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3. Mai 2021

Die Herkunft entscheidet

Es muss nicht jeder und jede ans Gymnasium, manche wären in einer Lehre besser aufgehoben, die Berufsbildung braucht leistungsstarke Jugendliche: Diese Argumente sind richtig. Doch sie gelten vor allem für junge Menschen mit praxisorientierten Begabungen, die sich weniger für akademische Inhalte begeistern können oder die Matura nur mit Ach und Krach hinkriegen.

Schickt endlich die Richtigen ans Gymnasium, NZZ, 3.5. von Margrit Stamm

28. März 2021

Sozialer Ausgleich mit neuer Schülerzuteilung auf Schulhäuser

Wo ein Kind zur Schule geht, beeinflusst sein späteres Leben. Statistiken belegen, dass Kinder aus Schulen mit hohem Anteil an fremdsprachigen und bildungsfernen Eltern deutlich weniger Schulerfolg haben. Seit Jahren schon befasst sich Oliver Dlabac vom Zentrum für Demokratie Aarau mit diesen Effekten. Nun legt er eine neue und umfassende Studie vor. «Unsere Analysen ­bestätigen, dass in der Schweiz dasselbe Kind je nach Zusammensetzung der besuchten Schule unterschiedliche Chancen auf Schulerfolg und in der weiteren persönlichen und beruflichen Entwicklung hat», ist sein Fazit.

Schulen besser durchmischen, NZZaS, 28.3. von René Donzé

6. März 2021

Bundesgericht enttäuscht Privatschulen

Zürcher Primarschüler, die nach der sechsten Klasse ans Langgymnasium wollen, dürfen sich Erfahrungsnoten in Deutsch und Mathematik anrechnen lassen. Der entsprechende Notenschnitt zählt ebenso viel wie jener der Aufnahmeprüfung in diesen Fächern. Salopp gesagt, sind die Vornoten für eine Aufnahme also schon die halbe Miete. Nicht so für Privatschülerinnen und Privatschüler. Weil Privatschulen nur begrenzt unter qualitativer staatlicher Kontrolle stehen und einige Freiheiten bei der Stundenplangestaltung haben, erachtet man die Noten als nicht vergleichbar mit jenen der öffentlichen Schulen. Bei Privatschülern zählt deshalb nur das Prüfungsergebnis. Dafür kommt man ihnen beim erforderlichen Notensoll entgegen: Sie brauchen bloss ein Mittel von 4,0 statt 4,5.

Privatschüler sind bei der Gymi-Prüfung nicht benachteiligt - oder doch? NZZ, 6.3. von Lena Schenkel

Abschaffung der Gymi-Aufnahmeprüfung wird in Zürich zum Dauerbrenner

Am Montag und Dienstag lösen wieder Tausende von Schülerinnen und Schülern in Zürich Prüfungsaufgaben in Deutsch, Mathematik sowie mitunter in Französisch oder Englisch. Die eine Hälfte will nach der sechsten Primarklasse ans Langgymnasium, die andere nach der zweiten oder dritten Sekundarklasse ans Kurzgymnasium, die Fach- oder die Handelsmittelschule.Wenn es nach dem Willen eines linken Politikers geht, soll zumindest Letzteres bald der Vergangenheit angehören. Peter Haberstich, Mitglied der kantonalen SP-Bildungskommission, fordert eine Abschaffung der Aufnahmeprüfung für Zürcher Maturitätsschulen für Sekundarschüler. Eine Forderung, die so oder ähnlich immer wieder einmal aufgebracht wird.

Warum es den "gerechten" Übertritt ins Gymnasium nicht geben kann, NZZ, 6.3. von Lena Schenkel und Nils Pfändler

17. Februar 2021

Bündner Regierung prüft Abschaffung der Gymi-Aufnahmeprüfung

Die Bündner Regierung überprüft das Aufnahmeverfahren an den Mittelschulen. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob mit dem gegenwärtigen System der chancengleiche Zugang zu einer Mittelschule gewährleistet ist oder ob das Aufnahmeverfahren angepasst werden muss.

Gleiche Chancen für alle Schüler, Südostschweiz, 16.2. von Benjamin Repolusk

12. Januar 2021

Linke Ansätze für bessere Berufsperspektiven

Der Kommentar vom 6. Januar 2021 zur Basler Schulsituation suggeriert, dass der Kanton das Platzproblem an der FMS am besten dadurch lösen sollte, dass mehr SchülerInnen nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre machen. Zu viele SchülerInnen würden heute auf der Sek-II-Ebene eine weiterführende Schule besuchen.

Der Basler SP-Nationalrat Mustafa Atici fürchtet eine Verdrängung der Leistungsschwächeren, Bild: Nicole Pont
Stark in der Schule, stark in der Lehre, BaZ, 12.1. von Mustafa Atici

7. Januar 2021

Zu viele Mittelschüler senken das Niveau

Im Kanton Basel-Stadt, in dem die Realitätsverweigerung schon als Kunstform durchgeht, würde man sich nie in solchen Worten ausdrücken, weil man sich gern ziert und lieber herumdruckst, als ein Problem als solches zu benennen – so muss es halt das Baselbiet sagen: Die Stadt hat dem Land einen «akuten Notfall» in der Fachmaturitätsschule (FMS) gemeldet, da diese aus allen Nähten platzt. 

Viele wären in einer Lehre besser aufgehoben, Basler Zeitung, 7.1. von Sebastian Briellmann

15. November 2020

Die Sprachlosigkeit gefährdet den Zusammenhalt der Gesellschaft

Wer nicht richtig Deutsch kann, wird zum Mörder. Wie der Wirt, der sich des Virus wegen kürzlich genötigt sah, seine Gäste zur Bekanntgabe ihrer persönlichen Angaben anzuhalten. Das entsprechende Formular versah er mit dem grammatikalisch verunglückten Nachsatz: «Wir sind verpflichtet diese Daten 4 Wochen aufzubewahren danach werden Sie vernichtet.»

Lernt endlich Deutsch! NZZaS, 31.10. von Peer Teuwsen

11. Oktober 2020

Hohes Mass an Chancenungleichheit

Es spielt keine Rolle, wie alt eine Studie ist, sie kommt immer zum selben Schluss: In der Schweiz ist die Chancengleichheit im Bildungssystem schwach entwickelt. Kinder von Akademikern besuchen doppelt so oft eine Kantonsschule oder ein Gymnasium wie Kinder von Eltern mit mittlerem und niedrigem Bildungsniveau.

Vor einer weiteren Bildungsreform sollten wir den überschätzten Wert der Bildung diskutieren, NZZaS, 11.10. von Tobias Straumann

10. Oktober 2020

Machen Mädchenschulen noch Sinn?

Das Theresianum Ingenbohl im Kanton Schwyz ist eine der letzten reinen Schweizer Mädchenschulen. Halten sich die angeblichen Vorteile und der Zeitgeist noch die Waage?


Im Theresianum Ingenbohl gibt es eine Sekundarschule, ein Gymnasium und Internat ausschliesslich für Mädchen, Bild: Theresianum Ingenbohl

Wie zeitgemäss ist geschlechtergetrennter Unterricht, SRF, 8.10.

7. Oktober 2020

Cramer mit Leistungsausweis zufrieden

Conradin Cramer steht zwischen den neuen Primarschülerinnen und -schülern. Es ist ein besonderes Jahr für den Erziehungsdirektor, der seit 2017 jeweils im August die neuen Schulkinder begrüsst. In drei von vier Jahren trug er zu diesem Anlass seine typische rote Krawatte. Dieses Jahr komplettierte eine weisse Stoffmaske mit schwarzen kleinen Baslerstäben das Outfit.

Conradin Cramers Erfolg: Weniger Schüler am Gymnasium, BZ Basel, 7.10. von Silvana Schreier

3. Oktober 2020

Ohne Aufnahmeprüfung dauert der Stress jahrelang

Während Wochen ist in dem durch die Covid-19-Krise bedingten Lockdown der Schulen darüber gestritten worden, ob ein Maturitätszeugnis ohne Prüfung überhaupt ein Maturitätszeugnis sei. Politiker, Hochschulrektoren, Wissenschafter befürchteten, dass die Aussagekraft eines solchen Zeugnisses eingeschränkt sei, beklagten den föderalen Flickenteppich bei dieser Frage und äusserten sich mehrheitlich ablehnend zur Möglichkeit, dass man ein Diplom ohne vorgängige Prüfung erhalte.

Wird an den Gymnasien alles besser ohne Prüfung? NZZ, 1.10. von Maria A. Cattaneo und Stefan C. Wolter

27. September 2020

Gymnasiallehrer: Schreibkompetenz verschlechtert sich nicht

In Kulturpessimismus will Roland Fankhauser, Studiendekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel, nicht verfallen. Doch sein Eindruck ist eindeutig: Die Schreibkom­petenz vieler Studierender lasse seit ­einigen Jahren zu wünschen übrig. «Das reicht von praktisch inexistenten Kommaregeln über fehlende Zusammenhänge zwischen aufeinanderfolgenden Sätzen bis hin zu ganzen Passagen, die kaum Sinn ergeben», sagt Fankhauser. «In einem Fall fragte ich einen Studenten bei der Besprechung seiner fehlerhaften Arbeit, ob er fremdsprachig aufgewachsen sei», erinnert sich der Studiendekan. Der Student war perplex – Deutsch war schliesslich seine Muttersprache. 

Deutsch, aber leider nicht deutlich, NZZaS, 27.9. von Joel Bedetti

15. Juni 2020

Bündner Lehrer gegen Gymi-Aufnahmeprüfung

Die Geschäftsleitung des Verbands Lehrpersonen Graubünden (Legr) unterstützt jeweils die Haltung der Bündner Regierung zu zwei aktuellen parlamentarischen Aufträgen. Es handelt sich laut Mitteilung des Verbands einerseits um den Auftrag Cavegn betreffend Änderung des Übertrittverfahrens in die Bündner Mittelschulen und andererseits um den Auftrag Widmer zur Flexibilisierung der Lektionenzahl pro Halbtag auf der Primarstufe.

Legr ist sich mit Regierung einig, Südostschweiz, 15.6.

6. Mai 2020

Steiner verteidigt Halbklassenunterricht und stellt Sinn der Maturaprüfungen infrage

Frau Steiner, was war in den vergangenen Wochen für Sie als Präsidentin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und Zürcher Bildungsdirektorin die grösste Herausforderung?

Silvia Steiner: Die grösste Schwierigkeit liegt darin, dass wir sehr wenig über das neue Coronavirus wissen. Ausserdem widersprechen sich die Experten in verschiedenen Fragen. So ist immer noch nicht klar, wie stark die Kinder durch das neue Coronavirus gefährdet sind. Das erschwert den Schulstart enorm. Unter diesen Voraussetzungen müssen wir innert weniger Tage die Vorgaben umsetzen, die uns der Bundesrat aus gesundheitspolitischer Sicht macht.

"Es ist alles andere als sicher, ob die Gymnasien am 8. Juni wieder aufgehen", NZZ, 6.5. von Erich Aschwanden und Nils Pfändler

1. Mai 2020

Kantone verpassen einheitliche Lösung


Die Schweizer Bildungslandschaft gleicht derzeit einem Flickenteppich. Das Coronavirus hat die Kantonsgrenzen in tiefe Gräben verwandelt: Sei es bei Fragen zur geplanten Schulöffnung, den Zeugnisnoten oder den Maturitätsprüfungen – nirgends wurde eine einheitliche Lösung gefunden. Nicht einmal die obligatorische Schulstufe definieren alle Kantone gleich. Bestrebungen zur Harmonisierung, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten auf allen Stufen mit viel Aufwand verfolgt wurden, scheinen innert Wochen vergessen zu sein.
Kantönligeist statt Geschlossenheit: Das Coronavirus verwandelt die Schweizer Bildungslandschaft in einen Flickenteppich, NZZ, 30.4. von Nils Pfändler

30. April 2020

Graubünden prüft Abschaffung der Gymi-Aufnahmeprüfung

Ein Auftrag von Grossrat Remo Cavegn fordert die Abschaffung der Prüfung für den Übertritt ins Gymnasium. Andere Kantone sind diesen Weg bereits gegangen. Die Bündner Regierung will das Anliegen extern prüfen lassen.
Abschaffung der Kanti-Prüfungen unter der Lupe, Südostschweiz, 30.4. von Patrick Kuoni

29. April 2020

Der Flickenteppich

Die Verbindung stockt, und plötzlich sind nur noch abgehackte Sätze zu hören. Mit solchen Problemen im Fernunterricht soll für viele Schweizer Schülerinnen und Schüler bald Schluss sein. Am 11. Mai öffnen Primar- und Sekundarschulen wieder. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch vor den Medien in Bern bekanntgegeben. Er bestätigt damit seinen Plan von Anfang April.
Fertig Fernunterricht: So sollen Schüler und Lehrer vor dem Coronavirus geschützt werden, NZZ, 29.4. von Larissa Rhyn und Erich Aschwanden
Schulen öffnen mit minimalen Auflagen, Blick, 29.4. von Ruedi Studer

25. April 2020

Steiner: "Kantone sollen selber entscheiden, wann sie den normalen Betrieb wieder hochfahren"


Nächste Woche wird der Bund Vorgaben für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts vom 11.Mai in der Volksschule machen. Mit welchen Massnahmen rechnen Sie?
Silvia Steiner: Wir gehen davon aus, dass der Bund Eckwerte in drei Bereichen erlassen wird: erstens zum Schutz der vulnerablen Personen, namentlich der Schüler, ihrer Eltern und der Lehrpersonen. Zweitens erwarten wir Angaben zum Thema Prävention und Aufklärung, drittens zur Umsetzung der Hygienemassnahmen.
"Wir dürfen die Lehrer nicht überlasten", Südostschweiz, 25.4. von Kari Kälin

17. April 2020

Schulstart noch unklar


Nun hat das Werweissen ein Ende. Am 11. Mai werden die Kindergärten, Primar- und Sekundarschulen wieder geöffnet – zwei Wochen nachdem Coiffeure, Ärzte und gewisse Läden ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Das hat der Bundesrat gestern beschlossen. So wolle man die Bewegungsströme in der Öffentlichkeit langsam steigern. 
«Normaler Unterricht ist nicht möglich», Basler Zeitung, 17.4. von Dina Sambar