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11. August 2019

Immer mehr "Assistenzlehrer"


Im aktuellen Bildungsbericht sind sie nicht vermerkt. Auch die Konferenz der Erziehungsdirektoren oder der Lehrerverband wissen nicht, wie viele es sind. Es heisst einzig, ihre Zahl nehme stetig zu: An Schulen in der ganzen Schweiz arbeitet immer öfter freiwilliges oder bezahltes Assistenzpersonal. Es sind keine Spezialisten wie Heilpädagogen, sondern Senioren, Eltern oder Zivildienstleistende, welche die Lehrer im Klassenzimmer unterstützen sollen. 
Lehrer, die keine sind, erobern die Klassenzimmer, Schweiz am Wochenende, 10.8. von Yannick Nock

23. Juli 2016

Positive Erfahrungen mit Zivis

Vor vier Jahren begann der Kanton Thurgau im Rahmen eines Pilotprojekts, Zivildienstleistende zur Unterstützung von Lehrkräften an Schulen einzusetzen. Die Erfahrungen sind positiv – neu ist diese Option national im Gesetz verankert.
Positive Erfahrungen mit Zivis im Thurgau, Bild: Reto Martin
Thurgauer Projekt macht Schule, St. Galler Tagblatt, 20.7. von Nathalie Grand

17. September 2015

Flickwerkstatt der Gesellschaft

Wieder einmal wird die Schule zur Flickwerkstatt der Gesellschaft:  Da es in der Schweiz zu viele junge Männer hat, die keinen Militärdienst leisten wollen, weiss man nicht mehr, wohin mit den vielen Zivildienst-Gesuchen. Was ist also einfacher, als diese Leute an die Schulen abzuschieben? Dort können sie dann bei den Hausaufgaben und der Pausenaufsicht helfen. Den Rest des Tages sind sie auf der Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit. Welch herrliche Umkehrung der Realität: Es sind nicht die Zivis, die angeblich Schüler betreuen, es ist die Schule, welche nun zusätzlich zu all den anderen Aufgaben noch die Zivis betreuen soll. Das diese Woche beschlossene neueZivildienst-Gesetz ist bedauernswert, da es die Position der Lehrkräfte weiter schwächt und den Schulen zusätzlich neue Aufgaben aufbürdet. (uk)

16. September 2015

Definitiv: Zivis in Zukunft auch an Schulen

Das neue Zivildienstgesetz ist unter Dach und Fach. Der Nationalrat hat am Dienstag die letzte Differenz zum Ständerat ausgeräumt: Zivildienstleistende dürfen in Zukunft auch an Schulen eingesetzt werden. Der Entscheid fiel mit 97 zu 87 Stimmen bei 5 Enthaltungen knapp. Damit soll der künftige Bedarf gedeckt werden. Zivildienstleistende dürfen aber die Verantwortung für den Unterricht nicht übernehmen und werden somit keine Lehrkräfte ersetzen. Zu den weiteren Neuerungen gehört, dass Kursbesuche für alle Arten von Einsätzen obligatorisch sein sollen und das Gesuch für den Zivildienst erst nach der Rekrutierung eingereicht werden darf. Das Geschäft ist nun bereit für die Schlussabstimmung.
Zivildienstleistende an Schulen, NZZ, 16.9. 

10. September 2015

Ständerat will Zivis an Schulen

Zivildienstleistende sollen an Schulen eingesetzt werden. Anders als der Nationalrat hat der Ständerat am Mittwoch den Vorschlag des Bundesrates gutgeheissen, solche Einsätze zu ermöglichen. Der Entscheid fiel ohne Gegenstimme. Die kantonale Schulhoheit bleibe gewährleistet und für die Schulen entstehe kein Zwang, befand die Ratsmehrheit. Die «Zivis» würden zudem keine Lehrpersonen ersetzen.
Zivildienstler an die Schulen, NZZ, 10.9. 

26. August 2015

Schneider-Ammann und Zemp wollen Zivis an Schulen

Nicht nur Bundesrat Schneider-Ammann will Zivis an den Schulen. Unterstützt wird er von Beat Zemp vom LCH. Zivis könnten am Mittagstisch und in Randzeiten Schüler betreuen.
Schneider-Ammann will Zivis sinnvoll einsetzen, Landbote, 25.8.

5. Mai 2015

Nationalrat gegen Zivis an Schulen

Als Hilfskraft in einer Schule Einsatz leisten statt zum Militärdienst: Das schlug der Bundesrat mit einer Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten für Zivildienstleistende vor. Im Nationalrat ist dieser Vorschlag auf heftigen Widerstand gestossen.
Nationalrat gegen Zivildienst-Einsätze an Schulen, SRF, 5.5. von Philipp Burkhardt
Kein Zivildienst in Schulen, SRF Echo der Zeit, 5.5.

27. August 2014

Zivis an Schulen

Zivildienstleistende sollen künftig auch in Schulen eingesetzt werden können. Der Bundesrat hält trotz Kritik in der Vernehmlassung an diesem Vorschlag fest. Er hat die Botschaft zu einer Revision des Zivildienstgesetzes verabschiedet.




Zivis betreuen oft Leute mit einer Behinderung, Bild: Keystone

Bundesrat will Zivis in Schulen schicken, Blick, 27.8. 


16. Dezember 2013

Gegen "Zivis" im Schulzimmer

Weil in den nächsten Jahren mehrere tausend Einsatzplätze fehlen, will der Bundesrat Zivildienstler künftig auch ins Schulzimmer schicken. Die bürgerlichen Parteien mahnen nun in der am Freitag zu Ende gegangenen Vernehmlassung: «Zivis» an Schulen seien kein Rezept gegen den Lehrermangel. Zivildienstleistende sollen gemäss Vorschlag des Bundesrats nicht selbst unterrichten, sondern den Lehrpersonen assistieren. Zudem könnten sie in der Pausenaufsicht, der Aufgabenhilfe, beim Mittagstisch oder im Hausdienst helfen - vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II.
Die bürgerlichen Parteien warnen nun in ihren Stellungnahmen vor diesem Vorhaben. So äussert die FDP die Ansicht, es sei «nicht die Aufgabe der Zivildienstleistenden, Lehrer zu ersetzen». Die CVP begrüsst den Einsatz an Schulen zwar, mahnt aber ebenfalls: «Die Zivildienstleistenden dürfen keinen Lehrermangel beheben.» Die SVP spricht von einer «krampfhaften Suche» nach Beschäftigungsmöglichkeiten für immer mehr Zivildienstleistende. SP und Grüne begrüssen die Vorlage.
Derzeit gibt es gut 12 600 Einsatzplätze für Zivildienstleistende, bis in fünf Jahren braucht es schätzungsweise deren 20 000.
Quelle: sda, 16.12.

22. September 2013

SVP gegen Zivildienst an Schulen

Die SVP wehrt sich gegen den geplanten Einsatz von Zivildienstleistenden an den Schulen. Angeführt von der Berner Nationalrätin Andrea Geissbühler haben 34 Fraktionsmitglieder diese Woche eine Motion eingereicht, mit der sie solche Einsätze stoppen wollen. Zivildienstleistende seien für Aufgaben im Klassenzimmer nicht ausgebildet und würden höchstens noch mehr Unruhe in den Unterricht bringen, begründet Geissbühler die Forderung.

Zudem könne sie sich nicht vorstellen, was genau die Dienstpflichtigen dort tun sollten. Ihr Zürcher Kollege Hans Fehr, der den Vorstoss ebenfalls unterschrieben hat, fügt noch ein weiteres Argument hinzu: Zivildienstleistende hätten sich vor dem Militärdienst gedrückt und seien darum denkbar ungeeignet, um vor Kindern eine Vorbildfunktion zu übernehmen. «Darum sollte man sie nicht an die Schulen schicken», sagt Fehr. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat Anfang September eine Gesetzesrevision in die Vernehmlassung geschickt, mit der er das Einsatzgebiet des Zivildienstes auf die Kindergärten und Schulen ausdehnen will. Nach den Vorstellungen des Bundesrates können Zivildienstleistende in den Schulstuben einerseits den Lehrern während des Unterrichts in der Klasse assistieren. Andererseits soll es auch möglich sein, sie als Pausenaufsicht, für die Aufgabenhilfe, beim gemeinsamen Mittagstisch oder im Hausdienst einzusetzen.
Quelle: NZZaS, 22.9. von Daniel Friedli

11. September 2013

Zivis an Schulen

Die Möglichkeiten für Zivildienstleistende (Zivis) sollen ausgeweitet werden. Neu sollen sie auch an Schulen zum Einsatz kommen dürfen. Thurgauer Schulen setzen bereits Zivis im Unterricht ein. Nun will der Bundesrat den Zivildiensteinsatz an Schulen offiziell ermöglichen. Das Thurgauer Amt für Volksschule reagiert grundsätzlich positiv.
Zivildienstler als Schulhelfer, St. Galler Tagblatt, 11.9.

3. April 2013

Bald Zivi-Einsätze an Schulen

Immer mehr junge Männer leisten keinen Militärdienst mehr, sondern sind bereit, 1,5 mal mehr Dienstzeit im Zivildienst aufzubringen. Bei den Verantwortlichen des Zivildienstes ist man auf der Suche nach zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten. Das ist der Hintergrund für die Idee, Zivis (so ist der Sprachgebrauch für Zivildienstleistende) auch an Schulen zu beschäftigen. Der Bund prüft derzeit eine Gesetzesänderung, denn momentan ist ein Einsatz nur vereinzelt an Sonderschulen möglich. 
Wenn ich an meine Schulsituation denke, habe ich keine Verwendung für einen Zivi. Wie und wo soll er mich denn entlasten? Bei Gruppenarbeiten vertraue ich meiner eigenen Einschätzung - ich muss den Unterricht ja auch entsprechend planen. Und Nachhilfestunden gibt's bei uns nicht und wenn es sie gäbe, wäre es kein Job für jemanden ohne pädagogische Kenntnisse. Was bleibt ist das Abwaschen beim Mittagstisch. Etwas wenig für einen Ganztagesjob, oder?




LCH: Schulen sind nicht dazu da, die Probleme des Zivildienstes zu lösen, Bild: Keystone

Bund prüft Zivi-Einsätze an Schulen, Basler Zeitung, 3.4. von Christian Brönnimann

30. Januar 2013

Bald Zivildienstler an Berner Schulen?

Der Ansturm auf Zivildienstplätze ist gross. Deshalb wird geprüft, ob diese auch an Schulen zum Einsatz kommen könnten. Es gehe dabei nicht um den Ersatz von Lehrkräften, sondern nur um deren Entlastung.






Bald auch Zivis an der Schule? Bild: caritas-warendorf.de

Bald Zivildienstler an Berner Schulen im Einsatz? Berner Zeitung, 30.1.

11. September 2012

Nachgefragt: Yvonne Feri

Die Aargauer SP-Nationalrätin Yvonne Feri hat in Sachen Zivildienst in der Schule eine Interpellation eingereicht. In der Zwischenzeit hat eine Berner Untersuchung die Möglichkeit eines solchen Einsatzes geprüft und kommt zum Schluss, dass Zivildienstleistende an unseren Schulen möglich sein sollten.

UK: Welche Aufgaben könnte ein Zivi an einer Schule erledigen?
YF: Zivildienstleistende können als Hilfspersonen und Unterstützungspersonen für die Lehrpersonen eingesetzt werden. Sei dies beim Aufräumen, bei der Unterstützung von Schüler/-innen, welche Hilfe brauchen, sei dies auf dem Pausenplatz oder auf Ausflügen. Die pädagogische Aufgabe bleibt klar bei den Lehrpersonen. Diese kann und soll nicht abgegeben oder aufgeteilt werden, denn dafür braucht es ausgebildete Personen.

UK: Sind für Sie auch kurzzeitige Einsätze an Schulen denkbar?
YF: Wenn sich die Lehrpersonen einen Einsatz "teilen", kann an den einzelnen Klassen ein solcher Einsatz sicher vorgesehen werden. Jedoch sollte ein Zivildienstleistender eine längere Zeit an einer Schule eingesetzt werden, damit eine Beziehung unter den einzelnen Personen und Schüler/-innen entstehen kann. Ebenso hat jede Schule eine eigene Kultur, welche ein Zivildienstleistender kennen lernen muss. Ich würde von kurzzeitigen Einsätzen tendenziell absehen.

UK: Welche Chancen sehen Sie, dass es möglich wird, den Zivildienst auch an Schulen zu leisten?
YF: Es gibt dabei verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, nachfolgend eine Auswahl: 

  • Die Lehrpersonen können in ihren vielfältigen Aufgaben entlastet und unterstützt werden.
  • Die Schüler/-innen haben Kontakt mit jungen Erwachsenen und bekommen so vielleicht zum Lernen einen neuen anderen Zugang. 
  • Alle Arbeiten rund um das Lernen (wie Pausenaufsicht) können verteilt werden. 
  • Allenfalls können junge Leute für den Lehrerberuf gewonnen werden.  
  • Das Angebot an Einsatzmöglichkeiten für Zivildienstleistende wird vergrössert. 
Feri: "Würde von kurzzeitigen Einsätzen tendenziell absehen", Bild: SP Wettingen

10. September 2012

Noch wenig Zivis an Ostschweizer Schulen

Die Idee, Zivildienstleistende (Zivis) an Schulen  einzusetzen, würde gleich zwei Probleme auf einen Schlag lösen. Erstens könnten die Lehrer entlastet werden und zweitens dringend nötige Zivildienststellen geschaffen werden. Eine Studie des Kantons Bern unterstützt diesen Ansatz. In der Ostschweiz steht man dieser Idee skeptisch gegenüber. 

Weshalb nicht auch Zivis an der Schule? Bild: Aargauer Zeitung
Keine Zivis in Ostschweizer Schulen, St. Galler Tagblatt, 10.9. von Sebastian Schneider
Evaluation Zivildienst an der Schule, Erziehungsdepartement Bern, von Claudio Stricker

3. September 2012

Zivildienstler im Schulzimmer?

Eine Studie schlägt vor, dass bald Zivildienstler im Schulzimmer zum Einsatz kommen. SP-Nationalrätin Yvonne Feri setzte sich mit einer Interpellation im Nationalrat dafür ein, dass der Einsatzbereich der Zivildienstleistenden auf den Schulbereich ausgedehnt wird. Sie glaube nicht, dass "Zivildienstler pädagogisch unterrichten können", sagte Feri gegenüber Radio Argovia. "Sie könnten aber Lehrpersonal entlasten und Pausenaufsicht übernehmen". 

Gesucht: Einsatzmöglichkeiten für Zivildienst Leistende, Bild: tearfund.ch
Oberster Aargauer Lehrer will keine Zivis im Schulzimmer, Aargauer Zeitung, 3.9.
Die Interpellation von Yvonne Feri mitsamt der Antwort des Bundesrats ist hier zu lesen.