Technologisch steht die Schweiz gut da, findet Andreas Schleicher, Bild: SRF
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10. April 2020
PISA-Schleicher:"Schweizer Lehrer haben Nachholbedarf"
Die Kinder in der Schweiz erhalten momentan Fernunterricht. Nicht alle waren gleich gut vorbereitet. Wie steht die Schweiz im digitalen Fernunterricht im Vergleich zu den andern OECD-Ländern da? Das Gespräch mit Bildungswissenschafter Andreas Schleicher.
30. November 2019
Folgt am Dienstag der nächste PISA-Schock?
Es begann
mit einem Schock, ging weiter mit endlosen Debatten und mündete in einem
Dauerstreit: Seit knapp zwei Jahrzehnten – immer wenn die Pisa-Resultate
erscheinen – gerät die Schweizer Bildungswelt in Aufruhr. Kommenden Dienstag
erfahren hiesige Schüler wieder, wie gut sie im Vergleich zu Jugendlichen aus
aller Welt sind. Bis dahin werden die Resultate gehütet wie ein
Staatsgeheimnis. Doch schon jetzt ist klar: Es wird erneut zu Diskussionen
kommen.
Wie schief steht der Turm von Pisa? Südostschweiz, 30.11. von Yannick Nock
26. Januar 2019
PISA-Schleicher ortet Nachholbedarf bei Digitalisierung
Eine Gruppe von WEF-Teilnehmern besuchte diese Woche eine Primarschule
in Davos. Das Ziel der Stippvisite: Die Kinder sollten Gelegenheit erhalten,
den Managerinnen und Managern Fragen zu ihren Jobs zu stellen. Man wollte sich
aber auch einen Eindruck darüber verschaffen, ob die vierte industrielle
Revolution, welche die Arbeitswelt radikal verändern wird, bereits in
irgendeiner Form im Klassenzimmer angekommen ist.
23. Oktober 2018
OECD fordert mehr Disziplin
Eine Pisa-Auswertung zeigt Schritte auf, um die Lücke zwischen
privilegierten und sozial benachteiligten Schülern zu schließen. Einige davon
sind denkbar einfach: Schüler bräuchten mehr Motivation – und mehr Disziplin.
OECD fordert mehr Disziplin in Schulen, Welt, 23.10. von Inga Michler
1. September 2018
Vom pädagogischen Establishment, neoliberalen Bildungsreformen und Big Business
Es ist ein eher unscheinbarer Mann, der kurz vor den Sommerferien in der
Aula der Universität Zürich ans Mikrofon tritt. Richard Münch, 73, emeritierter
Professor für Soziologie an der Universität Bamberg, ist kein grosser Redner,
doch was er am Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung
zu sagen hat, das hat es in sich. Es geht um den bildungsindustriellen Komplex,
wie Münch ihn nennt, angelehnt an den berüchtigten militärisch-industriellen
Komplex, vor dessen zersetzendem Einfluss auf die Demokratie der damalige
US-Präsident Eisenhower in seiner berühmten Abschiedsrede im Jahr 1961 gewarnt
hatte. Und als Warnung will auch Münch verstanden wissen, was er in Zürich wie
in seinem neuen Buch mit dem gleichnamigen Titel präsentiert.
Der bildungsindustrielle Komplex, NZZ, 31.8. von Martin Beglinger
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Wolter Stefan
29. August 2018
"Schweiz sollte sich an der internationalen Spitze orientieren"
Herr
Schleicher, Ende der Primarzeit werden Genfer Schüler über 1000 Stunden mehr im
Klassenzimmer verbracht haben als Luzerner. Sind Genfer klüger?
Andreas
Schleicher: Nein, Genfer Kinder sind nicht klüger als Luzerner. Das hängt nicht
von der Lektionenzahl ab. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sitzen die
Kinder mehr als 60 Stunden pro Woche im Unterricht oder beim Nachhilfelehrer
und das Ergebnis ist miserabel. In Finnland schaffen es die Schüler, bessere
Resultate zu erzielen, und das in der Hälfte der Zeit. Ähnlich sieht es in
Japan aus.
"Genfer Kinder sind nicht klüger als Luzerner", Basellandschaftliche Zeitung, 29.8. von Yannick Nock
Grosse Unterschiede in der Unterrichtszeit
Sind
Genfer Kinder intelligenter als Luzerner? Geht es nur nach der Unterrichtszeit,
ist die Antwort eindeutig «Ja». Der kürzlich veröffentlichte Bildungsbericht
2018 offenbart bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Kantonen. So sitzen
Genfer Kinder bis zum Ende der Primarschule über 1000 Stunden länger im
Unterricht als Luzerner. Auch St. Galler, Tessiner und Glarner verbringen
Hunderte Stunden mehr im Klassenzimmer als Zuger, Berner oder Aargauer (siehe
Tabelle).
1000 Stunden weniger Unterricht, Basellandschaftliche Zeitung, 29.8. von Yannick Nock
14. August 2018
Zielgrösse 25 pro Klasse
Stefan Wolter ist umtriebiger Bildungsökonom,Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Mandate
bei der EDK, OECD und der EU und Berater des «Expert Network on Economics of
Education» der EU. Er ist ein Schwergewischt in Sachen
Schulökonomisierung nach internationalen Standards. Ein Blick auf seine
Webseite genügt um dies zu erkennen. Am 12.08.2017 – als die meisten
Lehrpersonen in den Ferien weilten, brachte der Blick den Artikel «Pisa Chef
zeigt der Schweiz, wie sparen geht». Andreas Schleicher schwärmt von den
Schulen in China und Singapore, welche trotz Klassen von 40 Schülern bessere
PISA-Resultat erzielen.» Doch
sparen könne man auch, ohne dass Schüler darunter leiden müssten, erklärt der
Pisa-Leiter und OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher der Zeitung. Die
effizienteste Lösung für die Schweiz liege in der Klassengrösse. In der Schweiz
sitzen durchschnittlich 19 Schüler im Zimmer – im Pisa-Schnitt sind es 23.»
Südostschweiz, Leserbrief, 11.8. von Markus Niederdorfer
6. April 2018
Hausaufgabenverbot für Primarschüler
Der Erfinder der Pisa-Studie stellt der Schweiz kein gutes Zeugnis aus.
Zumindest nicht, wenn es um die Chancen für Kinder mit Migrationshintergrund
geht. «Ich erwarte deutlich mehr von der Schweiz», sagt der Deutsche Andreas
Schleicher, Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung
und Zusammenarbeit (OECD).
Der Einfluss des sozialen Hintergrunds auf die Leistung sei hierzulande
sehr gross. Kinder aus ärmeren Verhältnissen hätten oft mehr Mühe in den
Klassen. «Den Schulen gelingt es nicht, die Nachteile auszugleichen», sagt er.
Andere Länder seien darin deutlich besser.
Brisante Idee: Hausaufgabenverbot für Primarschüler, Basellandschaftliche Zeitung, 6.4. von Yannick Nock
24. September 2017
Umstrittener Einsatz von Tablets im Kindergarten und in der Unterstufe
«Würden Sie Ihrem sechs Jahre alten Kind erlauben, mit
dem Auto durchs Quartier zu fahren, zwischendurch ein Gläschen Wein zu trinken
oder einfach im Kinderzimmer zu rauchen?» Diese Frage stellt Markus
Niederdorfer aus Summaprada, der auf 32 Jahre Berufserfahrung auf Primar- und
Oberstufe zurückblicken kann und derzeit an der Schule Albulatal in
Tiefencastel eine Realklasse unterrichtet, rhetorisch an alle Eltern von (bald)
schulpflichtigen Kindern. Denn: Die Schuluhren stellen auf das digitale
Zeitalter um. Bis im Sommer 2021 muss im Kanton Graubünden jedem Kind der
Zugang zur virtuellen Welt im Schulunterricht ermöglicht sein. Und Niederdorfer
ist es ein Anliegen, die Diskussion über die Risiken, welche die Nutzung
digitaler Medien für Kinder und Jugendliche birgt, öffentlich zu führen, wie er
dem BT sagt.
Risiken der digitalen Bildung, Bündner Tagblatt, 23.9. von Enrico Söllmann
9. April 2017
PISA-Chef will grössere Klassen
Die Bildungsausgaben steigen, doch die Schüler
protestieren. Es braucht neue Sparideen. Eine kommt vom Pisa-Erfinder.
11. Dezember 2016
"Erwarte deutlich mehr vom Schweizer Schulsystem"
Seit
dem «Pisa-Schock» im Jahr 2000 hat der internationale Schülervergleich nicht
mehr so hohe Wellen geschlagen wie diese Woche. In Bern traten
Erziehungsdirektoren, Bildungsexperten und Lehrer mit finsterer Miene vor die
Presse. Mit «grosser Sorge» würden sie die «desolate Situation» beobachten.
Dabei geht es nicht um die Leistung der Schüler, es geht um den Pisa-Test
selbst. Weil die Daten neu mit dem Computer erhoben werden, seien keine
Vergleiche zu früheren Leistungen mehr zulässig. Der oberste Pisa-Verantwortliche,
der Deutsche Andreas Schleicher, weist die Kritik von sich. Ans Rumpelstilzchen
erinnere ihn der eine oder andere in der Schweiz, sagte er der
«Nordwestschweiz». Nun nimmt er erstmals ausführlich Stellung zur Kritik und
erklärt, warum Singapur in allen Rankings führt. Nein, mit Drill habe das
nichts zu tun.
Pisa-Chef kritisiert unsere Schule, Schweiz am Sonntag, 11.12. von Yannick Nock
Fehlende Motivation
Die Nachricht:
Die Schweizer Erziehungsdirektoren kritisieren die aktuelle Pisa-Studie. Die neuste Erhebungsmethode verfälsche die Daten. Der Lehrerverband stellt gar die Teilnahme am internationalen Schülervergleich infrage.
Die Schweizer Erziehungsdirektoren kritisieren die aktuelle Pisa-Studie. Die neuste Erhebungsmethode verfälsche die Daten. Der Lehrerverband stellt gar die Teilnahme am internationalen Schülervergleich infrage.
Weniger Märchen, mehr Motivation, Schweiz am Sonntag, 11.12. Kommentar von Yannick Nock
16. September 2015
Students, Computers and Learning
Hier erhalten Sie Zugriff auf die OECD-Studie zur Wirkung von Computern in der Schule.
Students, Computers and Learning, OECD, 2015
Students, Computers and Learning, OECD, 2015
22. Juni 2015
Pisa abschaffen
Wolfram Meyerhöfer ist Professor der Mathematikdidaktik an der Universität Paderborn und gilt als einer der grössten Pisa-Kritiker. Im Interview erklärt er seine Position und weshalb er den Protestbrief an Pisa-Chef Schleicher nicht unterzeichnete.
"Der Pisa-Test gehört abgeschafft", NZZ, 22.6. von Jenni Roth
"Der Pisa-Test gehört abgeschafft", NZZ, 22.6. von Jenni Roth
12. Mai 2014
Offener Brief an Andreas Schleicher
Andreas Schleicher ist ein deutscher Statistiker und Bildungsforscher und verantwortlicher Direktor der OECD für PISA. In einem offenen Brief zeigen sich die Unterzeichnenden tief besorgt über die negativen Folgen der PISA-Rankings.
Offener Brief an Andreas Schleicher, OECD, Paris. Heinz-Dieter Meyer, State University of New York und Katie Zahedi, Schulleiterin Red Hook, New York
Hier kann der Brief eingesehen und unterschrieben werden.
Offener Brief an Andreas Schleicher, OECD, Paris. Heinz-Dieter Meyer, State University of New York und Katie Zahedi, Schulleiterin Red Hook, New York
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