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20. Juni 2016

Einschulungseuphorie

Eine Studie über die Schulkarrieren von Zürcher Kindern zeigt: Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder ein Jahr früher in den Kindergarten - doch viele büssen später dafür.
Dreimal mehr Kinder frühzeitig eingeschult als 2001
Frühstarter bleiben öfter sitzen, Tages Anzeiger, 19.6. von Ev Manz und Daniel Schneebeli

15. Januar 2015

"Wer kein Defizit hat, ist benachteiligt"

Markus Möhl, Unternehmer und Präsident der Berufsschule Lenzburg, sieht grosse Defizite bei den Schulabgängern. Das Bildungssystem habe sich vom Markt weg entwickelt, kritisiert er.




Markus Möhl: Integration vernachlässigt die Normalen, Bild: Chris Iseli

"Wir brauchen Jugendliche, die schreiben und rechnen können", Aargauer Zeitung, 15.1. von Hans Fahrländer

24. April 2013

Höhere Hürden für Schnupperlehren

Eignungstest gehören bei der Lehrstellensuche schon fast zum Pflichtprogramm. Nun werden zunehmend auch Schnupperlehrlinge vorselektioniert.




Eignungstests auch schon für Schnupperlehren, Bild: Manuela Jans

Höhere Hürden für Schnupperlehren, Neue Luzerner Zeitung, 24.4. 

4. Juli 2012

Eignungstest für Lehrer

Noch vor Studienbeginn will die PH Nordwestschweiz Eignungstests für den Lehrerberuf durchführen. Erste Erfahrungen mit Assessments machte die Hochschule mit den Quereinsteigern. Nun soll ein ähnliches Verfahren auch für Anwärter des regulären Studiengangs eingeführt werden. In anderen PH sind Eignungsüberprüfungen Standard.
 
Nicht alle, die die Prüfung bestehen, sind auch gute Lehrer, Bild: twylah.com
Eignungstest für Lehrer vor Studienbeginn, Regionaljournal DRS, 4.7.

2. Mai 2012

Jedes 7. Kind hat Spezialunterricht

Im Kanton Bern hat die Zahl der Kinder, welche Spezialunterricht (Integrative Förderung, Logopädie und Psychomotorik) benötigen stark zugenommen. In der Zeitspanne zwischen 2006 und 2010 stieg die Zahl um rund zwei Drittel. Das bedeutet, dass fast jedes siebte Kind des Kindergartens oder der Volksschule durch Spezialunterricht gefördert wird.

Starke Zunahme der Kinder mit Spezialunterricht, Bild: thun.ch
Der Spezialunterricht im Kanton Bern, Claudio Stricker und Mirjam Pfister, März 2012, Erziehungsdirektion des Kantons Bern

22. Februar 2012

English Proficiency Index

Die angesprochene Vergleichsstudie (EPI) über die Englischkompetenzen der Schweizer stammt von ef - dem grössten Unternehmen im privaten Bildungssektor. Der EPI vergleicht die Englischkenntnisse unterschiedlicher Nationen. Für den Index wurden in einem Zeitraum von drei Jahren die Daten von 2,3 Millionen Personen ausgewertet. 

Den EF EPI-Bericht 2011 in deutscher Sprache herunterladen

Schlechte Leistung trotz viel Geld

Das schwache Abschneiden der Schweiz in einem internationalen Vergleich der Englischkenntnisse überrascht nicht. Es wird in der Schweiz beim Sprachenlernen nach wie vor von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Junge Kinder lernen nicht besser als ältere, die Lektionenzahl ist viel zu klein und dazu kommt noch eine verfehlte Methode.
Symbolbild
Es gibt noch viel zu tun im Fremdsprachenunterricht, Bild: pixelio.de
Schlechte Leistung im Englisch überrascht nicht, Radio Top, 22.2. 

Englisch nur mittelmässig

Die Englischkenntnisse der Schweizer sind nur mittelmässig. Und das, obwohl unser Land am meisten Geld ausgibt dafür. Natürlich hängt dies mit dem Schweizer Sprachenkonzept zusammen.
storybild
Platz 11 für die Schweiz, Bild: Keystone
Viel Geld für zu wenig Leistung, 20 Minuten, 21.2. von Désirée Pomper

22. Januar 2012

Vorsicht bei früher Einschulung

Der Trend läuft in Richtung einer immer früheren Einschulung. Doch Vorsicht: Dies birgt auch Gefahren. Der Artikel gibt Entscheidungshilfen für die Einschulung und nennt die Stichtage.

Ist das Kind selbständig genug? Bild: Stephan Rappo
Was muss ein Kind für die Schule können? Beobachter 2/12 von Gabriele Herfort

13. Dezember 2011

Schulen im Therapiewahn

Jedes zweite Kind fasst in seiner Schulkarriere eine oder mehrere Therapien. Dieser Trend hin zur Pathologisierung einer ganzen Generation geschieht nicht zuletzt aus einer Überforderung der Lehrpersonen heraus. Diese stehen zwischen Ansprüchen aus der Politik und dem Elternhaus. Während die Politik den Lehrkräften immer mehr Aufgaben ausserhalb ihres Lehrauftrags zumutet, fordern die Eltern Mitspracherecht in den Schulen oder können ihrem anspruchsvollen Nachwuchs nicht mehr Einhalt gebieten. Und da in vielen Basler Schulen der Anteil an verhaltensauffälligen Kindern gross ist, gibt es Klassen, in  denen fast ein Viertel der Kinder wegen ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) mit dem Medikament Ritalin behandelt wird.
Nun schlagen Ärzte und Fachleute Alarm. Sie fordern ein einfacheres Schulsystem, eine seriösere Abklärung, bevor Therapien verordnet werden, und eine grössere Toleranz bei Abweichungen von der Norm. Es dürfe nicht sein, dass ein Kind nicht mehr das kleinste Lispeln oder das geringste Tagträumchen haben dürfe, ohne dass sofort eine Diagnose gestellt und nach dem Therapeuten gerufen werde.
Tatsächlich sind die Schulen überfrachtet. Frühfranzösisch, die Neueinführung von Qualitätsstandards, Kinder zu dick, zu dünn, zu neurotisch, zu fernsehbesessen - die Schule beugt sich dem Druck, führt Purzelbaumstunden ein und übt das richtige Freizeitverhalten. Doch unter all dem Genügenwollen brechen ihre Protagonisten zusammen. Auch viele Lehrer können nur noch mit psychologischer Beratung und Tabletten funktionieren.
Getestet und behandelt. Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler geht in eine Therapie. Fachleute warnen vor der Überbetonung von Schwächen.
Ärzte wehren sich gegen unnötige Diagnosen, Bild: Fotolia
Aus: Basler Zeitung, 13.12. von Franziska Laur
Eine Generation wird krank geredet, Basler Zeitung, 13.12. von Franziska Laur

6. November 2011

"Erlöst die Schüler von unnötigen Diagnosen"

In der Schweiz werden immer mehr Kinder wegen Schulproblemen therapiert. Jetzt reicht's, finden zwei Kinderärzte. Sie rufen Mediziner und Psychologen dazu auf, nicht gleich bei jedem Kind einen Defekt zu suchen
Erlöst die Schüler von unnötigen Diagnosen, NZZaS, 6.11. Interview: Simone Schmid
Romedius Alber (48) ist Kinderarzt und Jugendpsychiater, er praktiziert in Baar und lehrt in den Bereichen Entwicklungspädiatrie und systemische Therapie. Zusammen haben sie das Buch «Schulschwierigkeiten: Störungsgerechte Abklärung in der pädiatrischen Praxis» geschrieben. Es richtet sich an Fachleute und soll Leitlinien setzen, wie Kinderärzte ihre Patienten bei Schulschwierigkeiten vernünftig und lösungsorientiert abklären können.
Thomas Baumann (60) praktiziert seit 1986 als Kinderarzt. Er leitet das Entwicklungspädiatrische Zentrum in Solothurn und ist Autor diverser Fachbücher. 
 Romedius Alber    Thomas Baumann

23. September 2011

Schule und Wirtschaft mit gemeinsamem Ziel

Wer nach der Schule eine Lehre machen will, dem wäre mit etwas mehr Wissen über seinen künftigen Beruf und über die Anforderungen in der Lehre bisweilen sehr gedient. Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) und die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) haben deshalb beschlossen, gemeinsam ein computerbasiertes und interaktives Hilfsmittel zu entwickeln, das Schulabgängern eine gute Berufswahl erleichtern soll. Hintergrund des Vorhabens sind eine geschätzte hohe Zahl von Lehrabbrüchen in der Schweiz und die Klagen der Wirtschaft, es mangle an geeigneten Jugendlichen in Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Das Projekt von EDK und SGV mit dem Namen «Schulische Anforderungsprofile für die berufliche Grundbildung» ist freilich nicht der erste Versuch, die Nahtstelle zwischen Volksschule und Lehre zu verbessern.
Wie EDK-Generalsekretär Hans Ambühl am Donnerstag vor den Medien in Bern sagte, gehe es nicht darum, dass die Wirtschaft der Schule vorschreibe, was sie zu tun habe. Die Verständigung auf gemeinsame Anforderungsprofile könne die Zahl der Lehrabbrüche aber verringern und Misserfolge bei Lehrabschlussprüfungen reduzieren. Die Anforderungsprofile sollen im 8. Schuljahr im Rahmen einer individuellen Standortbestimmung eingesetzt werden. SGV-Direktor Hans-Ulrich Bigler betonte, dass es sich dabei nicht um ein Selektionsverfahren, sondern um ein Förderinstrument handle. Jugendlichen solle gezeigt werden, wo sie hinsichtlich ihrer Kompetenzen und mit Blick auf ihre Berufswünsche stehen. Festgestellte Lücken sollen sodann mit schulischen Fördermassnahmen geschlossen werden. Gelingt dies nicht, wird mit den Jugendlichen über eine alternative Berufswahl diskutiert.
Zunächst werden bis Februar 2012 mit den Berufsverbänden die Profile für Polymechaniker sowie Angestellte im Gesundheitsbereich und Detailhandel erstellt. Zwölf weitere Anforderungsprofile entstehen bis zum Herbst des nächsten Jahres. Die restlichen sollen nach einer gründlichen Analyse folgen.
Aus: NZZ, 23.9. von Michael Schönenberger

15. September 2011

Kein vereinfachter Zugang zur PH Thurgau

Wer an die PH Thurgau will, braucht auch weiterhin eine gymnasiale Matur. Für andere Abschlüsse gibt es spezielle Aufnahmeverfahren. Vgl. dazu auch die Bemühung zur Vereinheitlichung der Ausbildung für Quereinsteiger. Das Kantonsparlament lehnte einen Vorstoss ab, der verlangte, dass auch Personen mit einer Berufsmaturität ohne Zusatzprüfung an die PHTG zugelassen werden.
Unveränderte Zulassung an Pädagogische Hochschule Thurgau, Regionaljournal DRS, 15.9.

2. August 2011

Kritischer Blick auf Multicheck

Der Multicheck weist verschiedene Schwachpunkte auf: Die Tagesform entscheidet darüber, ob Jugendliche systematisch von einem Lehrberuf ausgeschlossen werden. Der Verfasser einer entsprechenden Studie, Michael Siegenthaler, sagt: "Die Ergebnisse meiner Masterarbeit zeigen, dass das Gesamtresultat des Berufseignungstests im Detailhandel nicht mehr aussagt, als das, was aus den Schulzeugnissen herausgelesen werden kann. Der Detailhandelstest hat keinen zusätzlichen Nutzen, ist relativ fehlerhaft, kann den Lernerfolg in der Berufsschule schlecht vorhersagen und auch einen Lehrabbruch nicht zuverlässig prognostizieren. Es scheint, dass der Test die «Berufseignung» eines Testteilnehmers nicht zu messen vermag."
Mulitcheck sollte nicht allein entscheiden Berner Zeitung, 2.8.

4. Juli 2011

60% der Lehrlinge benötigen Multi- oder Basic Check

Je stärker die Akzeptanz der Zeugnisse sinkt, umso mehr gewinnen Eignungstests an Bedeutung. In der Schweiz sind dies die beiden privaten Testanbieter Multicheck und Basic Check. Problematisch dabei ist, dass hier keine Rücksicht auf kantonale Unterschiede in den Lehrplänen genommen wird. Weil für einzelne Branchen der Eignungstest ein fixer Bestandteil der Bewerbung ist, gibt es keine Alternativen für die Jugendlichen. Interessant wäre auch eine Qualitäts-Analyse der beiden Tests.
Das Gewerbe findet Gefallen an den scheinbar objektiven Aussagen des Basic und Multi Checks. Die öffentliche Schule hat bis jetzt noch keine Antwort auf diese private Konkurrenz, welche die Zeugnisse in der Leistungsbeurteilung zu ersetzen drohen.  
Bericht von Claudia Gnehm mit Lesermeinungen, Blick online