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7. Juni 2019

Mal schnell zum Anwalt


Ein weisses Hemd, ein exakter Scheitel und ein Zeigefinger, der sich streckt und lang wird wie ein Satz auf Juristendeutsch. «Die Schule», erklärt Didier Kipfer, «muss wie jede andere staatliche Behörde auf ihr Handeln überprüft werden können.» Wenn in der Steuerbehörde, im Verkehrsamt oder bei der Polizei ein Fehler passiere, dann leuchte es jedem ein, dass dieser aufgedeckt werden soll. Warum nicht auch in der Schule?
Der Mann, der Schulen verklagt, Basler Zeitung, 7.6. von Linus Schöpfer

19. April 2017

Schweizer Schüler: Zufrieden, aber wenig ehrgeizig

Die 15-Jährigen in der Schweiz sind zufrieden mit ihrem Leben – zufriedener als Gleichaltrige in den meisten anderen OECD-Ländern. Das zeigt eine heute veröffentlichte Pisa-Studie.
Schweizer Schüler sind wenig ehrgeizig, aber zufrieden, Tages Anzeiger, 19.4.

29. Januar 2016

Mehr Aufmüpfigkeit gewünscht

In den letzten 25 Jahren hat sich die Schule stark verändert. Viele LehrerInnen kritisieren neue Hierarchien, fehlende Mitsprache und überbordende Bürokratie. Wie ist es dazu gekommen? Und was lässt sich dagegen tun?
Der Umbruch kam auf leisen Sohlen, Wochenzeitung, 28.1. von Bettina Dyttrich

26. Januar 2016

"Prüfungen am Montag sind ein No-Go"

Bis zu 34 Lektionen pro Woche drücken die Schüler der Oberstufe in der Schweiz die Schulbank. Danach sind mehrere Stunden Hausaufgaben und Lernen für Prüfungen angesagt. Hinzu kommen Musikunterricht und Sport. Bei Peter Hofmann, Schulrechts-Experte und Leiter der Fachstelle Schulrecht GmbH, läuten die Alarmglocken. «Wir laufen Gefahr, dass eine Generation von Kindern unter dem Leistungsdruck und überzogenen Erwartungshaltungen zusammenbricht», warnt er in der Zeitschrift «Bildung Schweiz».
Im Oberstufenalter leisteten Jugendliche oft mehr als in einer Lehre, prangert er an. Damit verstiessen die Schule und die Gesellschaft laut dem Schulrechtler gar gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Diese verlangt, dass bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, das Wohl der Kinder vorrangig zu berücksichtigen sei.













Oberstufen-Schüler stark unter Druck. Bild: Getty Images
Der hohe Leistungsdruck macht die Schüler krank, 20 Minuten, 25.1. von B. Zanni

Leistungsdruck bringt Schüler und Eltern ans Limit

Der hohe Leistungsdruck in der Sekundarschule lässt Schulrechts-Experte Peter Hofmann ein düsteres Bild zeichnen.«Wir laufen Gefahr, dass eine Generation von Kindern unter dem Leistungsdruck und überzogenen Erwartungshaltungen zusammenbricht», warnte er kürzlich.













Im Schnitt vier Prüfungen pro Woche, Bild: Colourbox
"Mein Sohn bricht regelmässig zusammen", 20 Minuten, 26.1. von B. Zanni

10. Januar 2016

Solothurn schafft Vergleichsprüfung ab

Das Verfahren des Übertritts in die Sekundarstufe I wird komplett umgekrempelt: Die Vergleichsprüfung in der sechsten Klasse wird abgeschafft. Was halten die Lehrer von diesem Schritt?









Der Empfehlung der Lehrperson kommt mehr Bedeutung zu, Bild: Chris Iseli
Keine kantonsweite Prüfung mehr - was halten die Lehrpersonen davon? Solothurner Zeitung, 9.1.

24. September 2015

Zeugnis vs. Computertest

Die Sekundarschule ist zu einem Labor verkommen: Bis zur 9. Klasse hat ein Schüler gegen fünf computerbasierte Tests gemacht: Den Auftakt macht in der 8. Klasse der obligatorische Stellwerktest, der 35 Franken pro Schüler kostet. Dann folgen Berufseignungstests wie Multi- und Basic-Check (je 100 Franken) sowie weitere fachspezifische Eignungsprüfungen. Nicht zu vergessen: Das Übungsmaterial des Stellwerktests in der 9. Klasse, das zusätzlich kostet. Diese Cashcow hat die Nachhilfeindustrie nicht verschmäht. Das Lernforum etwa bietet Vorbereitungskurse an. Auf der Website des Lernforums heisst es: «Eigentlich sollten diese Tests nicht durch ein Training ‹verfälscht› werden, aber die Resultate nach dem Kurs sind sehr gut.» Willkommen im florierenden Wirtschaftszweig Schule!













Resultat ist tagesformabhängig: Stellwerktest an einer Sekundarschule. Bild: Simon Tanner
Warum Zeugnisse besser sind als Computertests, Mamablog, 24.9. von Patrick Hersiczky

6. Mai 2015

Standardisiertes Testen in den USA

In der Schweiz werden bald standardisierte Verfahren eingeführt, um festzustellen, ob die harmonisierten Bildungsziele (Lehrplan 21) auch erreicht werden. Der Widerstand dagegen ist gross. Es lohnt sich deshalb einen Blick in Richtung USA zu werfen, wo standardisiertes Testen eingeführt und umgesetzt wurde. Ein humoristischer Beitrag mit vielen kritischen Untertönen.
Last Week Tonight with John Oliver: Standardized Testing

5. Mai 2015

Und wo bleibt der kompetente Unterricht?

Patrick Hersinczky ist Sekundarlehrer und nebenberuflich als freier Journalist bei der "Aargauer Zeitung". In seinem Beitrag befasst er sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Kompetenzen und Wissen.




Kompetenzen statt Faktenwissen sollen die Lehrer vermitteln, Bild: Arno Balzarini


Und wo bleibt der kompetente Unterricht? Mamablog Tages Anzeiger, 5.5. von Patrick Hersiczky

25. Mai 2014

Zemp: Keine Prüfungen nach Schweizer WM-Spielen

Die Fussball-Weltmeisterschaft rückt näher und damit auch die wirklich wichtigen Fragen im Leben. Sollen Schüler nach Spielen der Schweizer Mannschaft mit Prüfungen geplagt werden. Nein, wenn es nach dem Willen des höchsten Lehrers des Landes geht. Beat Zemp fordert Verständnis und meint: "Ich persönlich würde in der ersten Stunde an einem Tag nach einem Spiel der Schweizer Nati keine Prüfung ansetzen". Der Ball liegt nun bei den einzelnen Lehrern.

Herr Zemp, während der WM werden viele Schüler nach zu wenig Schlaf in die Schule kommen.
Das Schulgesetz schreibt vor, dass Schüler lernbereit und ausgeschlafen zum Unterricht zu erscheinen haben. Dafür haben die Eltern zu sorgen. 
Heisst das, Eltern sollten ihren Kindern verbieten, um 22 Uhr oder 24 Uhr WM-Spiele zu schauen?
Nicht unbedingt. Eltern könnten ihre Kinder die Spiele schauen lassen, wenn diese sich davor am Nachmittag oder Abend aufs Ohr legen, um an nächsten Tag fit zu sein. Oder die Eltern zeichnen die Spiele für ihre fussballinteressierten Kinder auf, damit sie sich den Match am nächsten Tag ansehen können.
Der Schulbetrieb muss also ohne Rücksicht auf die spezielle Situation während der WM weiterlaufen?
Das bleibt den einzelnen Lehrern überlassen. Ich persönlich würde in der ersten Stunde an einem Tag nach einem Spiel der Schweizer Nati keine Prüfung ansetzen. Schülern rate ich, das Gespräch mit ihren Lehrern zu 
suchen, um diese Situation zu vermeiden.



Was tun mit müden Schülern? Bild: Murad Sezer




Lehrer sollen an der WM müde Schüler schonen, 20 Minuten, 13.3. von Marco Lüssi

18. November 2013

Notensysteme anderer Länder

Unser schweizerisches Notensystem (6 für die beste, 1 für die schwächste Leistung) ist im weltweiten Vergleich ziemlich einzigartig. Seltsamerweise hat Polen die gleiche Wertung. 
Quelle: www.lehrerfreund.de (mit bestem Dank)!

Notenrechner

Der Notenrechner berechnet die Prüfungsnoten für beliebige Notenskalen.

16. Juni 2013

SVP will Fremdsprachen erst ab Oberstufe

Die SVP verlangt, dass die Volksschule leistungsorientierter wird. Die Berufs- und Lebenstauglichkeit müsse im Mittelpunkt der Ausbildung stehen und nicht akademische Abschlüsse, heisst es in einem Positionspapier, das die SVP-Delegierten an einem Sonderparteitag in Würenlos (AG) verabschiedet haben. Laut dem Papier soll die Leistungsbereitschaft der Schüler insbesondere durch Noten erhöht werden. Darüber hinaus sollen Volksschüler künftig eine Abschlussprüfung absolvieren. Weiter will die Partei, dass das Schulfach Werken gestärkt wird. Französisch- und Englisch-Unterricht hingegen sei erst auf der Oberstufe zu erteilen.
Quelle: sda

19. August 2012

Abschaffung der Bezirksabschlussprüfung gefordert

Aargauer Bezirksschulleiter und auch Kantonsschulrektoren sehen in der Bezirksschulabschlussprüfung (BAP) keine Zukunft mehr und wollen sie abschaffen. Die Prüfung wird nur in drei Fächern durchgeführt: Deutsch, Mathematik und Französisch. Für das Abschlussattest zählt die BAP deshalb gerade noch zu 3/11. Der Rest stammt aus der Langzeit-Beurteilung. 
Soll die Bezirksschulabschlussprüfung 2016 abgeschafft werden? Aargauer Zeitung, 19.8. von Hans Fahrländer

18. August 2012

Spicken mit dem Smartphone

Ein neues Schuljahr beginnt und auf die Schüler warten wieder Prüfungen. Doch mit ihrem Smartphone haben sie einen diskreten Helfer. Die Lehrer sind meist völlig ahnungslos. 
Ein Gerät für alles – auch für die externe Unterstützung bei Aufgaben, die eigentlich ohne solche gelöst werden sollten: Smartphone im Schulzimmer eines Gymnasiums.
Ein Gerät für alles, das Smartphone als wichtige Unterstützung bei Tests, Bild: Christoph Ruckstuhl
Schöner spicken mit dem Smartphone, NZZ, 18.8. von Matthias Böhni

30. Mai 2012

Schulleistungstests zu teuer

Harmos sieht vor, dass die Schulleistungen regelmässig evaluiert werden (Monitoring). Auch der neue Lehrplan 21 setzt regelmässige Leistungserhebungen voraus, denn die gesetzten Ziele müssen auch kontrolliert werden. Neben den bereits bestehenden Schulvergleichen (PISA), Aufnahmeprüfungen und Leistungsmessungen (Basic Check, Multi Check) kommt also eine Testlawine auf unser Schulsystem zu. Diese Entwicklung wird zu einer weiteren Aufblähung des Verwaltungsapparates führen. 
Walter Herzog, Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Bern, setzt sich kritisch mit den Tests auseinander. Er findet, die Tests seien die Kosten nicht wert, die sie verursachen.

Walter Herzog: "Keine gesamtschweizerischen Tests möglich", Bild: standard.at
Tests sind die Kosten nicht wert, die sie verursachen, PH akzente, 2/2012

16. Mai 2012

Übertrittsentscheidungen im Zuger Schulsystem

Eine Studie untersucht die Übertrittsentscheidungen von der Primarstufe in die Sekundarstufe I und von der Sekundarstufe I an die Sekundarstufe II.

Übertritte sind oft schon vorgespurt, Bild: Abendzeitung München
Übertrittsentscheidungen im Zuger Schulsystem, Tobias Feldhoff und Samantha Lottenbach, Direktion für Bildung und Kultur Zug

17. Februar 2012

Töffliprüfung als Indikator

Auf das Jahr 2012 wurde die theoretische Prüfung für Mofas angepasst. Der Schwierigkeitsgrad blieb jedoch gleich. Weil die Prüfungsfragen neu in einer anderen Reihenfolge und mit Multiple Choice abgefragt werden, kommt es jetzt zu sagenhaften Durchfallquoten: Bern 96%, Aargau 80%! Wie ist das möglich? Vorher bestanden 90% den Test locker. Offenbar genügte es bisher, die Fragen einfach auswendig zu lernen. Es war nicht notwendig, dass man die Verkehrssituationen auch verstand.
Was hat dies mit der Schule zu tun? Sehr viel. Die Prüflinge sind Oberstufenschüler. Sie haben in der Schule gelernt, wie man sich auf Prüfungen vorbereitet. Wenn es in der Schule reicht, die Fragen auswendig zu lernen, dann wird das wohl auch fürs Töffli reichen. Zwei Wochen später - wie in der Schule - ist sowieso alles wieder vergessen! 
Das Beispiel Töffliprüfung illustriert den Unterschied zwischen Wissen abfragen und Kompetenzen testen. Die Tester interessiert das Auswendiggelernte wenig, sie wollen wissen, was die Prüflinge können. Bekanntlich misst auch PISA Kompetenzen und eben nicht Auswendiggelerntes. Was den Lehrmeister interessiert ist, ob der Lehrling Zusammenhänge versteht und nicht, wie effizient er im bulimischen Lernen ist. 
Die hohe Versagerquote ist ein Hinweis, wie schlecht unsere Schüler durch unsere Prüfungskultur auf das Problemlösen vorbereitet sind. Gute Noten beruhigen: die Schüler, die Eltern, die Lehrer, alle. Die guten Noten täuschen aber etwas vor. Es ist höchste Zeit, das zu ändern um zu erfahren, was die Schüler wirklich können. 

Auswendiglernen reicht nicht mehr, Bild: Keystone
Über 80 Prozent fallen durch die Töffli-Prüfung - wegen Umstellung, Aargauer Zeitung, 17.2.

1. Februar 2012

Handgelenk mal Pi

Die Umstellung auf das Harmos-Schulsystem (6 Primar-, 3 Sekundarklassen) hat in Basel Auswirkungen aufs Gymnasium. Während zweier Jahre gibt's keine neuen Schüler. Damit während dieser Zeit die Lehrer nicht entlassen werden müssen (40% weniger Schüler!) hat man sich etwas einfallen lassen: Man teilt die Gymnasiasten mittels Notenschnitt in zwei Gruppen. Wer unter 4,5 Notenschnitt liegt, hat bis zur Matur ein Jahr länger Schule. Das sollte eigentlich Motivation genug sein. Aber keine Sorge: Die normorientierte Beurteilung wird dafür sorgen, dass es immer Leute unter 4,5 geben wird (unabhängig ihres Könnens). 


Quelle: Basler Zeitung, 1.2. von Urs Rist (Anklicken zum Lesen)

12. September 2011

St. Gallen verzichtet auf mündliche Aufnahmeprüfungen

Wieder mal ein Beispiel, wie weltfremd an der Sekundarstufe II unterrichtet wird. Das Schwergewicht des Sprachenunterrichts an der Volksschule hat sich klar in Richtung mündliche Kommunikationsfähigkeit verschoben: Die Schüler müssen viel mehr sprechen und hören, als dies früher der Fall war. Wie reagieren die Wirtschafts-, Fach- und Berufsmaturitätsschulen? Sie stöhnen unter dem grossen Aufwand und schaffen die mündlichen Aufnahmeprüfungen ab. An der Volksschule soll natürlich vermehrt auch mündlich getestet werden, doch für den Eintritt an die WMS, FMS oder BMS ist Mündlichkeit zweitrangig. Wie weit darf sich die Sekundarstufe II von den Lernzielen der Volksschule entfernen? Im vorliegenden Fall aus St. Gallen handelt es sich um einen krassen Fall von pädagogischer Inkompetenz: Man prüft nicht das, was wichtig ist, sondern das, was weniger zu tun gibt.
Aufnahmeprüfungen werden vereinheitlicht, 12.9.
Einfacheres Aufnahmesystem an St. Galler Mittelschulen, Regionaljournal DRS, 12.9.
Die Kantiprüfung schaffte es bis an den Stammtisch, Amt für Mittelschulen SG, 14.9.