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14. Februar 2020

Puppen des Zeitgeists


Alles redet über Bildung. Vom Kampf um Bildungsressourcen ist die Rede, von Bildungsreserven, von Bildungsmanagement, von Bildungsexpansion, gar von Bildungsoffensive. Die Sprache zeigt sich militant. 
Auch wenn bildungspolitische Postulate und Parolen anderes verkünden, ist die Tendenz eindeutig: Die Wissens- und Informationsgesellschaft reduziert Bildung auf Ausbildung. Spätestens seit PISA und Bologna dominiert das Kriterium der Effizienz. Gefragt sind direkt anwendbare Kompetenzen. Sie gehorchen dem Diktat der aktuellen Verwertbarkeit – und machen Kinder und Jugendliche, pointiert und als These formuliert, zu Puppen des Zeitgeistes.

1. September 2019

Bologna verschult das Studium


Die Bologna-Reform der Hochschulausbildung wurde vor zwanzig Jahren von 29 Bildungsministern Europas beschlossen. In der Schweiz notabene ohne Zustimmung des Parlamentes oder gar einer Volksabstimmung. Es wurde kein entsprechendes Gesetz beschlossen, aber dennoch hat sich unser Bildungssystem auf der Hochschulebene grundlegend verändert.
Bologna-Reform: eine ernüchternde Bilanz, NZZ, 30.8. von Bruno S. Frey

20. September 2016

Subtile Methoden zur Ausgrenzung

Die von der Basler Zeitung aufgedeckte Unterdrückung kritischer Forschung, über die auch in der NZZ am Sonntag vom 18. September 2016 berichtetwurde, muss in einem grösseren Zusammenhang gesehen werden, wenn die Volksschule nicht dasselbe Schicksal wie die Universitäten erleiden soll. 1999 hat der hand- oder staatsstreichartige Federstrich eines subalternen Beamten aus Bundesbern, gegen den Willen der mitgereisten Universitätsrektoren, in Bologna dazu geführt, dass das  ganze Schweizer Hochschulwesen an Parlament und Volk vorbei total umgekrempelt und nach unten nivelliert wurde.
Befinden wir uns mitten in einer Kulturrevolution? 20.9. von Peter Aebersold

28. Februar 2016

Lehrerbildung muss zurück in den Raum demokratischer Mitbestimmung

Bei einer Expertenanhörung im Landtag NRW (Deutschland) zur Novellierung des Lehrerausbildungsgesetzes wurden markante und denkwürdige Stellungnahmen vorgebracht. Diese mahnten eine grundsätzliche Revision der durch Bolognareform und Kompetenzorientierung zunehmend wissenschafts- und bildungsfeindlichen Lehramtsstudiengänge an. Nicht Bologna sei alternativlos: „Alternativlos ist nur Humanität“, so Ursula Frost von der Universität zu Köln. Tatsächlich habe die Bolognareform die selbst gesetzten Ziele nicht erreicht, sei rechtlich und theoretisch fragwürdig und praktisch schädlich. „Kompetenz“ widerspreche dem Anspruch universitärer Bildung, mit ihr würde eine Verhaltenssteuerung künftiger Lehrerinnen und Lehrer angestrebt, die sich so kritiklos den ministeriell gewünschten gewünschten Vorgaben anpassen sollten.
Lehrerbildung raus aus Bologna, Stellungnahmen zum Lehrerausbildungsgesetz Nordrhein-Westfalen, Gesellschaft für Bidung und Wissen, 26.2. von Jochen Krautz nach Beiträgen von Ursula Frost, Ulrich Heinen und Hans Peter Klein