oder auch um einen Zahnarzttermin wahrzunehmen. Damit ist nun Schluss. «Die Bonushalbtage wurden von den Eltern in den vergangenen Jahren teilweise strapaziert», erklärt der Beckenrieder Schulleiter Micha Heimler. «Eltern zogen für ihre Kinder Bonustage ein, um früher zu verreisen, weil etwa der Flug am Freitag günstiger war, oder sie verlängerten so die Ferien.»
Beckenried kippt die Bonushalbtage, Luzerner Zeitung, 8.8. von Matthias Piazza

24. November 2016

Mehr Lohn mit Doppeldiplom

Ab dem 1. August 2018 werden im Kanton Nidwalden die Kindergartenlehrpersonen mit Lehrdiplom Kindergarten/Unterstufe lohnmässig den Primarlehrpersonen gleichgestellt. Neu erhalten auch Klassenlehrpersonen der 1. bis 4. Klassen eine Funktionslektion.

Löhne der Kindergartenlehrpersonen werden angepasst, Luzerner Zeitung, 24.11.

11. Juli 2016

Tessiner stützen Bundesrat

Der Tessiner CVP-Ständerat ­Filippo Lombardi verteidigt die Absicht des Bundesrates, im Sprachenstreit zu intervenieren: Es sei eine Frage des Respekts, ob Schüler eine zweite Landessprache früh und gründlich lernen, sagte er in einem Interview mit der NZZ am Sonntag. «Das fördert den nationalen Zusammenhalt.»
Mehr Französisch in Nidwalden, Basler Zeitung, 11.7.

7. Juli 2016

Referendum "so gut wie sicher"

In ersten Reaktionen zeigen die Kantone wenig Verständnis für das Vorgehen des Bundesrats in der Sprachendiskussion. Sie sprechen von einem Eingriff ins föderalistische Staatssystem.
Kantone kritisieren den Bundesrat - ein Referendum droht, NZZ, 7.7. von Jörg Krummenacher, Erich Aschwanden und Peter Jankovsky

16. Juni 2016

Nidwaldens Regierung will Einführung des Lehrplans 21 nicht verschieben

Der Nidwaldner Regierungsrat will den Lehrplan 21 auf das Schuljahr 2017/2018 einführen, daran hält er fest. Er lehnt ein SVP-Postulat ab, das die Einführung um mindestens zwei Jahre verschieben will.

Nidwalden hält am Fahrplan für den Lehrplan 21 fest, Neue Luzerner Zeitung, 16.6.

20. März 2016

Bildungspolitische Vertröstungsrhetorik

Es gibt einerseits die Fakten über die Schülerkenntnisse im Französisch, wie sie uns vom FreiburgerInstitut für Mehrsprachigkeit vermittelt werden:  3,4 Prozent der Achtklässler erreichen die Lernziele beim Sprechen;  8,7 Prozent sind es beim Hören. Dabei sind Sprechen und Hören die Kernkompetenzen, die man mit dem frühen Fremdsprachenlernen fördern will. Andererseits gibt es die Interpretation dieser Fakten durch unsere Bildungspolitiker: „Kein Anlass, das Modell 3/5 auf den Kopf zu stellen“. Mit anderen Worten: Es kann geschehen, was will, wir machen weiter! (uk)
Bildungspolitische Vertröstungsrhetorik, Kommentar von Urs Kalberer

18. März 2016

Französisch klar unbefriedigend

Die Zentralschweizer Bildungsdirektoren wollen am Frühfranzösisch und Frühenglisch an den Primarschulen festhalten. Zu diesem Schluss kommen sie nach Leistungstests bei 3700 Schülern der 6. und 8. Klassen.
Zentralschweiz hält an zwei Fremdsprachen in der Primarschule fest, NZZ, 18.3.
Die einzelnen Berichte sind hier abrufbar.
Weiterhin zwei Fremdsprachen an Zentralschweizer Schulen, SRF, 18.3.