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6. Oktober 2020

Waadt verbietet "T-Shirt der Schande"

Nach einer Kontroverse um Kleidervorschriften an Schulen ist im Kanton Waadt das sogenannte «T-Shirt der Schande» verboten worden.Vergangene Woche hatten Dutzende Schülerinnen undSchüler in Genf gegen den «sexistischen Dresscode» an Sekundarschulen protestiert. Eine ähnliche Praxis sei auch in einigen Waadtländer Schulen angewandt worden, sagte Erziehungsdirektorin Cesla Amarelle (SP) dem Westschweizer Radio LFM.

"T-Shirt der Schande" wird von der Schule verbannt, SRF, 5.10.

25. April 2020

Kein Social Distancing für Primarschüler


Am 11. Mai öffnen die Volksschulen wieder. Das hat der Bundesrat entschieden. Die Kantone haben in der Gestaltung des Schulunterrichts volle Freiheit, sollen sich aber an die Schutzmassnahmen des Bundesamts für Gesundheit halten. Das BAG hat nun zuhanden der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) ein Schutzkonzept für den Präsenzunterricht ausgearbeitet und am Mittwoch finalisiert. Seit Donnerstag liegt das knapp vier Seiten lange Papier bei den Kantonen – und sorgt in einzelnen Punkten für Irritation.
Primarlehrer müssen Distanz halten, ihre Schüler nicht, Basler Zeitung online, 24.4. von Philippe Reichen 

24. April 2020

Kompetenzgerangel um Schulöffnung


In den Kantonen Waadt, Genf oder Neuenburg gibt es heftige Kritik an der Wiedereröffnung der obligatorischen Schulen. Die Kritik zielt auch auf den Bundesrat, der die Wiedereröffnung per 11. Mai angeordnet hat. Lehrer, Eltern und Ärzte befürchten, dass in der Romandie die Corona-Infektionen mit einer Wiederaufnahme des Schulbetriebs erneut zunehmen. 
Schulöffnungen: Kantone wollen die Macht, Basler Zeitung, 24.4. von Philippe Reichen und Luca DeCarli

21. April 2020

Kritik an Schulöffnung

Die geplante Wiederaufnahme des Schulbetriebs am 11. Mai wird kritisiert. Der Waadtländer Lehrerverband fordert gar eine Ausnahmeregelung.
Im Kanton Waadt wird die geplante Wiederaufnahme des Schulbetriebs am heftigsten kritisiert. Der Präsident des Waadtländer Lehrerverbandes (SPV) versteht den Entscheid des Bundesrates überhaupt nicht: «Es gibt kein Konzept zur Einhaltung der Hygienevorschriften und wir haben keine Garantie, dass die Kinder das Virus nicht übertragen. Unter diesen Umständen können die Schulen am 11. Mai nicht geöffnet werden.»
"Die Schulen bereits zu öffnen, ist verantwortungslos", SRF, 21.4. von Mirjam Mathis

27. Dezember 2019

Zum Lesen verführen


Die 10-Uhr-Pause ist zu Ende. Die Schüler der Waadtländer Primarlehrerin Elsa Bourgeois stürmen zurück ins Klassenzimmer. Auf der digitalen Wandtafel lodert ein virtuelles Cheminéefeuer. Am rechten Rand leuchtet eine Ampel. Das orange Licht scheint auf. Orange bedeutet: Die Klasse soll ruhig sein.
Bourgeois: "Bücher sollten immer greifbar sein", Bild: Oliver Vogelsang
Plötzlich lieben die Kinder Bücher, Tages Anzeiger, 24.12. von Philippe Reichen

9. Januar 2019

A l'école des philosophes


In Yverdon gibt es eine Quartierstrasse mit dem schönen Namen Rue des Philosophes – für den Volksmund naheliegend, der hier domizilierten Sonderschule den ebenso schönen Namen «Ecole des Philosophes» zu verleihen. Ein Euphemismus. Oder etwa doch nicht? Fernand Melgars Filmporträt des Schulalltags stellt sich der Frage mit jener feinen Aufmerksamkeit und Einfühlung, die seine besten Filme stets auszeichnet. (Und die überzeugender sind als sein gewissenspolitisch öffentlicher Eifer im Nachhall zu «Vol spécial» oder der Lausanner Dealer-Szene . . .)

A l'école des philosophes: Die Hoffnung stirbt mit Recht zuletzt, NZZ, 9.1. von Martin Walder

24. Oktober 2017

Schule und Weltverbesserung

Einem Vater von zwei Heranwachsenden fällt auf, dass an den Schulen des rot-grün regierten Lausanne kaum Zeit aufgewendet wird für die Kenntnis internationaler Institutionen wie UNFCCC, WHO, FAO, Weltbank, die beauftragt sind, globale Probleme zu lösen. Und schon gar keine Zeit für Konzerne, welche mit technischen Innovationen die Umweltzerstörung angehen.
Durch Veganismus die Welt retten? NZZ, 24.10. Kommentar von Toni Stadler

25. September 2016

Anne-Catherine Lyon zieht Gesuch um Amtszeitverlängerung zurück

Der Sesselkleber-Konflikt bei der Waadtländer SP ist gelöst: Dievielkritisierte Bildungsdirektorin Anne-Catherine Lyon tritt ab, Gesundheitsminister Pierre-Yves Maillard bleibt im Rennen. Wer wird Lyon beerben?
Anne-Catherine Lyon wirft das Handtuch, NZZ, 24.9. von Andrea Kucera

30. April 2016

Kein Kavaliersdelikt

Mehrere Lehrer in der Waadt haben gegen Schüler Anzeigen wegen heimlich aufgenommener und im Internet verbreiteter Videos eingereicht. Für Beat W. Zemp, den Präsidenten des Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, ist das kein Kavaliersdelikt.
Zu einem gravierenden Fall kam es unlängst in der Gemeinde Ecublens in der Nähe von Lausanne, wo Jugendliche einen Lehrer zur Verzweiflung trieben, die Szene mit dem Handy filmten und Videos über Smartphone-Apps verbreiteten. Die Schüler wurden für drei Tage von der Schule verwiesen.
Zemp: Lehrer heimlich filmen ist kein Kavaliersdelikt, www.1815.ch, 29.4.

1. Februar 2016

Deutsch im Waadtland

Der Kanton Waadt evaluierte die Deutschkenntnisse der Primarschüler nach vier Jahren Deutschunterricht. Insgesamt wurden 35 Klassen der 6. Primar mit total 642 Schülern getestet. Als Testinstrument hat man sich für einen standardisierten Test des Österreichischen Sprachdiploms entschieden ("Kompetenz in Deutsch"). Die Ergebnisse sind erschütternd. Nach vier Jahren erreichen gut die Hälfte der Schüler das minimale Sprachniveau A1. Besonders schlimm sieht es bei den mündlichen Sprachfertigkeiten aus: Die Kinder können einfachste Gesprächssituationen nicht bewältigen. 


















Evaluation des compétences en allemand des élèves de 6e année de la scolarité obligatoire vaudoise, Jörg Sieber et al, Oktober 2015 

26. Oktober 2014

Der nationale Zusammenhalt

Die SP Schweiz pocht zusammen mit den Bildungspolitikern der Westschweiz darauf, wie wichtig die Kenntnis der Landessprachen für den nationalen Zusammenhalt sei. Sie torpedieren sogar klare Verbesserungen im Französischunterricht, wie sie die Kantone Thurgau und Nidwalden wollen. Geht nicht, nix da. Wenn ihr nicht als erste Fremdsprache Französisch ab der 3. Primar lernt, dann fällt das Land auseinander. Nicht mehr und nicht weniger. In einem amüsanten Experiment versucht Katharina Bracher in der Stadt Lausanne herauszufinden, wie gut es denn um die Deutschkenntnisse der Romands steht. (uk)
"English, maybe?", NZZaS, 26.10. von Katharina Bracher

Schlechte Deutschnoten für die Romands

Die Welschen trauen sich kaum, Deutsch zu sprechen. Das Schuldeutsch reicht den wenigsten aus, um sich in der Deutschschweiz zu verständigen. Nun wollen die Kantone den Sprachunterricht stärken.







Nach sieben Jahren Deutschunterricht nicht fähig, sich zu verständigen, Bild: NZZ


Schlechte Deutschnoten für die Romands, NZZaS, 26.10. von René Donzé


21. September 2014

"Es geht um unsere Kultur"

Die Waadtländer Bildungsdirektorin Anne-Catherine Lyon (SP) präsidiert die welsche Konferenz der Bildungsdirektoren und äussert sich zur aktuellen Debatte um die Primarfremdsprachen.




"Mangel an Reflexion", Bild: Cédric Widmer


"Wir müssen einen Flächenbrand verhindern", NZZaS, 21.9. von Katharina Bracher und René Donzé

2. Dezember 2011

Lehrer nach "Witz" entlassen

Unpassendes Verhalten während einer Reise ins ehemalige Konzentrationslager Auschwitz hat einen Lehrer aus der Waadt den Job gekostet. Er stehe nicht mehr im Schuldienst, bestätigte Michael Fiaux, Sprecher des Erziehungsdepartements, am Mittwoch eine Information von "Le Matin". Laut der Zeitung hatte der Primarlehrer auf Facebook eine Foto von sich veröffentlicht, die ihn im KZ unter dem Schriftzug "Arbeit macht frei" mit einem Teller Nasigoreng in der Hand zeigt. Als Jude habe er das Recht, Witze über Juden zu machen, findet der Lehrer. Auf die Geschichte angesprochen, erklärte der katholisch Getaufte, der sich wegen seiner jüdischen Grossmutter als Jude betrachtet und für das rechtspopulistische Mouvement citoyens vaudois (MCVD) als Nationalrat kandidierte, er werde die Entlassung anfechten. Er habe sich zudem für die Auschwitz-Fotos entschuldigt.
Quelle: sda, 2.12.