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31. Dezember 2020

Lernbegleiter sind Arbeitsverweigerer

Im Interview mit dem Magazin “Realist” äussert sich der promovierte Pädagoge und Medienexperte Prof. Dr. phil. Ralf Lankau zum Thema “Digitale Transformation von Schule?” Für ihn ist der Einsatz von Medientechnik kein Qualitätsmerkmal von gutem Unterricht, er warnt gar vor den übersteigerten Versprechungen digitaler Zukunftsvisionen, hinter denen sich Interessen verbergen, die in der Schule definitiv nichts zu suchen haben. Ralf Merkle, Landesgeschäftsführer Realschullehrerverband Baden-Württemberg RLV, hat das hier gekürzt wiedergegeben Gespräch geführt, das wir hier mit freundlicher Genehmigung von Ralf Lankau veröffentlichen.


Ralf Lankau, Bild: www.lehrerfreund.de

"Der Begriff Lernbegleiter ist für mich das Synonym für pädagogische Arbeitsverweigerung", Condorcet.ch, 30.12. von Ralf Lankau

29. Oktober 2020

Sprechverbote sind keine Lösung

Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, merkt Medienwissenschaftler Ralf Lankau zum Condorcet-Blog-Eintrag über Digital-Washing und postdigitale Schulen von Philippe Wampfler (18. Oktober 2020) an. In seiner Replik widerspricht er Wampflers Forderungen, die Schulen ohne lange Diskussionen zu praktischen Laboren der Digitalität umzugestalten.

Digital-Apostel in Vogel-Strauß-Manier oder: Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, Condorcet.ch, 27.10. von Ralf Lankau

12. Dezember 2018

Kampf um die Köpfe im Klassenzimmer


Private ICT-Firmen und internationale Technologiekonzerne drängen in die öffentliche Bildung. Swisscom und IBM bieten Unterricht an und gestalten Elternabende. Das führt zu Fragen.
Kampf um die Köpfe im Klassenzimmer, Journal21.ch, 12.12. von Carl Bossard

12. Oktober 2018

Gallisches Dorf gegen Kuschelpädagogen und Reformtechnokraten


Manfred Spitzer hat viel Prügel eingesteckt für die Behauptung, dass sich der Konsum digitaler Medien nicht unbedingt günstig auf den Bildungsweg auswirke. Mittlerweile gibt es eine stattliche Zahl von Studien, die Spitzers These stützen, und der Psychiatrieprofessor der Universität Ulm muss nicht mehr als einsamer Prediger durchs Land ziehen. Die deutsche Bildungspolitik, die das Thema Digitalisierung rauschhaft für sich entdeckt hat, zeigt an diesen Erkenntnissen wenig Interesse. In ihren Beraterstäben geben sich Industrielle und Informatiker die Klinke in die Hand, assistiert von Pädagogen, die sich auf einen wirtschaftsnahen Begriff von Bildung geeinigt haben.
Lernen im Chatroom, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10. von Thomas Thiel

2. September 2018

Digitale Technik intelligent einsetzen

Das Handyverbot an französischen Schulen ist in der deutschen Bildungspolitik überwiegend auf Ablehnung gestoßen. Was die Kultusministerkonferenz (KMK) selbst unter fortschrittlichem Unterricht versteht, machte im Dezember 2017 eine Pressemeldung mit dem plakativen Titel „Erfolgreicher Unterricht ist digital – aber nicht ausschließlich“ deutlich. Wer den Stand der Forschung kennt, wunderte sich. Als Kriterien für gelungenen Unterricht gelten bislang Qualifikation und Persönlichkeit der Lehrkräfte, strukturierter Unterricht und ein lernförderliches Klima. Nicht relevant: die Anzahl von Computern oder Tablets.
Schluss mit der Fixierung aufs Digitale, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8.8. von Ralf Lankau

13. Februar 2018

Widerstand gegen Digitalisierung in Deutschland

Deutsche Schulen müssten digitaler werden, fordern Politiker. Viele Bundesländer stossen jedoch mit Investitionen in Smartboards, Tablets und schnelles Internet auf Widerstand.
Arbeit mit Handy und Tablet im Unterricht, Bild: NZZ
Smartphones und Tablets ziehen nur langsam in den deutschen Schulalltag ein, NZZ, 13.2. von Steve Przybilla

26. November 2017

»Weltweit größtes Experiment am lebenden Objekt«

Gespräch mit Ralf Lankau. Über die falsche Heilslehre vom Digitalen, automatisierte Lernfabriken ohne Pädagogen und die »Verzweckung« unserer Kinder.

»Weltweit größtes Experiment am lebenden Objekt«, Junge Welt, 4.11. von Ralf Wurzbacher

26. Oktober 2017

Forderungen des "Bündnis für humane Bildung

Das «Bündnis für humane Bildung – aufwach(s)en mit digitalen Medien» stellte sich am 9. Oktober 2017 in Stuttgart in einem ausführlichen Pressegespräch den Medien vor. Anwesend waren der Bündnissprecher Professor Dr. Ralf Lankau (Hochschule Offenburg), Dr. Matthias Burchardt (Universität zu Köln), Professor Dr. Paula Bleckmann (Alanus Hochschule, Bonn), Professor Dr. Edwin Hübner (Freie Hochschule Stuttgart), Professor Dr. Gerald Lembke (Duale Hochschule Baden-Württemberg, Mannheim) und Peter Hensinger (Diagnose Funk). Zu dem Bündnis gehören ebenso Professor Dr. Gertraud Teuchert-Noodt (Universität Bielefeld) sowie Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer.
"Kein Computer kann den Lehrer ersetzen", Zeit-Fragen, 24.10. von Klaudia Kruck-Schaer

10. Februar 2016

Demaskierung des Digitalen

Unter dem Titel "Ein Lehrer für mich allein" publizierte die ZEIT einen Artikel von Fritz Breithaupt über die seines Erachtens unvermeidbaren "dramatischen Veränderungen des Lernen" durch Computerprogramme und Sprachsysteme. Man sollte solche Artikel aufmerksam lesen, weil sich dabei exakt jene Denkstrukturen offenbaren, vor denen EU-Präsident Martin Schulz als technologischem Totalitarismus warnt.

1. Dezember 2015

Digitalisierung im Bildungswesen

Der Generalnenner der letzten zwei Dekaden ist das Vordringen der Digitaltechniken in nahezu alle Lebensbereiche. Ob Arbeitswelt oder Schule und Hochschule, ob Kommunikations­ oder Konsumverhalten: Ohne Rechner, Software und Netz scheint heute nichts mehr zu gehen. Laptops, Smartphones und Social Media sind markante Wegmarken auf diesem Weg zur „digitalen Gesellschaft“. Der jederzeit und überall mögliche Netzzugang durch mobile Geräte ist das (Status)Symbol digitalaffiner Gesellschaften, auch in Bildungseinrichtungen. Schulen ans Netz oder Tabletklassen heißen dazu die Schlagworte.













Ralf Lankau kritisiert den Einsatz von ICT im Unterricht, Bild: lehrerfreund.de

26. Oktober 2015

"Es gibt keine digitale Bildung"

Wie digital muss Bildung sein - und wann wird's zu viel? Im Interview erklärt der Medienwissenschafter Ralf Lankau, warum Bildung nie digital sein kann und die Kreidetafel längst nicht ausgedient hat.















Lankau:"Viele Kinder werden zu früh und zu lange mit audiovisuellen Medien versorgt und alleine gelassen", Bild: dpa
Wie viel Digitalisierung verträgt der Schulunterricht, Badische Zeitung, 20.10. von Christine Storck