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25. April 2021

Kinder haben immer weniger Selbstdisziplin

"Unser Gehirn reift bis ungefähr zum zwanzigsten Lebensjahr, sogar noch ein bisschen darüber hinaus. Und bei diesem Reifungsprozess nimmt der Frontalkortex eine besondere Rolle ein. Dieses Stirnhirn ist sehr wichtig für die Selbstdisziplin und die Selbstkontrolle. Der noch nicht voll ausgebildete Frontalkortex ist einer der Gründe, warum die Kinder in der Pubertät so sind, wie sie sind. Dass sie zum Beispiel Schwierigkeiten mit ihrer Aufmerksamkeit und der ­Kontrolle ihrer Emotionen haben. Kinder sind anfällig für Lust-Im­pulse. Sie sind deswegen auch anfällig für Süchte. Und jetzt kommen sie mit dem Internet in eine Welt, in der sie sofort alles haben können, was sie sich wünschen. Meine inzwischen erwachsenen Söhne haben mich als Teenager mal gefragt: «Was hast du eigentlich so gemacht, als du 16 ­Jahre alt warst?» Und als ich dann geantwortet habe: «Naja, zur Schule gehen, lesen, Sport und vielleicht alle vier Wochen mal ins Kino», fanden sie diese Vorstellung unsäglich langweilig. Kinder heute können sich gar nicht mehr vorstellen, in einer Welt zu leben, in der sie nicht alles sofort haben können".

"Eltern müssen ihre Kinder viel mehr führen", Fritz und Fränzi, 6.4. von Bianca Fritz

21. April 2021

Zehnfingersystem ist alternativlos

Schnell einen Text erstellen – dafür gibt es mittlerweile Hilfsmittel wie Autokorrektur, Sprachassistenten und Transkriptionssoftware. Muss überhaupt noch jemand das Zehnfingersystem beherrschen?

Zehnfingersystem - braucht es das noch? Südostschweiz, 21.4. von Hendrik Polland

13. April 2021

Umgang mit Legasthenie

Ein Experiment führt Lehrerinnen vor Augen, wie schwer der Schulalltag mit Legasthenie ist. Und eine Betroffene erzählt, wie sie trotz der Herausforderung die Matura geschafft hat.

Bild: Screenshot SRF

Puls, SRF, 12.4.

21. März 2021

Wandbild wegen Rassismus aus Schule entfernt

Ein Wandbild aus den späten 1940-er Jahren in einem Berner Schulhaus hat jüngst für eine öffentliche Debatte über Rassismus geführt. Nun soll es aus dem Schulhaus weg, in ein Museum kommen. Dort könne es besser kritisch und zeitgemäss eingeordnet werden.


Bild: Tamara Janes

Umstrittenes Wandbild wird aus Berner Schule entfernt, sda, 19.3.

4. März 2021

"Rechtschreibung ist nicht so wichtig, aber man muss sie können"

Bis in die 1970er-Jahre galt in der Schweiz das Erlernen der korrekten Rechtschreibung als eines der wichtigsten Ziele des Deutschunterrichts. Dann kam Hans Glinz. Die Beherrschung der Rechtschreibung wird seither unter einem neuen Blickwinkel betrachtet, an Bedeutung verloren hat sie nicht. Dies zeigen auch die Aussagen von Zuger Lehrpersonen.

Gedanken zur deutschen Orthografie, Schulinfo Zug, 18.2., von Knut Stirnemann

26. November 2020

Wer in die Tastatur haut, lernt nicht weniger

Wer den Verlust der Zukunft im Allgemeinen und den der Jugend im Besonderen beklagen möchte, findet an Schulen und Universitäten besten Treibstoff für seine Tiraden. Schüler und Studierende verbringen immer mehr Zeit vor Bildschirmen, eine Entwicklung, die durch die Corona Pandemie verstärkt wird und weit verbreitete Elternängste bedient: Die Vorbehalte gegen alles Digitale sind mächtig, jede passende Nachricht wird gierig aufgesogen, verbreitet und ist kaum mehr aus der Welt zu schaffen, selbst wenn sie sich als unwahr entpuppt. 

Handschriftstudie hat weder Hand noch Fuss, Basler Zeitung, 26.11. von Sebastian Herrmann

25. November 2020

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht

Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen, dass Kinder, welche von Hand schreiben, mehr lernen und das Gelernte besser speichern können. Gleichzeitig setzen wir in der Schule mehr und mehr auf digitalen Unterricht, welcher das Schreiben von Hand verdrängt.

Audrey van der Meer: «Handschrift braucht mehr Zeit und ist anstrengender, aber es ist wichtig, dass die Kinder da durchgehen.» Photo: NTNU / Microsoft

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht, Urs Kalberer, 25.11.

15. November 2020

Die Sprachlosigkeit gefährdet den Zusammenhalt der Gesellschaft

Wer nicht richtig Deutsch kann, wird zum Mörder. Wie der Wirt, der sich des Virus wegen kürzlich genötigt sah, seine Gäste zur Bekanntgabe ihrer persönlichen Angaben anzuhalten. Das entsprechende Formular versah er mit dem grammatikalisch verunglückten Nachsatz: «Wir sind verpflichtet diese Daten 4 Wochen aufzubewahren danach werden Sie vernichtet.»

Lernt endlich Deutsch! NZZaS, 31.10. von Peer Teuwsen

Ausdrucksfähigkeit als Kern der Bildung

Jeder Gedanke hat einen Körper, die Sprache. Den eigenen Gedanken einen präzisen Körper geben, die prägnante Sprache, das ist gekonntes Handwerk und anspruchsvolle Aufgabe zugleich. Sie stellt sich immer wieder: beim Übergang von der Idee zum gesprochenen Wort, vom Gedachten zum konkreten Text, beim Finden und Formulieren des genauen Gedankens und des richtigen Satzes. Konfuse Gedankenflüge werden klarer, wenn sie sich der Grammatik und Semantik aussetzen müssen.

Sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Journal21.ch, 14.11. von Carl Bossard

5. November 2020

Was Lehrer zur Rechtschreibung sagen

Das Redaktionsteam der Schulinfo wollte von Lehrpersonen aller Schulstufen ihre Meinung zum Thema Rechtschreibung in der Schule erfahren. Diese Fragen haben wir gestellt:

  1. Welche Bedeutung hat die Rechtschreibung heute - in der Schule und in der Gesellschaft?
  2. Wie fördern Sie Rechtschreibung im Unterricht?
  3. Wann verlangen Sie fehlerfreies Schreiben und wann lassen Sie Fehler stehen?
  4. Welches Gewicht hat Rechtschreibung innerhalb der Deutschnote im Zeugnis?
  5. Wie steen Sie persöhnlich zu korecktem und Felervreiem schreiben?

5. Oktober 2020

Sorgloser Umgang mit der Sprache hinterlässt Spuren

An eine kleine Begebenheit erinnere ich mich noch gut: Da hatte ich einem meiner Studierenden mit der Bemerkung, der Text enthalte zu viele sprachliche Fehler, eine Seminararbeit zurückgewiesen, worauf sich dieser mit dem Satz rechtfertigte: «Aber Sie haben meine Darlegungen doch verstanden.» Warum ich diese Begebenheit hier erzähle? Ganz einfach: Weil sie typisch ist für die Haltung vieler der Sprache gegenüber – einer Haltung, bei der es fast nur noch um Inhalte und nicht mehr um die formale Korrektheit der Sprache geht. Sie zeigt sich zunehmend auch im Unterricht an unseren Schulen. Wie äussert sich das konkret?

Wer unklar schreibt, denkt nicht klar - Wie geht die Schule mit der deutschen Sprache um? Mario Andreotti, Schweizer Familie, 41/2020 

11. Dezember 2019

Schule ohne Papier


Ein dänisches Gymnasium macht den Unterricht vollständig digital. Papier braucht niemand - ausser man will ausnahmsweise zur Entspannung ein echtes Buch lesen. Ganz wohl ist der Schule dabei jedoch nicht.
Schule ohne Papier und Stift: Diese Gymnasiasten machen nicht mal mehr Notizen von Hand, Luzerner Zeitung, 10.12. von Niels Anner

25. Oktober 2019

Soll noch mit der Hand geschrieben werden?


Gelernt wird es noch in der Schule, das Schreiben mit der Hand. Aber das digitale Schreiben ist in vielen Berufen unverzichtbar geworden. Skeptiker sehen dadurch die Handschrift in Gefahr. Sie fürchten um das kulturelle Gut, aber auch um die motorischen Fähigkeiten, die beim Schreiben mit der Hand erlernt und gefördert werden. Deutsche Grundschullehrer stellten bei mehr als einem Drittel ihrer Schüler Probleme fest, eine flüssige und lesbare Handschrift zu entwickeln. Die meisten sind sich einig: Ein spezielles Training und mehr Übung zu Hause und in der Schule würden helfen. Dafür bleibt aber im hektischen Schulalltag oft keine Zeit.
Der Kampf Handschrift versus Tippen, BZ Basel, 24.10.

17. Oktober 2019

Stadt Luzern will Schreiben nach Gehör


Es ist ein Thema, das die Bildungspolitik schon länger beschäftigt: Das Schreiben nach Gehör. Gemäss dieser in den 1980er Jahren durch den Reformpädagogen Jürgen Reichen propagierten Methode werden Kinder, die das Schreiben lernen, nicht korrigiert, wenn sie Wörter falsch schreiben.
Luzerner Stadtrat unterstützt Schreiben nach Gehör, Luzerner Zeitung, 16.10. von Beatrice Vogel

23. Juli 2019

Ideologische Schieflage bei der Rechtschreib-Debatte


Es spricht für die Brisanz des Themas, wenn sich an einem lauen Frühsommerabend 150 oder mehr Menschen – Pädagogen, Gewerkschafter, Eltern–zu einem Vortrag in die Aula des Irmgardis Gymnasiums von Köln-Bayenthal hocken. „Schraim nach Gehöa“ hatten Prof. Una Röhr-Sendlmeier von der Uni Bonn und ihr Doktorand Tobias Kuhl den Abend orthografisch angemessen keck benannt, denn um „Wege und Irrwege im Rechtschreibunterricht“ sollte es ja gehen. Die Wissenschaftler stellten ihre Studie vor; sie hatten untersucht, nach welchen Methoden und mit welchem Erfolg Grundschüler in NRW Schreiben und Lesen lernen. Die Ergebnisse–die Mehrzahl der Kinder lernt Orthografie nicht oder nicht hinreichend gut–hatten die Zuhörer geahnt; dennoch herrschte am Ende im Auditorium eine Form von zorniger Ratlosigkeit: Warum werden Schüler nach Methoden unterrichtet, die im Ergebnis nicht funktionieren? Wir haben mit Frau Professor Una Röhr-Sendlmeier gesprochen.
"Kinder werden systematisch in die Irre geführt", Kölner Stadt-Anzeiger, 13.7. von Karlheinz Wagner und Michael Hesse

Es gibt nicht die eine Methode

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 17.7.

18. Juni 2019

'Lesen durch Schreiben' sofort verbieten


Im Thurgau werden immer mehr Volksschulen zu Lernwerkstätten umgewandelt, in der die Lehrperson nicht mehr normal unterrichten, sondern nur noch autonom lernende Schüler begleiten sollen. Der aktuelle Konflikt in Wigoltingen hat bekanntermassen auch mit solchen Umwälzungen zu tun, gegen die sich die dortigen Lehrpersonen gewehrt haben. Schulleitung und Schulbehörde beharren jedoch auf ihrem Reformkurs.

Schreibbeispiel mit Lehrerkommentar. Bild: Eltern für eine gute Volksschule

Rechtschreiben oder schlechtschreiben? Eltern für eine gute Volksschule, 18.6.

16. Mai 2019

Ende der Kreidezeit


Obwohl immer mehr Untersuchungen zutage fördern, dass digitale Hilfsmittel das Lernen eher behindern als befördern, hält der Trend zur Computerisierung des Klassenzimmers an. Schulen sind Orte von Menschen und für Menschen, und Lernen braucht Zeit. Es digitaler Bequemlichkeit zu unterwerfen, ist ein Fehler.
Zierer:"Jedes Kind hat ein Recht auf eine humane Schule", Bild: Universität Augsburg

Wenn das Handy noch in der Schultasche stört – die digitale Bildungsrevolution zeitigt ernüchternde Resultate, NZZ, 16.5. von Klaus Zierer

13. April 2019

Zemp fordert mehr Basteln, Malen und Kochen


Die Ergebnisse sind alarmierend: Kinder schreiben zu langsam, unleserlich und haben viel zu oft Krämpfe. Zu diesem Schluss kommt eine Befragung aus Deutschland unter 2000 Lehrern. Das Schreiben per Hand komme in den Klassen schlicht zu kurz, heisst es darin. Die Entwicklung beunruhigt auch hiesige Pädagogen. «Schülerinnen und Schüler können heute tatsächlich nicht mehr so lange am Stück schreiben wie noch vor zehn Jahren», sagt Beat Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerverbandes. 
Zu viele Mails und SMS: Schüler verlernen die Handschrift, Südostschweiz am Wochenende, 13.4. von Yannick Nock

11. April 2019

"Eine beachtliche bildungspolitische und kulturelle Schande"


Hat der Mensch das Schultergelenk erfunden? Natürlich nicht. Und genauso wenig wie sein Knochengestell hat er sich die Grammatik seiner Sprachen ausgedacht. Verfechter der gendergerechten Sprache, die heute ins System eingreifen, begehen aus linguistischer Sicht ein paar fundamentale Denkfehler.
Sprachen wandeln sich immer – aber nie in Richtung Unfug, NZZ, 10.4. von Josef Bayer