Die Verbände der Schweizer Schulleitenden VSLCH und CLACESO haben im Mai ihre jährliche Befragung zur Stellensituation an den Schulen durchgeführt. Dies vor dem Hintergrund des Distance Learning während des Lockdowns. Aus der Erhebung geht hervor, dass der Fernunterricht den Schulen neuen Schwung verliehen hat. Die Schulleitungsverbände sprechen sogar von einer Frischzellenkur für die Schulen.
Die Entwicklungsziele der Schulleiter
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25. August 2020
19. April 2017
Geschichte der bernischen Sekundarschule
12. September 2016
Blick zurück
Wie auf einem Bild von
Albert Anker präsentiert sich die historisch eingerichtete Schulstube im
Schulhaus Eriswil. Auf dem Harmonium ertönt ein Schullied, gespielt von Kurt
Hofer. Als Schulmeister mit weissem Bart und schwarzer Kappe, einem Anzug aus
Halbleinen und mit Rohrstock, inszeniert er eine Schulstunde, wie sie Mitte des
20. Jahrhunderts hätte stattfinden können.
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| Lektionen von anno dazumal von Kurt Hofer, Bild: Marcel Bieri
Eine Schiefertafel ist kein iPad, Berner Zeitung, 12.9. von Brigitte Meier
|
23. August 2016
Pichard über die Schule und das Leben
Er ist Lehrer aus Leidenschaft, und das seit vierzig Jahren. Der
61-jährige Bieler Oberstufenlehrer im Gespräch über renitente Eltern,
verweigerte Handschläge und ein Leben ohne Matur ohne gravierende
Spätfolgen.
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| Pichard: Lesen und Schreiben, lesen und schreiben. Bild: SRF |
Lehrer Alain Pichard:"Bildung ist der beste Weg zur Integration", SRF Radio DRS3, Focus, 22.6.
29. Mai 2016
St. Galler Lehrer wollen bei Schulentwicklung mitbestimmen
Die
Lehrerinnen und Lehrer in der Stadt St.Gallen wollen mehr Mitsprache bei der
Schulentwicklung. Die Hauptversammlung des Verbands Lehrpersonen Sektion
St.Gallen hat beschlossen, eine Initiative zu lancieren.
Es rumort in den Schulen, St. Galler Tagblatt, 27.5. von Daniel Wirth
10. Mai 2016
Schule in den 1950-er Jahren
Spardruck, Reformen, überforderte Lehrer und
Schüler, mangelnde Qualität – selten wurde die Zukunft des Baselbieter Bildungssystems
so düster dargestellt wie heute. Wirre Strukturen, schwierige Kinder und
uneinsichtige Eltern waren jedoch schon in den 50er-Jahren des letzten
Jahrhunderts ein akutes Thema.
Willy Piatti auf seinem ersten Schulausflug, Bild: zvg
Der richtige Lehrer zur richtigen Zeit, Basler Zeitung, 10.5. von Dina Sambar
29. April 2016
"Die heutigen Lehrer haben es schwieriger als früher"
Gaby Armangau (83) hat 40 Jahre lang als Lehrerin
unterrichtet. Im Frontalinterview erzählt sie aus ihrem früheren Berufsalltag,
nimmt Stellung zur Schule von heute und verrät, warum sie den Nationalfeiertag
der Franzosen feiert.
"Wir hatten früher mehr Zeit, uns um die Kinder zu kümmern, Rhonezeitung, 28.4. von Walter Bellwald
26. Oktober 2015
Die Schule auf den Kopf gestellt
Gregory Turkawka flog als Jugendlicher von allen Schulen, machte mit 34 einen KV-Abschluss und ging dann als Quereinsteiger an die PH. Nun ist er Schulleiter in Niederhasli und erregt mit der Umsetzung seiner pädagogischen Ideen viel Aufsehen.
Turkawka schaltet und waltet, Bild: Michele Limina
Die Revolution von Niederhasli, Sonntagszeitung, 25.10. von Simone Luchetta
Turkawka schaltet und waltet, Bild: Michele Limina
Die Revolution von Niederhasli, Sonntagszeitung, 25.10. von Simone Luchetta
14. September 2015
Erste Schulumfrage der Schweiz
Sechs Jahre lang hat ein Berner Historikerteam aus den handschriftlichen Bogen der ersten schweizerischen Schulumfrage eine Datenbank erstellt. Dort kann man jedes Schweizer Schulhaus von 1799 und den Unterricht von damals besuchen.
Philipp Albert Stapfer, Bildungsminister der Helvetischen Republik, will sich ein Bild über den Zustand der Volksschule machen, Bild: Wikipedia
Per Mausklick in die Dorfschulen der Schweiz vor 200 Jahren, Langenthaler Tagblatt, 13.9. von Stefan von Bergen
Philipp Albert Stapfer, Bildungsminister der Helvetischen Republik, will sich ein Bild über den Zustand der Volksschule machen, Bild: Wikipedia
Per Mausklick in die Dorfschulen der Schweiz vor 200 Jahren, Langenthaler Tagblatt, 13.9. von Stefan von Bergen
11. Februar 2015
Merseburger Zaubersprüche
«Phôl ende Wuodan fuorun zi holza. dû wart demo balderes folon sîn fuoz birenkit…, rezitierte unser Deutschlehrer den 2. Merseburger Zauberspruch. Verantwortlich für dieses zentrale Fach zeichnete Dr. Josef Niedermann alias «Rilke». Er hiess uns die belustigenden Zeilen nachzusprechen und diese dann zu übersetzen.
Mit althochdeutscher Pferdeheilkunde aus dem 8. Jahrhundert begann «Rilke» uns 16-Jährigen der deutschen Sprache näherzubringen – oder umgekehrt.
Drei Jahre später, bei Bertolt Brecht, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, animierte der schmächtige, kulturbegeisterte Mann, dessen rechtes Hosenbein stets zwei Zentimeter höher stand, unsere flausenhaften Hirni zu wundersamen Höhenflügen. Der Mann war Meister seines Fachs. Er hatte Charisma, verstand es Debatten anzuregen und sich als Anker und Orientierungshilfe zu positionieren. Sein unerschöpflicher Wissensfundus, seine fast unheimliche Dossierfestigkeit, aber auch die ansteckende Begeisterung für sein Metier blieben mir in eindrücklicher Erinnerung. Er war von A bis Z authentisch, ein effektiver Kompetenzengenerator. So geschehen im Lehrerseminar Rickenbach (Schwyz) vor gut 50 Jahren.
Merseburger Zaubersprüche, Blog Südostschweiz, 11.2. von Fritz Tschudi
9. November 2014
Fundamentalopposition ist Gift für die Schulentwicklung
Die Kritik am Lehrplan 21
ist berechtigt. Doch nun bedroht eine Allianz aus konservativen Politikern und
reformmüden Lehrern die nötige Entwicklung der Schule. Dagegen muss man sich
wehren.
Ist die Opposition gegen den LP21 berechtigt? Bild: de.deutsches-roleplay.wikia.com
Man muss das Lehrplan-Monster zähmen - nicht erschlagen, NZZaS, 9.11. von René Donzé
Ist die Opposition gegen den LP21 berechtigt? Bild: de.deutsches-roleplay.wikia.com
Man muss das Lehrplan-Monster zähmen - nicht erschlagen, NZZaS, 9.11. von René Donzé
4. September 2014
Albert Einstein über die gute Schule
Was denkt Albert Einstein über die Schule? Dieser zeitlos gültige Text stammt aus dem Jahr 1936 - Einstein wurde gebeten aus Anlass der 300-Jahrfeier der University of the State of New York zu sprechen.
Der Text stammt von der neuen, sehr ansprechenden Webseite der Bildungsdirektion Zug.
Einstein: Die Schule ist Dienerin des Lebens. Bild: Bundesarchiv
Allgemeines über die Schule, Albert Einstein, 15.10.1936
Der Text stammt von der neuen, sehr ansprechenden Webseite der Bildungsdirektion Zug.
Einstein: Die Schule ist Dienerin des Lebens. Bild: Bundesarchiv
Allgemeines über die Schule, Albert Einstein, 15.10.1936
16. Juli 2014
SOL und AdL sorgen für Unruhe
Die geplante Einführung eines "modernen" Unterrichtsmodells hat in der Zürcher Gemeinde Niederhasli eine Kündigungswelle in der Lehrerschaft ausgelöst. Auch in anderen Gemeinden wird über Unterrichtsmethoden gestritten.
Die neuen Trends des 'Selbstorganisierten Lernens' und des 'Altersdurchmischten Lernens' schwappen von den PH auf die Gemeinden über und sorgen für Unruhe, Bild: Georgios Kefalas
Streit um neues Schulmodell, NZZ, 16.7. von Lucien Scherrer
Die neuen Trends des 'Selbstorganisierten Lernens' und des 'Altersdurchmischten Lernens' schwappen von den PH auf die Gemeinden über und sorgen für Unruhe, Bild: Georgios Kefalas
Streit um neues Schulmodell, NZZ, 16.7. von Lucien Scherrer
30. April 2014
Problembehaftete schulische Steuerung
Im Kanton Zürich werden seit dem Schuljahr 2008/09 alle Schulen geleitet. Die Schulleitungen sind gemäss Volksschulgesetz für die Steuerung ihrer Schulen zuständig. Das beinhaltet die Erarbeitung eines Schulprogramms, das pädagogische Schwerpunkte definiert, Entwicklungsziele formuliert, die geplante Umsetzung aufzeigt und Angaben zum Evaluationsprozess macht.
In einer Dissertation wird diese Schulprogrammarbeit nun untersucht. Dabei fallen folgende Punkte auf: Die Schulen bekunden Mühe mit der Formulierung aussagekräftiger Ziele, mit der Wahl geeigneter Indikatoren, mit der zielgerichteten Umsetzung und der adäquaten Überprüfung.
Die ergebnisorientierte Schulprogrammarbeit entpuppt sich als problembehaftetes Steuerungsinstrument für die schulische Leistungssteuerung.
Kritische Analyse von Schulprogrammen und der Balanced Scorecard am Beispiel der Steuerungssystem für die Volksschulen im Kanton Zürich, Dissertation der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich, 2013 von Barbara Kohlstock
In einer Dissertation wird diese Schulprogrammarbeit nun untersucht. Dabei fallen folgende Punkte auf: Die Schulen bekunden Mühe mit der Formulierung aussagekräftiger Ziele, mit der Wahl geeigneter Indikatoren, mit der zielgerichteten Umsetzung und der adäquaten Überprüfung.
Die ergebnisorientierte Schulprogrammarbeit entpuppt sich als problembehaftetes Steuerungsinstrument für die schulische Leistungssteuerung.
Kritische Analyse von Schulprogrammen und der Balanced Scorecard am Beispiel der Steuerungssystem für die Volksschulen im Kanton Zürich, Dissertation der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich, 2013 von Barbara Kohlstock
17. Februar 2014
"Freiheiten werden nicht genutzt"
Etienne Bütikofer findet, viele Schulen seien sich zu wenig bewusst, wie viele pädagogischen Freiheiten sie hätten. Diese zu nutzen brauche aber Mut, die Bereitschaft zu Transparenz und habe oft organisatorische Konsequenzen.
"Der Druck der Eltern wird vor allem von den Medien überbetont", Bild: Valérie Chételat
"Kein Gesetz schreibt 45-Minuten-Lektionen vor", Der Bund, 17.2. von Mireille Guggenbühler
"Der Druck der Eltern wird vor allem von den Medien überbetont", Bild: Valérie Chételat
"Kein Gesetz schreibt 45-Minuten-Lektionen vor", Der Bund, 17.2. von Mireille Guggenbühler
16. Februar 2014
Mit Harmos argumentieren
Mit Harmos kann fast alles begründet werden. Das durchlebt man derzeit im Baselbiet, wo Harmos als Rechtfertigung für grosse, neue Schulzentren hinhalten muss. Doch gute Schulen hängen nicht von Schulhäusern und Organisationskonzepten ab.
Neue Schulhäuser wegen neuen Schulformen? Bild: baz
Reformen um der Reformen willen, Basler Zeitung, 16.2. von Thomas Dähler
Neue Schulhäuser wegen neuen Schulformen? Bild: baz
Reformen um der Reformen willen, Basler Zeitung, 16.2. von Thomas Dähler
12. Januar 2014
Ausflugstipp
Im Vögele Kulturzentrum Pfäffikon SZ läuft momentan die Ausstellung "Das Abenteuer Bildung". Die Besucher erfahren Bildung als sehr vielschichtigen Begriff, der uns durchs ganze Leben begleitet. Dargestellt werden Schulrealitäten aus der Vergangenheit und Gegenwart, aus der Schweiz und der ganzen Welt. Ich verbrachte zwei kurzweilige Stunden beim Erkunden und Entdecken von spannenden Inhalten zum Thema Bildung. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl an Exponaten: Bilder, Fotos, Filme, Interviews, Modelle etc. und lässt sich dabei an aktuellen Fragen über den Wert und den Sinn von Bildung leiten. Meine Wertung: sehr empfehlenswert! Bitte teilen Sie uns Ihre Meinung per Kommentar mit.
Das Abenteuer Bildung, Vögele Kulturzentrum Pfäffikon, noch bis zum 23. März 2014
Das Abenteuer Bildung, Vögele Kulturzentrum Pfäffikon, noch bis zum 23. März 2014
28. November 2013
Bericht Schulevaluation Solothurn
Die externe Schulevaluation im Kanton Solothurn liefert den Bericht einer ersten Tranche von 28 untersuchten Schulen. Dabei wurde folgendes Verfahren angewandt: Ein Team von 1-5 Tandems besucht während 3-4 Tagen eine Schule, um die Qualität der institutionellen Voraussetzungen, der wichtigen Prozesse und der Ergebnisse aus einer unabhängigen Perspektive zu erfassen. Die externe Schulevaluation setzt sich aus drei sich ergänzenden Elementen zusammen, aus einer 'Ampelevaluation', in der die Funktionsfähigkeit der Schule überprüft wird, aus einer 'Profilevaluation', in der das Stärke-Schwäche-Profil der Schule dargestellt wird und aus einer 'Fokusevaluation', in der eine differenzierte Standortbestimmung in einem von der Schule gewählten Entwicklungsbereich vorgenommen wird.
Bericht über die Resultate der externen Schulevaluationen der Solothurner Volksschulen zuhanden des Departementes für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn, 31. Mai 2010 bis 31. Juli 2012, Heidi Zumbrunnen et al.
Bericht über die Resultate der externen Schulevaluationen der Solothurner Volksschulen zuhanden des Departementes für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn, 31. Mai 2010 bis 31. Juli 2012, Heidi Zumbrunnen et al.
24. November 2013
Konfliktzone Schule-Elternhaus
Jürg Brühlmann, ein Funktionär des LCH, appelliert an die gemeinsame Verantwortung von Lehrern, Kindern und Eltern für eine gute Schule. Besonders das Verhältnis von Eltern zur Schule ist komplizierter geworden. Immer häufiger holten sich Eltern die Unterstützung von Anwälten, wenn es um die Schule geht. Brühlmann sieht das Heil in gemeinsamen Schulverträgen zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Ja sogar die Hauswarte und die Schulleitungen machen mit. Erinnert mich an die vollmundigen Leitbilder, die vor zehn Jahren an unseren Schulen entstanden. Am Schluss lässt Brühlmann dann die Katze aus dem Sack: Eltern und Lehrer sollen sich für eine "gut ausgestattete öffentliche Schule" einsetzen. Wenn wir nach dem Debakel der Frühfremdsprachen, der "Integration" und des Lehrplans 21 etwas wissen, dann dies: Geld allein macht keine gute Schule.
Quelle: NZZaS, So kann die Partnerschaft zwischen Eltern und Schule gelingen, 24.11. von Jürg Brühlmann
Eltern sind die strategischen
Partner der Volksschule. Sie können sich zwar die Schule und die Lehrperson
nicht auswählen, viele sind in Schulfragen nicht einmal stimmberechtigt. Aber
die meisten Eltern wollen eine gute Schule, die das Beste für ihr Kind tut.
Deshalb sind sie Supporter der Schule, Interessenvertreter oder neudeutsch:stakeholder.
Die
Lehrerinnen und Lehrer sind die strategischen Partner der Eltern. Sie sind
vielleicht nicht erste Wahl der Eltern. Und sie können sich die Kinder in ihrer
Klasse nicht aussuchen. Aber wie die Eltern wollen auch die Lehrpersonen eine
gute Schule, und sie wollen das Beste für die Schulkinder tun. Deshalb sind sie
Supporter der Eltern, sie sind ihre stakeholder.
Warum
gibt es trotzdem immer wieder laute Klagen von Eltern und immer häufiger auch
von ihren Anwälten über willkürliche Klassenzuteilungen, ungerechte Noten,
einen saloppen Umgangston, rigide Strafen, über Machtausübung, Kuschelpädagogik
oder falsche Methoden?
Und
warum beklagen sich Lehrerinnen und Lehrer über aufsässige, abwesende,
gewalttätige oder übermässig verwöhnende Eltern, die man anscheinend nur mit
Bussen und Elternverträgen zur Zusammenarbeit bringen kann?
Vielleicht,
weil früher alles besser war? Wohl kaum. An meinem ersten Elternabend 1979 als
Lehrer im Kanton Solothurn sassen die Eltern meiner neuen Schülerinnen und
Schüler eher eingeschüchtert und möglichst weit hinten an den ungewohnten
Gruppentischen. Offenbar waren sie es gewohnt, brav an den frontal gestellten
Pulten zu sitzen, während mein pensionierter Vorgänger, zu dem viele schon
selbst in die Schule gegangen waren, die Faulheit und Dummheit der Jugend
beklagte. Auch spitze Hinweise auf die Äpfel, die nicht weit vom Stamm fallen,
konnte er sich dabei nicht verkneifen.
Nicht
weit von dieser damaligen Schule liegt Zuchwil. Die dortige «Schulvereinbarung»
hat es im Sommer bis in die Medien gebracht. Es handelt sich um einen
klassischen Dreiecksvertrag: Schülerinnen und Schüler «unterstützen einander
beim Lernen», «belästigen niemanden» und «erscheinen pünktlich» mit dem nötigen
Material. Die Eltern sorgen für einen «ruhigen Arbeitsplatz», nehmen an den
«Elternveranstaltungen» teil und «tragen die Hauptverantwortung für die
berufliche Zukunft» ihres Kindes. Die Lehrpersonen sind «ein Vorbild», und sie
begegnen den Schülerinnen und Schülern «mit einer positiven Grundhaltung»,
anerkennen «ihre Leistungen» und «üben Kritik so, dass sie die Lernenden
weiterbringt». Der Hauswart «steht allen Gruppen mit Rat und Tat zur Seite»,
und die Schulleitung sorgt für «intensive und offene Kommunikation».
Das
Dilemma ist offensichtlich: Die Schule hat es heute mit sehr unterschiedlichen
Erziehungsvorstellungen zu tun und mit sehr gut informierten Eltern. Um einen
funktionierenden Schulbetrieb zu gewährleisten, werden heute in immer mehr
Schulen die vereinbarten Lernziele und die dafür notwendigen gegenseitigen
Verpflichtungen diskutiert und vereinbart. Das ist die Umsetzung der
strategischen Partnerschaft. Weniger sinnvoll wäre es, den Eltern und Kindern
einseitig eine Vereinbarung vorzulegen, was sie zu Hause zu tun haben. Eine
obligatorische öffentliche Schule, die nicht gewählt wird, kann keine
Bedingungen stellen. Sie muss die Kinder aus dem Quartier oder Dorf aufnehmen
und deren Eltern als Partner akzeptieren. Das gilt auch umgekehrt: Unterricht
ist zwar ausschliesslich Sache der dafür ausgebildeten Lehrpersonen. Aber man
kann sie befragen, und sie müssen ihre Tätigkeit begründen. Lehrpersonen und
Erziehungsberechtigte haben also miteinander klarzukommen, auch wenn sie
getrennte Zuständigkeiten haben.
Am Ende
der Schulvereinbarung von Zuchwil steht: «Regeln und Verantwortlichkeiten
allein machen noch keine gute Schule. Es liegt an jedem von uns, diese
Schulvereinbarung mit Leben zu erfüllen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Dann
ist unsere Schule ein Ort, an dem wir gerne arbeiten.» Gemeinsame Regeln und
die gegenseitigen Erwartungen aller Beteiligten des Lerngeschäfts müssen immer
wieder erarbeitet und geklärt werden.
So könnte sie
funktionieren, die Partnerschaft: Eltern sind keine Kunden oder Kuchenbäcker,
sondern informierte und eigenverantwortliche Partner im Erziehungsgeschäft.
Kinder sind keine Objekte, sondern Menschen mit eigenen Vorstellungen. Und
Schulen sind kein käufliches Dienstleistungsangebot, sondern die professionell
geführten Lernwerkstätten unserer Gesellschaft. Und so könnte sie weiteren
Nutzen bringen, die strategische Partnerschaft: Wenn sich beide erwachsenen
Seiten nicht nur für das gemeinsam betreute Kind einsetzen, sondern auch für
eine gut ausgestattete öffentliche Schule.Quelle: NZZaS, So kann die Partnerschaft zwischen Eltern und Schule gelingen, 24.11. von Jürg Brühlmann
19. November 2013
Vier Szenarien zur Zukunft der Schule
Eine Studie von Swissfuture und der PHZH legt vier Szenarien für die Volksschule im Jahr 2030 vor. "Wir wollen eine Diskussion anstossen, welche Auswirkungen der gesellschaftliche Wertewandel auf die Schule hat", sagt Co-Studienleiter Georges T. Roos. Für Walter Bircher, Rektor der PHZH ist die Chancengleichheit eine der grössten Herausforderungen für die Schule. Das bisherige "System Schule" reagiere oft träge. "Wir müssen Kompetenzen und Ressourcen an die einzelnen Schulen delegieren", findet Bircher.
Wertewandel beeinflusst Schule, Bild: Christian Brun
So könnte ein Schultag 2030 aussehen, 20 Minuten, 18.11. von Christoph Bernet
Wertewandel beeinflusst Schule, Bild: Christian Brun
So könnte ein Schultag 2030 aussehen, 20 Minuten, 18.11. von Christoph Bernet
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